Kein Filter im Kopf

Wenn Ärzte Elektroden auf die Kopfhaut eines Patienten setzen, können sie das Geschehen in dessen Kopf tatsächlich zuverlässig registrieren. Das haben Tübinger Neurowissenschaftler erstmals nachweisen können. Aus Sicht des elektrischen Stroms verhält sich die Großhirnrinde demnach nicht anders als eine Badewanne voller Salzwasser.



Die aus mehreren Schichten aufgebaute Großhirnrinde leitet elektrischen Strom ähnlich gut wie Salzwasser. Grafik: Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik, Tübingen

Insbesondere werden hochfrequente Ströme vom Hirngewebe ebenso gut weitergeleitet wie niederfrequente, berichten die Forscher um Nikos Logothetis vom Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik im Fachblatt “Neuron”. Eine zeitliche Verschiebung findet ebenfalls nicht statt: Spitze “Sopransignale” kommen nicht schneller oder langsamer voran an als “Bassgetöne”.
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Max*Planck*Institute for Biological*Cybernetics, Tübingen,*Germany
Zentrum für Psychosoziale Medizin: Elektro - Enzephalographie (EEG) - Universitätsklinikum Heidelberg
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