Leben und Wirken einer modernen Magierin
Ein sehr ungewöhnliches Leben hat sicherlich Dion Fortune geführt. Sie wurde als Violet Firth 1890 in London geboren. 1946 starb sie in derselben Stadt an Leukämie. 1919 trat sie dem berühmten Geheimbund "Golden Dawn" bei, den sie aber schon bald wieder verlassen musste, weil ihre Ansichten dem Gründer des Ordens, McGregor Mathers, zu rakikal waren. Violet Firth hatte ihren Namen bei Eintritt in den "Order of the Golden Dawn" in Dion Fortune geändert. Der Name war abgeleitet von "deo nun fortuna", was soviel bedeutet wie "durch Gott und nicht durch das Schicksal".
Dion Fortune wollte eine wirkliche Magierin sein, keine, die mit Taschenspielertricks ihr Publikum verblüfft, sondern die wahre und unabhängige gottgegebene Macht besitzt. Ihre Erfahrungen und Studien brachte sie in einen esoterischen Kreis ein - "Fraternity of the Inner Light" (Brunderschaft des inneren Lichts) - der noch heute existiert und nach Fortunes Erkenntnissen und modernen Geheimlehren arbeitet. Dion Fortunes Bücher "Die mystische Kabbala" (1935) und vor allem "Kosmische Lehre (1920) - haben den Anspruch, die höchsten Stufen der ägyptischen Mysterien ebenso wie zahlreiche okkulte Lehren oder die Geheimnisse der Mondmagie zu enthüllen.
Mondmagie
Die verschiedenen Phasen des Mondes im Zusammenhang mit magischen Praktiken spielen bei allen alten Völkern der Erde eine wichtige Rolle. Man glaubt, dass zu bestimmten Mondphasen Zaubersprüche und Rituale am besten wirken, Heilzauber etwa drei Tage vor oder nach Vollmand. Im Wicca-Kult, dem modernen Hexenwesen, wird die "Mondin" angebetet und kultisch durch Rituale verehrt.
Kämpfe auf der Astralebene
Dion Fortunes selbstbewussten Auftritte im Orden des "Golden Dawn" blieben nicht ohne Folgen. McGregor Mathers beschimpfte die junge Magierin nicht nur, sondern versuchte auch, sie auf der Astralebene zu bekämpfen, wie Dion Fortune schreibt. Das erinnert an Schamanentum und mächtige Zauberinnen, wie man sie aus den Sagen und Legenden kennt. Wie solch ein Astralkampf aussah, schildert die Magierin wie folgt:
"Als ich eines Nachmittags auf dem Bett lag, wurde ich von Rachegedanken überwältigt und geriet dabei an die Grenze des Schlafes. Vor meinen Augen standen die alten nordischen Mythen neu auf, und da fiel mir Fenris ein, das Wolfsungeheuer. Im selben Moment fühlte ich ein seltsames Ziehen an meinem Sonnengeflecht und schon materialisierte sich neben mir auf dem Bett ein großer, grauer Wolf. Es war eine gute materialisierte Form aus Ektoplasma (feinstoffliche Substanz, die der Astralkörper bei Medien absondert) - grau und farblos - und sie war schwer."
Elementale als Waffe
Dion Fortune spürt den Körper des magischen Wolfes neben sich, aber es gelingt ihr, mit Hilfe der Visualisierung einer Art "Jakobsleiter", die vom Himmel bis zur Erde führt, den Astralkörper des Wolfs wieder aufzulösen. Auch könne sie mit der "Jakobsleiter" Wesen aus dem eigenen Ektoplasma schaffen. Sie sieht, wie solche "Elementale" auf den verhassten Gegner losgehen oder wie sie gegeneinander im Trancezustand kämpfen.
Zuletzt erscheint Dion Fortune im Treppenaufgang eine Katze von der Größe eines Tigers, die sie als die Ehefrau von Mathers, Vestigia, ausmacht. Sie kämpfen hefig miteinander. Am Ende ist Dions Rücken "mit Kratzern übersät, so als hätte mich eine Katze angefallen".
Magische Kraft und Konzentration
Ein Buch der Autorin, in dem man alles über die Kunst des Kämpfens auf der Astralebene nachlesen kann, heißt "Selbstverteidigung mit PSI". In Dion Fortunes Büchern und der Tätgkeit der im englischen Glastonbury gegründeten "Fraternity of the Inner Light" geht es an erster Stelle darum zu erfahren, wie man magische Kräfte entwickelt. Jeder Magier muss sich als Lenker seiner selbst begeifen - durch Gott und nicht durch das Schicksal. Der Magier selbst lenkt die Macht der Sterne und nicht umgekehrt!
Für Dion Fortune ist Gott ein unerschöpfliches Kraftreservoir. Konzentration auf die göttliche Substanz in sich selbst, lautet ihre Devise. Glaube, absoluter Wille und magische Konzentration helfen einem dabei. Zugleich sollen Erfahrungen, die jeder ein Leben lang sammelt, die als Anlage vorhandenen Fähigkeiten aktivieren.
Magie ist Übung und Selbstdisziplin
Einweihungszeremonien und magische Rituale erfüllen bei dieser Selbstfindung den Zweck, Unbewusstes ins Bewusstsein zu heben und machtvolle Bilder erzeugen zu können, die imagniniert (lebhaft vorgestellt) und ausgeschickt werden. Magie ist und bleibt für Dion Fortune und jeden anderen Magier eine Frage der anderen Wahrnehmung. Diese erlangt man durch Selbstdisziplin als Ergebnis harter Arbeit an sich selbst. Natürlich muss man auch bestimmte Techniken einüben, bespielsweise das Visualisieren. Hinter jeder Magie steht immer der Gedanke, dass starkes Visualisieren reale Wirkungen zeitige, weil die Materie auf Gedankenkraft reagiere. Die Auffassung, dass das Bewusstsein die Materie formen und beeinflussen kann, ist wesentlicher Bestandteil jeglicher Magie.
Aus: "Magie die geheime Kunst"
von PARRAGON
Liebe Grüße,
Viola![]()



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