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Thema: Die wirklichen Gefahren der "Trend-Esoterik" und warum sie massiv gefördert wird

  1. #1
    Medizinmann
    Gast

    Die wirklichen Gefahren der "Trend-Esoterik" und warum sie massiv gefördert wird


    Hallo,


    wer etwas von den Zusammenhängen versteht - soll heißen, sich mit den Hintergründen des Weltgeschehens generell, Geschichte, Wirtschaft, GEsundheit und Weltbild ausführlich beschäftigt hat - der sieht sehr bald den Grund, warum die Esoterik in ihrer derzeitigen Form - also zum Großteil die Unwahrheit (!) - mit gewaltigen Beträgen und sonstigen Maßnahmen von so ziemlich jeder in einer Machtposition befindlichen Interessengruppe "gepusht" wird.


    Die Hauptgründe sind meiner Meinung nach (ich habe zur Verdeutlichung einen anderen TExt hier hereinkopiert, der mir gerade gelegen kam):


    1.) Propagieren der TOTALEN Eigenmächtigkeit des Individuums

    -----------------------------------

    Noch einigermassen moderat, aber doch eindrücklich kommt diese realitätsentfremdete und asoziale Perspektive in den beiden Esoterik-Bestsellern zum Ausdruck, die in den letzten Jahren beinahe ohne Unterbruch die Topränge der Sachbuch(!)-Literatur in der Schweiz besetzt hielten: beim US-Amerikaner James Redfield, dem es in den "Prophezeiungen von Celestine" gelingt, eine esoterische Einweihung oder Läuterung vor einem vermeintlich realen peruanischen Hintergrund vorzustellen, ohne offensichtlich auch nur die geringste Ahnung von den tatsächlichen Verhältnissen in Peru zu besitzen; und beim Zürcher Betriebswirtschafter René Egli, der die Lösung für alle (Welt-) Probleme letztlich im simplen "LOL2A-Prinzip" zu erkennen glaubt und sich in die Behauptung versteigt, dass es eine objektive Realität gar nicht gebe. Die Welt sei immer nur das, was der Mensch von ihr denke. Ein "Herzdenken" ist somit angesagt, das die Welt, wie sie ist, systematisch ignoriert und den einzelnen Menschen zum alleinigen Schmied seines eigenen Glücks verdammt.

    -----------------------------------


    Wenn jemandem etwas Negatives widerfährt - es ist IMMER (in JEDEM Fall) seine oder ihre Schuld ("man kann nur das erleben, mit dem man selbst in Resonanz ist"). "Die Außenwelt ist nur ein Spiegel der Innenwelt".


    Auf diese Art und Weise bekommt "die Elite" ohne jedwede weitere äußere Unterdrückungsmaßnahme eine gehorsame, gleichgültige, asoziale und vor allem ENTSOLIDARISIERTE Bevölkerung, welche sich auch bei jeder noch so unsozialen und widerwärtigen kapitalistischen und sonstigen Ausbeutermaßnahme (z. Bsp. Entlassungen um den GEwinn einiger weniger Spekulanten noch weiter in die Höhe zu treiben / Sozialabbau unter dem lächerlichen Deckmäntelchen von "Reformen" / Totalabverkauf der heimischen Wirtschaft an ausländische Spekulanten (die auf die Schnelle das große Geld machen auf Kosten tausender Arbeitsplätze und Menschen), Aufteilen der Marktmacht auf Monopolisten und große Konzerne, etc. etc.) immerzu ruhig verhalten wird - bzw. überhaupt jeder Ungerechtigkeit relativ gleichgültig gegenübersteht, wie himmelschreiend sie auch sein mag. Jedwede Ungerechtigkeit wird also relativiert, schließlich kann sich der "bewanderte Esoteriker" immer sagen, daß die betroffenen Personen nur negativ denken und somit an ihrem Schicksal selbst schuld sind - oder daß sie eben in ihrem letzten Leben Karma auf sich geladen haben und egal, wie dreckig es ihnen auch gehen mag, das ist ja bloß "die Retourkutsche" für deren in deren letzten Leben begangene böse Taten.


    Dies hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem amerikanischen neoliberalistischen Denken, jeder könne es vom Tellerwäscher zum Millionär schaffen (was natürlich für den überwiegenden Großteil aller Menschen totaler Unsinn ist). Siehe die aktuelle soziale Lage in den USA (Zweit- und Drittjob, um überleben zu können. Den ganzen Tag arbeiten für Essen und Wohnen und sonst nichts, kein Mittelstand mehr, nur noch ganz Arme und ganz Reiche).


    Somit ist die Tatsache, daß 10.000 Leute über 6,5 Milliarden verdummte Arbeitssklaven herrschen - wie es die heutige REalität ist - nur den 6,5 Miliarden Negativdenkern zuzuschreiben - bzw. deren bösen Taten im letzten Leben - und nicht der wahnwitzigen Zinsausbeutung, die uns alle noch bis in den 3. WK führen wird (außer, es geschieht ein Wunder).


    Außerdem bedeutet das ja im Umkehrschluss, daß die Reichen und Mächtigen also notwendigerweise in ihrem letzten Leben die reinsten Samariter und Heilige gewesen sein müssen; sonst hätten sie ja wohl kaum soviel Geld, Macht und Einfluss. Man kann sich also bei solch einer Führung "in guten Händen fühlen" und alles sei bestens, schließlich wird beispielsweise von diesen Gutmenschen dafür gesorgt, daß z. Bsp. der Terrorismus eingedämmt wird und wir weiterhin ein solch schönes, beschauliches Leben führen dürfen.


    Siehe dazu www.geldcrash.de u.a. Seiten. Dies wußten übrigens bereits einige Leute, die dazu auch Bücher geschrieben haben, diese sind aber im freiesten Deutschland der Geschichte "selbstverständlich verboten".


    Noch kurz gesagt:

    Ich verstehe natürlich, daß positives Denken eine gute Sache ist. Es darf jedoch nicht zur Gleichgültigkeit führen und kann auch nur in begrenztem Maße auf seine persönliche Situation einwirken. Positives Denken ist z. Bsp. in Notsituationen, wo Durchhalten gefragt ist, im Sport und generell im Alltag eine gute Idee, man muß jedoch eine sehr klare Trennungslinie ziehen wo positives Denken aufzuhören und konstruktives HAndeln einzusetzen hat.


    2.) Reinkarnation wie sie derzeit propagiert wird:

    -----------------------------------

    Reinkarnation ist einer der zentralen Schlüsselbegriffe auch der abendländischen Esoterik. Er steht für die Vorstellung, dass das unsterbliche, jedoch "karmisch" belastete "wahre Selbst" im endlosen Kreislauf von Leben und Tod in einer Vielzahl "grobstofflicher" Körper eingefleischt (inkarniert) werde. Die Reinkarnationslehre definiert somit die aktuelle menschliche Lebenssituation als Verdienst oder Strafe für das Tun in vorangegangenen Leben (was jedes Insistieren auf soziale Gerechtigkeit sinnlos macht) und verspricht die Chance, durch spirituelles Wohlverhalten im künftigen Leben eine Evolutionsstufe weiterzukommen. Die gesellschaftlichen Implikationen dieser Lehrvorstellung wären sicher eine eigene kritische Ausführung wert.

    -----------------------------------


    Ich habe bereits versucht, einmal die Unlogik der Reinkarnation aufzuzeigen in einem Beitrag in einem anderen Forum, ich kopiere ihn hier herein (den habe ich nur "auf die Schnelle" zusammengeschrieben, er ist absolut unvollständig und sicherlich nicht perfekt):

    -------------

    ------------

    Sehr interessant auch finde ich die Aussagen in Lees Büchern hinsichtlich REinkarnation. Es gibt laut Lees keine "eigentliche" REinkarnation (im Sinne der üblichen Theorie des Zwanges) - aber höheren, bereits geschulten Jenseitigen würde nach einer weitergehenden "Ausbildung" oft gestattet werden, sich wieder - auf freien Willen natürlich - zu reinkarnieren.


    Dasselbe habe ich mir übrigens selbst bereits lange vor dem Lesen der Bücher von Lees aus logischer Überlegung zusammengereimt. DAs geht vor allem in den Bereich SChuld und Sühne bzw. göttliche Gerechtigkeit, über die Bescheid zu wissen mir persönlich sehr wichtig ist. Ich meine, man braucht sich unsere Welt hier ja nur anzusehen...da stellt man sich naturgemäß die Frage, ob es hier wohl eine Gerechtigkeit gibt. Das ist in den Büchern von Lees sehr schön ausgedrückt, sinngemäß (an den genauen Satz kann ich mich nicht mehr erinnern) "Das offensichtliche Fernbleiben von Gottes Gerechtigkeit von der Erde könnte nur einem Blinden entgehen" oder so ähnlich. Eine sehr präzise Aussage für ein "esoterisches" Buch ist das meiner Meinung nach und die weiteren Ausführungen darüber haben mir dann auch sehr gut gefallen.


    Nehmen wir einmal an, es gäbe Reinkarnation. Die Seele erinnert sich also nur im Zwischenstand an ihre vollen Reinkarnationen. Wie sinnlos muß der Seele dann erscheinen, unwissenderweise einmal als Armer in die Welt geworfen zu werden, der dann aufgrund seiner persönlichen Umstände Gutes tut, ein anderes mal - eben wegen jenem Vorleben - in gutsituiertem Umfeld zu Welt zu kommen (wiederum komplett unwissend, was davor war), um daraufhin diversen Versuchungen zu erliegen, um dann bei der nächsten Reinkarnation wieder gestraft zu sein und so weiter und so fort. Das ergibt dann das totale Chaos. Was soll die Seele im Zwischenreich wo sie sich erinnern kann mit all den Erfahrungen anfangen? Bei der nächsten Reinkarnation wird sie sich ja doch nicht daran erinnern können und aufgrund dieser Unwissenheit im nächsten Leben weder besser noch schlechter sein können (!) (auch wenn sie vielleicht im Zwischenzustand viel dazugelernt hat!). Außerdem weiß die Seele um ihre folgende eigene komplette Unwissenheit auf Erden, was im Zwischenzustand ja doch wohl nur Hass auf Gott erzeugen kann, der sie einmal in diese Richtung wirft und einmal in jene, in einem endlosen Rad der Wiedergeburt, aus dem die Seele nicht entkommen kann. Was für eine Horrorvorstellung. Wann soll die Seele denn dann wohl aus dem Rad der Wiedergeburt austreten, wenn sie nur im Zwischenzustand wissend ist und lernen kann, was sie aber im Erdendasein ja doch nicht mit herüberbringen kann um es zu verwenden, aus dem Rad der Wiedergeburt auszutreten?!?!? Sie wird also immer wieder schlechte Taten begehen und nie herauskommen. Und was Strafe oder Belobigung war wird sie erst im Nachhinein erfahren und auch das wird ihr nichts nützen - bzw. erst für dann, wenn sie angeblich ausgereift sei und nicht mehr zu reinkarnieren brauche - zu einem unbekannten Zeitpunkt in fernerer Zukunft und nicht einmal das sicher.


    Um wieviel logischer erscheint mir da die Beschreibung von Lees. Der neuen Seele, die sich evolutionär emporgearbeitet hat, wird für die Spanne ihrer "Kindheit" ein mehr oder minder freier Willen gewährt auf einer Welt, in der Gott praktisch jeden so gewähren lässt, wie er oder sie will. Man darf dabei ja auch nicht vergessen, daß er jedem Schutzengel und ein GEwissen gegeben hat, an das sich jener nur zu halten braucht. Wenn der Tod denjenigen dann dahinrafft, kommt die Abrechnung, jedem nach seinen Werken und mit absolut präzisem Urteil. Wenn dann jemandes negative Taten überwiegen, kommt er in eine Reinigungssphäre und dabei wird ihm jeder SChmerz, den er zu erdulden hat, im Zusammenhang mit demjenigen vor Augen geführt, was er auf Erden negatives an anderen etc. getan hat. Er hat also eine direkte Rückkopplung zu den Taten, die er auf Erden begangen hat und kann lernen, vollkommen im Gegensatz zu dem modernen Reinkarnationsgeschwafel. Im anderen Fall wird ihm nach seinen guten Taten vergolten. Ein besseres Lernergebnis kann man sich wohl kaum wünschen in diesem Fall. Am eigenen Leib erlebt zu haben was die eigenen Verfehlungen an anderen bewirkten und was sie für "Früchte" trugen ist wohl die effizienteste Methode, das für die Zukunft zu verhüten. Und Belohnung für gute Taten ebenso.

    --------

    --------


    3.) Propagieren, daß es keine Realität gibt (sondern nur die, die ich mir erdenke); Propagieren, daß wir nur dazu leben, um Erfahrungen zu machen (egal welcher Art); Propagieren, daß es gut und böse nicht gibt (alles ist einerlei) - ergo NIHILISMUS


    Dadurch wird also versucht, jegliches Restbild von Gut und Böse zu verwischen, schließlich kann etwas, das nicht existiert, weder positiv noch negativ sein (sondern nur "Erfahrung"). Daß das bereits sehr gut gelungen ist, sieht man ja an der derzeitigen Gesellschaft und den Zuständen, die sich weiter verschärfen werden (dies aber HAUPTSÄCHLICH aufgrund automatischer immer schneller werdender Umverteilung von arm nach reich durch das Wirtschaftssystem).




    Problematisch scheint die Elite nur zu finden, daß die meisten Menschen immer noch so etwas wie ein Gewissen haben, das ihnen bei schlechten Taten zumindestens das Gefühl gibt, etwas schlechtes getan zu haben. Dieses schlechte Gefühl nimmt jedoch immer mehr ab, je mehr sich die Betreffenden von jeden moralischen Grundsätzen entfernen (siehe die "Elite", die überhaupt keine wie auch immer gearteten Skrupel mehr kennt). Das liegt daran, daß Schutzengel und sonstige Helfer den freien Willen einer Person akzeptieren sowie diese - je mehr Böses eine Person tut - diese immer mehr bösen Einflüssen überlassen (umgekehrt gilt das natürlich genauso).


    Somit wird also alles gefördert, was schlechte Taten produziert oder rechtfertigt und legitimiert (Ellenbogengesellschaft, Förderung jeglicher Ignoranz, o.a. esoterische "Gleichgültigkeitsmaßnahmen", Unterdrückung der Wahrheit auf vielen Gebieten (z. Bsp. nicht sagen, wo bei vielen Aktienengagements das Geld wirklich herkommt) usw. usw. usw.).


    Darüberhinaus wird versucht, die Einfallstore für negative Geistwesen möglichst offen zu halten (Drogen, Alkoholmißbrauch, Okkultismus, Spiritismus). Diese beim Spiritismus - aufgrund des Gesetzes des Resonanz - meist niedrigen auf diese Art und Weise gerufenen oder herbeigelockten Geistwesen - können sich dann leicht äußern und so Einfluß auf die "Zielperson" nehmen. Sie können sich z. Bsp. als irgendein erleuchtetes Wesen ausgeben. Es besteht ja bei den meisten Leuten der Glauben, daß jenseitige Seelen "allwissend" seien, was mit Sicherheit nicht stimmt (siehe den aktuellen Esoterikmarkt, 99,9% unverwertbarer, unlogischer, gefährlicher Müll). Je mehr es solchen Wesen - meistens "erdgebundenen" Seelen mit bestimmten - meistens natürlicherweise negativen Absichten (sonst wären sie ja nicht erdgebunden) - gelingt, Kontrolle über denjenigen zu erlangen, der sie gerufen hat und zum Bösen zu veranlassen, desto mehr wird sich der eigene SChutzengel wie bereits erläutert zurückziehen.

    Aus diesen o.a. Zusammenhängen rühren interessanterweise auch sehr viele sogenannte "Channelings" (meistens nur inhaltsleeres, abgehobenes, unnützes Geschwafel - manchmal aber auch inhärent gefährliche, fundamentalistische Durchgaben).


    Natürlich ist das noch lange nicht alles, aber das sind einige der Hauptgründe, warum es insbesondere innerhalb jedweder herrschenden Klasse sehr gerne gesehen wird, wenn die Gesellschaft mit (falscher!) Esoterik eingelullt wird (zusätzlich noch zu Brot und Spielen).


    Meiner Meinung nach ist der Großteil der Esoterikszene deswegen also nur ein weiteres Mittel der Unterdrückung, welche aufgrund dessen massiv gefördert wird.


    Dennoch dürfte es natürlich auch auf dem Esoterikgebiet eine objektive Wahrheit geben, die ich mit den von mir bereits empfohlenen Büchern gefunden zu haben glaube (Ramond A. Moody "Das Leben nach dem Tod"; Robert James Lees "Reise in die Unsterblichkeit"). Selbst, wenn NICHT stimmen würde, was in diesen Büchern steht, so könnten sie jedoch auf keinen Fall schaden, was für mich zeigt, daß diese Bücher auf alle Fälle hohen moralischen und ethischen Ansprüchen genügen. Ein "aufgeklärter Materialist" - der versucht gut und richtig zu handeln (der mir übrigens allemal lieber ist als ein wie oben skizzierter Esoteriker!) - wird mir - wenn er die Bücher logisch analysiert - sicherlich zustimmen. Im Gegensatz zur derzeit "im Trend" liegenden esoterischen Literatur, die einen durchaus in einen asozialen, gleichgültig Mantras summenden Idioten verwandeln kann (siehe z. Bsp. die Lage in Indien, wo einige der oben beschriebenen esoterischen Einflußfaktoren zum Tragen kommen - die Leute sitzen im Dreck und leben in Armut, aber alle sind glücklich und keiner sieht sich zum Handeln veranlasst, denn "alles ist perfekt und in göttlicher Harmonie" (denn "es gibt keinen Zufall", "Göttliche Gerechtigkeit per Reinkarnation", usw.)!


    mfG


    Medizinmann






  2. #2
    Jom
    Gast

    Re: Die wirklichen Gefahren der "Trend-Esoterik"


    Hallo Medizinmann:


    danke für diesen Beitrag; du hast vieles auf den Punkt gebracht.

    Sehr viel geht heute in Richtung Solipsismus/ Selbstvergottung des Individuums.

    Ein Luftballon, der zwangsläufig platzen muß.


    Am Grunde unserer Herzen ist etwas wie eine "ethische Landkarte".

    Die menschliche Zukunft liegt nicht darin, diese ethische Landkarte auszuradieren oder zu übertünchen.

    Wir zerfallen dadurch zwar nicht sofort zu Staub-

    aber wir sind dann keine Menschen mehr.


    Es ist wichtig, daß jeder selbst diese innere Landkarte

    in sich wahrnimmt und in seinem eigenen Denken,

    Fühlen und Tun Gestalt gewinnen läßt.


    Ent-persönlichte Kräfte zu erkennen, die unser Herz "LÖSCHEN" wollen

    (und die dies vielleicht sogar "Katharsis" oder Reinigung nennen),

    ist ein wichtiger Bewußtseins-Schritt.

    DIe wirkliche Katharsis ist ja gerade, das Herz so zu läutern,

    daß jene "innere Landkarte" wieder sichtbar wird.


    Die Liebe, die Klarheit und den Segen des Höchsten dir!

    Jom

  3. #3
    Fragender
    Gast

    Re: Die wirklichen Gefahren der "Trend-Esoterik" und warum sie massiv gefördert wird


    >Hallo,

    >wer etwas von den Zusammenhängen versteht - soll heißen, sich mit den Hintergründen des Weltgeschehens generell, Geschichte, Wirtschaft, GEsundheit und Weltbild ausführlich beschäftigt hat - der sieht sehr bald den Grund, warum die Esoterik in ihrer derzeitigen Form - also zum Großteil die Unwahrheit (!) - mit gewaltigen Beträgen und sonstigen Maßnahmen von so ziemlich jeder in einer Machtposition befindlichen Interessengruppe "gepusht" wird.

    >Die Hauptgründe sind meiner Meinung nach (ich habe zur Verdeutlichung einen anderen TExt hier hereinkopiert, der mir gerade gelegen kam):

    >1.) Propagieren der TOTALEN Eigenmächtigkeit des Individuums

    >-----------------------------------

    >Noch einigermassen moderat, aber doch eindrücklich kommt diese realitätsentfremdete und asoziale Perspektive in den beiden Esoterik-Bestsellern zum Ausdruck, die in den letzten Jahren beinahe ohne Unterbruch die Topränge der Sachbuch(!)-Literatur in der Schweiz besetzt hielten: beim US-Amerikaner James Redfield, dem es in den "Prophezeiungen von Celestine" gelingt, eine esoterische Einweihung oder Läuterung vor einem vermeintlich realen peruanischen Hintergrund vorzustellen, ohne offensichtlich auch nur die geringste Ahnung von den tatsächlichen Verhältnissen in Peru zu besitzen; und beim Zürcher Betriebswirtschafter René Egli, der die Lösung für alle (Welt-) Probleme letztlich im simplen "LOL2A-Prinzip" zu erkennen glaubt und sich in die Behauptung versteigt, dass es eine objektive Realität gar nicht gebe. Die Welt sei immer nur das, was der Mensch von ihr denke. Ein "Herzdenken" ist somit angesagt, das die Welt, wie sie ist, systematisch ignoriert und den einzelnen Menschen zum alleinigen Schmied seines eigenen Glücks verdammt.

    >-----------------------------------

    >Wenn jemandem etwas Negatives widerfährt - es ist IMMER (in JEDEM Fall) seine oder ihre Schuld ("man kann nur das erleben, mit dem man selbst in Resonanz ist"). "Die Außenwelt ist nur ein Spiegel der Innenwelt".

    >Auf diese Art und Weise bekommt "die Elite" ohne jedwede weitere äußere Unterdrückungsmaßnahme eine gehorsame, gleichgültige, asoziale und vor allem ENTSOLIDARISIERTE Bevölkerung, welche sich auch bei jeder noch so unsozialen und widerwärtigen kapitalistischen und sonstigen Ausbeutermaßnahme (z. Bsp. Entlassungen um den GEwinn einiger weniger Spekulanten noch weiter in die Höhe zu treiben / Sozialabbau unter dem lächerlichen Deckmäntelchen von "Reformen" / Totalabverkauf der heimischen Wirtschaft an ausländische Spekulanten (die auf die Schnelle das große Geld machen auf Kosten tausender Arbeitsplätze und Menschen), Aufteilen der Marktmacht auf Monopolisten und große Konzerne, etc. etc.) immerzu ruhig verhalten wird - bzw. überhaupt jeder Ungerechtigkeit relativ gleichgültig gegenübersteht, wie himmelschreiend sie auch sein mag. Jedwede Ungerechtigkeit wird also relativiert, schließlich kann sich der "bewanderte Esoteriker" immer sagen, daß die betroffenen Personen nur negativ denken und somit an ihrem Schicksal selbst schuld sind - oder daß sie eben in ihrem letzten Leben Karma auf sich geladen haben und egal, wie dreckig es ihnen auch gehen mag, das ist ja bloß "die Retourkutsche" für deren in deren letzten Leben begangene böse Taten.

    >Dies hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem amerikanischen neoliberalistischen Denken, jeder könne es vom Tellerwäscher zum Millionär schaffen (was natürlich für den überwiegenden Großteil aller Menschen totaler Unsinn ist). Siehe die aktuelle soziale Lage in den USA (Zweit- und Drittjob, um überleben zu können. Den ganzen Tag arbeiten für Essen und Wohnen und sonst nichts, kein Mittelstand mehr, nur noch ganz Arme und ganz Reiche).

    >Somit ist die Tatsache, daß 10.000 Leute über 6,5 Milliarden verdummte Arbeitssklaven herrschen - wie es die heutige REalität ist - nur den 6,5 Miliarden Negativdenkern zuzuschreiben - bzw. deren bösen Taten im letzten Leben - und nicht der wahnwitzigen Zinsausbeutung, die uns alle noch bis in den 3. WK führen wird (außer, es geschieht ein Wunder).

    >Außerdem bedeutet das ja im Umkehrschluss, daß die Reichen und Mächtigen also notwendigerweise in ihrem letzten Leben die reinsten Samariter und Heilige gewesen sein müssen; sonst hätten sie ja wohl kaum soviel Geld, Macht und Einfluss. Man kann sich also bei solch einer Führung "in guten Händen fühlen" und alles sei bestens, schließlich wird beispielsweise von diesen Gutmenschen dafür gesorgt, daß z. Bsp. der Terrorismus eingedämmt wird und wir weiterhin ein solch schönes, beschauliches Leben führen dürfen.

    >Siehe dazu www.geldcrash.de u.a. Seiten. Dies wußten übrigens bereits einige Leute, die dazu auch Bücher geschrieben haben, diese sind aber im freiesten Deutschland der Geschichte "selbstverständlich verboten".

    >Noch kurz gesagt:

    >Ich verstehe natürlich, daß positives Denken eine gute Sache ist. Es darf jedoch nicht zur Gleichgültigkeit führen und kann auch nur in begrenztem Maße auf seine persönliche Situation einwirken. Positives Denken ist z. Bsp. in Notsituationen, wo Durchhalten gefragt ist, im Sport und generell im Alltag eine gute Idee, man muß jedoch eine sehr klare Trennungslinie ziehen wo positives Denken aufzuhören und konstruktives HAndeln einzusetzen hat.

    >2.) Reinkarnation wie sie derzeit propagiert wird:

    >-----------------------------------

    >Reinkarnation ist einer der zentralen Schlüsselbegriffe auch der abendländischen Esoterik. Er steht für die Vorstellung, dass das unsterbliche, jedoch "karmisch" belastete "wahre Selbst" im endlosen Kreislauf von Leben und Tod in einer Vielzahl "grobstofflicher" Körper eingefleischt (inkarniert) werde. Die Reinkarnationslehre definiert somit die aktuelle menschliche Lebenssituation als Verdienst oder Strafe für das Tun in vorangegangenen Leben (was jedes Insistieren auf soziale Gerechtigkeit sinnlos macht) und verspricht die Chance, durch spirituelles Wohlverhalten im künftigen Leben eine Evolutionsstufe weiterzukommen. Die gesellschaftlichen Implikationen dieser Lehrvorstellung wären sicher eine eigene kritische Ausführung wert.

    >-----------------------------------

    >Ich habe bereits versucht, einmal die Unlogik der Reinkarnation aufzuzeigen in einem Beitrag in einem anderen Forum, ich kopiere ihn hier herein (den habe ich nur "auf die Schnelle" zusammengeschrieben, er ist absolut unvollständig und sicherlich nicht perfekt):

    >-------------

    >------------

    >Sehr interessant auch finde ich die Aussagen in Lees Büchern hinsichtlich REinkarnation. Es gibt laut Lees keine "eigentliche" REinkarnation (im Sinne der üblichen Theorie des Zwanges) - aber höheren, bereits geschulten Jenseitigen würde nach einer weitergehenden "Ausbildung" oft gestattet werden, sich wieder - auf freien Willen natürlich - zu reinkarnieren.

    >Dasselbe habe ich mir übrigens selbst bereits lange vor dem Lesen der Bücher von Lees aus logischer Überlegung zusammengereimt. DAs geht vor allem in den Bereich SChuld und Sühne bzw. göttliche Gerechtigkeit, über die Bescheid zu wissen mir persönlich sehr wichtig ist. Ich meine, man braucht sich unsere Welt hier ja nur anzusehen...da stellt man sich naturgemäß die Frage, ob es hier wohl eine Gerechtigkeit gibt. Das ist in den Büchern von Lees sehr schön ausgedrückt, sinngemäß (an den genauen Satz kann ich mich nicht mehr erinnern) "Das offensichtliche Fernbleiben von Gottes Gerechtigkeit von der Erde könnte nur einem Blinden entgehen" oder so ähnlich. Eine sehr präzise Aussage für ein "esoterisches" Buch ist das meiner Meinung nach und die weiteren Ausführungen darüber haben mir dann auch sehr gut gefallen.

    >Nehmen wir einmal an, es gäbe Reinkarnation. Die Seele erinnert sich also nur im Zwischenstand an ihre vollen Reinkarnationen. Wie sinnlos muß der Seele dann erscheinen, unwissenderweise einmal als Armer in die Welt geworfen zu werden, der dann aufgrund seiner persönlichen Umstände Gutes tut, ein anderes mal - eben wegen jenem Vorleben - in gutsituiertem Umfeld zu Welt zu kommen (wiederum komplett unwissend, was davor war), um daraufhin diversen Versuchungen zu erliegen, um dann bei der nächsten Reinkarnation wieder gestraft zu sein und so weiter und so fort. Das ergibt dann das totale Chaos. Was soll die Seele im Zwischenreich wo sie sich erinnern kann mit all den Erfahrungen anfangen? Bei der nächsten Reinkarnation wird sie sich ja doch nicht daran erinnern können und aufgrund dieser Unwissenheit im nächsten Leben weder besser noch schlechter sein können (!) (auch wenn sie vielleicht im Zwischenzustand viel dazugelernt hat!). Außerdem weiß die Seele um ihre folgende eigene komplette Unwissenheit auf Erden, was im Zwischenzustand ja doch wohl nur Hass auf Gott erzeugen kann, der sie einmal in diese Richtung wirft und einmal in jene, in einem endlosen Rad der Wiedergeburt, aus dem die Seele nicht entkommen kann. Was für eine Horrorvorstellung. Wann soll die Seele denn dann wohl aus dem Rad der Wiedergeburt austreten, wenn sie nur im Zwischenzustand wissend ist und lernen kann, was sie aber im Erdendasein ja doch nicht mit herüberbringen kann um es zu verwenden, aus dem Rad der Wiedergeburt auszutreten?!?!? Sie wird also immer wieder schlechte Taten begehen und nie herauskommen. Und was Strafe oder Belobigung war wird sie erst im Nachhinein erfahren und auch das wird ihr nichts nützen - bzw. erst für dann, wenn sie angeblich ausgereift sei und nicht mehr zu reinkarnieren brauche - zu einem unbekannten Zeitpunkt in fernerer Zukunft und nicht einmal das sicher.

    >Um wieviel logischer erscheint mir da die Beschreibung von Lees. Der neuen Seele, die sich evolutionär emporgearbeitet hat, wird für die Spanne ihrer "Kindheit" ein mehr oder minder freier Willen gewährt auf einer Welt, in der Gott praktisch jeden so gewähren lässt, wie er oder sie will. Man darf dabei ja auch nicht vergessen, daß er jedem Schutzengel und ein GEwissen gegeben hat, an das sich jener nur zu halten braucht. Wenn der Tod denjenigen dann dahinrafft, kommt die Abrechnung, jedem nach seinen Werken und mit absolut präzisem Urteil. Wenn dann jemandes negative Taten überwiegen, kommt er in eine Reinigungssphäre und dabei wird ihm jeder SChmerz, den er zu erdulden hat, im Zusammenhang mit demjenigen vor Augen geführt, was er auf Erden negatives an anderen etc. getan hat. Er hat also eine direkte Rückkopplung zu den Taten, die er auf Erden begangen hat und kann lernen, vollkommen im Gegensatz zu dem modernen Reinkarnationsgeschwafel. Im anderen Fall wird ihm nach seinen guten Taten vergolten. Ein besseres Lernergebnis kann man sich wohl kaum wünschen in diesem Fall. Am eigenen Leib erlebt zu haben was die eigenen Verfehlungen an anderen bewirkten und was sie für "Früchte" trugen ist wohl die effizienteste Methode, das für die Zukunft zu verhüten. Und Belohnung für gute Taten ebenso.

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    >3.) Propagieren, daß es keine Realität gibt (sondern nur die, die ich mir erdenke); Propagieren, daß wir nur dazu leben, um Erfahrungen zu machen (egal welcher Art); Propagieren, daß es gut und böse nicht gibt (alles ist einerlei) - ergo NIHILISMUS

    >Dadurch wird also versucht, jegliches Restbild von Gut und Böse zu verwischen, schließlich kann etwas, das nicht existiert, weder positiv noch negativ sein (sondern nur "Erfahrung"). Daß das bereits sehr gut gelungen ist, sieht man ja an der derzeitigen Gesellschaft und den Zuständen, die sich weiter verschärfen werden (dies aber HAUPTSÄCHLICH aufgrund automatischer immer schneller werdender Umverteilung von arm nach reich durch das Wirtschaftssystem).

    >

    >Problematisch scheint die Elite nur zu finden, daß die meisten Menschen immer noch so etwas wie ein Gewissen haben, das ihnen bei schlechten Taten zumindestens das Gefühl gibt, etwas schlechtes getan zu haben. Dieses schlechte Gefühl nimmt jedoch immer mehr ab, je mehr sich die Betreffenden von jeden moralischen Grundsätzen entfernen (siehe die "Elite", die überhaupt keine wie auch immer gearteten Skrupel mehr kennt). Das liegt daran, daß Schutzengel und sonstige Helfer den freien Willen einer Person akzeptieren sowie diese - je mehr Böses eine Person tut - diese immer mehr bösen Einflüssen überlassen (umgekehrt gilt das natürlich genauso).

    >Somit wird also alles gefördert, was schlechte Taten produziert oder rechtfertigt und legitimiert (Ellenbogengesellschaft, Förderung jeglicher Ignoranz, o.a. esoterische "Gleichgültigkeitsmaßnahmen", Unterdrückung der Wahrheit auf vielen Gebieten (z. Bsp. nicht sagen, wo bei vielen Aktienengagements das Geld wirklich herkommt) usw. usw. usw.).

    >Darüberhinaus wird versucht, die Einfallstore für negative Geistwesen möglichst offen zu halten (Drogen, Alkoholmißbrauch, Okkultismus, Spiritismus). Diese beim Spiritismus - aufgrund des Gesetzes des Resonanz - meist niedrigen auf diese Art und Weise gerufenen oder herbeigelockten Geistwesen - können sich dann leicht äußern und so Einfluß auf die "Zielperson" nehmen. Sie können sich z. Bsp. als irgendein erleuchtetes Wesen ausgeben. Es besteht ja bei den meisten Leuten der Glauben, daß jenseitige Seelen "allwissend" seien, was mit Sicherheit nicht stimmt (siehe den aktuellen Esoterikmarkt, 99,9% unverwertbarer, unlogischer, gefährlicher Müll). Je mehr es solchen Wesen - meistens "erdgebundenen" Seelen mit bestimmten - meistens natürlicherweise negativen Absichten (sonst wären sie ja nicht erdgebunden) - gelingt, Kontrolle über denjenigen zu erlangen, der sie gerufen hat und zum Bösen zu veranlassen, desto mehr wird sich der eigene SChutzengel wie bereits erläutert zurückziehen.

    >Aus diesen o.a. Zusammenhängen rühren interessanterweise auch sehr viele sogenannte "Channelings" (meistens nur inhaltsleeres, abgehobenes, unnützes Geschwafel - manchmal aber auch inhärent gefährliche, fundamentalistische Durchgaben).

    >Natürlich ist das noch lange nicht alles, aber das sind einige der Hauptgründe, warum es insbesondere innerhalb jedweder herrschenden Klasse sehr gerne gesehen wird, wenn die Gesellschaft mit (falscher!) Esoterik eingelullt wird (zusätzlich noch zu Brot und Spielen).

    >Meiner Meinung nach ist der Großteil der Esoterikszene deswegen also nur ein weiteres Mittel der Unterdrückung, welche aufgrund dessen massiv gefördert wird.

    >Dennoch dürfte es natürlich auch auf dem Esoterikgebiet eine objektive Wahrheit geben, die ich mit den von mir bereits empfohlenen Büchern gefunden zu haben glaube (Ramond A. Moody "Das Leben nach dem Tod"; Robert James Lees "Reise in die Unsterblichkeit"). Selbst, wenn NICHT stimmen würde, was in diesen Büchern steht, so könnten sie jedoch auf keinen Fall schaden, was für mich zeigt, daß diese Bücher auf alle Fälle hohen moralischen und ethischen Ansprüchen genügen. Ein "aufgeklärter Materialist" - der versucht gut und richtig zu handeln (der mir übrigens allemal lieber ist als ein wie oben skizzierter Esoteriker!) - wird mir - wenn er die Bücher logisch analysiert - sicherlich zustimmen. Im Gegensatz zur derzeit "im Trend" liegenden esoterischen Literatur, die einen durchaus in einen asozialen, gleichgültig Mantras summenden Idioten verwandeln kann (siehe z. Bsp. die Lage in Indien, wo einige der oben beschriebenen esoterischen Einflußfaktoren zum Tragen kommen - die Leute sitzen im Dreck und leben in Armut, aber alle sind glücklich und keiner sieht sich zum Handeln veranlasst, denn "alles ist perfekt und in göttlicher Harmonie" (denn "es gibt keinen Zufall", "Göttliche Gerechtigkeit per Reinkarnation", usw.)!

    >mfG

    >Medizinmann


    Sag mal bitte mit ein paar Sätzen, was Deiner Überzeugung nach "die Wahrheit" und der Sinn des Lebens ist. Leben wir nur einmal, wie es die christlichen Religionen verkünden oder müssen wir ständig wieder auf die Erde wie es die östlichen Religionen lehren und auch abendländische Denker wie z. B. Goethe geglaubt haben?


    Vielen Dank! smile


    P.S.


    Oder schließt Du Dich der Meinung von Sokrates an?


    Oida uk eidos - Ich weiß, daß ich nichts weiß. ;-)


    (Sokratus Apologia 21 b



  4. #4
    Fragender
    Gast

    Re: Die wirklichen Gefahren der "Trend-Esoterik"




    >Ent-persönlichte Kräfte zu erkennen, die unser Herz "LÖSCHEN" wollen

    >(und die dies vielleicht sogar "Katharsis" oder Reinigung nennen),

    >ist ein wichtiger Bewußtseins-Schritt.

    >DIe wirkliche Katharsis ist ja gerade, das Herz so zu läutern,

    >daß jene "innere Landkarte" wieder sichtbar wird.


    Was verstehst Du genau mit Reinigung und Läuterung? Kommt wohl auf die jeweilige Sichtweise und Interpretation an. Ich wurde z. B. so erzogen: Ein sexueller Gedanke oder Gefühl bzw. sogar eine Handlung sind was ganz Schlimmes. Schließt Du Dich dieser Meinung an? Der Tantriker sucht Erleuchtung durch die Sexualität, der Mönch durch Askese und Kasteiung. Wer von den Beiden hat recht?



  5. #5
    Medizinmann
    Gast

    Re: Die wirklichen Gefahren der "Trend-Esoterik" und warum sie massiv gefördert wird


    Hallo,


    nun, ich habe mich jahrelang wie gesagt mit "weltlichen" Dingen beschäftigt weil mir die Beschäftigung mit dem Esoterikkram nicht nutzbringend erschien (Subtitel der meisten Esoterik: So betrügen Sie sich selbst ohne daß Sie es merken und werden ein effizienterer Roboter).


    Hierzu ein hübscher Text, der mir grade zugesandt wurde:

    ---------------------------------

    aus: Berta Butz Methoden der Manipulation

    Der enorme Boom der Esoterik hat allerlei alten Aberglaube, neues Halbwissen, zweifelhafte Praktiken und

    wirkungslose Therapien mit sich gebracht. Besonders drollig ist die Vermischung verschiedener Traditionen

    nach der Devise "Chakra-Meditation über die zehn Gebote".

    Unter New Age bzw. unter dem Begriff "Neues Denken" versteht wohl jeder etwas Anderes. Auch ist

    unklar, was das neue Zeitalter oder der Paradigmenwechsel eigentlich bringen soll. Selten war ein Begriff so

    leer wie "New Age". Das Thema ist so schwammig, daß selbst eine Kritik schwer zu konkretisieren ist.

    Capra schreibt zwar in seinem Buch über das "Neue Denken" sehr ausführlich, mit wem er über das neue

    Denken gesprochen hat, leider aber nicht, was dabei herauskam.

    Einige Positiv-Denker wollen uns einreden, daß es nicht an der Luftverschmutzung, an der wertlosen

    Nahrung und der sinnentleerten Arbeit liegt, wenn wir uns so schlecht fühlen, sondern an unserer falschen

    Einstellung, also an unserem falschen Denken. Wir sind also schuld, nicht die Industrie, nicht die Politiker,

    nicht die Banken und nicht die Kirchen. Dieses absurde Gedankengut wird natürlich von denen gerne

    aufgegriffen, die aus der momentanen Situation Vorteile ziehen und somit nicht an einer Änderung

    interessiert sind. Hans A. Pestalozzi zeigt in seinem Buch "Die sanfte Verblödung" auf, wie New-Age-

    Propheten und Positiv-Denker im Dienst der Industrie uns das neu Denken vermitteln, welches uns noch

    besser in die industriellen Abläufe anpaßt und auch den neuen Anforderungen der Industrie berücksichtigt.

    ------------------------------------


    Tatsache ist, die Welt, wie sie derzeit ist, ist absolut nicht in Ordnung, sie ist vollkommen verkehrt.


    Natürlich kann ich Dir den Sinn des Lebens nicht nennen, ich glaube einfach, jeder sollte sich möglichst umfassend informieren, was hier auf dem Planeten der Affen vor sich geht und sich dann entsprechend verhalten. Vielleicht sollte auch jeder das zu verwirklichen suchen und für das Allgemeinwohl einsetzen, was er am besten kann. Der Gradmesser dafür ist Freude an dem, was ich da mache. Üblicherweise passt dann auch die Freude mit der Kompetenz, eben das zu tun, zusammen.


    Ich glaube, auf diese Art und Weise kann man nicht fehlgehen.


    Das bedeutet aber auch, der "Matrix" (I) ins Auge zu schauen, Rot oder Blau, Wahrheit oder Ignoranz. Die Wahrheit ist leider "psychisch belastend" und außerdem den meisten indoktrinierten Leuten nicht leicht zu erklären (die Gleichschaltung ist heute wesentlich schlimmer als im 3. Reich!).




    Ich denke - wie ich bereits kurz geschrieben habe - daß die zwangsweise Reinkarnation, wie sie viele östliche Kulturen propagieren, inhärent komplett unlogisch ist und daß wir daher "nur einmal (hier) leben".


    Wir haben allerdings nach diesem Leben - und nachdem wir uns im Jenseits weiterentwickelt haben - auf persönlichen Wunsch hin noch - so oft wie gewünscht - die Möglichkeit uns hier zu inkarnieren. Zumindestens ist das das, was für mich logisch Sinn ergibt. Vielleicht lies auch einmal die Bücher von Robert James Lees und Raymond A. Moody!


    ICh konnte mir nie vorstellen, daß Gott ein derartig unlogisches, ungerechtes schizophrenes Monster ist, wie in vielen Quellen beschrieben. Jeder aufgeklärte, logisch denkende und sich-aufrichtig-richtig-zu-verhalten-versuchende (...) Materialist wäre - wenn er Gott wäre - ein besserer Gott als dieser. Wenn Gott also wirklich "personifizierte Liebe" ist (der aber trotzdem absolute Gerechtigkeit walten läßt!) dann können die Beschreibungen nicht stimmen. In den Büchern habe ich endlich einmal ein strikt logisches und absolut einleuchtendes Gottesbild vermittelt bekommen, das alleine schon deswegen für mich sehr plausibel klingt. Selbst wenn es nicht stimmen würde, so wird man doch durch die Lektüre der Bücher sicherlich kein schlechterer Mensch.




    MfG


    Medizinmann

  6. #6
    Fragender
    Gast

    Re: Die wirklichen Gefahren der "Trend-Esoterik" und warum sie massiv gefördert wird




    >ICh konnte mir nie vorstellen, daß Gott ein derartig unlogisches, ungerechtes schizophrenes Monster ist, wie in vielen Quellen beschrieben. Jeder aufgeklärte, logisch denkende und sich-aufrichtig-richtig-zu-verhalten-versuchende (...) Materialist wäre - wenn er Gott wäre - ein besserer Gott als dieser. Wenn Gott also wirklich "personifizierte Liebe" ist (der aber trotzdem absolute Gerechtigkeit walten läßt!) dann können die Beschreibungen nicht stimmen. In den Büchern habe ich endlich einmal ein strikt logisches und absolut einleuchtendes Gottesbild vermittelt bekommen, das alleine schon deswegen für mich sehr plausibel klingt. Selbst wenn es nicht stimmen würde, so wird man doch durch die Lektüre der Bücher sicherlich kein schlechterer Mensch.

    >

    >MfG

    >Medizinmann


    Besser ist es nichts zu wissen, denn mit dem Wissen wächst der Zweifel. ;-)


    Ich glaube, da hatte der alte Herr Geheimrat Goethe gar nicht so unrecht. Meine Nachbarin ist eine nette aber einfache Frau, für die psychologische Gedankengänge ein Greuel sind. Sie wiegelt immer mit den Worten ab. Weißt du, die Pfarrer können mir viel erzählen, es ist noch keiner zurückgekommen. ;-) Sie denkt weiter über nichts nach und ist glücklich dabei.


    Am unerträglichsten wäre ein Gott

    Der so wäre, wie man ihn sich wünscht.


    (Elias Canetti)


    Aus Kinderbüchern kenne ich noch einen Gott, ein alter Mann mit weißem Bart, der auf einem goldenen Thron sitzt, einen gepolsterten Schemel unter seinen Füßen. Er schaut ständig auf die Erde. Wenn ein Kind brav ist und immer macht, was die Eltern sagen, schreibt er den Namen in ein goldenes Buch und das Kind kommt in den Himmel. Sieht er, daß ein Kind nascht oder nicht ins Bett will, dann schreibt er den Namen in ein schwarzes Buch und das Kind kommt in das Fegefeuer oder in die Hölle. Erlebnisse aus der Kindheit bleiben ein ganzes Leben in einem haften. Da haben die Psychologen mal gar nicht so unrecht. Ob man aber damit alles erklären kann?


    Viele Grüße!



  7. #7
    Road Man
    Gast

    Mal dummfrag


    Der Tantriker sucht Erleuchtung durch die Sexualität, der Mönch durch Askese und Kasteiung. Wer von den Beiden hat recht?


    Wieso muß da einer recht haben? Man könnts auch umdrehen und sagen, daß jeder von denen innnerhalb seines Paradigmas richtig handelt.


    Gruß,

    Road Man



  8. #8
    Apu Kuntur
    Gast

    was die meisten esoteriker nicht begreifen,


    ist, das der indische reinkarnationsgedanke aus einer machtpolitischen überlegung seitens der brahmanen eingeführt wurde. bereits bevor sich der buddhismus meldete, war diese strategie die methode, sich seiner pfründe sicher zu sein - über lange zeit. was nach 3000 jahren daraus geworden ist, in indien, kann man heute sehen. wenige leute mit einfluß und fast eine milliarde arme.


    im jenseits gibt es keine zeit. daher ist "re"inkarnation de facto undenkbar. deswegen rede ich z.b. auschließlich von "inkarnation". nie von "reinkarnation".


    >Tatsache ist, die Welt, wie sie derzeit ist, ist absolut nicht in Ordnung, sie ist vollkommen verkehrt.


    das ist richtig. ich halte aber bzg. mancher dinge in der öffentlichkeit die klappe: im "freien" deutschland ist das nicht unbedingt erwünscht ...


    >Ich denke - wie ich bereits kurz geschrieben habe - daß die zwangsweise Reinkarnation, wie sie viele östliche Kulturen propagieren, inhärent komplett unlogisch ist und daß wir daher "nur einmal (hier) leben".


    das tun wir nicht. nur, das problem dabei ist, das es noch schwerer zu erklären ist, wie es sich verhält. ich hab das schon mehrmals versucht und habe bisher nur unverständniss geerntet. ich lasse es daher - immerhin werden wir alle spätestens in 100 jahren darüber GENAU bescheid wissen, aus erster hand.


    >Wir haben allerdings nach diesem Leben - und nachdem wir uns im Jenseits weiterentwickelt haben - auf persönlichen Wunsch hin noch - so oft wie gewünscht - die Möglichkeit uns hier zu inkarnieren.


    in der gleichzeitigkeit, die im jenseits einfach da ist, sieht das so aus: alle inkarnationen finden gleichzeitig statt, sind in sich abgeschlossen und werden vom inkarnierenden ID (identity) erfahren. es ist immer unser wunsch, zu inkarnieren. das hat nur nichts, oder nur wenig, damit zu tun, welche inkarnationen von uns sonst noch so rumgurken.


    in diesem sinne,


    apu kuntur.

  9. #9
    Road Man
    Gast

    Re: was die meisten esoteriker nicht begreifen,




    >in der gleichzeitigkeit, die im jenseits einfach da ist, sieht das so aus: alle inkarnationen finden gleichzeitig statt, sind in sich abgeschlossen und werden vom inkarnierenden ID (identity) erfahren. es ist immer unser wunsch, zu inkarnieren. das hat nur nichts, oder nur wenig, damit zu tun, welche inkarnationen von uns sonst noch so rumgurken.

    >in diesem sinne,

    >apu kuntur.


    Hi Apu!

    Ich versuchs mal grad so halbwegs zu rallen: "Drüben" geht das alles gleichzeitig ab, also ist auch jede Seele einzigartig, und wir empfinden das trotzdem als "hintereinander folgende" Inkarnationen, wobei wir selbst entscheiden, aus dem "Auge der Sonne" (habs von ´nem Doors-Song geklaut, sorry) herauszugehen und mal wieder ´ne Runde zu drehen. Ist trotzdem nicht chronologisch, weil während der Zwischenaufhalte im Jenseits die Zeit aufgehoben wird...???


    Gruß,

    Road Man


    P.S.: Packerl geht morgen auf Reisen

  10. #10
    Apu Kuntur
    Gast

    Re: was die meisten esoteriker nicht begreifen,


    >Ich versuchs mal grad so halbwegs zu rallen: "Drüben" geht das alles gleichzeitig ab, also ist auch jede Seele einzigartig, und wir empfinden das trotzdem als "hintereinander folgende" Inkarnationen, wobei wir selbst entscheiden, aus dem "Auge der Sonne" (habs von ´nem Doors-Song geklaut, sorry) herauszugehen und mal wieder ´ne Runde zu drehen.


    das ID, das diese entscheidung fällt, das sind wir selbst. ein schöner erfahrungsbericht, wie das aussieht, den gibt joseph mcmoneagle in seinem "mind track" - er war 45 minuten lang tot, und verweilte eine lange zeitspanne im licht, das immer wieder beschrieben wird (und tatsächlich als solches existiert). er beschreibt auch, welchen feixtanz die mediziner aufführten, als er wiederaufwachte *gg*. jenes licht ist sein ID.


    > Ist trotzdem nicht chronologisch, weil während der Zwischenaufhalte im Jenseits die Zeit aufgehoben wird...???


    ohne zeitverlauf gibt es keine pause - alles ist gleichzeitig. das bedeutet, wenn wir uns an "vergangene" inkarnationen "erinnern", dann stellen wir eher eine art "querbezug" dazu her - geht übrigens auch in die andere richtung, also "erinnerung" an die zukunft.


    ums zu verkomplizieren: es gibt wiedergänger. das heißt, ein bewußtsein, das sich als solches wieder-inkarniert (oder besser: das mehrere inkarnationen bewußt überspannt). in der linearität stellt sich das dar, das dieses bewußtsein 1. sich bewußt dazu entscheidet ein leben durchzuführen und 2. eine kontinuität der erinnerungen besitzt. auch wenns wehtut: im tibetischen buddhismus finden sich da ein paar sehr gute beispiele (tulkus). auch im schamanentum in sibirien und zentralasiens taucht das gelegentlich auf.


    falls nun vom medizindok die frage auftaucht woher ich das weis: ich kontere einfach mit dem "been there - done that".


    >P.S.: Packerl geht morgen auf Reisen


    super und prost!


    apu kuntur.

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