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Thema: Du wirst zu dem, was du bekämpfst

  1. #1
    Viola
    Gast

    Du wirst zu dem, was du bekämpfst

    Je stärker wir gegen etwas ankämpfen, um so stärker nehmen wir die Eigenschaften dessen an, wogegen wir uns wenden. In jedem Rebellen verbirgt sich, mal stärker, mal schwächer ausgeprägt, ein Tyrann.
    Wenn also der Rebell in uns den Tyrannen tötet, der uns die ganze Zeit angetrieben hat, dann wird der Rebell zum Anführer. Unglücklicherweise aber wird der Rebell, wenn man ihm nur genügend Zeit dazu läßt, Eigenschaften ausprägen, die denen des Tyrannen gleichen. Was du bekämpfst, hat Bestand, denn wogegen du auch immer in deinem Leben ankämpfst, du verleihst ihm damit zusätzliche Kraft und Macht.

    Mache dir klar, wogegen du heute ankämpfst; verschaffe dir vor allem Klarheit über die Eigenschaft in deinem Inneren, mit der du im Krieg liegst. Schließe deine Augen und laß dich zu dem Ort deines Lebens zurücktreiben, an dem du genau diese Eigenschaft zu haben glaubtest, bevor du sie den Blicken entzogst. Dadurch, dass du etwas derartiges von dir glaubtest und es dann verstecktest, erschaffst du einen Menschen, der diese Eigenschaft besitzt und in seinem Verhalten zeigt. Je stärker du dagegen ankämpfst, um so stärker wird diese Eigenschaft in deinem Leben in den Vordergrund treten. Kehre also heute zu dem Teil deiner selbst zurück, den du verstecktest. Nimm diesen Teil in deine Arme, gib ihm das Gefühl der Sicherheit und nimm ihn an, denn er gehört zu dir.

    Mache dir selbst begreiflich, in welch schwieriger Situation du damals warst. Wenn du diesen Teil deiner selbst förderst, wird er sich zu entwickeln beginnen, bis er deiner augenblicklichen Entwicklungsstufe entspricht. Er wird sich leicht und selbstverständlich ganz mit dir vereinen und du wirst feststellen, dass sich der Widerstand und die Kampfbereitschaft, die außerhalb von dir lagen, einfach auflösen werden.

    Aus: "Wenn es verletzt,
    ist es keine Liebe" von Chuck Spezzano

    Das bedeutet wir sollen gegen nichts ankämpfen, weil wir die Energie dorthin leiten? Und kein Rebell sein, weil wir sonst diese schlechte Eigenschaft anziehen?
    In der Hermetik bekämpfen wir nicht, sondern wir wandeln um z.B. Böses in Gutes,..

    Liebe Grüße,
    Viola

  2. #2
    Skeeve
    Gast

    AW: Du wirst zu dem, was du bekämpfst

    Zitat Zitat von Viola Beitrag anzeigen
    Das bedeutet wir sollen gegen nichts ankämpfen, weil wir die Energie dorthin leiten? Und kein Rebell sein, weil wir sonst diese schlechte Eigenschaft anziehen?
    Ich glaube, es bedeutet, daß es ein Unterschied ist, ob man gegen den Krieg oder für den Frieden ist. Soweit ich mich erinnere, soll Mutter Theresa mal gesagt haben, daß sie keinesfalls auf Anti-Kriegs-Demos gehen würde, aber gerne zu jeder Friedensdemo kommt, wenn sie eingeladen wird.

    Es ist eben wie immer: das, worauf die Aufmerksamkeit gelenkt wird, erhält Energie und wird gestärkt. Das ist ja das Fatale an schlechten Meldungen in den Nachrichten ...
    Und daß das wirklichlich so funktioniert, sieht man leicht an den entsprechenden übertragenen Bildern von Demos: bei Anti-Kriegs-Demos kommt es durchaus mal zu aggressiven Szenen, weil "militante Friedensbewegte ihre sehr überzogenen und extremen Vorstellungen meinen mit Gewalt durchsetzen und ausleben zu müssen", bei echten Friedensdemos ist mir sowas bisher noch nie aufgefallen ...

    Und diese "militanten Friedenskämpfer" sind glaub ich ein gutes Beispiel für jemanden, der zu dem wird, was er bekämpft.

    Und wenn man unter dem Aspekt des Vergleiches "Auge um Auge" vs. "Halte auch die andere Wange hin" das Ganze betrachtet, dann kann einem klar werden, wie das Wange-Hinhalten auch gemeint sein kann:

    Daß man nämlich jeder negativen Tat mit etwas Positivem begegnet. Was ja auch völlig einleuchtet: Wenn jemand einem negativ gesinnt ist, schickt dieser tiefschwingende, negative Energie. Positive Energie entgegen geschickt bewirkt ein gegenseitiges Neutralisieren der Energien (oder, falls man lange genug schickt, letztlich ein Umdenken zum Positiven auf der anderen Seite), ebenfalls Negatives zurückschicken bewirkt jedoch eine Stärkung, da das Gegenüber ja in Resonanz mit Negativem ist.

    Wenn man das oft mißverstandene Wort des "die andere Wange auch noch hinhalten" so deutet und versteht, ergibt es meines Erachtens viel mehr Sinn. Denn es heißt dann nämlich nicht, freiwillig und unnötig zu leiden, nur weil andere so dreist sind, einem aggressiv entgegenzutreten. Das Recht den Angriffen auszuweichen hat jeder und sollte jeder nutzen, insbesondere wenn sich die Angriffe wiederholen. Die Frage ist eben nur, wie man die Angriffe am wirkungsvollsten abstellt.
    Ich gebe zu: ich habe es ausprobiert und kann mich bisher nicht beschweren

    Daher halte ich es in der konsequenten Anwendung dieser Idee für sehr sinnvoll, wenn man zum Beispiel einen Schutzschild aufbaut, der diese Angriffe abwehren UND reflektieren soll, den Schutzschild so zu programmieren, daß die Polarität der angreifenden Energie bei Auftreffen auf den Schild umgekehrt wird (während man positive Energiesendungen natürlich durchläßt, denn diese stärken einen ja).

    LG
    Skeeve

  3. #3
    Viola
    Gast

    AW: Du wirst zu dem, was du bekämpfst

    Hallo Skeeve,

    danke für die gute Erklärung von "die andere Wange auch noch hinhalten". So habe ich es noch nie gesehen, aber es könnte durchaus so gemeint sein.

    Hier habe ich noch etwas zur Verteidigung gefunden:

    Jede Verteidigungsstellung provoziert einen Angriff. Je stärker du dich in eine Verteidigungsstellung begibst, um so eher wirst du dafür sorgen, dass du tatsächlich Ziel eines Angriffs wirst. Wir ergreifen Abwehrmassnahmen, um verdrängten Schmerz zu schützen. Verdrängter Schmerz aber vergiftet uns.

    Offenheit ist der Kern jeder Kommunikation. Offenheit, das ist die Fähigkeit, zu geben und du selbst zu sein, ohne dich dafür rechtfertigen zu müssen. Wenn du angegriffen wirst, bestimmt das Ausmass, in dem du dich diesem Angriff ungeschützt aussetzt, in welchem Maß du schließlich und endlich den Sieg davontragen wirst.

    Die Wahrheit braucht keine Verteidigung. Nur unser Ego, das allen Schmerz zu verbergen sucht und ständig auf Trennung hinarbeitet, will verteidigt werden. Wenn du angegriffen wirst, habe keine Angst, deine Empfindungen wirklich zu spüren. Der größte Teil dieses Schmerzes stammt ohnehin aus der Vergangenheit. Wenn du dir dessen bewußt bist, wird der Angriff zu deiner Heilung beitragen. Wenn du ungeschützt bleibst, wird dir ein weiteres Geschenk gemacht werden - die Unterstützung der dich umgebenden Menschen.

    Erwarte alles, was auf dich zukommt, so offen wie möglich und unternimm so wenig an Abwehrmassnahmen, wie möglich. Alles, was dir heute begegnet, wird dir Einsichten vermitteln; dank deiner Offenheit wird dies in gütiger und freundlicher Weise geschehen.

    Aus: "Wenn es verletzt,
    ist es keine Liebe" von Chuck Spezzano

  4. #4
    Arphen
    Gast

    AW: Du wirst zu dem, was du bekämpfst

    Das ist im Prinzip was in vielen vielen esoterischen Lehren seit deren Entstehung gepredigt wird und ursprünglich auch in der christlichen Kirche zu finden war.

    Wenn du "Feuer mit Feuer" bekämpfst wird das Feuer logischerweise grösser. Man sollte doch lieber Wasser nehmen, also den entgegengesetzten Pol. Wer negatives aussendet wird negatives anziehen und empfangen. Egal ob das Negative hier Ängste sind, gedanken oder Taten.

    Wer an Armut denkt wird unweigerlich mehr davon anziehen. Wer von sich sagt "Das kann ich mir nicht leisten" wird seine Armut verstärken die sozusagem dem "Wunsch" gehorcht, sich etwas nicht leisten zu können.

    Man sollte sich also möglichst gar nicht seinen Sorgen hingeben sondern alles tun um nicht an sie sondern deren gegenteil zu denken. Wer Krank ist jammere nicht rum sondern freue sich über alles an ihm was gesund ist. Wer in Europa Arm ist freue sich darüber dass er im vergleich zu mehr als der hälfte der Menschen noch reich ist (aber keine Schadenfreude bitte sondern ehrliche Dankbarkeit) wer den krieg nicht mag soll ihn meiden und sich lieber mit Gedanken des Friedens umgeben - das war was Mutter Theresa gemeint haben dürfte.

    Auch Danke für den Vergleich "Auge um Auge" und "halte auch die andere Wange hin" Dazu noch ein Beispiel
    Kneipe: A schlägt B ins Gesicht. Wenn B jetzt zurückschlägt entbrennt eine Schlägerei bei der mitunter sogar die meisten unbeteiligten mitmachen könnten. Wenn B aber einfach nicht drauf reagiert wird A entweder gleich oder sehr schnell die Lust verlieren, zumal dann sicher der Wirt oder andere Gäste eingreiffen und A rauswerfen dürften.

  5. #5
    Sir Aaron
    Gast

    AW: Du wirst zu dem, was du bekämpfst

    Ich bekam eine Gänsehaut beim Lesen deiner Worte, Arphen.

    Ich konnte die Intensität deiner Gedanken fühlen, die Größe deines Wesens und die Treffsicherheit deiner Wortwahl.

    Danke!

    -Aaron-

  6. #6
    Skeeve
    Gast

    AW: Du wirst zu dem, was du bekämpfst

    Schön, daß wir uns so einig sind über dies alles. Es gibt nämlich reichlich Leute, denen das so nicht einsichtig ist.

    Zitat Zitat von Arphen Beitrag anzeigen
    Wenn du "Feuer mit Feuer" bekämpfst wird das Feuer logischerweise grösser. Man sollte doch lieber Wasser nehmen, also den entgegengesetzten Pol. Wer negatives aussendet wird negatives anziehen und empfangen. Egal ob das Negative hier Ängste sind, gedanken oder Taten.
    Ganz richtig, und nicht nur das: man stärkt nicht nur das Negative, sondern man begibt sich mit ihm, wenn man Gleiches mit Gleichem vergilt, auch noch in Resonanz. Somit ist man dann auch viel anfälliger für die negativen Dinge, die einem geschickt werden ... irgendwie logisch, nicht wahr?

    LG
    Skeeve

  7. #7
    Arphen
    Gast

    AW: Du wirst zu dem, was du bekämpfst

    @ Aaron - äh...danke ^^

    @ Skeeve
    schon richtig...aber es hat nicht jeder den gleichen Standpunkt oder Reife. Ich finde es jedoch schön dass hier unter Hermetikern im grossen und ganzen Einigkeit herrscht.
    Die Resonanz ist auch ein natürliches Ereignis, Gesetz der Mentalität - deine Realität wird stets wiederspiegeln was du denkst - fühlst - und in Folge auch tust

  8. #8
    Unregistriert
    Gast

    AW: Du wirst zu dem, was du bekämpfst

    naja, so einfach sag ich mal......kann man es auch nicht sehen

    warum bin in der Situation gerade, warum geht der Schläger gerade auf mich los? Sicherlich kann man die Sache entschärfen, aber sehr oft werden die Schwachen gerade noch herausgesucht um sie zu belästigen.......das Prinzip der geringsten Gegenwehr kann auch sehr schmerzhaft sein

    auch in einer Evokation, hat Bardon sich immer behauptet mit der eigenen Integrität und Machtverhältnis. Wenn einem Wesen dort nicht die gewisse Macht bzw Herachie angezeigt wird, springt es einem auf dem Kopf herum. Auch Bardon war da in manchen Sachen nicht zimperlich, wenn er gegen einen Schwarzmagier vorging und hat Ihm nicht die Wange hingehalten....sonst wäre er noch früher gestorben....

    Grundsätzlich kann man sich fragen, warum man in dieser oder jener Situation ist und abwegen was zu tun ist.

  9. #9
    Arphen
    Gast

    AW: Du wirst zu dem, was du bekämpfst

    Wie gesagt wurde gilt das für Situationen in denen es nicht um Leben oder Tod oder vergleichbares geht.
    Wenn mir ein 5 jähriges Mädchen vors schienbein tritt werd ich es sicherlich lächelnd wegstecken und ihm nicht das Genick brechen.

    Wenn mich einer in der Kneipe blöd angeht ignorier ich ihn auch. Wenn er mit dem Messer auf mich los geht sicherlich nicht

  10. #10
    mac
    Gast

    AW: Du wirst zu dem, was du bekämpfst

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    Edler ???
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    Zitat Zitat von Unregistriert Beitrag anzeigen
    Auch Bardon war da in manchen Sachen nicht zimperlich, wenn er gegen einen Schwarzmagier vorging und hat Ihm nicht die Wange hingehalten....sonst wäre er noch früher gestorben....
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    Was Du mit ziemperlich meinst ist mir unklar, sich selbst zu schützen ist eine natürliche und überlebenswichtige Notwendigkeit, Rache jedoch ist eine durch Emotionen geleitete Handlung. Weigert sich der Angegriffene Opfer zu sein, so verpufft der Angriff ins Leere. Der Verzicht auf Rache lässt den Angreifer nichts gewinnen, wodurch er Kraft und Energie verliert, er schadet sich dadurch selbst, es ist sein Karma . Selbstschutz hat mit "gegen jemanden vorgehen" nichts zu tun.
    -
    Liebe Grüsse
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    Mac
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