Wie die Ärmsten für die Reichen “sorgen”
“Man kann nicht über Armut reden, ohne auch über Reichtum zu sprechen”, erklärte Prof. Dr. Christoph Butterwegge im Rahmen einer Veranstaltung am 1. November in der Marburger Philipps-Universität.
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Deshalb setzte der Kölner Armutsforscher das Vermögen des reichsten Bundesbürgers mit dem Hartz-IV-Regelsatz ins Verhältnis: Der Supermarkt-Betreiber Theo Albrecht besitze 38 Milliarden Euro Privatvermögen. Damit verfüge er über 100-Millionen-mal so viel Geld wie ein Erwerbsloser!
Geld und Sachvermögen sind in Deutschland ausgesprochen ungleich verteilt. Das hat eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) herausgefunden. Die am 7. November veröffentlichten Zahlen zeigen frappierende Unterschiede zwischen dem Vermögen von Männern und Frauen, von West- und Ostdeutschen und zwischen Menschen mit oder ohne Migrations-Hintergrund.
DIW-Studie: Deutliche Ungleichheit
Für seine Studie hat das DIW Ersparnisse, Wohn-Eigentum, Rentenansprüche, Versicherungen, Kunstwerke, Münzen oder Briefmarken berücksichtigt. Davon abgezogen wurden alle Schulden. Grundlage der Erhebung war das Jahr 2002. An der ungleichen Verteilung des Vermögens dürfte sich nach Ansicht der Autoren bis heute aber nichts geändert haben.
Ein Drittel der Bundesbürger über 17 Jahre verfügt demzufolge über kein oder nur ein sehr geringes Vermögen. Praktisch leben sie von der Hand in den Mund. Dagegen besitzen zehn Prozent der Bevölkerung knapp 60 Prozent des Gesamtvermögens.
Politblog.net » Die neue Armutsstudie - Deutschlands Zwei-Klassen-Gesellschaft
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