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Thema: Hundert Explosionen auf dem Mond

  1. #1
    Thomas
    Gast

    Hundert Explosionen auf dem Mond

    Hundert Explosionen auf dem Mond

    Andreas von Rétyi
    Die karge Oberfläche unseres Erdbegleiters gilt als völlig starre, unveränderliche Landschaft. Nur Spiele von Licht und Schatten zaubern mit dem Wandel der Mondphasen abwechslungsreiche Bilder von Kratern, Rillen und Gebirgszügen auf diese fremde Welt. Dennoch meldeten sich wiederholt Beobachter zu Wort und behaupteten, ungewöhnliche »Lichter« dort oben gesehen zu haben. Lange wurden diese Sichtungen nicht ernst genommen, doch nun ist es amtlich – es gibt sie wirklich, die mysteriösen Leuchterscheinungen auf dem Mond.


    Seit Jahrhunderten berichten Augenzeugen über unerklärliche Lichtblitze auf dem Mond. Unter diesen Beobachtern befinden sich so berühmte Astronomen wie Wilhelm Herschel und E. E. Barnard. Doch die meisten ihrer Fachkollegen blieben sehr zurückhaltend, wenn es um jenes Phänomen ging, einige sprachen sogar von schlichten Hirngespinsten und Täuschungen. Bereits vor rund einem halben Jahrhundert sollten sie eigentlich eines Besseren belehrt worden sein. 1956 nämlich fotografierte der Astronom Dinsmore Alter das deutlich aufgehellte Innere von Mondkrater Alphonsus, einer gewaltigen Einschlagmulde von rund 120 Kilometer Durchmesser, die nahe dem Mittelpunkt der uns zugewandten Mondhalbkugel zu finden ist. Zwei Jahre später gelang dann Nikolai A. Kozyrew am Krim-Observatorium eine weitere Beobachtung im gleichen Krater. Er konnte sogar ein Spektrum des seltsamen Lichts aufnehmen. Immer noch blieben einige Fachleute skeptisch. Was denn sollte dort oben sichtbare Strahlung aussenden? Woher sollte das Leuchten stammen?
    Eigentlich gibt es eine breite Palette an Erklärungen, angefangen bei Meteoritenabstürzen über lunare Restentgasungen bis hin zu UFO-Aktivitäten. An der Frage nach Sinn und Unsinn der einzelnen Erklärungen schieden sich die Geister. Nach über 1.000 registrierten Sichtungen aber sollte niemand mehr an der Existenz der temporären Leuchterscheinungen zweifeln. Immerhin fanden sie dann auch als Transient Lunar Phenomena (TLPs, vorübergehende Mond-Phänomene) Eingang in die astronomische Literatur.
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    Hundert Explosionen auf dem Mond

  2. #2
    Viola
    Gast

    AW: Hundert Explosionen auf dem Mond

    Ich habe vor ein paar Jahren einmal ein Buch gelesen, weiß den Titel aber nicht mehr, in dem behauptet wurde, dass es auf dem Mond eine Atmosphäre und Leben geben soll und dass dies vor uns geheimgehalten wird. Das ist auch der Grund dafür, warum heute keiner mehr auf den Mond fliegt. Ich habe keine Ahnung, ob das stimmt oder nicht.

    Liebe Grüße,
    Viola

  3. #3
    Sir Aaron
    Gast

    AW: Hundert Explosionen auf dem Mond

    Liebe Viola,

    deine Frage kann ich dir sehr leicht beantworten. Der Mond hat auf gar keinen Fall eine Atmosphäre. Noch nicht einmal irgendeine, sonst hätten nämlich die Landekapseln der Astronauten der Mondmissionen erheblich besser geschützt werden müssen, da es ja gerade eine Atmosphäre ist, die eine Landung bzw. den vorherigen Eintritt in jene Gas-Schichten so sehr erschweren und obendrein auch noch sehr gefährlich machen (siehe die Columbia Katastrophe vor fünf Jahren beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre.).

    Noch ein untrüglicher Hinweis auf das Nichtvorhandensein einer Atmosphäre auf dem Mond: eine Feder und ein Stein, die auf dem Mond fallen gelassen werden, erreichen gleichzeitig den Boden (dieses Experiment wurde tatsächlich vor Ort durchgeführt).

    Dass Leben auf dem Mond existieren kann, ist mit ziemlicher Sicherheit ausgeschlossen. Die Temperaturen am Tag betragen an die 120° Celsius, und in der Nacht dasselbe, nur halt mit einem Minuszeichen davor. Ganz schön unwirtlich dort.

    Nichtsdestotrotz wäre die Mondoberfläche mein absoluter Lieblingsbaugrund für ein kleines Häuschen mit einem schönen Arbeitszimmer und großen Panoramafenstern. Durch die Fenster könnte ich dann ununterbrochen die Erde betrachten! Denn, wie ihr sicherlich wisst, beträgt die Umlaufzeit des Mondes um die Erde haargenau gleich lang wie seine Eigenrotation. Deshalb wendet der Mond uns immer dieselbe Seite zu.

    Apropos: Weiß jemand von euch, was ein blauer Mond ist? Wer es mir als erstes beantwortet, dem schenke ich was … Wirklich!

    Alles Liebe,

    -Aaron-

  4. #4
    Viola
    Gast

    AW: Hundert Explosionen auf dem Mond

    Hallo Aaron,

    von einem blauen Mond habe ich noch nie gehört. Würde mich auch interessieren.

    Klingt ja alles sehr einleuchtend, was Du über den Mond erzählst. Aber ob man uns immer die Wahrheit über den Mond, in den Medien gesagt hat, da habe ich meine Zweifel.

    Einmal wird geschrieben, die Astronauten wären gar nicht wirklich am Mond oben gewesen, sondern die Aufnahmen wurden in einem Studio gemacht. Es gibt da auch ein Foto, wo bei der Fahne ein Schatten zu sehen ist. Wieso gibt es auf dem Mond einen Schatten?

    Dann habe ich wieder gelesen, dass die Astronauten tatsächlich am Mond waren und dort eine Atmosphäre und Bewohner vorgefunden haben. Aber man hat die Astronauten verjagt, diese Bewohner waren stärker. Das soll verheimlicht worden sein, wegen der Schande, und seitdem traut sich keiner mehr auf den Mond zu fliegen, sondern man interessiert sich nun mehr für Mars,...

    Liebe Grüße,
    Viola

  5. #5
    Viola
    Gast

    AW: Hundert Explosionen auf dem Mond

    Mir ist eingefallen, das Buch könnte "Geheimsache Mond" geheißen haben.

    Die Schatten waren von den Astronauten, glaub ich und die Fahne hat im Wind geweht. Davon gibt es Fotos.

    Da ist nur die Frage: wieso gibt es am Mond Schatten und Wind? Oder wurden die Aufnahmen auf der Erde gemacht? Und wieso hat man das gemacht?

    Liebe Grüße,
    Viola

  6. #6
    Sir Aaron
    Gast

    AW: Hundert Explosionen auf dem Mond

    Meine liebe Viola,

    wo soll ich nur am besten anfangen … Also gut: Für mich war immer der schlagendste Beweis dafür, dass Menschen tatsächlich bzw. aus meiner Sicht selbstverständlich auf dem Mond gelandet sind, der, dass es einer unglaublichen Logistik bedurft hätte, um all die Mitwisser, die an solch großen und langjährigen Projekten beteiligt waren, mundtot zu machen. Aber wie kann jemand so viele Menschen zum völligen Schweigen bewegen? Überdies gab es ja insgesamt gleich sechs Missionen, wo Menschen wirklich auf dem Mond gelandet sind.

    Hätte die frühere UdSSR damals auch nur ansatzweise Lunte gerochen, die hätten den Amis die Hölle heiß gemacht – immerhin ging es da um ein äußerst prestigeträchtiges Wettrennen; wer von den beiden würde es wohl schaffen, als erster einen Menschen auf den Mond zu befördern. Aber ausgerechnet von Seiten der härtesten Konkurrenz kam niemals auch nur der geringste Einwand. Wenn es da auch nur die geringste Chance für die Russen gegeben hätte, Amerika bloßzustellen, sie des Betruges zu bezichtigen, dann hätten die das mit Sicherheit auch getan.

    Die »vermeintlichen« Beweise für einen Schwindel lassen sich übrigens sämtlich entkräften. Ich sah vor einiger Zeit mal eine sehr gute Dokumentation, die genau dieses Thema behandelte. Es schien so, als hätten es die befragten Wissenschafter (allesamt NASA-Mitglieder) mit einer simplen Fingerübung zu tun, so leicht und schlüssig wischten die ein Gegenargument nach dem anderen vom Tisch.

    Nein, nein, liebe Viola – die waren todsicher auf dem Mond. Papier ist geduldig.

    Aber du hast in deinem Beitrag ein sehr schönes Stichwort geliefert: den Mars. Und über den werde ich noch so einiges zu sagen haben hier im Forum … Aber noch wird nichts verraten.

    Übrigens, an alle: Wenn ich bis, sagen wir, 18.00 Uhr keine gültige Antwort auf meine Quiz-Frage erhalte, dann war’s das mit dem Geschenk. Nochmals: was ist ein blauer Mond?

    Lieben Gruß,

    -Aaron-

  7. #7
    Thomas
    Gast

    AW: Hundert Explosionen auf dem Mond

    hi aaron,

    die erste mondlandung der amis war meines wissens nach ein fake, um gegen die russen gewisse vorteile zu haben...

    Zitat Zitat von Sir Aaron Beitrag anzeigen
    was ist ein blauer Mond?
    Der englische Begriff "blue moon" bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch den zweiten Vollmond innerhalb eines Kalendermonats, was hin und wieder vorkommt. Allerdings ist, wie im letzten Jahr in einem Artikel in der amerikanischen Astronomiezeitschrift "Sky & Telescope" ausgeführt wurde, diese Definition durch einen Irrtum eines Mitarbeiters der Zeitschrift entstanden. Die ursprüngliche Definition sah etwas anders aus: Wenn es innerhalb einer Jahreszeit vier Vollmonde statt der normalen drei gibt, wurde der dritte Vollmond als "blue moon" bezeichnet.



    lieben gruss,
    thomas

  8. #8
    Sir Aaron
    Gast

    AW: Hundert Explosionen auf dem Mond

    Glückwunsch Thomas!

    Du warst gerade noch in der Zeit – und damit der Gewinner.

    Was das versprochene Geschenk angeht, da lasse ich mir was einfallen. Musste erst einmal sehen, wer da gewinnt.

    Die Antwort war übrigens makellos richtig.

    Sehr liebe Grüße,

    -Aaron-

  9. #9
    Sir Aaron
    Gast

    AW: Hundert Explosionen auf dem Mond

    Nur für's Protokoll: Das versprochene Geschenk wurde dem glücklichen Gewinner bereits übermittelt.

    Ich wünsche dir viel Freude damit, lieber Thomas!

    -Aaron-

  10. #10
    Sir Aaron
    Gast

    AW: Hundert Explosionen auf dem Mond

    Hallo liebe Viola,
    hallo lieber Thomas!

    Ich vermute sehr stark, dass der Mythos der Fake-Mondlandung zum großen Teil auf nur einen einzigen Film zurückgeht. Es handelt sich um den preisgekrönten Film, »Kubrik, Nixon und der Mann im Mond«.

    Jener Film ist nämlich eine SATIRE, was im Abspann ganz deutlich klar gemacht wird. Die Interviews sind es, die gefaked sind, nicht die Mondlandung.

    Der Film soll demonstrieren, wie leicht man Leute mit gefälschtem Material in die Irre leiten kann - sehr erfolgreich, wie man hier im Thread sehen kann.

    Im Film wird unter anderen auch Henry Kissinger interviewt, der natürlich voll mitspielt; doch gerade solche Elemente lassen den Film im seriösesten Licht erscheinen. Das Entscheidende beim Ansehen dieses Filmes ist, ihn wirklich bis zum ENDE anzusehen. (Ich erinnere mich noch gut, wie blöd ich aus der Wäsche gekuckt hatte, als ich mir den Film ansah … Doch mit dem Abspann löst sich die Illusion sofort wieder auf.)

    Für weitere Informationen: http://de.wikipedia.org/wiki/Kubrick%2C_Nixon_und_der_Mann_im_Mond

    Ich bin ein großer Liebhaber vieler Mythen! Doch bei diesem Mythos hatte sich in mir von Anfang an großer Wiederstand eingestellt.

    Einen herzlichen Gruß,

    -Aaron-

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