Warum geben wir einander zur Begrüßung die Hand? Wenn es nur darum ginge, dass wir einander als historische Reminiszenz gegenseitig versichern wollen, wir seien unbewaffnet und friedfertig, würde es genügen, die offene, leere Hand zu zeigen. Außerdem wäre es dann weniger bedeutungsvoll, dieses Händeschütteln zu verweigern.
Ist es nicht vielmehr so, dass ein Händedruck eine Fülle von Emotionen auslösen kann? Da gibt es den warmen, kräftigen, der Sicherheit und Geborgenheit vermittelt, oder auch den laschen, der manchmal Unbehagen bereitet. Aus einer feuchten, kühlen Hand läßt sich auf die psychische oder körperliche Befindlichkeit einer Person schließen und vieles mehr.
Es geht dabei um einen Energieaustausch, um ein Abchecken des Gegenübers auf nonverbaler Ebene. Deutlicher zu erkennen ist das bei Begrüßungsritualen anderer Kulturen. Die alten Hawaiianer haben zu diesem Zweck ihre Nasen aneinandergelegt und einige Sekunden lang ihren Atem, den Atem des Lebens, mit dem des anderen vermischt.
Wir reichen einander die rechte Hand, weil die rechte Hand die aktive und gebende ist, sie wird gesteuert von der linken logisch-analytischen Gehirnhälfte und entspricht - vereinfacht ausgedrückt - dem männlichen Yang-Prinzip, wie es die Chinesen bezeichnen. Die linke Hand hingegen ist die passive, empfangende, gesteuert von der rechten Gehirnhemisphäre, die weibliche Yin-Hand.
Aus: "Magie ist keine Hexerei"
von Eva Ulmer-Janes
Liebe Grüße,
Viola![]()



LinkBack URL
About LinkBacks
Zitieren
Das kann man aber wirklich nicht mit jedem
ungestraft machen.... *chrchrchr*


Lesezeichen