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Thema: Es ist nicht alles wie es scheint

  1. #1
    Arphen
    Gast

    Es ist nicht alles wie es scheint

    Hier 2 kleine Geschichten zu dem Thema "gut und schlecht" bzw. "es ist nicht alles wie es scheint"

    1:
    Es war einmal ein armer Bauer der mit seinem kleinen Hof nahe eines Dorfes lebte und ein Pferd hatte. Eines Tages lief ihm das Pferd weg und die Dorfbewohner kamen zu ihn und sagten "oh du armer Bauer, was hast du nur für ein Pech, welch Unglück" Und der Bauer erwiederte "Gut oder schlecht, wer kann das schon sagen? Niemand weiss es." und verlor keine grossen Worte über das Pferd was die Menschen wunderte.
    Einen Monat später kam das Pferd zum Hof zurück und brachte 10 wilde Pferde mit mit denen es sich angefreundet hatte.
    Und wieder kamen die Dorfbewohner zum Bauern und bewunderten die vielen neuen Pferde und sprachen "Oh du glücklicher Bauer, was hast du nur für ein Glück." und der Bauer sagte "Gut oder schlecht, wer kann das schon sagen? Niemand weiss es."
    Sein Sohn inzwischen verbrachte die Wochen damit die wilden Pferde zuzureiten und nutzbar zu machen für den Hof. Eines Tages jedoch fiel er beim zureiten vom Pferd und brach sich gleich beide Beine.
    Wieder kamen die Dorfbewohner und sagten zum Bauern
    "Oh du armer Bauer, was hast du nur für ein Pech, welch Unglück, nun bist du allein mit der Arbeit." Und der Bauer sagte "Gut oder schlecht, wer kann das schon sagen? Niemand weiss es." Dem Sohn ging es zwar ansonsten gut aber bis die Beine wieder geheilt sein sollten sollte es ein paar Monate dauern. Nach einem Monat schon brach im Land ein Krieg aus und Soldaten kamen und nahmen alle Söhne des Dorfes mit sich. Nur nicht den Sohn des Bauern da dieser keinen Schritt tun konnte...

    Geschichte 2:

    Ein erfahrener Engel sollte mit einem jungen Engel die Erde bereisen in Menschengestalt und ihn lehren, damit der junge Engel die Menschen und die Welt und ihre Nöte kennen lerne.
    So gingen sie als Menschen auf die Erde und wanderten von Dorf zu Dorf. Als sie eines Abends obdach suchten, kamen sie zum Haus eines reichen Mannes. Er hatte ein grosses Haus, Gästezimmer und reichlich köstliche Speisen und so klopften sie an und fragten ob sie bei ihm die Nacht verbringen dürften. Der Mann knurrte und liess sie im kalten Keller schlafen, sahen sie doch aus wie Bettler. Auch gab er ihnen nur Brot und Wasser.
    Am Morgen erwachten sie früh und der erfahrene Engel sah ein Loch in der Wand und reparierte es. Der junge Engel wunderte sich und sagte "Er behandelt uns wie Dreck und du reparierst ihm dafür das Haus?" und der andere Sprach "Es ist nicht alles wie es scheint." und so verliessen sie den reichen Mann und gingen weiter.

    Eines Abends kamen sie zum Haus eines armen Bauern der nur eine Kuh und eine Holzhütte hatte. Seine Frau, seine Kinder und er lebten von Käse und Milch und dem was sie anbauen konnten.
    Da es schon spät war klopften sie an seine Tür und fragten ob sie über Nacht bei ihnen einkehren können.
    Der Bauer war erfreut dass er helfen durfte und räumte das Ehebett für die beiden und zog für die Nacht mit seiner Frau in den Stall. Auch bot er ihnen das Beste was er an Nahrung geben konnte und bewirtete sie freundlich.

    Als die Enel am Morgen erwachten hörten sie grossen Jammer, denn die einzige Kuh des Bauern war in der Nacht gestorben.
    Dem jungen Engel platzte der Kragen und fuhr den erfahrenen Engel an
    "Was soll das? Dem Reichen stopfst du die Löcher obwohl er uns schlecht behandelt und diesem gütigen Mann rettest du nichteinmal die Kuh? Soll das ein Engel sein?"
    der erfahrene Engel sprach "Es ist nicht alles so wie es scheint. Sieh:
    In dem Loch das ich reparierte war Gold versteckt vom Vorbesitzer des Hauses. Da der Mann seinen Reichum missbraucht stopfte ich das Loch damit er das viele Gold dahinter niemals finde.
    Der Bauer war gütig und hilfsbereit. Doch heute Nacht kam der Engel des Todes vorbei um seine Frau zu holen, ich jedoch überredete ihn und gab ihm stattdessen die Kuh. Es ist eben nicht alles, wie es scheint."

  2. #2
    Viola
    Gast

    AW: Es ist nicht alles wie es scheint

    Hallo Arphen,

    die beiden Geschichten passen wirklich sehr gut zu diesem Thema.

    Kann man sagen, dass das mit dem Polaritätsprinzip zu tun hat?
    Denn jede Sache hat zwei Seiten. Daher ist Manches nicht so, wie es auf den ersten Blick erscheint.

    Dazu fällt mir jetzt nur ein, wenn ich z.B. einen sehr schwierigen, großen Sohn habe, mit dem es viel Ärger und Auseinandersetzungen gibt, da würde man auf den ersten Blick meinen, dass das wirklich schrecklich ist. Aber es könnte auch sein, dass ich dadurch viel mehr lerne und wir uns besser weiterentwickeln können, als mit einem Sohn der immer lieb und brav ist. Also nehme ich an, dass es doch auch etwas Gutes hat.

    Es gibt dazu noch viele andere Beispiele.

    Liebe Grüße,
    Viola

  3. #3
    Lupa
    Gast

    AW: Es ist nicht alles wie es scheint

    mhhh bei deinem Bsp. kommt es darauf n was du in diesem Leben lernen möchtest.
    Beide Seiten können in der entwicklung helfen, jenachdem auf welchem Stand wir sind und was wir uns zur "Aufgabe" gemacht haben. Der liebe und brave Sohn, könnte dir z.b. Herzenswärme und Güte beibringen, in dem er sie dir vorlebt.
    Der Mensch ist ein Nachahmungstier, wir beobachten unser Leben lang andere und lernen daraus, was sie uns Vorleben.
    Die Geschichten zeigen auf jeden Fall auf, das man immer hinter die Kulissen schauen sollte, weil eben der erste Eindruck trügen kann.
    Gerade die Geschichte mit dem Bauer, kommt mir sehr bekannt vor. Wenn ich in meinem Leben "Pech" habe, ärgere ich mich im ersten moment, aber aufgrund meiner Erfahrung, reagier ich wenn der erste Ärger verflogen ist, wie der Bauer.
    Denn in meiner Erfahrung, zeigte sich immer, das auch etwas gutes dahinter steckte.
    Ein kleines Bsp. Durch den schlechten Umgang mit dem Geld, meines Ex, viel uns öfter das Internet aus. In dem ersten Moment war ich gernevt und sauer, aber hinterher erwieß es sich oft als gut, da es in den Zeiten immer Krach gab.
    Da ich aber nicht online kommen konnte und den zoff in dem Forum, das mir sehr am Herzen lag nur noch nachlesen konnte, neutral ohne mitreingezogen geworden sein. Dachte ich mir zum Glück. Denn so sah ich die Situation richtig und eine Freundschaft zerbrach nicht, sondern blieb bestehn. Wenn ich in dem Sumpf des Krachs reingezogen worden wäre, hätte diese gute Freundschaft einen Knacks, denn es wurden viele Lügen erzählt...
    Das Forum lebt heute nicht mehr, aber ich lernte aus dieser "kleinigkeit" das es immer einn Sinn hat, egal was uns passiert, auch wenn wir ihn nicht immer gleich erkennen können.

    lg
    Lupa

  4. #4
    Viola
    Gast

    AW: Es ist nicht alles wie es scheint

    Hallo Lupa,

    das stimmt, dass wir auch von einem lieben Kind etwas dazulernen können.
    Nur gut, dass bei mir beides zutrifft, denn ich habe einen ganz lieben Sohn und einen ganz wilden.

    Das war sehr gut, dass bei Dir das Internet manchmal ausfiel und Dir dadurch eine Freundschaft erhalten geblieben ist.

    Besonders gut kann man es auch an Krankheiten erkennen, die ,obwohl sie schmerzlich und furchtbar sind, oft etwas Gutes bewirken. Dass man sein Leben überdenkt und neu ordnet,....

    Liebe Grüße,
    Viola

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