TV macht nicht nur dumm, es wird auch von vielen Zuschauern als unglaubwürdig eingestuft.
Das Bild, das der Kriminologe Christian Pfeiffer vom TV-Kind zeichnet, ist traurig: Fernsehen macht nicht nur dumm, sondern auch krank, dick und traurig.
Die Zahlen, die Pfeiffers Studie belegen, können selbst von gutwilligsten Schweizer TV-Psychologen nicht mehr vom Tisch gewischt werden: 22000 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 15 Jahren wurden befragt. Dazu kamen Daten von 50 weitere Studien aus dem In- und Ausland.
Besonders beklagt wurde darin die weitverbreitete Neigung, sich wahllos von Sendungen berieseln zu
lassen. Was weder der Konzentrationsfähigkeit noch der Aufnahme von Bildern dienlich ist. Auch wenn manche Kritiker genau dies als «Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Wirklichkeit» sehen.
Tatsächlich drehen die meisten Fernsehzuschauer den Spiess jetzt um: Sie wollen sich nicht mehr vom Fernsehen verdummen lassen – wie eine gerade veröffentlichte Umfrage des deutschen Instituts Ipsos im Auftrag der Programmzeitschrift «Hörzu» ergab:
# Mehr als die Hälfte aller Befragten glauben nicht mehr, was im Fernsehen berichtet wird.
Ausgezappt - Medien - Sonntagsblick - Blick Online
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