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Thema: Martin Luther ein Antisemit?

  1. #1
    Karl
    Gast

    Martin Luther ein Antisemit?


    Aus Martin Luthers Buch Von Juden und ihren Lügen:


    Luthers 7-Punkte-Plan zur Judenverfolgung


    Synagogen und Schulen mit Feuer anstecken

    Die Häuser der Juden zerstören und sie in einem Stall zusammentreiben

    Die Juden aller religiösen Literatur berauben, bis aufs letzte Blatt

    Den Juden bei Todesstrafe verbieten öffentlich zu Gott zu beten

    Die Juden unter Hausarrest stellen

    Den Juden alles Geld, alles Silber und allen Schmuck nehmen (in Gewahrsam)

    Die jungen, starken Juden als Arbeiter schwer arbeiten lassen



  2. #2
    Ahmet
    Gast

    Re: sind Palästinenser Semiten?


    In der Geschichte der Religionen waren alle Christlichen Machthaber gegen die Juden. Wenn man sie akzeptiert hätte, dann hätte es keine Christen gegeben.


    Antisemiten sind eigentlich alle, die etwas gegen die Ur-Einwohner des Nahen Osten haben. Wer waren die Semiten? Semiten sind benannt nach dem Sohn Noah's. Semit hatte sich am Ararat (Agri) niedergelassen und sein Volk verbreitete sich in der Türkei, Iran, Irak, Syrien bis Aegypten und auf der arabischen Halbinsel. Das würde also heissen, dass auch die Palästinenser Semiten sind. Einverstanden?


    Gruss

    Ahmet

  3. #3
    Jason
    Gast

    Aegypter Semiten?


    >In der Geschichte der Religionen waren alle Christlichen Machthaber gegen die Juden. Wenn man sie akzeptiert hätte, dann hätte es keine Christen gegeben.

    >Antisemiten sind eigentlich alle, die etwas gegen die Ur-Einwohner des Nahen Osten haben. Wer waren die Semiten? Semiten sind benannt nach dem Sohn Noah's. Semit hatte sich am Ararat (Agri) niedergelassen und sein Volk verbreitete sich in der Türkei, Iran, Irak, Syrien bis Aegypten und auf der arabischen Halbinsel. Das würde also heissen, dass auch die Palästinenser Semiten sind. Einverstanden?


    Soweit ich weiss, sind die Aegypter keine Semiten, sondern Hamiten. Simit waeren auch die Ismaeliten keine reinen Semiten. Die Tuerken, waren sie nicht vom Jafet?




  4. #4
    Ahmet
    Gast

    Re: Aegypter Semiten?


    Hallo Jason,


    >> Soweit ich weiss, sind die Aegypter keine Semiten, sondern Hamiten.


    Ja, die Ägyptische Hoch-Kultur (-2700 v.Chr.) bestand wahrscheinlich hauptsächlich aus Hamiten. Aber das Arbeitervolk waren vor allem Semiten. Auch Moses, der lange als Sohn des Pharao galt, war ein Semit. Die heutigen Ägypter sind alle Semiten.




    >> Somit waeren auch die Ismaeliten keine reinen Semiten. Die Tuerken, waren sie nicht vom Jafet?


    Sicherlich ist es schwierig zu bestätigen, dass z.B. die Türken Semiten sein sollen. Denn gerade dieses Volk hat sich mit so vielen Völkern vermischt, dass genetisch jede der drei Richtungen in den Türken enthalten sind.


    Da gibt es aber noch einen anderen Weg, den Ursprung zu erkennen. Die Sprache ist der Schlüssel dazu. Zu den Semitischen Sprachen gehören Aramäisch, Hebräisch und Arabisch. Die älteste Form des Semitisch ist Aramäisch und die jüngste Form ist Arabisch. Davor wurde Sumerisch gesprochen, was wiederum dem Arabisch und Türkisch sehr ähnelt.


    Können wir also davon ausgehen, dass die Türken ursprünglich semitisch waren, da ihre Sprache bis 1923 ein arabischer Dialekt war. Die Ismaeliten erst recht, sonst würden sie nicht nach einen semitischen Namen benannt.


    Gruss

    Ahmet

  5. #5
    Ahmet
    Gast

    Re: Was sagt das Lexikon über Semitisch?


    Aus dem Web: www.religionslehrer.ch.vu


    Semitische Sprachen und Schriften

    4000 v. Chr.


    Semitisch, eine der fünf Unterfamilien oder Zweige der Familie der hamitosemitischen Sprachen oder afroasiatischen Sprachen. Arabisch, die grösste semitische Sprache, hat sich über den ursprünglichen Siedlungsbereich auf der arabischen Halbinsel hinaus im gesamten arabischen Herrschaftsgebiet verbreitet und wird in ganz Nordafrika bis hin zur Atlantikküste gesprochen. Die übrigen semitischen Sprachen sind in einem Gebiet konzentriert, das im Westen von Äthiopien und im Norden von Syrien begrenzt wird und sich in südöstlicher Richtung über den Irak bis zur arabischen Halbinsel erstreckt, wobei auch weiter östlich im Iran einige semitische „Sprachinseln“ zu finden sind.


    Aus sprachwissenschaftlicher Sicht sind die semitischen Sprachen in drei (gelegentlich vier) Gruppen unterteilt. Zum Ostsemitischen gehört das Assyrisch-Babylonische oder Akkadische. Das Akkadische ist die älteste belegte semitische Sprache mit der ältesten semitischen Literatur. Es wurde zwischen 3000 v. Chr. und 600 bis 400 v. Chr. in Mesopotamien gesprochen und bis zum 1. Jahrhundert n. Chr. als Schriftsprache verwendet.


    Zum Nordwestsemitischen gehören das alte und das moderne Hebräisch, alte Sprachen wie Ugaritisch (oft auch als die vierte Gruppe gezählt) und Phönizisch sowie Aramäisch einschliesslich Syrisch.


    Die Zuordnung der arabischen Schrift- oder Hochsprache und der heute gesprochenen arabischen Dialekte zur südwestsemitischen Gruppe ist nicht ganz eindeutig. Das Maltesische, ein Abkömmling des Arabischen, wird auf der Insel Malta gesprochen und wurde aufgrund seiner geographischen Lage stark vom Italienischen beeinflusst.


    Zum Südwestsemitischen gehören die südarabischen Dialekte, die heute in einigen Gebieten im Süden der arabischen Halbinsel (und im Altertum von Völkern wie den Minäern und den Sabäern) gesprochen werden sowie die äthiopischen Sprachen. Zu den äthiopischen Sprachen zählt Ge'ez, das klassische Äthiopisch, das nur als Schrift- und liturgische Sprache überlebt hat, Amharisch, die äthiopische Amtssprache, und regionale Sprachen wie Tigre, Tigrinya und Gurage.


    In den semitischen Sprachen sind die Wörter auf einer Abfolge von drei Konsonanten aufgebaut. Diese Abfolge, die sogenannte Wurzel (Radikal), trägt die Grundbedeutung eines Wortes. Über dieser Wurzel liegt ein Muster aus Vokalen (oder Vokalen und Konsonanten), das entweder Bedeutungsvarianten anzeigt oder der Flexion (etwa beim Verb zur Angabe von Zeit und Zahl) dient. Im Arabischen bezieht sich beispielsweise die Wurzel ktb auf das Schreiben (ähnlich dem Wortstamm „schreib“), und das Vokalmuster -?-i- trägt die Bedeutung „jemand, der etwas tut“. Somit bedeutet k?tib „jemand, der schreibt“. Andere Ableitungen aus dieser Wurzel sind kit?b „Buch“, maktub „Brief“ und kataba „er schrieb“. Die enge Verwandtschaft der semitischen Sprachen untereinander lässt sich an den Wortwurzeln erkennen, deren Bedeutung in den verschiedenen Sprachen erhalten geblieben ist (slm bedeutet z. B. im Assyrisch-Babylonischen, Hebräischen, Aramäischen, Arabischen und anderen Sprachen „Frieden“). In den semitischen Sprachen sind die verwandten Konsonanten in drei Unterarten eingeteilt: stimmlose, stimmhafte und emphatische. Ein Beispiel dafür ist die aus dem Arabischen und Hebräischen stammende, in die lateinische Schrift übertragene (transliterierte) Folge g, k und q (das q wird weiter hinten im Kehlkopf erzeugt als das k). Die semitischen Sprachen besitzen drei Numeri (Singular, Dual, Plural), drei Kasus (Nominativ, Genitiv und Akkusativ) sowie zwei Genera (maskulin und feminin).

    Mit Ausnahme zweier von den Kanaanäern benutzter und noch nicht entzifferter Schriftarten und dem für das Maltesische verwendeten lateinischen Alphabet wurden die semitischen Sprachen im Lauf ihrer Geschichte mit drei Schriftsystemen geschrieben. Das Assyrisch-Babylonische wurde in Schriftzeichen der Keilschrift geschrieben, das Ugaritische verwendete ein Keilschriftalphabet. Im Ostsemitischen findet sich mit einer Alphabetschrift die älteste semitische Schriftform. Eines der frühesten Beispiele ist die in Moabitisch gehaltene Inschrift auf der Siegesstele des Königs Mesa (9. Jahrhundert v. Chr., 1868 entdeckt und jetzt im Louvre in Paris aufbewahrt). Die moderne arabische Schrift und die hebräische Quadratschrift entstanden aus der aramäischen Variante der nordwestsemitischen Schrift. Wie die alten nordwestsemitischen Schriften verwenden auch das Arabische und das Hebräische in ihrem Alphabet nur die Konsonanten. Die Vokale werden erst ungefähr seit dem 8. Jahrhundert n. Chr. durch besondere Markierungen angezeigt. Nicht gesichert ist, ob die südwestsemitische oder südarabische Schriftart eine weitere Variante der frühen nordwestsemitischen Schrift ist. Diese ebenso nur aus Konsonanten bestehende Alphabetschrift wurde im 1. Jahrtausend v. Chr. in Äthiopien eingeführt und ist die Grundlage der heute dort verwendeten Silbenschriften.

  6. #6
    Logos
    Gast

    Re: Aegypter Semiten?


    Die Bibel sagt, dass Hagar seinem Sohn Ismael eine Frau aus Mizraim (Aegyptwn) gab, und Mizraim ist Nachkomme Hams, soweit ich weiss. Ismaeliter vermischten sich spaeter stark mit den Hamitern und deshalb ist es schwer nachzuvollziehen, dass sie Semiten seien.

  7. #7
    Ahmet
    Gast

    Re: waren die Jidden überhaupt Semiten?


    >>Die Bibel sagt, dass Hagar seinem Sohn Ismael eine Frau aus Mizraim (Aegyptwn) gab, und Mizraim ist Nachkomme Hams, soweit ich weiss. Ismaeliter vermischten sich spaeter stark mit den Hamitern und deshalb ist es schwer nachzuvollziehen, dass sie Semiten seien.


    Sorry, aber was hat deine Aussage mit Semiter zu tun? Ich dachte Ismael sowie Isaak waren die Söhne Abrahams. Und so weit ich aus der Bibel ersehe, war Abraham ein waschechter Semite. Also sind alle Nachkommen von Abraham schon einmal Semiten (so viele Sternen, wie am Himmel zu sehen sind, so gross wird das Volk Abrahams sein). Was danach genetisch vermischt wurde hat gar keine Bedeutung für die Aussage "semitisch oder nicht".


    Sehe ich das falsch?


    Übrigens, eine wichtigere Frage wäre, ob die Jidden (In Europa lebende Juden)überhaupt Semiten sind. Denn diese haben sich den Titel "Semiten" selbst gegeben, haben dann das heutige Israel, ein Land, das den Ureinwohnern (den echten Semiten) gehörte, besetzt, was zum heutigen Nahost-Problem führte.


    Wie ihr seht, ist alles nur Ansichts-Sache.


    Gruss

    Ahmet

  8. #8
    elcappuccino
    Gast

    .............


    >>In der Geschichte der Religionen waren alle Christlichen Machthaber gegen die Juden. Wenn man sie akzeptiert hätte, dann hätte es keine Christen gegeben.

    >>Antisemiten sind eigentlich alle, die etwas gegen die Ur-Einwohner des Nahen Osten haben. Wer waren die Semiten? Semiten sind benannt nach dem Sohn Noah's. Semit hatte sich am Ararat (Agri) niedergelassen und sein Volk verbreitete sich in der Türkei, Iran, Irak, Syrien bis Aegypten und auf der arabischen Halbinsel. Das würde also heissen, dass auch die Palästinenser Semiten sind. Einverstanden?

    >Soweit ich weiss, sind die Aegypter keine Semiten, sondern Hamiten. Simit waeren auch die Ismaeliten keine reinen Semiten. Die Tuerken, waren sie nicht vom Jafet?


    Was sind Palästinenser?

    Palästinenser sind die Bewohner Palästinas vor der Ankunft der jüdischen Siedler die den israelitischen Staat gründeten.

    Es gibt keine Ethnie "Palästinenser" die man in biblische Zeit eindeutig zurückverfolgen und festlegen können.


    Die biblische Völkertafel ist mehr als fragwürdig, wenn sie die Philister einerseits von Ham abstammen lässt, aber die Philister offensichtlich Kultur von Griechenland und Kleinasien mitbrachten.

    Die Völkertafel ist bereits polemisch und nützt nichts für irgendwelche geschichtliche Ethnienbestimmungen.


    Das Volk der Palästinenser in heutiger Zeit ist in negativer Art eine Schreibtischkreatur durch die Schaffung des Protektorats Palästina. Sonst würden wir vielleicht von Jordaniern oder (oh schreck), von Israeliten sprechen, in Anlehnung des Namens, den diese Region trug.


    Bedenklich finde ich das Wort Antisemitismus, das als Titel dieses Threads gewählt wird, denn der Begriff ist so falsch wie unpräzis.

    Wahr ist hingegen dass Martin Luther ein starker Antijudaist war. Religiöse Fanatiker sind in der Regel nicht unzimperlich in der Benennung ihrer "Feinde".

    Und man darf annehmen, dass er nebst allem, was er gegenüber den Juden sagte, gewiss mit Verachtung auf alle Nicht-Martin-Lutheristen blickte.

    Dennoch verdanken wir dem Mann, dass wir Laien auch ohne Latein kritische Gedanken über die Bibel (und andere "heilige Schriften" anstellen dürfen, um gerade das zu überwinden, woran diese Welt in ihrem religiösen Wahnsinn krankt.




  9. #9
    Ahmet
    Gast

    Re:Israelieten (Nomaden) oder Israel der Staat?


    >> Was sind Palästinenser? Palästinenser sind die Bewohner Palästinas vor der Ankunft der jüdischen Siedler die den israelitischen Staat gründeten. Es gibt keine Ethnie "Palästinenser" die man in biblische Zeit eindeutig zurückverfolgen und festlegen können.


    Das in der Bibel erwähnte Wort war ursprünglich auch nicht ein Staat-Volk (wie das heutige Israel) gemeint. Mit dem biblischen Wort Israeliten (deutsch: "Von Ort zu Ort ziehende") oder das "Volk Israel" waren der Teil der Völker gemeint, die nicht in Stadt-Staaten lebten, sondern das einfache Nomadenvolk. Das könnten aus meiner Sicht ohne weiteres auch Palästinenser gewesen sein.


    Es gibt auch sumerische Quellen (Keilschrift-Tafeln), die das bestätigen.


    Gruss

    Ahmet

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