• In der "Spiegelaffäre" (Oktober 1962) musste sich Bundeskanzler Adenauer gegen den Vorwurf der SPD-Opposition zur Wehr setzen, mit Mitteln des Staates gegen das Grundrecht der Pressefreiheit verstoßen zu haben. Die innenpolitischen Auseinandersetzungen führten schließlich zu einer Regierungskrise, als die FDP-Minister aus Protest gegen den Verteidigungsminister Strauß aus der Koalitionsregierung austraten.
  • Adenauer versucht die Kanzlerkandidatur Ludwig Erhards zu verhindern. Er wirft seinem Vizekanzler am 26. Februar 1963 vor, im Streit um den Beitritt Großbritanniens zur EWG für die Briten Partei ergriffen und dabei seine Kompetenzen als Wirtschaftsminister überschritten zu haben.
  • Am 23. April 1963 nominiert die CDU/CSU-Bundestagsfraktion Erhard zum Kanzlerkandidaten. Am 11. Oktober 1963 überreicht Adenauer Bundespräsident Heinrich Lübke seine auf den 15. Oktober datierte Rücktrittserklärung.