Leuren Moret ist eine amerikanische Geologin und Expertin für radioaktive Strahlung. Seit Jahren wendet sie als kritische Wissenschaftlerin gegen den Einsatz der “depleted uranium” (abgereichertes Uran) Waffen. Auf mehreren internationalen Kongressen, unter anderem der “World Depleted Uranium Weapons Conference” 2003 in Hamburg trat sie nicht nur vehement gegen diese Form nuklearer Waffen ein, sondern wies detailliert deren Gefährlichkeit und globale Ausbreitung durch radioaktive Nanopartikel nach. Die weltweite Verbreitung dieser Feinststäube ist in ihrer Wirkung um ein vielfaches schlimmer als jede “Atombombe”. Sie führen zum schleichenden globalen Sterben allen Lebens, so die beängstigenden Prognosen von Leuren Moret.
Mit ihrer harschen Kritik und den von ihr beschriebenen “Worst-Case-Szenarien” wird sie immer wieder diskreditiert von jenen, die das Thema nicht in der Öffentlichkeit diskutiert sehen möchten. Der Einsatz von “depleted uranium” Munition gehört ohne Frage zu den schlimmsten Kriegsverbrechen und einem der größten Verbrechen an den Menschen und der gesamten Natur - das wahre Ausmaß ist heute noch gar nicht abzusehen.
In einem Interview mit der unabhängigen texanischen Wochenzeitung “Iconoclast” äußerte sich Leuren Moret bereits im Mai 2005 über die bisher absehbaren Folgen der tatsächlichen Katastrophe.
“Es ist ein weltweiter atomarer Holocaust. Es betrifft alles Lebende. Deshalb nennen sie es «Omnizid», was bedeutet, dass es alles Lebende tötet – die Pflanzen, die Tiere, die Bakterien. Alles.
Die Atmosphäre ist global mit abgereichertem Uran verseucht. Es vermischt sich komplett innerhalb eines Jahres. Ich bin Expertin für atmosphärischen Staub. Ich bin Geowissenschafterin, Geologin, und das war mein Studien- und Forschungsschwerpunkt. … Wir haben riesige Staubstürme, die Millionen Quadratkilometer umfassen und Millionen Tonnen von Staub und Sand jedes Jahr um die Welt transportieren.
…
Das abgereicherte Uran verbrennt bei sehr hohen Temperaturen. Es ist ein pyroforisches Metall, was bedeutet, dass es brennt. Die Patronen und die Grosskalibergeschosse sind bereits erhitzt, wenn sie aus dem Abschussrohr herauskommen, weil sie sich bereits durch die Reibung im Lauf entzünden. Siebzig Prozent des abgereicherten Uranmetalls wird zu feinstem Metallstaub. Es handelt sich genau genommen um eine radioaktive Gaswaffe und ein Flächenverseuchungsmittel.
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Politblog.net » Der atomare Holocaust kommt schleichend - ein Interview mit Leuren Moret



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