in LIEBE...
aus der Mitte
des HERZENS
Evangelia
Dank den Engelgeschwistern
° wieder lernen zu fliegen--
nach dem Fall°
°°°
Montag, 08.03.2004
An alle FriedensarbeiterInnen,
bei allen Gesprächen und Begegnungen, die ich derzeit erleben darf, kristallisiert sich eine Gesamtschau heraus. Es befinden sich viel mehr Menschen, als wir vermuteten in einem Prozess der inneren Wandlung und im Aufbruch. Fast alle erkennen, dass sie loslassen müssen von alten Mustern und Vorstellungen und dass die Wandlung tiefer geht, als man vielleicht gedacht hat. Der Bereich des Geldes und der Bereich der Liebe ist nach wie vor einer der Bereiche, wo die größte Angst und auch die größte Ungewißheit herrscht. Wie wird hier der Paradigmenwechsel aussehen?
Die Suche nach sinnvoller gelebter und praktizierter Gemeinschaft bewegt unzählig viele Menschen. Im Zentrum vieler Fragen und Konflikte liegt die Sehnsucht, vor allem die Sehnsucht der Geschlechter, dass sie den tieferen Weg der Liebe und der Begegnung zueinander finden, aber auch die Sehnsucht nach Selbstfindung, Selbstliebe und nach kosmischer Geborgenheit.
Heute ist der internationale Frauentag. Er erinnert an alle unsere weiblichen Vorgängerinnen, die uns den Aufbruch ermöglicht haben, den viele Frauen heute konsequent zu Ende gehen. Sicher geht es in unserer Befreiung nicht mehr um den Kampf gegen den Mann, um so mehr geht es um eine bewußte weibliche Spiritualität, eine weibliche Politik des Herzens, und eine neue Liebe zu den Männern. Wenn Frauen ihre weiche und liebende Macht ganz zu sich holen, dann kann und wird eine Revolution des Herzens geschehen.
Da meine Reise jetzt zum Abschluß nach Malta führen wird, habe ich für dieses Mal zu diesem Thema der Liebe und der Sehnsucht einen Text von meinem eigenen Buch "Tempel der Liebe" ausgesucht. Dieses Buch wartet noch auf seinen Verleger und ist eine Schau, die ich erlebt und erfahren habe, als ich die Tempel auf Malta besucht habe.
Krafttext:
Nichts verlangt so sehr nach der Ausgewogenheit in der eigenen Mitte, nichts verlangt so sehr nach der Gewißheit im eigenen Innern wie die Erfüllung der Sehnsucht in der Liebe. Heute, nach einem langen Durchlauf der Erfahrung, kehrt in den ersten Erkennenden die Stimme der Göttin zurück auf die Erde.
Letztlich gibt es nur eine Antwort auf alle deine Fragen. Das Liebesthema wird seine Lösung nur aus der Verbundenheit mit dem Ganzen finden können. In dieser Verbundenheit liegt die Heilung für die Eifersucht, für die Angst, für die Gewalt und den Schmerz der Verlustangst. Übe dich in der Verbundenheit mit der Schöpfung und du wirst sicher zu dem Ziel deiner Sehnsucht geführt werden. Folge der Energie, aber folge ihr wach und präsent. Die göttliche Stimme wohnt in dir. Erst wer das wieder weiß, wird ihr auch im Äußeren begegnen können. Kein Mann und keine Frau wird euer Verlangen stillen können, ohne daß ihr diese Verbundenheit in eurem Inneren wiedergefunden habt. Göttliches Handeln ist ausgewogenes Handeln, das aus der Verbundenheit und der eigenen Mitte kommt.
Geh deiner Angst auf den Grund und du findest die Antwort. Geh deiner Ungeduld nach, suche sie geistig zu verstehen, und du findest eine neue Richtung für dein Handeln. Geh deiner Wut auf den Grund und du findest eine mächtige Ausrüstung der Kraft für aufrichtiges Handeln. ...
Jeder, der in seiner Jugend einmal vom Starkstrom des Eros erfaßt wurde, weiß, daß die Sehnsucht stärker ist als jedes Ritual einer Gemeinschaft und größer als alle mahnenden Worte einer Priesterin.
Aber inzwischen kennt ihr die Tragödie von Mann und Frau zur genüge. Sie konnten so keine Erfüllung finden. Gemeinschaften haben die Aufgabe, Gefäße der Liebe und des Vertrauens aufzubauen, wo dieser Starkstrom der personalen Liebe wieder möglich wird, ohne daß andere ausgeschlossen werden müssen. Die personale Liebe zwischen zwei Menschen braucht das vertrauensvolle Feld einer Gemeinschaft.
Keine Göttin wird sich jemals erobern lassen, und keine Freiheit der Liebe wird sich jemals in irgendeinen Käfig sperren lassen. Die gegenseitige Durchdringung, die im Einklang mit der Schöpfung ist, liegt sehr nahe bei dem Wunsch nach Eroberung. Der Wunsch einer Frau, einem Mann ganz gehören zu wollen, ist auf einer etwas niederen und unverbundenen Ebene der gleiche Gedanke, wie der Wunsch, der aus der Verbundenheit und der ursprünglichen Freiheit kommt, einen Menschen ganz lieben und erkennen zu können. Weil dieser Wunsch in unseren Zellen so zum Verwechseln ähnlich ist, deshalb ist die Verwirrung so besonders hoch, wenn der Starkstrom des Eros einmal unsere Zellen in Aufruhr gebracht hat.
Nur der Gedanke, dem Geliebten nicht genügen zu können, nur der Gedanke, innerlich noch zu schwach zu sein, um die Geliebte trotz des Vergleichs und der Blicke der anderen erreichen zu können, weckte ja ursprünglich den Wunsch, den oder die Geliebte ganz für sich besitzen zu wollen. Ein ganz tiefer Störvorgang liegt darin, wenn man vor irgend jemandem das Gefühl hat, nicht genügen zu können. Es ist ein Gedanke, der sofort trennt, der sofort aus der Wahrnehmung reißt. Wenn dieser Gedanke in dir auftaucht, ist er schon ein Zeichen dafür, daß du aus der Verbundenheit hinausgeraten bist. Der nagende Vergleich und das Mißtrauen, die durch diesen Gedanken einsetzen, sind das Gift jeder wahren Freiheit. Wer diesen Gedanken ersetzt durch den klar formulierten Wunsch, so zu werden, wie man sein möchte, bekommt sofort Energie für seine Entwicklung. Er wird sich nicht mehr schützen und abgrenzen gegenüber anderen oder gar Erfahreneren, sondern wird von ihnen lernen wollen. Mißtrauen und Neid weichen einer großen Neugier. Vertrauen ist die Voraussetzung für diesen Weg. Dies gibt auch den Mut, zu dem zu stehen, was man liebt und begehrt.
Wirklich erkennen werden sich nur die wahrhaft Liebenden. Und die Heilung der Zukunft wird aus den Gemeinschaften wahrhaft Liebender entstehen. Welchen Weg der Einzelne auch immer wählt, Heilung gibt es nur aus der Verbundenheit mit dem einem Sein.
Wer wahrhaft liebt, wird dafür sorgen, daß andere es auch sehen und lieben können. Dieser Weg führt immer in die Gemeinschaft....
Jetzt steht eine Zeit des allgemeinen Erwachens bevor. Die Erkennende wird alle ihre Handlungen in den Dienst der Welt stellen. In dieser Verbundenheit handelt sie von selbst aus der Anteilnahme und dem Mitgefühl. Dies hat nichts zu tun mit Verzicht. Man wird auch nicht mehr so handeln, weil andere es gesagt haben, sondern aus einer eigenen Erkenntnis heraus. Die Erkennende wird alle ihre Gaben zum Wohle aller entfalten und aus dieser Quelle kommt ihr wahrer Reichtum. Nicht moralische Appelle, nicht die Mahnung anderer werden dich zu dieser Verbundenheit zurückführen können. Sie können wohl ein Anstoß sein für die eigene Entwicklung. Letztlich ist es immer eine eigene Entscheidung. Viele müssen einen langen Erfahrungsdurchlauf machen, bis sie zurück zu dieser Erkenntnis finden. Die Erfüllung in der Sexualität und in der Liebe wird sich aber auf keinem anderen Weg finden lassen. Erst wer erkennt, daß der Starkstrom, der in der Verbundenheit fließt, umfassender, heilsamer und kraftvoller ist, wird diesen Weg wieder betreten
Kraftsatz:
Die Erkennende stellt ihre Handlungen in den Dienst der Welt.
Mit freundlichen Grüssen
Sabine Lichtenfels



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