Solang das Bild des Freundes
uns begleitet,
ist uns ein Anblick gewährt,
der uns erfreut durchs ganze Leben.
Wo das Herz Erfüllung findet,
ist ein Dorn
teurer als tausend Datteln.
Wenn wir an der Gasse des Freundes
uns niederlegen,
deckt uns die Milchstraße zu
mit ihrem Glanz.
Wenn wir uns in den Locken
des Freundes bergen,
sind wir würdig
des Jüngsten Gerichts.
Wenn sein Widerschein erstrahlt,
werden Berge und Erde
zu Brokat.
Wenn wir vom Wind
seinen Namen fragen,
ist im Wind
der Klang von Harfen und Schalmeien.
Wenn wir in Sand
seinen Namen zeichnen,
sprießt grüne Saat
auf jeder Handbreit Boden.
Wenn wir das Feuer
mit seinem Zauber beschwören,
ebnet sich das grimme Feuer
zum Quecksilberbach.
Was soll ich weiter sagen:
auch das Nichts
verwandelt sich in Leben,
wenn wir seinen Namen nennen.
RUMI
IN LIEBE-
Evangelia
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