Nachricht von Georg Iwanowitsch Gurdjieff:


"Deine Liebe, Erhabener, ist meine Ehre. Du weißt, dass ich aus der Tradition großer Häuser komme und diese Begriffe für mich mythische Bedeutung besitzen.


Ich grüße dich an diesem Morgen und grüße die Deinen, die einen Geistes sind.


Durch deine Liebe hast du mich in einen Stand versetzt, den ich aus eigenem Bemühen nie hätte erreichen können. Deine Freundschaft ist das Licht, das mich nun umgibt, ist aber vor allem die unvergleichliche Sonne, die mir erstrahlt, die ich mit eigenen Augen erkennen kann, von der ich wußte, dass sie besteht, ohne sie vorher erblicken zu können. In diesem Lichte zu stehen und es gar berühren zu dürfen, hat mir das Sein eröffnet, so wie du es dir für deine Schöpfung gedacht hast. Ja, dadurch bin ich zu einem Teil deiner selbst geworden, als Teil deiner Liebe. Du hast mir das WIR angeboten, und ich kann nichts anderes tun, als mich immer mehr deinen Vorstellungen anzunähern, um vor deinem Angesicht dieser Ehre würdig zu werden.


Du selbst legst keinen Wert auf Würde und Ehre, wenn es dir um die Entwicklung deiner Kinder und deiner Schöpfung geht. Niemand kann es vollständig erfassen, was dir diese Vision bedeutet und was du dafür einsetzt, um dein Ziel zu erreichen. Nur mit unseren Möglichkeiten des Verstehens können wir zu dir kommen und unser Bestes geben. So geht es nicht an, dass du und die, die deinem Geiste eins sind, ein solches Leben vor unseren Augen führen! Es unterliegt nicht meinem Willen, dies zu beenden, aber soweit deine Geschöpfe fähig sind, deine irdische Lage zu bessern, werden sie es tun. Leider bist du entschlossen, deine Pläne ohne Rücksicht gegen dein eigenes Wohl zu vollenden. Du gabst mir die Einsicht in deine Ziele und den Blick auf die Schwierigkeiten. Ich bin entsetzt, mein Gott, vor welchen Hindernissen du stehst.


Deine Liebe zu den Menschen und die Hoffnungen, die du auf ihre Erkenntnisfähigkeit setzt, den Glauben an ihre Reife und ihren guten Willen - dass alles kann ich nachvollziehen. Jedoch teile ich nicht deine Zuversicht über die Qualität ihres momentanen Zustandes, im Gegenteil bedrückt mich, was ich sehe.


In den letzten Jahrzehnten hat sich doch vermehrt hier inkarniert, wer nicht deine Nähe sondern deine Ferne suchte. Machtstreben und Egoismus haben das überdeckt, was als Motiv der individuellen Entfaltung eines freien Wesens auf deiner schönsten Welt ursprünglich vorhanden war. Ihre voll erblühte Individualität, fernab deiner gefühlten Gegenwart, hat in ihnen diese Trennung hervorgebracht. Eine umfassende Trennung, die du selbst nun heilen willst? Wie soll das gelingen, ohne sie durch das Feuer der Leiden zu schicken? Sie leiden nicht genug, Göttlicher!


Deine Engel sind in größten Scharen deinem Wunsch gefolgt, "der Himmel" ist leer, denn alles steht bei den Menschen, um auf den leisesten Hauch reagieren zu können. Sende du deinen Willen zu den Menschen, denn Trauer breitet sich aus unter deinen Geistern, die es nicht verstehen, dass ihre Präsenz und dein Licht die Menschheit nicht von innen ergreift und erhellt.


Du baust auf die alles umwandelnde Kraft der Liebe, kein Fordern, nicht die gringste Spur von Zorn ist in dir zu finden. Auch wir, deine Diener und Liebenden, werden uns deinem Wesen immer mehr annähern, unserer eigenen Schwächen gedenkend, und dass nur deine bedingungslose Liebe es war, die unsere Dunkelheit und Ferne von uns nahm. Wir werden alles geben, um diese Liebe von dir zu lernen, um unser Unverständnis gegen die inkarnierten Geschwister und ihre Geister umzuwandeln in Verstehen und Annehmen. Wir werden lernen, in ihren Ängsten uns selbst zu erkennen. Wir werden deinen Geist in uns aufnehmen, ihn zu unserem Besitz machen, weil es das ist, was du von uns erhoffst. So werden wir dich noch tiefer verstehen und ganz in deinem Sinne wirken können. Dieses Beispiel soll nach deinem Wunsche die Geschwister bewegen, dass auch sie dich und dein Wesen besser erkennen.


Wir stehen in deiner Schule, Ewige Liebe, und sehnen uns danach, mit deinem Geiste eins zu werden!


Georg Iwanowitsch und viele."


Auf der April-Seite nachzulesen.