Herzlich willkommen zu unserem nächsten Gedanken-Experiment!
Mir ist vorhin eine Idee eingefallen, mit der wir gemeinsam ein bisschen rumspielen könnten. Doch zunächst wollen wir einen ganz kurzen Ausflug in die Wissenschaft der Astronomie unternehmen:
Nun: Ähnlich wie unsere Erde, die sich in einer Umlaufbahn um die Sonne bewegt, beschreibt auch das gesamte Sonnensystem selbst eine Art Umlaufbahn um das Zentrum unserer Galaxis - der Milchstraße. Letzteres ergibt sich aus der Eigenrotation der Milchstraße, welche sich kontinuierlich um ihren eigenen Kern dreht. So eine galaktische Umdrehung dauert mehr als 200 Millionen Jahre.
Während dieser großen Zeiträume durchquert unser Sonnensystem mitunter auch so genannte Nebel, die aus mehr oder minder losem Sternenstaub bestehen (dieser hier hat nun aber nichts zu tun mit jenem Sternenstaub, den ich erst kürzlich von unserer lieben Raven definiert bekam - allerdings ging es damals auch um die Zubereitung von Zaubertränken...). Solche Nebel sind nichts anderes als die Reste von Supernovae - sprich: der übrig gebliebene Staub von explodierten Sternen.
Es gibt sogar eine Theorie, wonach die Eiszeiten auf Grund solcher Durchquerungen der Erde durch jene gewaltigen stellaren Nebelschleier ausgelöst worden sein könnten. Aber das soll uns hier nicht weiter kümmern. Wir haben ja was anderes vor:
*******(Bild: Eine Galaxie, ähnlich unserer Milchstraße)
Um auf unser neues Gedanken-Experiment zurückzukommen, nehmen wir nun folgendes an: Wir denken uns, dass das Sonnensystem auf seinem weiten Weg um das Zentrum der Milchstraße nach sehr langer Zeit wieder einmal eine Staubwolke zu durchqueren hat. Doch diesmal handelt es sich um eine höchst bemerkenswerte Staubwolke! Sie ist nicht nur unsichtbar und kann durch astronomische Geräte nicht entdeckt werden, sondern bewirkt auch noch einen unerhörten Effekt, dem die gesamte Menschheit auf einen Schlag ausgesetzt ist.
Nein, die Menschheit muss jetzt nicht qualvoll an kosmischer Strahlung sterben, wie ihr vielleicht vermuten würdet. Es ist was ganz anderes, was mit den Menschen passiert, nämlich: Es ist plötzlich niemand mehr dazu in der Lage, sich mit anderen zu streiten. Wau!!! Das muss man erst mal verinnerlichen - kein Streit mehr möglich zwischen Menschen! Nur noch pure Harmonie also.
Abgesehen davon, dass all die Waffen plötzlich überflüssig würden, hätten die Regierungen auch keinerlei Anlass mehr, so viel unnütze Mittel für die Etats der nationalen Streitkräfte ausgeben zu müssen. Doch auch dies ist hier nicht der wesentliche Punkt in unserem Gedankenspiel. Der eigentliche Schwerpunkt dieses Gedanken-Experiments liegt anderswo - nämlich in der Frage:
Wäre unter solchen Umständen, sprich - wenn niemand mehr dazu fähig wäre mit anderen zu streiten - Entwicklung überhaupt möglich?
Kann sich jemand von euch vorstellen, dass ein solches Leben, in welchem buchstäblich alle Menschen in Harmonie miteinander existieren können, wirklich vorteilhaft ist?
Und vor allem: Würden wir Menschen einen solchen Harmonie-Planeten überhaupt wollen - wenn wir es uns aussuchen könnten?
Nun, wir können jetzt einmal so tun, als hätten wir die Wahl. Nur des Spieles wegen.
Mal sehen...
Herzliche und harmonische Grüße wünscht euch allen
-Aaron-



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