Von Susanne Amann
Die Feindbilder sind klar: Im Streit um sinkende Milchpreise schimpfen die Bauern gegen Discounter und Supermärkte. Doch die wirklichen Profitemacher in der Branche sind oft andere - das zeigen Berechnungen zu beliebten Marken wie Landliebe.
Hamburg - Die Botschaft der Landwirte war überdeutlich: "Was da passiert, ist Zerstörung pur, das ist Raubtierkapitalismus", wetterte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, in der vergangenen Woche gegen den Lebensmitteleinzelhandel. Und er meinte die Discounter: Zuerst Aldi, später auch Lidl, Rewe und Edeka hatten die Preise für frische Milch um bis zu zehn Cent pro Liter gesenkt und damit den wütenden Protest der Milchbauern provoziert.
DDPMilch von Landliebe: Verbraucher zahlt, Molkerei verdient
Dabei sind es nicht in erster Linie die Discounter, die den Preis für Milch drücken. Dass die Landwirte zu wenig an einem Liter verdienen, liegt auch an einer Instanz, die sich derzeit vornehm im Hintergrund hält: den rund 200 Molkereien, die es bundesweit gibt.
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Milchpreise: Teuer ist's, wenn es Landliebe ist - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten



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