Der Samstag ist dem Saturn zugeordnet, was in der englischen Sprache erkennbar ist: saturday ist vom lateinischen saturnii dies, "Tag des Saturn" abgeleitet. Der Samstag ist heute dadurch geprägt, dass viele Menschen Zerstreuung suchen, um auch innerlich vom Arbeitsalltag der vorangegangenen Woche Abstand zu bekommen. Der Saturn gehört zu den schicksalserweiternden Planeten, fordert also geradezu zu einer gewissen Streuung und Ausdehnung der Interessen und Aktivitäten auf. Aber diese sollten den Menschen nicht zersplittern, sondern ihn in die Tiefe und Weite des Lebens tragen. Schauen wir zurück auf die Ereignisse und Taten der vergangenen Woche, so mag das dazu beitragen, bei aller Zerstreuung sich selbst nicht zu verlieren - dies findet sich in der jüdischen Praxis wieder, hier wird "Sabbath gehalten".

Der Mais, mit Saturn und damit dem Samstag verbunden, gedieh ursprünglich nur im tropischen Klima. Seinem Wuchs entsprechend - man denke an die schweren Kolben - vermittelt er dem Menschen eine gewisse Schwere, die sich aber nicht körperlich, sondern im geistig-seelischen Bereich ausdrückt. Die Menschen werden fester in die irdischen Zusammenhänge hineingeführt. Das ist spürbar auf dem amerikanischen Kontinent, wo der Mais seine Heimat hat. Die Indianer, die den Mais kultivierten, zeigen deutlich die Züge des melancholischen, der Erdenschwere verhafteten Temperaments.

Aus: "Die weiße Magie der Hexen"
von Anthea

Liebe Grüße,
Viola