Umfrageergebnis anzeigen: Geschenke annehmen oder abschlagen?

Teilnehmer
18. Diese Umfrage ist geschlossen
  • Annehmen

    7 38,89%
  • Abschlagen

    0 0%
  • Kommt auf die Situation darauf an

    11 61,11%
  • Anderes (bitte posten was)

    0 0%
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Ergebnis 1 bis 10 von 32

Thema: Geschenke annehmen?

  1. #1
    Luigi
    Gast

    Geschenke annehmen?

    Hi

    Was meint ihr, sollte man geschenke jeglicher art annehmen oder abschlagen?

    Lieben Gruß
    Lukas

  2. #2
    Ina
    Gast

    AW: Geschenke annehmen?

    Lieber Luigi,

    das kommt wohl immer auf den Einzelfall an.

    In uns schlummern merkwürdige Konzepte, die uns nicht immer bewusst sind ,wie zb.: "Ich bin es nicht wert, dass mir jemand etwas schenkt" -oder : "Ich habe doch nichts verdient".
    In diesem Fall solltest du überlegen, ob du deswegen ein Geschenk nicht annehmen möchtest, oder nur schwer annehmen kannst.
    Oder, was fällt dir sonst dazu ein?
    Warum kannst du nicht An-Nehmen?
    Und wie sieht es aus mit Schenken?
    Machst du anderen gern Geschenke, oder nur aus Höflichkeit, wenn es erwartet wird?
    (Natürlich brauchst du die Fragen nicht im Forum beantworten, sondern nur für dich selbst.)

    Aber auch ich kenne Situationen, wo ich Grenzen setze und Geschenke nicht annehme, man ist nicht verpflichtet ALLES anzunehmen, sondern hat auch das Recht etwas zurückzuweisen, wenn beispielsweise mittels Geschenken versucht wird Liebe und Zuneigung zu "erkaufen".

    Liebe Grüße,
    Ina

  3. #3
    Tariel
    Gast

    AW: Geschenke annehmen?

    Aparigraha ist das fünfte Glied des yama (Selbstbeherrschung). Parigraha ist
    das Begehren oder die Gier, Sinnesobjekte zu besitzen und sich ihrer zu
    erfreuen. Aparigraha ist das Gegenteil von parigraha. Das ist Nicht-Begehren
    oder Nicht-Akzeptieren von Geschenken; es ist die Abwesenheit des Verlangens
    zu Besitzen und sich an Sinnesobjekten zu erfreuen. Es ist ein geistiger
    Zustand (bhava), in welchem die sinnliche Begierde tot ist. Parigraha führt
    zu der Bemühung, Dinge zu erhalten, zur Angst vor Verlust, zur Sorge im
    Verlust, zu Hass, Ärger, Unaufrichtigkeit, Stehlen, etc. Aparigraha macht all
    diesen Fehlern ein Ende und verleiht Frieden, Zufriedenheit und Genugtuung.
    Aparigraha ist in der Tat eine Hilfe in der Praxis von ahimsa
    (Gewaltlosigkeit), satyam (Wahrheit) und asteyam (Nicht-Stehlen). Wenn die
    Begierde nicht befriedigt wird, werdet ihr ärgerlich, ihr hasst den Menschen,
    der euch im Wege steht, die Dinge, die ihr begehrt, zu erlangen und zu
    besitzen. Ihr verletzt ihn auf unterschiedlichste Weise; ihr sprecht die
    Unwahrheit; ihr beginnt, Dinge zu stehlen. Der Geist ist immer in einem
    Zustand der Aufregung, Ruhelosigkeit, des Missvergnügens und der
    Unzufriedenheit. Aparigraha beseitigt all diese Defekte. Mithya drsti
    (Erkennen der Unwahrheit in Objekten), dosa drsti (Erkennen der Mängel in
    ihnen), vairagya (Leidenschaftslosigkeit), Unterscheidungsvermögen, dama
    (Kontrolle der Sinne) und pratyahara (Zurückziehen der Sinne) sind Hilfen in
    der Praxis von aparigraha. Aparigraha ist das gemeinsame Fundament aller
    yogas, so wie dhyana (Meditation) der gemeinsame Treffpunkt aller yogas ist.
    Es ist eine Tugend, die nicht nur von Aspiranten (des yoga; d.Ü.) praktiziert
    werden sollte, sondern von allen Menschen in der Welt.

  4. #4
    Viola
    Gast

    AW: Geschenke annehmen?

    Hallo Luigi,

    Ich finde man sollte Geschenke annehmen, jedenfalls solche, wo man merkt, dass der andere einem damit eine Freude machen will.

    Ich schenke selbst sehr gern und viel, bin gern großzügig, im Rahmen meiner Möglichkeiten und ich nehme auch gerne Geschenke an. Dabei kommt es nicht so sehr auf den materiellen Wert an, sondern was das Geschenk an Zuneigung ausdrückt.

    Menschen, die prinzipiell keine Geschenke annehmen wollen, kenne ich auch, aber bei denen ist seelisch was nicht in Ordnung. Da fehlt es an Herzenswärme. Die fürchten bei jedem kleinsten Geschenk, dass sie ihre Freiheit aufgeben müssen, dass sie sich in die Abhängigkeit des anderen begeben müssten. Die wirken kühl und unnahbar und sind mir nicht ganz geheuer. Das Geben und Nehmen sollte in jeder Beziehung immer ausgewogen sein.

    Liebe Grüße,
    Viola

  5. #5
    Unregistriert
    Gast

    AW: Geschenke annehmen?

    Hallo,
    ich finde man sollte Geschenke annehmen, weil der Schenker sich sicher freut ein Geschenk machen zu können....

  6. #6
    Luigi
    Gast

    AW: Geschenke annehmen?

    Hallo

    Ich danke euch für eure antworten!

    Es ist bei mir etwas schwierig mit dem schenken/geschenke annehmen. Ich schenke nicht wirklich oft und wohl eher nur aus höflichkeit... tut mir leid ist halt so. aber wenn mir jemand etwas schenken will versuche ich normalerweise es schon abzuweisen, weil ich eben auch nicht viel schenke und ich will nicht geizig oder was auch immer wirken. man könnte sagen ich will in neutralität leben . nichts geben aber auch nichts nehmen.
    man muss natürlich differenzieren um welche art von geschenk es sich handelt. ich würde sehr gerne menschen helfen, die hilfe benötigen oder krank sind. aber bei normalen materiellen dingen die man nicht wirklich braucht, denke ich mir es muss nicht sein.

    was auch noch zu beachten wäre wie schon genannt wurde ist die freude also das gefühl das der schenker und der beschenkte empfinden. wird geschenkt um jemandem eine freude zu machen oder um sich selbst glücklich zu machen?

    ich hoffe man hat von mir jetzt kein falsches bild bekommen, ich gebe schon auch, aber eben nur wenn es sinn für mich macht oder wenn ich es jemanden "schulde".

    ich werde später noch etwas dazu schreiben oder auch eventuell ändern falls ich im nachhinein darauf komme das sich etwas was ich schrieb zu weit von dem entfernt hat was ich wirklich sagen wollte (tu mir ein wenig schwer meine wirkliche meinung zu äußern). man möge mir verzeihen .

    Lieben Gruß und eine gute nacht wünsche ich euch!
    Luigi

  7. #7
    Viola
    Gast

    AW: Geschenke annehmen?

    Hi Luigi,

    Zitat Zitat von Luigi Beitrag anzeigen
    aber bei normalen materiellen dingen die man nicht wirklich braucht, denke ich mir es muss nicht sein.

    Ich verstehe schon, was Du meinst und oftmals wird das Schenken auch übertrieben, z.B. zu Weihnachten. Da vergessen viele den eigentlichen Sinn des Festes und verfallen in einen Kaufrausch. Das muss sicher nicht unbedingt sein. Auch, dass man sich wegen dem Schenken in Unkosten oder gar Schulden stürzt, das finde ich nicht gut.

    Bei mir ist es eben so, dass ich oft viele Sachen habe, manchmal zu viele, Obst und Gemüse, Blumen, Kräuter, aus dem eigenen Garten, oder selbstgemachte Marmelade, Weihnachtsbäckerei,.... und das schenke ich mit Freuden an Freunde und Bekannte weiter, die das auch zu schätzen wissen. So ist jedem damit geholfen. Ich erwarte dafür kein Gegengeschenk und so ist das gut.

    Liebe Grüße,
    Viola

  8. #8
    Arphen
    Gast

    AW: Geschenke annehmen?

    Kommt in meinen Augen immer auf den Grund an.
    Manche Leute schenkn nur weil sie im Gegenzug etwas erwarten, sich einschmeicheln wollen oder etwas in der Art.
    Wenn ein Geschenk von herzen kommt wäre es unhöflich und verletzend es abzulehnen. Man muss also abschätzen worum es dem Schenkenden geht.
    Wenn die Absicht rein ist sehe ich keinen Grund es nicht anzunehmen

  9. #9
    Ina
    Gast

    AW: Geschenke annehmen?

    Zitat Zitat von Tariel Beitrag anzeigen
    Aparigraha ist das fünfte Glied des yama (Selbstbeherrschung). Parigraha ist
    das Begehren oder die Gier, Sinnesobjekte zu besitzen und sich ihrer zu
    erfreuen. Aparigraha ist das Gegenteil von parigraha. Das ist Nicht-Begehren
    oder Nicht-Akzeptieren von Geschenken; es ist die Abwesenheit des Verlangens
    zu Besitzen und sich an Sinnesobjekten zu erfreuen. Es ist ein geistiger
    Zustand (bhava), in welchem die sinnliche Begierde tot ist. Parigraha führt
    zu der Bemühung, Dinge zu erhalten, zur Angst vor Verlust, zur Sorge im
    Verlust, zu Hass, Ärger, Unaufrichtigkeit, Stehlen, etc. Aparigraha macht all
    diesen Fehlern ein Ende und verleiht Frieden, Zufriedenheit und Genugtuung.
    Aparigraha ist in der Tat eine Hilfe in der Praxis von ahimsa
    (Gewaltlosigkeit), satyam (Wahrheit) und asteyam (Nicht-Stehlen). Wenn die
    Begierde nicht befriedigt wird, werdet ihr ärgerlich, ihr hasst den Menschen,
    der euch im Wege steht, die Dinge, die ihr begehrt, zu erlangen und zu
    besitzen. Ihr verletzt ihn auf unterschiedlichste Weise; ihr sprecht die
    Unwahrheit; ihr beginnt, Dinge zu stehlen. Der Geist ist immer in einem
    Zustand der Aufregung, Ruhelosigkeit, des Missvergnügens und der
    Unzufriedenheit. Aparigraha beseitigt all diese Defekte. Mithya drsti
    (Erkennen der Unwahrheit in Objekten), dosa drsti (Erkennen der Mängel in
    ihnen), vairagya (Leidenschaftslosigkeit), Unterscheidungsvermögen, dama
    (Kontrolle der Sinne) und pratyahara (Zurückziehen der Sinne) sind Hilfen in
    der Praxis von aparigraha. Aparigraha ist das gemeinsame Fundament aller
    yogas, so wie dhyana (Meditation) der gemeinsame Treffpunkt aller yogas ist.
    Es ist eine Tugend, die nicht nur von Aspiranten (des yoga; d.Ü.) praktiziert
    werden sollte, sondern von allen Menschen in der Welt.
    Hier ist von abstrakten Idealen die Rede,die jedes Streben zum Scheitern verurteilen, die letzten Worte des großen ind. Meister`s Krischnanda waren, dass die kleinen Kuchen (sie wurden ihm von den Frauen aus dem Dorfe gebacken), einfach köstlich waren.....

    Parigraha hat durchaus auch eine positive Seite, wie alles zwei Pole hat, nur ist die Darstellung einseitig, es gilt immer eine vernünftige Synthese zu finden.

    Menschliche Beziehungen bestehen aus Geben und Nehmen, das gesamte Leben ist ein Austausch, schon beim ersten Atemzug treten wir mit der Welt in Verbindung, asketische Einsiedelei kann eine lebendige Beziehung zu anderen Menschen nicht ersetzen.

    Ist schon das Verlangen nach Luft Gier und Begehren?
    Warum sollten wir jede sinnliche Begierde und alle Freude in uns abtöten?

    Selbst Bardon warnte vor strenger Askese.

    Liebe Grüße,
    ina


  10. #10
    Tariel
    Gast

    AW: Geschenke annehmen?

    [quote]
    Zitat Zitat von Ina Beitrag anzeigen
    Hier ist von abstrakten Idealen die Rede,die jedes Streben zum Scheitern verurteilen,...
    Wohl eher das Gegenteil,wenn spirituelle Entwicklung einen bestimmten Reifezustand eigen ist.

    Als Ausgangspunkt nehme ich an,es geht um diese,und nicht darum,einen Wilden zu bekehren.

    Parigraha hat durchaus auch eine positive Seite, wie alles zwei Pole hat, nur ist die Darstellung einseitig, es gilt immer eine vernünftige Synthese zu finden.
    Parigraha für die Wilden,Aparigraha für den Erwachten.Dazwischen solle es so sein,wie es ist.

    Menschliche Beziehungen bestehen aus Geben und Nehmen, das gesamte Leben ist ein Austausch, schon beim ersten Atemzug treten wir mit der Welt in Verbindung, asketische Einsiedelei kann eine lebendige Beziehung zu anderen Menschen nicht ersetzen.
    Es geht ja um das Annehmen von materiellen Geschenken in der spirituellen Entwicklung!Noch besser Gabe,von geben.

    Nehmen ensteht aus Mangel,geben durch Überhaben und gleicht diesen aus.

    Wer Gaben annimmt,hat Mangel oder Gier.

    Wo bleibt da die Eigenverantwortlichkeit und das Selbstvertrauen?

    Ich dachte,hier werden Magos geboren und keine Weicheier.

    "Geben ist seliger denn nehmen"

    Wenn Gaben unrechtens angenommen werden,durch Gier,Eifersucht,kommt Diese nicht so an,wie sie sollte.Der Empfänger wird also dafür zahlen müssen.

    Lieber kein Empfänger sein.


    Ist schon das Verlangen nach Luft Gier und Begehren?
    Warum sollten wir jede sinnliche Begierde und alle Freude in uns abtöten?
    Luft zu atmen ist ein natürlicher Aspekt des Menschen.Egobehaftete Gier und Sinnbefriedigung nicht die eines sich spirituell Entwickenden."Da wo dein Schatz ist,ist auch dein Herz."Man kann nicht zwei Herren gleichzeitig dienen."

    Selbst Bardon warnte vor strenger Askese.
    Einige wenige mal im Jahr nein zu sagen und dann habens die Schenker begriffen,ist gewiß nicht (streng) asketisch zu bewerten.


    G.Tariel

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