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Thema: Soll man Ängste abbauen?

  1. #1
    Viola
    Gast

    Soll man Ängste abbauen?

    Hallo,

    wie soll man mit Ängsten umgehen? :eek1:
    Ist es sinnvoll sie teilweise abzubauen? Ich denke sie sind doch ein Schutz!

    Was ich gerne wissen würde: Wie macht man das mit dem Ängste abbauen?
    Indem ich versuche, mich der Situation zu stellen? Oder gibt es noch andere Möglichkeiten?
    Gibt es eine hermetischer Sicht wie man das am besten macht?

    Liebe Grüße,
    Viola

  2. #2
    Lupa
    Gast

    AW: Soll man Ängste abbauen?

    Hallo Viola,
    ich kann nicht aus hermetischer Sicht sprechen, doch aus meiner Erfahrung weiß ich das man Unterscheiden sollte. Ängste können uns schützen, aber auch das Gegenteil bewirken.
    Eine Angst lähmt uns. Ich denke nicht das das wirklich gut ist.
    Wenn ich mit Vorsicht und bedacht an eine Situation herrangehe, dann sehe ich Gefahren auch und kann sie vermeiden. Wenn ich aber mit Angst daran gehe, kann es passieren das sie mich lähmt in dem Moment wo ich handeln sollte.
    z. Bsp. : Ich gehe über eine Straße und ein Auto kommt herrangefahren. Im Normalfall schaut man das man wegkommt, bzw. Normal geht man erst über die Straße wenn kein Auto da ist. Also die Gefahr gebannt. Wenn ich in dem Augenblick, in dme ich auf der Straße stehe angst bekomme und die Überhand nimmt, lähmt sie mich und ich bin nicht mehr fähig dem Auto auszuweichen.

    Und ich habe selbst gemerkt wie Ängste einen Beherrschen können. Zumal sie meist schlimmer werden denn besser. Ich habe einen Stein, der Ängste lösen soll. wenn ich eine Angst entdecke nehme ich ihn zur Hand und Denke über diese Angst nach und wie sie Entstanden ist. Meist hilft mir das sie zu lockern.
    Angstfrei bin ich noch lange nicht. Dennoch arbeite ich daran. Wobei ich bei meiner Spinnenphobie z.bsp. niemals hingehen würde und bewusst mich mit Spinnen zu konfrontieren. Aber trotz der Phobie habe ich nichts gegen diese Tiere. Solange sie mir nicht zu nahe kommen beobachte ich sie sogar recht faziniert bei ihrer Arbeit am Spinnennetz.

    Ansonsten habe ich gemerkt das es Situationen gibt, wo ich mioch meinen Ängsten gestellt habe und hinterher Stolz auf mich herrausgegangen bin, weil ich es geschafft habe die Situation zu meistern. Diese Situation hatte ich am DOnnerstag erst, als ih trotz angst vor der Reaktion meiner Oma, sie dennoch angerufen habe um die alten Streitigkeiten zu klären und aus der Welt zu schaffen und wieder Kontakt aufzubauen. Ich bin an dieser AUfgabe gewachsen und freue mich, das ich meine oma wieder habe, als Mensch.

    Ich hoffe das ich meine Meinung zu dem Thema und meine Erfahrungen gut genug erklären konnte und euch nicht zu sehr Verwirrt habe.

    lg
    Lupa

  3. #3
    Viola
    Gast

    AW: Soll man Ängste abbauen?

    Hallo Lupa,

    Du beschreibst so gut die verschiedenen Ängste.

    Dass Du Deine Angst berwunden hast und Deine Oma angerufen hast, um mit ihr wieder gut zu sein, das war eine schöne Sache!!

    Bei richtigen Phobien gegen Tiere,.. ist das schon viel schwerer, die wieder los zu werden.

    Du meinst, die Angst lähmt uns - das habe ich sehr deutlich am eigenen Leib erfahren, als sich unser Hausgeist noch bemerkbar machte. Da war ich immer einige Minuten wie gelähmt.

    Andererseits im Straßenverkehr kann ein bisschen Angst auch schützen, damit wir nicht zu übermütig werden und nicht zu risikoreich Auto fahren. Bei mir ist es jedenfalls so. Totale Angst wäre natürlich auch nichts - da würde ich gar nicht mehr ins Auto einsteigen oder ich würde mich mit dem Fahrrad gar nicht mehr einen Berg hinunter fahren trauen.

    LG Viola

  4. #4
    Viola
    Gast

    AW: Soll man Ängste abbauen?

    Hi Lupa,

    ich habe gerade bei Stejnar unter "Gut und Böse" das gefunden:

    "Ohne Angst als Bremse würde Übermut die meisten ins Unglück rennen lassen."

    Er schreibt dann noch weiter, dass Angst aber nicht zu Feigheit führen soll und er ist dafür den richtigen Mittelweg zu finden.

    Übrigens, sein Buch "Die vier Elemente" finde ich einfach super. Es erklärt mir so Vieles so gut.

    LG Viola

  5. #5
    Lupa
    Gast

    AW: Soll man Ängste abbauen?

    Hallo Viola,
    ja so geht es mir bei dem Buch auch
    Ich bin richtig begeistert, bei ihm verstehe ich die Dinge die mir vorher ein Rätzel waren. Und ich kann nun die EIgenschaften sehr leicht zuordnen. Vorher viel mir das sehr schwer. Ich war mir recht oft unsicher.

    lg
    Lupa

  6. #6
    Martina Weigt
    Gast

    AW: Soll man Ängste abbauen?

    Zitat Zitat von Viola Beitrag anzeigen
    Hallo,

    wie soll man mit Ängsten umgehen? :eek1:
    Ist es sinnvoll sie teilweise abzubauen? Ich denke sie sind doch ein Schutz!

    Was ich gerne wissen würde: Wie macht man das mit dem Ängste abbauen?
    Indem ich versuche, mich der Situation zu stellen? Oder gibt es noch andere Möglichkeiten?
    Gibt es eine hermetischer Sicht wie man das am besten macht?

    Liebe Grüße,
    Viola
    Also man kann Ängste nicht abbauen, man kann sie nur annehmen und durch sie gehen.
    Bei mir lösen sich die Ängste auf, wenn ich weiß, wovor ich Angst habe und dass sie unbegründet ist. D.h. im Endeffekt habe ich gar keine mehr. Also ich wüsste jetzt nicht mehr mal welche. Na ja, vielleicht vor dem Zahnarzt. Aber das würde ich nicht unbedingt als solche bezeichnen, eher als ein Ding, dass mir nicht gefällt, der Zahnarzt selbst ist ja ein netter Mann und die Arzthelferinnen auch.

  7. #7
    Viola
    Gast

    AW: Soll man Ängste abbauen?

    Hallo Martina,

    herzlich willkommen in unserem Forum!

    Du bist ein glücklicher Mensch, wenn Du keine Ängste hast!
    Das mit den Ängsten annehmen und durch sie gehen hilft sicher sehr gut.
    Nur bei ganz argen Ängsten, wie bei Phobien, wird es wohl nicht ausreichen.

    Vor dem Zahnarzt haben viele Angst. Eigentlich nicht vor dem Mann selber, sondern vor den Schmerzen beim Bohren, Zahn ziehen,.... Ich hab schon so viel bei Zahnärzten erlebt, mich kann schon gar nichts mehr erschüttern, da bin ich schon fast abgestumpft. Bei anderen Körperteilen bin ich viel empfindlicher.

    Ich merke auch, je fremder mir etwas ist, desto mehr Angst habe ich davor, aber mit der Gewöhnung wird die Angst auch geringer.

    Liebe Grüße,
    Viola

  8. #8
    Martina Weigt
    Gast

    AW: Soll man Ängste abbauen?

    Weiß nicht, kann doch auch bei Phobien helfen. Warum nicht? Man kann sich ja Hilfe suchen. Ängste muss man ja nicht alleine durchstehen. Manchmal hilft ja auch einfach reden darüber. Ich habe für mich ein System gefunden, hinter die Angst zu kommen. Sehr hilfreich, wirklich sehr hilfreich. Voraussetzung ist allerdings, dass ich dann in der Angst bin.

  9. #9
    Lupa
    Gast

    AW: Soll man Ängste abbauen?

    Herzlich Willkommen Martina,
    ich vermute stark das du noch nie eine wirkliche Phobie entwickelt hast.
    Ich kann nur versuchen dir meine Arachnophobie möglichst detaliert zu beschreiben.

    Sie begann als Kind. Meine Eltern hatten einen alten Bauernhof, der schon sehr lange leer stand gekauft. Obwohl er recht verfallen war, war er wirklich schön gewesen. Meine Eltern hatten halt viel arbeit und während der Renovierungen spielten meine Schwester und ich im Hof. Ich saß auf der Trappe vor dem Haus und spielte am Putz rum, der sehr locker saß. Auf einmal viel ein ganzes Stück putz vom Haus ab und darunter war alles voll mit Käfern. Die schleunigst wegkrabelten. Nur so eine Spinne suchte die Flucht nach vorne über mich drüber. Der Schreck hatte gesessen und seit dem War ich allen Krabelviechern gegenüber verdammt vorsichtig. Das war echt, kein Traum, das ist wirklich so geschehen. Ich war so ca. 5 Jahre alt.
    Aber da ich selbst sehr viel Respekt vor dem Leben habe und jedem Lebewesen, respektierte ich auch die Anwesenheit von sochen Tieren, solange sie mir fern blieben.
    Später in der 8ten Klasse mußte ich in Bio ein Referat schreiben über Spinnen. Mein Stiefvater hatte ein tolles Buch (dessen Name ich leider vergessen hatte) in dem unter anderem Auch Spinnen sehr gut erklärt wurden. Der AUtor schrieb so liebevoll über diese Tiere, ds meine Angst sogar fast wegging. Ich war einfach nur noch Faziniert und konnte sogar Spinen anfassen danach.
    Als ich dann meine Eigene Wohnung hatte, Jahre Später wachte ich eines Nachts auf. Ich hatte Tagsüber schon eine recht dicke Spinne entdeckt, so ca. 2 cm groß. Sie sah aus wie eine Minitarantel, aber solche Tiere haben iwr hier ja nicht, war irgendeine SPinne aus dem Feld. Nacht spürte ich dann wie was in meinem Mund krabbelt und während dem Wachwerden, schluckte ich das runter aus Reflex. Als ich nach der "Minitarantel suchte, war sie Weg. Der Ekel überkam mich, einfach aus dem WIssen herraus, was ich da geschluckt hatte und seit dem wurde es wieder schlimmer. Und die Tiere scheinen mich zu verfolgen. Ich hatte nun schon 3 mal solch eine Spinne in meiner Wohnung, aber die waren sogar noch viel größer. die Größte 7 cm. Da ich Panik hatte, hatte mein Ex die damals entfernen müßen, und der machte sich nen Spaß draus, das Tier erstmal zu messen.
    Auf jeden Fal it es mittlerweile so, das ich anfange zu Hyperventilieren, wenn mir eine Spinne zu nahe kommt. Ich muß sogar aus dme Raum in dme sie sich aufhällt. Ich versuche es immer wieder, vorsichtig auf das Thema wieder zuzugehen, den im Grunde finde ich es immer noch Fazinierende Tiere. Vorallem die Netzte sehe ich gern und bin erstaunt darüber, wie schön die sind.
    Dennoch bekomme ich richtige Panik.
    Einmal hatte ein Mädchen auf das ich aufgepasst hatte als Babysitter, versucht eine Kreuzspinne auf die Hand zu seltzen. Ich hab gekrischen und was weiß ich noch, ich bin wirklich völlig auserastet, ohne das ichs hätte verhindern können. Das Mädel hatte sich natürlich erschreckt, weil sie nicht wusste, das eine kleine Spinne sowas auslösen kann.
    Es gibt Therapien dagegen, doch die sind teuer. Die Krankenkasse übernimmt sowas nicht. Und da es für meinen Alltag nicht wichtig ist, spar ich mir das Geld mom lieber für meine Kinder an. Sofern ich was über habe.
    Denn so eine Therapie geht lange. Das ist nicht mit 1-2 Sitzungen getan.
    Ich hoffe das du es nun ein bischen besser Nachvollziehen kannst.
    Es sind bei mir auch nur die großen Spinnen die Panik auslösen die so aussehen wie die Spinne die ich geschluckt hatte.
    Aber so eine Phobie ist eine ernste Sache, die man nicht Unterschätzen darf.
    Eine Freundin von mir ist Psychatrische Pflegerin. Die schimpfte mich mal, als ich sagte ich habe Angst vor Spinnen, das sie es für das normale Ekelgefühl hielt, das viele unbegründet hben, aber als sie hörte das ich Panik bekomme, sagte sie auch: "Ok, ne Phobie ist ne ernste Sache, ich habs zwar selbst nicht, aber weiß das es nicht zu Unterschätzen ist.

    so nun genug geschrieben
    lg
    Lupa

  10. #10
    Viola
    Gast

    AW: Soll man Ängste abbauen?

    Hallo Lupa,

    Ich verstehe Dich sehr gut! So eine Phobie ist keine Kleinigkeit für jemanden der darunter leidet. Also das mit der Spinne schlucken, war echt grauslich! Mir wurde schon beim Lesen ganz schlecht. Obwohl ich Spinnen gewohnt bin. Hier gibt's viele, auch einige im Haus. Ich habe schon aufgehört, sie sanft ins Freie zu befördern, sie kommen gleich wieder rein. Ich ignoriere sie meistens. Aber gegen Spinnen hab ich keine Phobie, sondern gegen Schlangen.

    Das Allerärgste für mich sind Schlangen, diese Phobie hatte ich von Anfang an, obwohl ich nie ein schlimmes Erlebnis mit einer Schlange hatte. Aber leider leben diese Tiere auch in unserem Garten und beim Waldbach. Sie können auch hier leben, aber ich will sie nicht sehen. Normalerweise sind sie eh sehr scheu, aber wenn ich doch einmal eine wo sehe, dann werde ich fast ohnmächtig vor Schreck und Panik und ich gehe dann oft jahrelang nicht über diesen Platz, weil es mir einfach graust.

    Voriges Jahr hat mir eine Schamanin ein paar energetische Sachen gezeigt, die ich machen kann und es wurde dann wirklich besser, ich sah fast keine Schlange mehr im Garten und meine Angst ging ein kleines bisschen zurück. Die Schamanin konnte auch herausfinden, dass meine Angst von einem Leben vor langer Zeit stammt, wo mir was Schlimmes angetan wurde.

    Ich bemühe mich nicht an Schlangen zu denken, damit ich sie nicht anziehe, denn es heißt ja, das wovor man sich am meisten fürchtet, das wird eintreten.

    Therapie würde ich auch keine machen und jahrelang dafür bezahlen schon gar nicht.

    Hallo Martina,
    wie machst Du das mit der Angst. Du sagst, Du "gehst hinein"? Wie soll ich das genau machen, nach Deinem System? Und dann kann man die Angst auflösen?

    Liebe Grüße,
    Viola

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