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Thema: Wozu leben wir

  1. #1
    Tariel
    Gast

    Wozu leben wir


    Wozu leben wir?

    Zum Geld verdienen? Für die Familie? Sex? Für technischen Fortschritt? Essen? Trinken? Fernsehen? Urlaub? Reisen?Nein, nicht wirklich...
    Wir leben, um glücklich zu sein!
    Und Geldverdienen, Familie, Sex, technischer Fortschritt, Essen, Trinken, Fernsehen und so viele andere materielle Errungenschaften und Annehmlichkeiten versagen allzuoft kläglich auf unserer Suche nach dem erhofften Glück.
    Vibrierendes Glück ist das einzige Ziel des Lebens. Es gibt kein anderes. Die Wirklichkeit besteht aus sat-cit-ananda-Substanz, aus ewigem Wissen und unentwegt anwachsender Glückseligkeit. Alle Arten von Leid und Unglück haben ihre Ursache in der Trennung von dieser Wirklichkeit. Yoga ist die authentische Wissenschaft, wie wir diese Trennung überwinden und unsere Verbindung mit der ewigen Realität der Glückseligkeit wiederherstellen können.



    WIE glücklich werden?

    Wenn wir die Welt genau studieren, können wir sehr leicht erkennen, dass alles Leid und Unglück einem einzigen Umstand entspringt:
    Beziehungsunfähigkeit!
    Auch wenn es weh tut (und die Diagnose einer Krankheit tut oft weh), so liegt doch der Keim der Gesundung darin...
    Hier deshalb nochmals dieses bedrohliche Wort:
    BEZIEHUNGSUNFÄHIGKEIT!
    Ja, ein häßliches und ungelenkes Wort ist das, und gleichzeitig die größte Herausforderung für die Menschheit des 21. Jahrhunderts.
    Es ist eine Tatsache: Ob zwischen Eltern und Kindern, Ehepartnern, zwischen Religionsgemeinschaften und politischen Parteien, zwischen Nationen... gestörte Beziehungen bilden die Quelle allen Leids dieser Welt.
    Das zeigt uns, dass alles Glück der Welt ausschließlich an einem Ort zu finden ist, wo Lebewesen in Verständnis, Toleranz und Liebe zusammenleben...
    Yoga ist also die vollkommene Wissenschaft glücklicher Beziehungen. Alle Atemübungen und Sitzstellungen, Energiearbeit, Meditation etc. zielen darauf ab, den Geist von sämtlichen krankhaften Beziehungen zu lösen. Diese Vorgänge dienen als Vorbereitung, in sich selbst Platz zu schaffen für erfüllende Beziehungen auf der Grundlage von Achtung, Respekt und Liebe.
    Alle unsere Beziehungen - zu Menschen, Tieren, Pflanzen und Dingen - können zu einer Quelle unerschöpflichen Glücks werden, wenn wir die Liebe des transzendentalen Ursprungs aller Wirklichkeit, der Höchsten Persönlichkeit Gottes, nicht länger zurückweisen, sondern sie zu erwidern beginnen.
    Das ist der Generalschlüssel zu jeder Art dauerhaften Glücks.
    Die ursprüngliche Wissenschaft des Lebens lehrt...
    • von allen falschen Abhängigkeiten frei zu werden...
    • selbstbewußt und aktiv das eigene Schicksal in die Hand zu nehmen...
    • ewig frische und glückliche Beziehungen zu genießen...
    Und was ist mit den Dingen, nach denen heute alle so begierig sind? Geld? Ansehen? Macht? Erfolg? Ausstrahlung? Gesundheit?
    Das alles sind bloße Nebenprodukte des Gücks aus dem Innern. Wer glücklich ist, dem liegt die ganze Welt zu Füßen. Du hast sicher schon sowohl glückliche als verhärmte Menschen gesehen. Wer von Ihnen hatte wohl mehr Ausstrahlung, Charisma, Energie und Gesundheit?

    "Kümmert euch um das Reich Gottes; dann wird euch alles andere dazugegeben." (Mt 6,33)

    G.Tariel

  2. #2
    Tariel
    Gast

    AW: Wozu leben wir

    Das wahre Ziel des Yoga

    Um zu verstehen, was das tatsächliche Ziel vonYoga ist, müssen wir zuerst verstehen, was den Menschen als das erstrebenswerteste und teureste Gut gilt, denn Yoga ist der Vorgang, dieses Gut zu beschaffen...
    Ein großes, luxuriöses Haus? Ein teurer Wagen? Gesundheit, Reichtum, Schönheit?


    Nein, nicht wirklich...


    Hier sind sich alle einig. Das teuerste Gut, nach dem wir uns ein Leben lang, Sekunde um Sekunde, Minute um Minute, Tag um Tag, Monat um Monat und Jahr um Jahr mit all unseren Energien bemühen, heißt...


    ...GLÜCK.

    Echtes, tiefes, greifbares GLÜCK...

    YOGA ist der Vorgang, dieses Glück zu erreichen...


    Unser ganzes Leben, ob Fabriksarbeiter, Professor oder Autorennfahrer, kreist um diese eine zentrale Frage:


    "Wie kann ich glücklich sein?"

    An allen Ecken und Enden wird uns Glück versprochen. Die Werbung zeigt uns Menschen, die glücklich sind, weil sie ein bestimmtes Getränk trinken, ein bestimmtes Auto fahren oder eine bestimmte Zigarettenmarke rauchen... Eine zahlreiche Schar moderner Heilslehrer versucht eifrig, ihre Schäfchen zu sammeln, mit dem Versprechen, ihre Botschaft werde sie alle glücklich machen.


    Tatsache ist: Jeder von uns sucht Glück, aber wir haben völlig vergessen, wo man es wirklich finden kann. Wir laufen einer Fata Morgana in der Wüste nach, weil uns die Aussicht lockt, dort Wasser zu finden. Wir sind schrecklich durstig; aber je schneller wir auf das Trugbild zulaufen, desto weiter weicht es zurück...


    Warum sucht jeder so verbissen nach Glück?


    Niemand sucht etwas, was er nicht verloren hat. Wir suchen immer und überall nach Glück, weil wir das Glück verloren haben. DAS ist der vollkommene Beweis dafür, daß es Glück geben muß.


    Wir sind im innersten Kern ewig glückliche Wesen. Aber weil wir die Wissenschaft des Yoga aufgegeben haben, suchen wir nun unser Glück an den falschen Orten...


    YOGA ist die Wissenschaft, das Glück am richtigen Ort zu suchen...

    Das Wort "Sucht" kommt von "suchen". Unsere moderne Gesellschaft sieht sich tagtäglich mit neuen Süchten konfrontiert...
    ...Eßsucht, Fettsucht, Fernsehsucht, Eifersucht, Streitsucht, Argumentiersucht, Arbeitssucht, Kaffeesucht, Alkoholsucht, Nikotinsucht, Drogensucht, Sexsucht, Internetsucht, Telefoniersucht, Tobsucht, Kaufsucht, Herrschsucht, Tablettensucht, Naschsucht, Magersucht, Schlafsucht, Unterhaltungssucht, Spielsucht, Sehnsucht...
    Viele Süchtige auf der Suche nach... Glück!


    Im Lexikon wird Sucht definiert als "krankhaftes Verlangen nach etwas". Worin besteht dieses "krankhafte Verlangen"? Das innerste Wesen des Phänomens Sucht besteht in einem Irrtum...


    Der Süchtige denkt, der Gegenstand seiner Sucht sei in der Lage, sein ungestilltes Bedürfnis nach Glück, Erfüllung und Lebenssinn zu befriedigen.


    Aber...

    Sein Bedürfnis nach Glück und das gewählte Mittel, dieses Glück zu erreichen, befinden sich nicht auf derselben Ebene; oder anders ausgedrückt: Sie sind von grundsätzlich verschiedener Qualität...


    Stellen wir uns einen Fisch vor, der aus dem Wasser genommen wurde... Er sitzt auf der Veranda eines schönen Bungalows, einen eisgekühlten Drink in der Hand, neben sich eine schöne Fischdame, erlesene Speisen vor ihm auf dem Teller aus Chinaporzellan, eine fette Havannazigarre im Mundwinkel... Diener und Dienerinnen huschen herum, bereit, ihm jeden Wunsch von den Augen abzulesen, kurzum: eine Arrangierung wie Gott in Frankreich...
    Aber - und wir fühlen mit ihm - der Fisch wird das Gefühl nicht los, daß etwas ganz und gar nicht paßt. Es fehlt etwas. In ihm regt sich eine unbestimmte Sehnsucht... Noch ein Zug an der Zigarre, ein Löffelchen voll Mango-Eiscreme, noch ein Schlückchen, ein Küßchen... noch mehr Eiscreme, mehr Drinks, noch mehr Küßchen, mehr schöne Damen... Zwischendurch scheint er tatsächlich glücklich zu sein und er vergißt für eine Weile dieses unbestimmte Gefühl...


    Aber es kommt wieder. Es bricht immer wieder durch. Irgendwo ist da der sprichwörtliche Wurm drinnen, da hilft die ganze Ablenkung nichts...
    Und was hat das mit Yoga zu tun?


    YOGA ist der Vorgang, den Fisch ins Wasser zu werfen. Yoga ist die uralte, ursprüngliche und zeitlose Wissenschaft, in ein Meer grenzenloser Glückseligkeit zu tauchen...


    Jedem sein eigenes Glück?

    Wenn man verschiedene Menschen danach fragt, was sie unter Glück verstehen, erhält man beinahe von jedem eine andere Antwort. Ist es nun tatsächlich so, daß Glückbloß eine individuelle und subjektive Sache ist?


    Oberflächlich betrachtet sieht es tatsächlich so aus. Der eine hält ein schnelles Auto für das größte Glück, der andere beruflichen Erfolg, der nächste eine Weltreise, wieder ein anderer ein gemütliches Zuhause...
    Aber um das Wesen des Glücks zu verstehen, müssen wir tiefer forschen. In Wirklichkeit wünschen sich diese Menschen gar keine verschiedenen Dinge. Sie wünschen sich alle exakt das gleiche, nämlich echtes, dauerhaftes GLÜCK...
    .
    ..sie haben nur sehr unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie dieses Glück zu erreichen sei...

    Und wer von ihnen hat nun recht? Macht eine ausgedehnte Weltreise glücklich oder ist es doch besser, der vertrauten Heimat treu zu bleiben?
    Oder haben vielleicht doch alle recht, frei nach dem Motto "Jedem sein eigenes Glück"...


    Eine Möglichkeit bleibt uns noch offen, die da lautet: Vielleicht hat NIEMAND recht?

    Was denkst du darüber??

    Es ist dein Leben und dein Glück. Wir sind immer auf dem Sprung, begierig, Glück zu kosten... Aber jetzt ist es an der Zeit, sich entspannt zurückzulehnen, ein paar Minuten nur, und sich diese Frage zu stellen...


    Sind meine Überzeugungen, Pläne, Vorstellungen und Bemühungen in der Lage, mich wirklich glücklich zu machen?


    Wozu all dieses Streben nach Schönheit, Wissen, Macht, Reichtum, Ruhm und Ehre...


    Wenn wir ganz tief zu graben beginnen, wenn wir ernsthaft versuchen, dem Grund unserer Begierde nach diesen Dingen auf die Spur zu kommen, werden wir erkennen, daß wir all das nur erstreben, weil...


    ...WIR ANERKANNT, BEWUNDERT UND GELIEBT WERDEN MÖCHTEN!

    DAS ist die OBJEKTIVE Grundlage allen Glücks.


    YOGA ist der einzige wissenschaftliche Weg, Anerkennung, Bewunderung und Liebe in Hülle und Fülle zu erlangen...



    Ist Glück käuflich?

    "Geld macht nicht glücklich; aber es hilft uns dabei"...
    Mit Geld kann man sich Häuser kaufen, Autos, Yachten, Waffen, Körper, Farben, Gerüche, Klänge, Berührungen,Wohlgeschmack...
    Mit Geld lassen sich also die Bedürfnisse des Körpers ganz ausgezeichnet befriedigen: Essen, Schlafen, Sexualität und Verteidigung.
    Der Körper mag zwar mit diesen materiellen Dingen zufrieden sein, aber wir sind nicht dieser Körper aus lebloser Materie.



    Wir sind bewußteLEBEWESEN, die sich zur Zeit in diesem Körper befinden, ebenso wie sich ein bewußter Fahrer in einem Auto oder ein Vogel in einem Käfig befindet...


    Wir sind nicht zufrieden mit dieser oberflächlichen Sinnenbefriedigung, denn als bewußte spirituelle Wesen haben wir ganz andere Bedürfnisse, die so wichtig sind, daß wir sie hier nochmals wiederholen wollen...


    WIR SUCHEN ANERKENNUNG, BEWUNDERUNG UND LIEBE...

    Diese Dinge sind nicht in toter, unbewußter Materie zu finden. Deshalb irrt jeder, der denkt, durch schnelle Autos, Reisen, schöne Häuser oder ein großes Bankkonto glücklich werden zu können...


    "Geld macht also nicht glücklich; aber es hilft uns dabei"...


    Viele Menschen können verstehen, daß materieller Besitz nicht glücklich macht. Was nützt das schönste Haus, wenn man es ganz allein und einsam bewohnen muß?


    Aber ihre Gedanken gehen in diese Richtung: "Zugegeben, Geld kann mich nicht direkt glücklich machen; aber es ist doch hilfreich, Anerkennung, Bewunderung und Liebe zu erlangen. Und DAS macht mich tatsächlich glücklich."
    Es hat also den Anschein, als könne man sich mit Geld, Besitz, Berühmtheit, Macht, Schönheit und Wissen Anerkennung, Bewunderung und Liebe (und damit Glück) kaufen.
    Aber hier gibt es ein kleines Problem (mit großer Wirkung)...


    Sobald man Anerkennung, Bewunderung und Liebe kaufen kann, ist es keine echte Anerkennung, Bewunderung und Liebe mehr.



    All diese ersehnten Dinge degenerieren im Nu zur bloßen Währung in einem geschäftlichen Austausch...


    So viel Anerkennung, Bewunderung und Liebe für so viel Schönheit, Reichtum, Ruhm, Wissen... Und wenn Schönheit, Reichtum, Ruhm, Wissen verblühen, dann verblühen ebenfalls falsche Anerkennung, Bewunderung und Liebe...


    Es ist kein geschäftlicher Austausch, nach dem wir uns tief im Herzen sehnen. Allen Wesen gemeinsam (und du bist garantiert keine Ausnahme) ist die Sehnsucht nach echter Liebe. Und echte Liebe ist bedingungslos...


    Nichts anderes als diese echte Liebe hat die Macht, uns glücklich zu machen.

    Liebe ist kein Geschäft. Liebe ist keine Reaktion auf mentale und sinnliche Reize. Liebe ist etwas anderes als Lust. Liebe ist die selbstbestimmte und autonome AKTION eines freien und unabhängigen Lebewesens.
    Mit dem Streben nach mehr Schönheit, Wissen, Macht, Reichtum, Ruhm und Ehre sind wir ununterbrochen bemüht, die Welt dazu zu bewegen, uns zu lieben. Aber Liebe und Manipulation passen nicht zusammen. Man kann Lust und Verliebtheit erzwingen, aber Liebe ist freiwillig...


    YOGA ist die Wissenschaft der größten Macht der Welt, der Macht reiner Liebe...



    Yoga oder
    Ewiges Glück durch ewige Beziehungen...


    Wie kommen wir nun an dieses Lebenselixier Liebe, das wir brauchen wie der Fisch das Wasser?
    Zwei Fragen helfen uns weiter...
    • Warum macht es uns glücklich, geliebt zu werden?
    • Wenn man Liebe nicht erzwingen kann, wer liebt uns dann freiwillig?
    Es macht uns glücklich, wenn wir geliebt werden, weil uns zwei Eigenschaften auszeichnen:


    Bewußtsein und Abhängigkeit...

    Leblose Materie kennt kein Bedürfnis nach Liebe. Wir aber, als bewußte Lebewesen, kennen dieses Bedürfnis. Und dieses Bedürfnis ist das Merkmal unserer Abhängigkeit. Warum genügt es uns nicht, uns selber zu lieben? Warum brauchen wir Liebe und Anerkennung von anderen Lebewesen?
    Darin spiegelt sich die ewige Tatsache wieder, daß wir alle winzige abhängige Teilchen der Wirklichkeit sind. Wir sind nicht unabhängig und selbstgenügsam: Weder haben wir uns selbst erschaffen, noch erschaffen wir die Luft, das Licht, die Nahrung und alles andere, was wir zum Leben brauchen...


    Von wo kommen wir dann und wer hat uns all dies zur Verfügung gestellt?


    Wir sind abhängige, bewußte und individuelle Personen...

    Also ist die Ursache der Wirklichkeit ebenfalls eine bewußte und individuelle Person, aber im Gegensatz zu uns ist sie vollkommen UNABHÄNGIG...

    Diese Person wird im Westen "Gott", der Allgute, genannt.
    In der Sprache der Veden heißt diese ursprüngliche Person Krishna, der Allanziehende, da Gott vollkommenen Reichtum, vollkommenes Wissen, vollkommene Schönheit, vollkommene Macht, vollkommene Berühmtheit und vollkommene Entsagungsfähigkeit besitzt.


    YOGA ist also die Wissenschaft der belebenden Beziehung zum Ursprung aller Realität, die ewig, voller Wissen und Glückseligkeit ist...


    YOGA ist die Wissenschaft der wahren Realisten!

    Die Liebe, nach der wir uns sehnen, geht ewig von der ursprünglichen Person aus. Alles, was existiert, ist nichts anderes als eine Manifestation Seiner Liebe. Wir sind nicht in der Lage, die Liebe dieser unbegrenzt mächtigen und unabhängigen Person zu erzwingen. Die Höchste Persönlichkeit Gottes liebt uns ewig aus freier Entscheidung.
    ALLE unsere Probleme, und zwar ausnahmslos alle, haben ihre Ursache in diesem einzigen Problem, daß wir unsere Abhängigkeit von dieser ursprünglichen Person leugnen. Damit leugnen wir auch die Liebe, die Sie ewiglich für uns empfindet.


    Diese Liebe ist aber unser einziges und ewiges Lebenselixier...


    YOGA ist der wissenschaftliche Vorgang, diese ewige liebevolle Beziehung zwischen der ursprünglichen Person Gottes und Ihren ewigen abhängigen Teilchen - uns - wiederzubeleben.


    Es gibt keinen Augenblick, in dem wir nicht geliebt werden, aber wir sind blind und arrogant für diese Liebe geworden. Sobald wir jedoch durch den Vorgang des Yoga diese Liebe annehmen, spiegelt sie sich in unserem ganzen Wesen wider und auf diese Weise werden wir selbst zu einer Quelle mächtiger und unabhängiger Liebe...


    Die Liebe der Höchsten Person ist die einzige und essentielle Substanz für unser ewiges und vollkommenes Glück. Der echte und authentische Vorgang des Yoga dient ausschließlich dem Ziel, unser Bewußtsein dieser bedingungslosen Liebe zu öffnen.

  3. #3
    Tariel
    Gast

    AW: Wozu leben wir

    Wer spirituelles Wissen praktisch verwirklicht hat, ist wahrhaft im Yoga verankert.


    Es hat keinen Wert, ständig an Yoga-Kursen teilzunehmen, wenn man genauso weiterlebt wie zuvor. Es muß sich praktische Verwirklichung einstellen. Und woran erkennt man diese? Der Geist wird ruhig und ausgeglichen sein und nicht mehr von der Anziehungskraft der materiellen Welt beeinflusst werden. Auf dieser Stufe der Selbstbeherrschung fühlt man sich nicht mehr zum materiellen Flimmern hingezogen, und man sieht alles - ob Kies, Steine oder Gold - als gleich an. In der materialistischen Zivilisation werden im Namen des materiellen Fortschritts zahllose Produkte erzeugt, die nur der Sinnenbefriedigung dienen; wer aber im Yoga fortgeschritten ist, misst solchen Produkten nicht mehr Wert bei als dem Abfall auf der Straße. Des weiteren erklärt die Bhagavad-gita:
    suhrn-mitrary-udasma-
    madhyastha-dvesya-bandhusu
    sadhusv api ca papesu
    sama-buddhir visisyate

    "Als noch weiter fortgeschritten gilt derjenige, der aufrichtige Gönner, zugeneigte Wohltäter, Neutralgesinnte, Vermittler und Neider, Freunde und Feinde sowie die Frommen und die Sünder alle mit gleicher Geisteshaltung sieht." (Bg. 6.9)
    Es gibt verschiedene Arten von Freunden: den suhrit, der von Natur aus ein Wohltäter ist und einem immer nur das Beste wünscht; den mitra, einen gewöhnlichen Freund, und den udasina, der neutral gesinnt ist. In der materiellen Welt tritt der eine als unser Wohltäter oder Freund auf, und ein anderer ist uns weder freundlich noch feindlich, sondern neutral gesinnt. Der eine kann als Vermittler zwischen uns und unseren Feinden dienen, was im obigen Vers als madhya-stha bezeichnet wird, und ein anderer mag uns entsprechend unseren eigenen Maßstäben fromm oder sündhaft erscheinen.
    Doch für jemanden, der in der Transzendenz verankert ist, hören diese Unterscheidungen wie Freund und Feind auf zu existieren. Wer wahres Wissen besitzt, sieht niemanden mehr als Feind oder Freund, denn er hat erkannt, dass in Wirklichkeit niemand "mein Feind", "mein Freund", "mein Vater" oder "meine Mutter" ist. Wir alle sind Lebewesen, die in einem Vater-, Mutter-, Kind-, Freund-, Feind-, Sünder- oder Heiligenkostüm auf einer Bühne auftreten, vergleichbar mit einem monumentalen Bühnenstück, in dem verschiedenste Personen ihre Rolle spielen.
    Auf der Bühne kann jemand die Rolle eines Feindes spielen, aber wenn die Schauspieler die Bühne verlassen, sind sie allesamt Freunde. Ebenso spielen wir auf der Bühne der materiellen Natur mit unserem Körper vielerlei Rollen und versehen uns gegenseitig mit vielerlei Bezeichnungen.
    Ich mag denken: "Dies ist mein Sohn", aber in Wirklichkeit ist es mir nicht möglich, einen Sohn zu zeugen; ich kann höchstens einen Körper zeugen. Es liegt nicht in der Macht des Menschen, ein Lebewesen zu zeugen. Bloß durch Geschlechtsverkehr kann kein Lebewesen gezeugt werden. Damit ein Kind entstehen kann, muß erst das Lebewesen in die Verbindung von Samen- und Eizelle hineinversetzt werden. So lautet die Aussage des Shrimad-Bhagavatam.
    Die verschiedenen Beziehungen zwischen Körpern sind also nur ein Rollenspiel auf einer Bühne. Wer jedoch tatsächlich selbstverwirklicht ist und die Stufe des Yoga erreicht hat, sieht diese körperlichen Unterschiede nicht mehr.

  4. #4
    Thomas
    Gast

    AW: Wozu leben wir

    hallo tariel,

    interessante texte aber geht das alles wirklich nur durch yoga? ich denke, es gibt mehr wege

    lieben gruss,
    thomas

  5. #5
    Bruce989
    Gast

    AW: Wozu leben wir

    Hi Thomas und Tariel,

    ich habe zwar von Yoga schon viel Gutes gehört, aber das es zu solch einem Glück verhelfen kann, wäre ja absolut fantastisch. Sicher gibt es aber auch andere Wege, wie Thomas sagte.

    Aber ich habe da auch eine Frage. Meine Freundin bereits recht wohlhabend und sie ist gerade dabei, sich von ihrem Noch-Ehemann zu scheiden. Dieser ist Millionär und lebt derzeit in Texas. Wenn die Scheidung durch ist, wird sie laut den Gerichten erheblich reicher an Geld werden. Mit diesem Geld wollen wir uns einige materielle Wünsche erfüllen. Keine Frage, Geld macht nicht glücklich. Ich bin schon recht gut finanziell versorgt, aber trotzdem lese ich Bücher, sehe mich hier im Forum um und bin auch an anderen Plätzen auf der Suche nach Glück und dem Sinn des Lebens, was offenbar dasselbe ist!?

    Nun zu meiner Frage: Hindert einen das Geld, sich spirituell zu entfalten / entwickeln?

    Oder anders formuliert: Würde ich z.B. jedem von Euch eine halbe Million Euro anbieten, würdet ihr das Geld dann annehmen oder würdet ihr eher die Finger davon lassen? Würde der Besitz von großen Geldbeträgen Euch egal sein, Euch fördern oder Euch in der persönlichen Entwicklung behindern???

    LG
    Bruce989

  6. #6
    Thomas
    Gast

    AW: Wozu leben wir

    hi bruce,

    nach langer und reiflicher überlegung, möchte ich mich schweren herzens dazu entschliessen, die halbe million von dir zu nehmen

    geld ist weder gut noch böse, genauso wie die spiritualität es ist. es kommt immer darauf an, wie man damit umgeht und wie es ums gleichgewicht steht.
    spiritualität ohne erdung erzeugt genauso "probleme" oder lektionen, wie erdung ohne spiritualität. ebenso gibt es für beides(!) noch das stichwort altruismus, denn den reichen bonzen trennt wenig vom egozentrierten luft äh licht-und-liebe anhänger.

    was nun das geld angeht, so verändert so eine summe sicherlich den weg, also auch den lebensweg. daher dürfte sie auch im lebensplan stehen.

    lieben gruss,
    thomas

  7. #7
    Bruce989
    Gast

    AW: Wozu leben wir

    Hi Thomas,

    es gibt Leute, die sagen, dass Geld den Charakter verdirbt. Kann man sowas als Prüfung im Leben sehen oder lässt es sich vielleicht auch sagen, dass Geld nicht den Charakter verdirbt, sondern ihn eher zeigt. Denn wie Du ja schon sinngemäß sagtest: Ich kann mit dem Geld mehr "Gutes" oder mehr "Schlechtes" tun. Es liegt ja nicht am Geld, sondern an der jeweiligen Persönlichkeit.

    Die Prüfung könnte vielleicht sein, dass man trotz Reichtum nicht sein Ego auslebt.

    LG
    Bruce989

  8. #8
    Tariel
    Gast

    AW: Wozu leben wir

    Es geht in erster Linie um den Yoga als Vereinigung des göttlichen,die spirituelle Praxis überhaupt.

    Für mich sind dazu in wahrhaftiger Form Yoga und Magie in der Lage.

    Yoga ist einfacher,da es in ausgleichender Weise Körper,Seele und Geist in einer perfekt inzinierten Asana gleichzeitig schult.



    Liebe Grüße
    Tariel

  9. #9
    Tariel
    Gast

    AW: Wozu leben wir

    Zitat Zitat von Bruce989 Beitrag anzeigen

    es gibt Leute, die sagen, dass Geld den Charakter verdirbt. Kann man sowas als Prüfung im Leben sehen oder lässt es sich vielleicht auch sagen, dass Geld nicht den Charakter verdirbt, sondern ihn eher zeigt. Denn wie Du ja schon sinngemäß sagtest: Ich kann mit dem Geld mehr "Gutes" oder mehr "Schlechtes" tun. Es liegt ja nicht am Geld, sondern an der jeweiligen Persönlichkeit.

    Die Prüfung könnte vielleicht sein, dass man trotz Reichtum nicht sein Ego auslebt.

    LG
    Bruce989
    ""Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme."

    Es bieten sich also mehr Gelegenheiten,nach der negativen Seite zu fallen.

    Als Beispiel für positive Aspekte des Geldes sehe ich Karl Heinz Böhm mit seiner Stiftung "Menschen für Menschen" an, (ähn. Bhakti Yoga) ,die er mit seinen eigenem Kapital als Schauspieler gegründet hat.Andersherum hatte er aber schon das spirituelle Herz für ausgebeutete Menschen in Armut.

    Aber es nicht sinnvoll,auch nur einen Gedanken an Reichtum zu verschwenden,denn wo es um große Summen und somit um Macht geht,ist es vorherbesstimmt.

    Ich wollte immer so viel Geld haben,das für ein kleines Häuschen auf dem Lande und nie wieder arbeiten reicht.Aber vieleicht hätte ich so nicht die Gelegenheit,auf mir vorgeschriebene Situationen zu ragieren und bestimmte Erfahrungen zu machen,oder mich von Erfahrungen machen lzu assen.

    Jede Situation und Lage ist zum lernen oder lehren oder beides da.Man muß nur hören und sehen lernen.

    Na,mit den arbeiten hats geklappt,hihi.

    G.Tariel

    Irgendwie habe ich es bekommen

  10. #10
    Viola
    Gast

    AW: Wozu leben wir

    Hi Bruce,

    ob Reichtum die spirituellen Entwicklung hindert, das ist ein Für und Wider. Es kommt immer auf den jeweiligen Menschen an.

    Viele Durchschnittsbürger haben oft hohe Ideale - aber wenn sie dann plötzlich reich und mächtig geworden sind - dann sind diese Ideale vergessen und sie lassen sich verführen vom süßen Dolce Vita. Das ist eine Gefahr beim Reichtum, dass materielle Sachen wichtiger werden als das Streben nach geistiger Entwicklung.

    Andererseits verführt auch gerade die Armut zu schlechten Taten. Wie viele Menschen sind nicht schon aus Armut zu Dieben,.... geworden?

    Wenn ich reich wäre, würde ich für mich gerade so viel verwenden, wie man zu einem normalen, bürgerlichen Leben braucht und das andere würde ich notleidenen Menschen geben.

    Geld kann durchaus auch die spirituelle Entwicklung fördern, wenn man genug hat, um sich alle interessanten Bücher darüber kaufen zu können, spirituelle Kurse machen kann und einen PC,.. hat. Geld ist in diesem Sinne ein Hilfsmittel, auf dem Weg zur Entwicklung.

    Liebe Grüße,
    Viola

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