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Thema: Meditationen

  1. #1
    Viola
    Gast

    Meditationen

    Stein-Meditation

    Wie fühle ich mich an?
    Bin ich rund, glatt, mit Ecken und Kanten?

    Fühle ich mich kühl an oder werde ich schon
    warm zwischen Deinen Händen?

    Entdecke meine verborgenen Seiten, drehe und
    wende mich
    Siehst Du meine Schönheit?

    Habe ich eine glitzernde Seite wie ein
    Sternenhimmel oder wie ein Pailettenkleid?

    Kannst Du in mich hineinsehen oder durchschauen
    wenn Du mich gegen das Licht hältst?

    Fühlst Du meine Strukturen oder
    Kristallflächen?

    Welche Farben kannst Du an mir entdecken?

    Erkennst Du vielleicht ein kleines Stück vom
    Regenbogen?

    Kannst Du dir vorstellen, wie alt ich schon bin?

    Spürst Du meine Schwingungen?

    von: Angelika Wunderlich

    Liebe Grüße,
    Viola

  2. #2
    Viola
    Gast

    AW: Meditationen

    Waldmeditation

    Weißt Du noch,
    wie wundervoll weich Waldboden ist?
    Riechst Du noch
    den Duft nach Harz und Holz und Honig?
    Spürst Du noch
    den Teppich aus Nadeln und Laub?
    Fühlst Du noch
    die rissige Rinde der alten Bäume?
    Siehst Du noch
    die Sonnen-Schattenspiele unter ihren Kronen?
    Schmeckst Du noch
    der Waldbeeren verlockende Süße?
    Hörst Du noch
    den Chor der Vögel und Insekten,
    den hämmernden Specht,
    den Bussard-Schrei über Dir?


    Elke Schumacher

  3. #3
    Viola
    Gast

    AW: Meditationen

    Sonnenblumen-Meditation

    Nimm einen Sonnenblumenkern und pflanze
    ihn in der Erde Mutterschoß
    und warte andachtsvoll: er ringt sich los,
    ein kleiner Stiel reckt sich im Sonnenglanze,
    er wächst, wird stark und gross,
    umarmt von seiner Blätter grünem Kranze -
    bis sich das Ganze
    sonnenüberglüht
    zur Knospe krönt und eine Blume blüht.

    Und in der Blüte, Kern an Kern gereiht,
    ruht tausendfältig künftige Wesenheit.
    Und pflanzest du die tausend Kerne wieder ein,
    es wird dasselbe Bild, dasselbe Gleichnis sein.
    In tausend Blüten abertausend Keime senke
    die Seele allumfassend - und dann lenke
    langsam und rückwärtsschauend
    die Gedanken heim und denke:
    das alles war im ersten Keim.


    Manfred Kyber (1918)

  4. #4
    Viola
    Gast

    AW: Meditationen

    Wasser-Meditation

    Wer am Meer, an einem See oder Fluss wohnt, wird während des Tages und während der Jahreszeiten die immer wieder wechselnden Stimmungen beobachten könen. Auch die Bewegung des Wassers - oder seine Stille - laden zur Meditation ein. Deshalb kann man Wasser auch sehr gut visualisieren.

    Stellen wir uns einen stillen See, einen fließenden Bach, ein stürmisches Meer vor, wird dies unterschiedliche Empfindungen und Kräfte in uns hervorrufen. Noch stärker wirkt es, wenn wir Wasser malen. Durch die Farben, die wir dabei verwenden, hat es einen besänftigenden, beruhigenden Einfluss.

    Besonders wirksam ist der direkte Kontakt mit diesem Element, wenn wir etwa wellenbaden oder ruhig in einem einsamen Natursee schwimmen. Aber auch in einem Hallenbad kann man entdecken, dass Wasser uns trägt, wenn wir ihm furchtlos vertrauen. Selbst die heimische Badewanne oder Dusche ist geeignet, uns die nicht nur körperlich reinigende Kraft des Wassers bewusst zu machen.


    Liebe Grüße,
    Viola

  5. #5
    Viola
    Gast

    AW: Meditationen

    Erde-Meditation

    Mit unserem Tastsinn können wir die verschiedenen Qualitäten der Erde erfühlen: Sand, Lehm, krümelige Erde, Walderde und so weiter. Auch Farbe, Struktur und Geruch ist unterschiedlich.
    Wer einen Garten besitzt - oder auch nur einen Balkonkasten oder Blumentopf - kann, wenn er sich bewusst mit Erde und Pflanzen, mit ihrer Lebensweise und ihren Bedingungen und Bedürfnissen beschäftigt, tiefe spirituelle Einsichten und Glückserlebnisse gewinnen, die stärkend und kräftigend auf den ganzen Menschen wirken und ihn mit der ihn umgebenden und nährenden Natur verbinden.
    Die Dankbarkeit, die wir empfinden, wenn wir das tun, sollten wir auch einmal beim bewussten Gehen und Stehen (möglichst oft barfuss) üben. Die Erde trägt uns bei jedem Schritt, den wir auf ihr gehen.


    Liebe Grüße,
    Viola

  6. #6
    Viola
    Gast

    AW: Meditationen

    Luft-Meditation

    Wenn wir uns ganz bewusst Wind und Wetter - möglicherweise sogar unbekleidet - aussetzen, können wir die Luft wieder spüren. Es gibt weiche und rauhe Luft, feuchte und trockene, angenehme und unangenehme. Diese können wir mit unserem größten Sinnesorgan, der Haut, erfühlen.
    Betrachten wir den Himmel bewusst, so sagt uns das nicht nur, ob es eventuell Regen geben wird, es kann uns sogar in einen meditativen Prozess führen - vor allem wenn wir die verschiedenen Wolkenbildungen beobachten. Auf einer Sommerweise liegen und das "Wolkentheater" betrachten - wo immer neue Gestalten und Gebilde an uns vorüberziehen - das führt uns näher zu uns selbst, verbindet uns tiefer mit der uns umgebenden Natur.
    Und wenn wir tief und voller Dankbarkeit für dieses köstliche Geschenk atmen, entstehen positive Schwingungen in uns selbst, die uns nicht nur gesünder werden lassen, sondern auch entspannen, beruhigen und klarere Gedanken schenken.


    Liebe Grüße,
    Viola

  7. #7
    Viola
    Gast

    AW: Meditationen

    Feuer-Meditation

    Wer einen Kamin oder ein offenes Herdfeuer besitzt, wird wahrscheinlich ohnehin gerne in die lebendigen Flammen schauen. Diese können uns mitunter beinahe in Trance versetzen, wir sehen Gestalten und Gesichter. Hinzu kommt die wohlige Wärme, der Duft des brennenden Holzes, den man noch durch darüber gestreute Kräuter intensivieren kann. Auch Kerzenlicht verändert die Atmosphäre durch seinen weichen Schein, durch die Bewegungen der Flamme, durch die Sorgfalt, mit der wir diese Flamme hüten. Sehr stark wirkt es auf unser Seelenleben, wenn wir ein Feuer malen. Deshalb ist Vorsicht geboten, denn der psychische Prozess, der durch die intensive Beschäftigung mit den dem Feuer entsprechenden Farben in Gang gesetzt wird, kann sehr intensiv und erregend sein! Aus diesem Grund sollte, wenn wir über Feuer medititieren - etwa bei einer Visualisierung - vorsichtig und behutsam vorgegangen werden.


    Liebe Grüße,
    Viola

  8. #8
    Viola
    Gast

    AW: Meditationen

    Felsen-Meditation

    Ich habe seine Geschöpfe gesehn, meine Brüder,
    die Tiere, die Vögel,
    die redenden Flüsse und Winde, die Bäume,
    alles, was auf der Erde,
    und alles, was im Universum ist.
    Ich bin mit den Sternen verwandt.
    Ich kann sprechen, wenn du zu mir sprichst.
    Ich werde zuhören, wenn du redest.
    Ich kann dir helfen, wenn du Hilfe brauchst.
    Aber verletz mich nicht,
    denn ich kann fühlen, wie du.
    Ich habe Kraft zu heilen,
    doch du wirst sie erst suchen müssen.
    vielleicht denkst du, ich bin bloß ein Felsen,
    der in der Stille daliegt
    auf feuchtem Grund.
    Aber das bin ich nicht,
    ich bin ein Teil des Lebens,
    ich lebe,
    ich helfe denen,
    die mich achten.


    Cesspooch

  9. #9
    Viola
    Gast

    AW: Meditationen

    Blumen-Meditation

    Sieh eine Blume dir an
    welch ein Kunstwerk sie ist!
    Schöner als alles, was Menschenhand je geformt
    Schöner als alles, was Menschengeist je ersann!
    Du legst ein winziges Saatkorn in die Erde,
    wächst dann aus Gottes Hand
    erst ein winziger Keim,
    zwei Blättchen, ein Stiel, eine Knospe!
    Und an einem Tag - oh Wunder -
    blüht sie dann auf!
    Farben wie Samt,
    in rot, in gelb und in blau,
    Formen wie Sonnen, wie Glöckchen, wie Kelche!
    Vielfalt der Schönheit,
    unzählbare Variationen!
    Sieh eine Blume dir an
    welch ein Kunstwerk sie ist!
    Wenn du ein Herz dir bewahrt hast,
    welches noch staunen kann,
    wirst du bescheiden und still vor dem Wunder.


    Margarete Steinhaus

  10. #10
    Viola
    Gast

    AW: Meditationen

    Stein-Medidation

    Auch ich war einst ein Stein,
    Der schweigend Kristalle erbaute,
    Nah am Herzen der Mutter Erde,
    Weltenstille in mir tragend.

    Einem Gebirge diente ich als Sockel,
    Und meine Wurzelfäden streckte ich
    Tief hinab in den bergenden Grund,
    In den Schoß der Mutter Erde.

    Ich war ein Amethyst vielleicht,
    Ein funkelnder Kristallgarten,
    Erblühend in Höhlungen und Grotten,
    Von Erdgeistern umhegt.

    Das eisgekrönte Gebirg,
    Das sich meilenhoch über mir erhob,
    Durchwuchs ich mit meinen Steinadern
    Im Lauf der Jahtausende ...


    Manfred Ehmer

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