Es ist an der Zeit, nicht nur die katastrophalen Auswirkungen der alten Zerstörungsenergien Atom, Kohle, Gas und Öl aufzuzeigen, sondern zugleich Wege aus der Krise zu suchen und zu weisen. Eine moderne und politisch effektive Umweltbewegung kann und muß im 21.Jahrhundert mit eigenen programmatischen Vorschlägen die Energiewende zum wichtigsten politischen Wahlkampfthema machen. So steigt der politische Einfluss der Umweltbewegung, denn 70
ller Umweltprobleme sind ENERGIEPROBLEME.
Du liest gerade gegen die zweistärkste Macht der Welt an : gegen die welteiten Interessen der heutigen Energiewirtschaft. Dazu gehören die Ölscheichs, die Atomlobby, die Kohlepolitiker, die Gasinteressen ebenso wie die globale Autoindustrie und die Politiker in den Aufsichtsräten der Energieversorgerunternehmen.
Der Golfkrieg 1991 und der Irakkrieg 2003 haben gezeigt, welche Macht und Gewalt hinter diesem Energiekomplex stehen. Er beherrscht die Welt, kann militärische Konflikte wie den Golfkrieg inszenieren, Milliardensubventionen organisieren und eine Expertenelite großziehen. Die oft gestellte Frage, warum die Zerstörung der Umwelt nicht gestoppt wird, ist leicht (für jeden von uns) zu beantworten : An der Zerstörung unserer Umwelt wird sehr viel Geld verdient.

Eine "Energiewende" ist dringend von nöten.

Darum bitte ich das Thema Energie, zum Thema einer Grossveranstaltung zu machen.

Warum?

Es gibt viele viele GUTE Gründe dafür. Zunächst einmal werde ich einige "Effekte" aufzeigen, die für jeden nachvollziehbar sind.

Die aufgezeigte Energiewende ist mehr als nur herkömmlicher Umweltschutz, sie bedeutet eine andere Sozial-,Wirtschafts-,Finanz-,Steuer- und Entwicklungspolitik. Die Energiewende erfordert eine Reformpolitik, die künftig auch von unten mit Volksbegehren und Volksentscheiden durchgesetzt werden kann.

Die geballte Macht des Energiekomplexes scheint unbesiegbar, seit es der US-Energiewirtschaft gelungen ist, George W. Bush zum Präsidenten zu machen.

Es gibt nur eine Kraft, die stärker wäre : der Überlebenswille der Menschheit im Angesicht des Abgrunds.

Unsere eigentliche Ohnmacht ist, daß wir uns die Macht des Volkes nicht zutrauen. Wir sind noch keine aktiven Demokraten, sondern verstehen uns eher als Mitglieder einer passiven Zuschauerdemokratie.
Oft höre ich von vielen Leuten (auch bekannte und Verwandte) : Was kann ich kleiner Mann oder ich kleine Frau denn schon ändern? Allein bin ich doch viel zu schwach!
Mich machen solche Argumente WÜTEND.
Es gibt keine "kleinen" Menschen, sondern nur Menschen die kleinmachen oder kleinmachen lassen. Als Kinder Gottes sind wir ALLE zu großem berufen, auch dazu, die Welt zu verändern und zu verbessern, indem wir uns verändern und verbessern. Wir alle sind von Natur aus lernfähig - bis zum letzten Atemzug.

Soooo, kommen wir zum eingemachten

An einem Tag ;

- schickt die Sonne 10.000 bis 15.000 mal soviel Energie zur Erde, wie wir heute weltweit verbrauchen.

- enthalten die Windströme 80 mal soviel Energie, wie verbraucht wird.

- wächst 10 mal mehr Biomasse, als zur Gewinnung der gesamten Weltenergie nötig wäre.

- enthält allein die Wasserkraft etwa soviel Energie, wie wir an diesem Tag auf der ganzen Welt produzieren.

Theoretisch (und Praktisch) würde also die direkte Sonnenenergie oder die indirekte über Wind, Wasser und Biomasse bei weitem ausreichen, um den Energiehunger von bald 6,5 Milliarden Menschen zu stillen.
Selbst die Arbeitsgruppe "Sonnenenergie für Umwelt und Entwicklung" der Vereinten Nationen hat festgestellt : Es gilt als gesichert, daß das Gesamtpotenzial Erneuerbarer Energien in der Größenordnung des Zehntausendfachen des gegenwärtigen gesamten Weltenergieverbrauchs liegt.

Unsere Sonne ist der Motor allen Geschehens auf unserem Planeten. Sie ist ca 5 Milliarden Jahre alt und wird uns noch weitere 4,5 Milliarden Jahre scheinen. Jedes Jahr schickt sie uns 350 Millionen Milliarden (350.000.000.000.000.000) Kilowattstunden Strahlungsenergie auf unseren Planeten.
Alle irdischen Energiequllen verdanken wir der Sonne ; das Holz der Wälder und die Pfanzen der Felder, aber auch die Kohle-,Erdgas-,Erdöllager, in denen Sonnenenergie von Millionen Jahren gespeichert ist. Ebenso sorgt die Sonne für die Kreisläufe des Wassers in den Seen und Flüssen.
Wenn wir Obst fast nur noch im Supermarkt, warmes Essen in der Kantine und Milch nur noch plastikverpackt kaufen, dann vergessen wir allzu leicht, woher das alles kommt. Die Kuh und den Obstbaum, das Getreide und den Strom aus unserer Steckdose verdanken wir ( wie auch unser Leben) der Energie der Sonne.

Ohne Sonne kein Leben.

In früheren Kulturen wussten die Menschen noch von der Abhängigkeit allen Lebens von der sonne. Deshalb wurde sie zum Grundelement von Religionen und Opferkulten. Aussaat und Wachstum, Ernte und Feste waren abhängig von ihrem Licht und ihrer Wärme.
erst die "Aufklärung" und die "modernen" Kirchen haben das Bewußtsein von der Sonne als allumfassender Lebensspenderin getrübt. Ganz anders noch Jesus :
Er sprach davon, daß sein himmlicher Vater die Sonne über Gerechte und Ungerechte scheinen lasse. Die Bergpredigt ist noch prall voll von naturnahen Gottesbildern. Doch die Kirchen haben an ihre Stelle saft- und Kraftlose abstrakte Gottesbilder gesetzt.
Hoffungsvoll ist allerdings, daß im Jahr 2003 in Deutschland bereits 700 christl. Kirchengemeinden beider großer Konfessionen Solaranlagen auf ihren Kirchendächern installiert haben. Sie bieten dem Heiligen Geist endlich Landeflächen.

Die Industrialisierung hat die großen Zusammenhänge der Natur verdrängt. Doch die moderne Naturwissenschaft lehrt uns wieder, wie sehr wir von der Sonne abhängig sind. vor uns liegt das Zeitalter der Sonnenenergie. Diese unerschöpfliche und urschöpferische quelle kann reichtum und Wohlstand für ALLE Menschen bedeuten. Wir können mit Solarenergie in eine nie dagewesene solare Kulturepoche starten.

Der große Philosoph des Atomzeitalters, Günther Anders, sagte einmal : Unser größtes Problem ist, daß wir uns nicht mehr vorstellen, was wir anstellen. Da ich in den letzten 10 Jahren politisch und persönlich viel Grund hatte, umzudenken, weiß ich, wovon Günther Anders sprach. Neues Bewußtsein ist voraussetzung für neues Denken und neues Handeln. Solange mir nicht bewußt war, daß ich mit einem Liter Benzin 10.000 Litzer Luft verpeste, bin ich ca. 10-15 mal soviel Autokilometer gefahren wie heute.
Solange mir nicht bewußt war, daß wir mit unserem ganz gewöhnlichen Energieverhalten in einem Jahr soviel Öl, Kohle und Gas verbrennen, wie in einer Million Jahren gewachsen ist, so lange habe ich keinen Grund gesehen, mir ernsthaft gedanken zu machen. Vor Tschernobyl war mir nicht bewußt was ein Atomarer Unfall bedeutet - also war ich auch nicht dagegen.

Günther Anders Philosophie gilt nicht nur im negativen, sondern auch im Positiven. Erst wenn wir Erfahrung mit Alternativen sammeln, stärken wir die Positiven Kräfte der Umkehr.
Besonders töricht ist die Behauptung : Ich kann ja doch nichts ändern.
Wer das glaubt, darf sich nicht wundern, wenn sich tatsächlich nichts ändert.
Die voraussetzung für alle wirklichen Veränderungen ist die tiefe Überzeugung: Ich kann, wenn ich wirklich will. Wir müssen uns auch im Positiven vorstellen, was wir (z.b. mit alternativen Energien) anstellen können.

Ich bitte/appeliere an euch,fangt mit kleinen Dingen an, erkundigt euch nach sog. "Bio-strom". Dieser ist (noch) unwesentlich teurer. Wenn ihr in Aktien investiert, o.ä...investiert doch in die Zukunft (beteiligt euch an Windparks, Photovoltaikanlagen, Biomassekraftwerken, Thermalkraftwerke etc...)

Das Hauptproblem ist die Politik, die viel zu sehr an die Interessen der alten Energieträger Kohle, Öl, Gas und Atomstrom gekettet ist. Politiker handeln in aller Regel erst, wenn sie ein dementsprechendes Bewußtsein "von unten" sie dazu zwingt. Voraussetzung für ein breites solares Bewußtsein ist Information.
Erst wenn wir wissen was möglich ist wird es auch geschehen.

Sooo, das war's erst mal von meiner einer (könnte immer weiter machen)...wenn ihr noch fragen habt, wie die "Solarwirtschaft" technisch, ökonomisch und auch finaziell machbar ist, FRAGT!

Sonnige Grüße

Dan

Diskussion: Solare Energiewende