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Thema: abgaben in anderen ländern

  1. #1
    Bernd
    Gast

    abgaben in anderen ländern

    teuerfreiheit mit der Waffe erzwingen
    Steuern zahlen ist nicht jedermanns Sache. Gern tun das fast niemand. In ihrer Abneigung gegen Steuern dürften aber nur wenige so militant sein wie Elaine und Ed Brown aus Plainfield im US-Bundesstaat New Hampshire. Wie die Tageszeitung DIE WELT berichtet, verschanzen sich die beiden, bis an die Zähne bewaffnet, in ihrem Haus, um der Verhaftung durch die amerikanische Bundespolizei zu entgehen.

    Die beiden wurden zu Haftstrafen von jeweils 5 Jahren verurteilt, weil sie sich weigern, Einkommensteuer zu zahlen. Konkret geht es um die Jahre 1996 bis 2003, für die das Finanzamt insgesamt 226.000 Dollar haben möchte. Dem Bericht zufolge verweigern in den USA derzeit rund 500.000 Menschen die Zahlung von Steuern.

    Nach Ansicht der Browns gibt es kein fair beschlossenes Gesetz, dass sie zur Zahlung von Steuern auf ihre Arbeit verpflichtet. Ein Nachgeben kommt für die Steuerverweigerer deshalb auch nicht in Frage. In ihrer Konsequenz scheinen sie auch zum Äußersten entschlossen. "Es geht nicht nur um Steuern", wird Ed Brown in der WELT zitiert. "Ich werde lieber kämpfend sterben als in Versklavung leben."

  2. #2
    YellowHand
    Gast

    AW: abgaben in anderen ländern

    Hallo Bernd!

    Was Du eben beschrieben hast, wird wohl irgendwann auch mal in Deutschland passieren. Es kommt nur darauf an, wie lange sich die Leute hier noch für dumm verkaufen lassen.
    Im allgemeinen sagt man, daß der " Deutsche Michel" sich viel gefallen läßt.
    Der Chef der DM Drogeriekette, ich glaube er heißt Werner, hat eine Reformation des gesamten Steuersysthems vorgeschlagen.
    Danach soll jedem Bürger ein " Bedingungsloses Grundeinkommen", welches zwischen 800 und 1500€ liegen soll zugesichert werden.
    Hierbei sollen alle Sozialleistungen sowie die Besteuerung des Einkommens( Lohn und Einkommenssteuer) abgeschafft werden. Im Gegenzug soll die Mehrwertsteuer auf 50% angehoben werden.
    Das wird aber niemals passieren, denn der Staat wird nicht warten, bis der Bürger etwas konsumiert, es ist ja viel bequemer, gleich das Geld einzukassieren.
    Noch nie sind so viele Menschen wie in den letzten Jahren aus Deutschland ausgewandert. Die Sendungen im Fernsehen" Unser neues Zuhause", "Wir wandern aus" werden immer mehr.
    In der neuesten Ausgabe von" Psychologie heute" laß ich, man könne sich die Auswanderungswelle der letzten Zeit nicht erklären, es würde wohl an " Abenteuerlust" liegen!!!??? Wie kann man sich nur selber die Taschen so voll lügen????
    Auswandern tun die Leute, wenn sie in ihrer alten Heimat keine Perspektive mehr sehen, und es ihnen schlecht geht.
    Eben so wie im 17/18. Jh. viele Menschen z.B. aus Hessen nach Amerika gegangen sind.
    Jetzt spricht man davon,den Preis für Milchprodukte um 50% zu erhöhen.
    Interessanterweise wird jetzt gleich alles möglich mit erhöht, was mit Milch gar nichts zu tun hat. ( gerade eben im Supermarkt festgestellt)
    Verfolgt das mal bei Euch !

    YellowHand

  3. #3
    Ina
    Gast

    AW: abgaben in anderen ländern

    [quote=YellowHand;88329 Jetzt spricht man davon,den Preis für Milchprodukte um 50% zu erhöhen.
    Interessanterweise wird jetzt gleich alles möglich mit erhöht, was mit Milch gar nichts zu tun hat. ( gerade eben im Supermarkt festgestellt)
    Verfolgt das mal bei Euch !

    YellowHand[/quote]

    Hallo,

    am WE kam die Meldung von der Preiserhöhung in den Nachrichten, am Montag früh im Supermarkt waren schon die Preise erhöht! Aber natürlich wieder mal nur in Deutschland - nicht europaweit, woanders sind die Preise stabil geblieben. Nun soll Getreide nachziehen --> Brot, Getreideprodukte, Gemüse sicherlich auch (Ernteausfälle?), Fleisch interessiert mich nicht, da ich vegetarisch lebe,aber so langsam ist das alles nicht mehr witzig! :mad:
    Kommt einem fast so vor, als sollten die Leute ausgehungert werden, dann regiert es sich wohl leichter....
    Diese Taktik geht nur bis zu einem gewissen Grad und dann kippt das ins Gegenteil um, siehe französische Revolution. Soweit muss es wohl kommen, damit Änderungen greifen, solange es der Herde gut geht und alle satt sind passiert eben gar nix! Bin gespannt wieviel sich die Deutschen noch gefallen lassen,

    lg.
    Ina

    Interesse an dem Bürgergeld(Götz Werner) hat keine Partei,die verfolgen ausschließlich selbstsüchtige Ziele und Interessen. Der Bürger muss für den Staat dasein, wird steuerlich ausgenommen und soll noch möglichst oft die Idioten wählen. Aber der Staat will so wenig wie möglich für den Bürger dasein.Die Bürger die den Ganzen Mist bezahlen sind da eher lästig, was für ein Ungleichgewicht!

  4. #4
    Thomas
    Gast

    AW: abgaben in anderen ländern

    Nach Auffassung des Vorsitzenden des Milchindustrie-Verbandes, Eberhard Hetzner, kommen die Preissteigerungen für Milchprodukte in erster Linie den Bauern zugute. Die Preise seien in den vergangenen Jahren rapide nach unten gegangen, machte Hetzner im ZDF-Morgenmagazin am Montag deutlich. Den deutschen Landwirten müsse deshalb wieder ein «ordentlicher Auszahlungspreis» gegeben werden.

    Das sei notwendig, um ein weiteres Sterben von Höfen zu verhindern. Ab August sollen die Preise für Quark, Käse und Butter bis zu 40 Prozent steigen. Bei Milch rechneten die Experten der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) mit einem Preisanstieg um fünf bis zehn Cent je Liter. Der Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels, Hubertus Pellengahr, sagte dazu im ZDF, letztendlich würden die Verbraucher über die Preise entscheiden. Deshalb gingen nicht alle Preiserhöhungswünsche in Erfüllung.

    Hetzner sieht den Grund für die angekündigten Preissteigerungen in dem Auslaufen von langfristig vereinbarten Verträgen zwischen Handel und Molkereien. Je nach Verhandlungsergebnis rechne er mit Preiserhöhungen bis zu 50 Prozent, die sich aber nicht in voller Höhe auf die Verbraucher auswirkten. Das komme immer auf die Handelskette an, betonte Hetzner.

    NETZEITUNG WIRTSCHAFTSPOLITIK: Seehofer hält Milchpreis-Anstieg für überzogen

    so lange der verbraucher brav bei aldi einkauft, braucht er sich nicht zu wundern, wenn eines tages nur noch großkonzerne für nahrungsmittel zuständig sind. von qualität kann er sich dann ganz verabschieden - bio hin oder her. denn die "echten" biobauern können und wollen zu billigpreisen nicht arbeiten. das staatliche biosiegel ist zwar eine gute idee, doch in der praxis liegen zwischen ihm und bspw. demeter welten.
    wie sagte mal jemand so schön (name entfallen): "so lange ein schnitzel billiger ist als eine milchschnitte, läuft einiges verkehrt."
    doch der verbraucher wird weiterhin auf wasserschnitzel für 50¢ bestehen und im supermarkt die guten bioäpfel aus polen kaufen wollen.
    das es dann mit der wirtschaft zwangsläufig noch weiter nach unten geht und die menschen noch weniger geld haben (woher solls denn kommen, wenns niemand ausgibt) vergessen die meisten dabei.

  5. #5
    dyon
    Gast

    AW: abgaben in anderen ländern

    Zitat Zitat von bernd Beitrag anzeigen

    Nach Ansicht der Browns gibt es kein fair beschlossenes Gesetz, dass sie zur Zahlung von Steuern auf ihre Arbeit verpflichtet.
    In dem Film "America - Freedom To Fascism" von Aaron Russo wird deutlich gezeigt, warum viele Leute in Amerika glauben, dass die Einkommenssteuer rechtswidrig ist.
    Google Video
    video.google.com/googleplayer.swf?docId=http://video.google.de/videoplay?docid=-2944018862821391727"> ERROR: If you can see this, then Google Video is down or you don't have Flash installed. Video direkt als .FLV herunterladen" href="http://keepvid.com/?url=http://video.google.com/videoplay?docid=http://video.google.de/videoplay?docid=-2944018862821391727">Dieses Video direkt herunterladen

    http://forum.spirituelle-hilfe.com/e...html#post87772


    Zitat Zitat von Ina
    am WE kam die Meldung von der Preiserhöhung in den Nachrichten, am Montag früh im Supermarkt waren schon die Preise erhöht!
    Die Bauern sehen dann vielleicht ein paar Cent davon....


    Zitat Zitat von Thomas
    das staatliche biosiegel ist zwar eine gute idee, doch in der praxis liegen zwischen ihm und bspw. demeter welten.
    Wir sind beim Ernte-Verband, ist auch strenger als die EU-Richtlinien.
    Ich habe mal die Richtlinien von Demeter überflogen. So übermäßig streng erscheinen mir die auch nicht. Unser Getreide würde die Bestimmungen leicht einhalten. Bei den Kühen siehts anders aus, weil sie enthornt sind (ansonsten verletzen sie sich in einem Freilaufstall sehr leicht gegenseitig; und nur auf der Weide halten geht auch (bei Demeter) nicht).
    Und die Kälbchen sind nicht bei den Kühen.
    Ansonsten würden wir auch hier leicht die Anforderungen erfüllen, soweit ich es mitbekommen habe.

  6. #6
    YellowHand
    Gast

    AW: abgaben in anderen ländern

    Hallo zusammen!

    Was für ein Unsinn!
    Zuerst zerstört die EU mit dem Export von subventioniertem Milchpulver die
    Milchwirtschaft in 3.- Welt Ländern, um danach dort Entwicklungshilfe zu leisten, die auch wieder aus Steuergeldern bezahlt wird.
    Für mich ist daß nur eine größe Geldvernichtungsmaschine.
    Überhaupt scheinen die Exporte von subventionierten oder ganz geschenkten Lebensmitteln wie z.B. Tomaten, Hähnchen, o.a. in arme Länder dort mehr zu schaden, als zu nützen, da die dortigen Bauern ihre Produkte nicht mehr los werden.

    Umwelt

    Keine Chance gegen subventionierte Milch

    Bauern in Burkina Faso leiden unter dem Weltmarkt


    Die Hirtennomaden vom Stamm der Peul haben sich in Westafrika überall dort angesiedelt, wo sie Wasser und Weideland fanden. Die Kuhmilch ist ihre einzige Einnahmequelle. Für 20 Liter Milch gibt es umgerechnet drei Euro. Im Vergleich zu einem Liter Frischmilch für 70 Cent kostet das subventionierte Milchpulver aus Europa im Supermarkt gerade mal 30 Cent. Ein unfairer und ungleicher Kampf.





    Achtzig Liter am Tag - bescheidene Erzeugerproduktion



    Bei 32 Grad Celsius verdirbt die gemolkene Milch rasch. Von Jungen wird die Milch 15 Kilometer bis in die kleine Molkerei getragen. In der frei geräumten Ecke im Wohnzimmer der Chefin steht ein Herd, auf dem die Milch abgekocht wird. Ist sie abgekühlt, schweißen sie die Frauen in Plastiktüten ein. In der Molkerei werden täglich 80 Liter verarbeitet. Das Geld, was sie hierfür bekommt, sagt die Chefin, reiche gerade, um die Unkosten zu decken.





    Infobox

    Milch-Export

    Da die Milchproduktion in Deutschland höher ist als der Verbrauch, wird die überflüssige Menge zu Milchpulver verarbeitet und im Ausland verkauft. Das ist nur durch EU-Exportsubventionen in einer jährlichen Höhe von 1,5 Milliarden Euro möglich, denn die Produktionskosten in Deutschland sind höher als der Weltmarktpreis.




    Billiges Milchpulver in Dosen



    Konkurrenz aus Europa

    Trotzdem kommt die Milch aus Burkina Faso nicht gegen das billige Milchpulver aus Europa an, obwohl sie deutlich nahrhafter ist. Im Supermarkt, der von der kleinen Molkerei beliefert wird, kostet der Liter Frischmilch 70 Cent. Direkt daneben steht das Milchpulver aus Europa. Ein Liter Milch aus Pulver kostet gerade mal 30 Cent. Obwohl Burkina Faso das drittärmste Land der Welt ist, liegt der Verkaufspreis für Milchpulver selbst dort unter den Herstellungskosten.





    Die Folgen für die Milchproduzenten hier sind verheerend. Besonders hart trifft das diejenigen, die auf den Milchverkauf angewiesen sind. Die Witwe Mariam Traoré ernährt ihre gesamte Familie mit dem Verkauf von vier Litern Milch am Tag. Von ihren höchstens zwei Euro Tageseinnahme muss sie die Hälfte wieder für Viehfutter ausgeben. Ob jemand zu essen hat, ob die Kinder zur Schule geschickt werden können und ob man überleben kann, hängt in Burkina Faso häufig von der Milch ab.





    Die Tagesproduktion einer Milchkuh ist natürlich begrenzt - der Preiswettbewerb macht es schwierig, davon zu leben.

    Die Vorsitzende des Milcherzeugerverbandes weiss, wie viele Liter Milch die Kühe geben können, wenn Geld für Futter da ist. Sie bittet darum, den Menschen in Burkina Faso unter gerechten Bedingungen zu erlauben, von ihrer eigenen Produktion zu leben. Dann, meint Gariko Korotoumou, wird die Armut eines Tages verschwinden. Die Peul arbeiten hart, um zu überleben. Sie wollen keine Almosen. Alles, was sie wollen, ist Schutz vor übermächtiger Konkurrenz, gegen die sie von vornherein keine Chance haben.










    Laut einem jüngst veröffentlichten Weltbank-Bericht wird die Hälfte der positiven Auswirkungen der Entwicklungszusammenarbeit durch protektionistische Handelspolitik zunichte gemacht. Ein Paradebeispiel sind dafür die Agrarsubventionen. Einerseits fördert die europäische Entwicklungspolitik lokale und regionale Wirtschaftsstrukturen in Entwicklungsländern. Andererseits subventioniert die Europäische Union jedoch die eigenen landwirtschaftlichen Produkte und Exporte so massiv, dass dadurch weite Teile der lokalen Märkte und des Agrarsektors in den Entwicklungsländern und somit die Lebensgrundlage von über 90% der Bevölkerung zerstört werden. Die EU ist nicht nur größter Geber von Entwicklungshilfe, sie ist auch wichtigster Handelspartner der Entwicklungsländer. Die EU verfügt daher über große Macht, trägt aber gleichzeitig auch hohe Verantwortung.

    Außerdem interessant:
    • Wie kommen tiefgekühlte Hühner aus der EU nach Afrika? Ganz einfach: Ihr Export wird mit europäischen Steuergeldern subventioniert. Sie kommen am afrikanischen Markt zu Dumping-Preisen an und ruinieren die lokalen Märkte. Ähnlich verhält es sich mit vielen anderen Produkten, wie Milchpulver oder Baumwolle. Europäische Entwicklungszusammenarbeit, ebenfalls mit Steuergeldern finanziert, versucht dann die schlimmsten Auswirkungen abzufedern.
    • Obwohl die Begriffe "Geber", "Geberländer" oder "Donor" gebräuchlich sind, entsprechen diese Bezeichnungen nicht der Realität. Die Länder des Nordens sind nicht Geber-, sondern Nehmerländer. Die Gelder der Entwicklungszusammenarbeit (2005 etwa 106 Milliarden US-Dollar) bedeuten nur einen Tropfen auf dem heißen Stein. Pro Jahr verlieren die Entwicklungsländer nach wie vor allein rund 700 Milliarden US-Dollar durch Handelshemmnisse, das heißt mengenmäßige und qualitative Einfuhrbeschränkungen.
    • In der Dominikanischen Republik hat der Import von europäischem Milchpulver zum Ruin der meisten nationalen Erzeuger geführt: In Folge der stark wachsenden Nachfrage nach Milchprodukten in den 90er-Jahren und des Beitritts der Dominikanischen Republik zur Welthandelsorganisation (WTO) im Jahr 1995 wurde der gesteigerte Bedarf hauptsächlich mit Billigimporten von Milchpulver aus der EU gedeckt. Die Kosten von importiertem, subventioniertem Milchpulver aus der EU lagen 25% unter jenen von regional hergestellter Frischmilch. In nur fünf Jahren wurde die Dominikanische Republik zum fünftgrößten Importeur von EU-Milchpulver, und Tausende dominikanische Milchbauern mussten ihre Landwirtschaft aufgeben und verloren dadurch ihren Lebensunterhalt.

  7. #7
    Thomas
    Gast

    AW: abgaben in anderen ländern

    Zitat Zitat von dyon Beitrag anzeigen
    Die Bauern sehen dann vielleicht ein paar Cent davon....
    soweit ich weiß, soll(t)en es 20¢/l sein.

  8. #8
    YellowHand
    Gast

    AW: abgaben in anderen ländern

    Zitat Zitat von Thomas Beitrag anzeigen
    soweit ich weiß, soll(t)en es 20¢/l sein.
    Hi,

    Zitat aus Artikel: Schwarze-Peter-Spiele mit den Milchpreisen
    Landwirte,Molkereien und Handel schieben sich gegenseitig die Schuld für die Verteuerung zu
    Quelle:Freies Wort, unabhängige Thüringer Tageszeitung, Ausgabe 3.08.07

    "Zum anderen fordern die Bauern seit langem steigende Milchpreise,denn mit dem,was der Handel in den letzten Monaten zahlte, hat sich die Haltung von Kühen kaum noch gerechnet.Doch es ist keineswegs so, dass die Bauern durch die aktuellen Preisanstiege mit einem Schlag steinreich würden." Schön wärs" sagte Uwe Schwarz, der Chef einer Agrargenossenschaft. Von Preiserhöhungen bis zu 50% bei Milch und Milchprodukten ist bei ihnen nur ein Bruchteil angekommen. Rund 30 Cent erlöse man derzeit für den Liter Milch im Schnitt, gerade mal 3 mehr als vor der neuen Preisrunde. Von Entwarnung könne deshalb noch lange keine Rede sein." Selbst damit sind wir noch nicht mal bei Plus-Minus-Null, stellte Schwarz fest." Das ist erst mit 35 Cent zu erreichen. Und so rechne sich die Milchproduktion nach wie vor noch nicht. Die anderen Standbeine seines Unternehmens im Werratal wie beispielsweise der Ackerbau müssten das ausgleichen, und die Leute weiter für fünf Euro Netto die Stunde arbeiten - auch sonntags, Weihnachten und Silvester. Nur so könne man die Milchproduktion und die Arbeitsplätze weiter erhalten.
    Richtig sei, dass die Molkereien gegenüber dem Handel auf Grund der weltweit gestiegenen Nachfrage jetzt bessere Abschlüsse erzielten.
    "Wenn ich von meinem Partner ausgehe im Schnitt Mehrerlöse von 20%", weiß Schwarz. Und das nutze der Handel aus, um jetzt noch kräftig eins draufzusetzen.

  9. #9
    Thomas
    Gast

    AW: abgaben in anderen ländern

    Zitat Zitat von YellowHand Beitrag anzeigen
    Rund 30 Cent erlöse man derzeit für den Liter Milch im Schnitt, gerade mal 3 mehr als vor der neuen Preisrunde.
    hier wäre natürlich mal interessant zu wissen, welche "art" milch er erzeugt. ich würde nicht sagen, dass sich die preisunterschiede von bis zu 50¢ pro liter zwischen normaler und biomilch ausschliessich in der gewinnspanne der händler ausdrücken.

    ohnehin kann man der ganzen maschinerie am einfachsten entgegenwirken, wenn man seine lebensmittel beim (kleinst)bauern um die ecke einkauft und nur sinnvolle industrieprodukte (waschmittel, windeln, klopapier etc.) im supermarkt.
    damit stärkt man die lokale kaufkraft und animiert die letzen kleinen bauern weiter zu machen. frischer wird man die sachen kaum kriegen und meist sind sie auch preiswerter als auf dem markt, im laden oder im supermarkt.


     

    Nachtcafé Aktuelle Sendung: Essen wir uns krank

    Gift im Gemüse, krebserregende Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker in Fertiggerichten - kaum einer weiß, was er seinem Körper täglich zumutet. Erst wenn sich Nahrungsmittelallergien und Krankheiten bilden, kommt es raus. Essen wir uns wirklich krank? Wer ist schuld? Was können wir überhaupt noch bedenkenlos essen? (Wiederholung vom 14.07.06)

    Die Gäste:

    Fastfood oder Fertigmenüs sind für Gudrun Landgrebe absolut tabu. Die Schauspielerin ernährt sich sehr bewusst und vorwiegend biologisch. Leidenschaftlich gern steht sie am Herd, ein Kochbuch hat sie bereits geschrieben. Fleisch vom Supermarkt würde sie nie kaufen: „Wenn das Kilo Fleisch im Discounter drei Euro kostet, kann das nur auf Kosten der Qualität und der Tiere gehen.“

    Der Regisseur Erwin Wagenhofer zeigt in seinem Kino-Hit „We feed the world“ mit eindrucksvollen Bildern, welche Folgen die Profitgier der Lebensmittelkonzerne für die Qualität unserer Nahrungsmittel hat. Wichtig ist für Wagenhofer auch der globale Zusammenhang: „Im fruchtbaren Agrarland Brasilien hungert ein Viertel der Bevölkerung, weil dort auf einer riesigen Fläche - so groß wie Frankreich und Portugal zusammen - Gensoja für den Export angebaut wird “.

    Michael Bockisch ist hochrangiger Manager im weltweit drittgrößten Nahrungsmittelkonzern Unilever. Er ist davon überzeugt, dass unsere Lebensmittel noch nie so gut und sicher waren, wie heutzutage, wo sie industriell gefertigt werden. Seiner Meinung nach sind Bio-Lebensmittel belasteter als herkömmliche. Bockisch macht falsches Essverhalten, aber nicht die Qualität unserer Lebensmittel dafür verantwortlich, wenn Essen die Verbraucher krank macht.

    Der Gründer der Bio-Supermarktkette Basic Georg Schweisfurth ist sich sicher, dass Bioware der Natur gut tut, gesünder ist und auch besser schmeckt. So hat er seinen Vater davon überzeugt, die Firma Herta-Wurst zu verkaufen und stattdessen ins Bio-Geschäft einzusteigen. „Wer seine Essgewohnheiten umstellt“, so Schweisfurth, „muss für Bioware auch nicht mehr Geld ausgeben als für konventionell erzeugte Lebensmittel“.

    „Konventionelle Landwirtschaft ist viel effektiver und nachhaltiger. Wer Ackerflächen so unproduktiv nutzt wie Biobauern, der handelt global gesehen sträflich und grenzt technischen Fortschritt aus“, sagt Landwirt Thorsten Riggert. Der Agrar-Diplomingenieur bewirtschaftet einen konventionellen Ferkelaufzucht- und Mastschweine-Betrieb in Niedersachsen. Massentierhaltung geht seiner Meinung nach weder auf Kosten der Tiere, noch auf Kosten des Geschmacks.

    Deckel auf, Wasser rein, umrühren, fertig. Sandy Liebehenschel liebt Tütensuppen, Fertiggerichte und Dosenmenüs. Die 19jährige Auszubildende bevorzugt den Schnellimbiss sowohl aus Kostengründen, aber auch aus Bequemlichkeit: „Ich habe weder Zeit noch Lust, umständlich in der Küche zu stehen und zu kochen. Wenn ich die Wahl hätte zwischen einem Paar neuer Schuhe und gut Essen gehen – ich würde zu den Schuhen greifen.“

    Diese Haltung kann Nadia Anthes nicht nachvollziehen: Die zweifache Mutter kauft für die ganze Familie ausschließlich rein biologisch erzeugte Ware. „Seit ich nur Bio-Lebensmittel zu mir nehme, fühle ich mich viel wacher, viel aktiver, einfach viel gesünder.“ Das Argument, dass Bio-Nahrungsmittel teurer wären als konventionelle, lässt die 42jährige nicht gelten: „Ich verbrauche nicht so viele Lebensmittel, denn Bio-Essen macht schneller satt als normale Kost“.

    An der Bar:

    Magenkrämpfe, starke Übelkeit, Ausschläge – der Körper von Hajo Baumgärtner rebelliert, sobald er Industrie-Nahrung isst. Seit 20 Jahren reagiert der Fernsehproduzent stark allergisch auf Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker. Sein Weg aus der Misere: Gesunde Lebensmittel einkaufen, biologisch, regional und saisonal. Baumgärtner kritisiert, wie gedankenlos wir uns ernähren: „Keiner würde seinen Ferrari mit Normalbenzin tanken, unserem Körper muten wir den größten Schrott zu“

    Alle Sendetermine:
    03.08.2007, 22.00 Uhr, Nachtcafé, SWR Fernsehen
    Nachtcafé: Aktuelle Sendung: Essen wir uns krank - NACHTCAFé | SWR.de

  10. #10
    dyon
    Gast

    AW: abgaben in anderen ländern

    Zitat Zitat von Thomas Beitrag anzeigen
    ohnehin kann man der ganzen maschinerie am einfachsten entgegenwirken, wenn man seine lebensmittel beim
    damit stärkt man die lokale kaufkraft und animiert die letzen kleinen bauern weiter zu machen. frischer wird man die sachen kaum kriegen und meist sind sie auch preiswerter als auf dem markt, im laden oder im supermarkt.
    Das ist richtig. Allerdings muss man sich in Österreich als Bauer erst Kontingent kaufen, um die Milch ab Hof verkaufen zu dürfen (das ist glaube ich, die teuerste Art von Milchkontingent). Auch für die Milch, die man an die Käserei liefert hat man ein gewisses Kontingent. Wenn man dieses überschreitet, muss man es unterem Preis hergeben(oder wegschütten). Man kann sich Kontingent dazukaufen, was dann aber erst ab nächstem Jahr gilt.

    Bei uns bekommt man für Biomilch ca. 43Cent. Für normale Milch vielleicht ca. 10Cent weniger.
    Vor dem EU-Beitritt (1995) bekam man umgerechnet ca. 50 Cent (ich glaube nicht, dass die Milch damals im Handel entsprechend teurer war), allerdings für konventionelle (nicht biologische) Milch pro kg.
    Ohne EU-Förderungen wären noch viel mehr Bauern zu Grunde gegangen, aufgrund des Preisabsturzes. Allerdings sind die Förderungen mit vielen (imho mitunter unsinnigen) Vorschriften, die es einzuhalten gilt, verbunden.

    Zitat Zitat von YellowHand
    Für mich ist daß nur eine größe Geldvernichtungsmaschine.
    Für mich ist das eine große Frechheit. Es sind nicht nur Bauern in Entwicklungsländern, sondern auch in Schwellenländern wie Brasilien betroffen. Die Bauern dort können oft nicht mit den Preisen von subventionierten US-(genverpfuscher)Exporteuren mithalten.

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