Hallo Ahmet,
in deinem einen Beitrag steht: "Ich bin weder Christ, noch Muslim und auch nicht Jude" Dein Forum heißt ja "Der wahre Islam". Anhänger des Islam nennen sich Muslime. Wie meinst du das?
Und was ist Ahmet 1989? Hast du das verfasst?
Hallo Ahmet,
in deinem einen Beitrag steht: "Ich bin weder Christ, noch Muslim und auch nicht Jude" Dein Forum heißt ja "Der wahre Islam". Anhänger des Islam nennen sich Muslime. Wie meinst du das?
Und was ist Ahmet 1989? Hast du das verfasst?
Hallo Malik,
>> in deinem einen Beitrag steht: "Ich bin weder Christ, noch Muslim und auch nicht Jude" Dein Forum heißt ja "Der wahre Islam".Anhänger des Islam nennen sich Muslime. Wie meinst du das?
Ich verstehe mich als Gottergeben (arabisch: Muslim), ok. Ich bin aber nicht Sunnite, Shiite oder Anhänger einer anderen Religion. Für mich gibt es nur Gott den Schöpfer, der einzige Gott (arabisch: Allah) und auch Mohammed sehe ich als den Gesandten Gottes.
Aber da ich mich nicht als Sunnite oder so bekenne, kann ich doch aus sicht der Muslime nicht ein Muslim sein, oder? Was meinst Du?
Das heisst aber nicht, dass ich etwas gegen Sunniten, Shiiten oder Andere habe. Es ist nur nicht mein Weg. Der Prophet Mohammed nannte sich auch nicht Sunnite oder Schiite etc. Deshalb sehe ich das auch so.
>>Und was ist Ahmet 1989? Hast du das verfasst?
Ja, das habe ich selbst damals verfasst. Warum?
Gruss
Ahmet
War nur eine Frage. Verkündest du also einen anderen Islam, als andere Muslime? Ich meine anders als ihn beispielsweise die Sunniten verbreiten. Wenn ja, wo bestehen die Unterschiede?
Verkünden tue ich keinen anderen Islam, auch keine neue Religion. Ich lebe für mich die ewige Religion, die bereits Abraham kannte und lebte. Auch Moses, Jesus und Mohammed versuchten in ihren Wirkzeiten die Menschen an unseren einzigen Schöpfer zu erinnern (an das Land der Väter), nachdem unser einziger Gott, der Adam, Eva und die ganze Welt schuf, von den Menschen immer mehr verdrängt, und unter anderen Göttern unbedeutend wurde.
Das, was unsere Propheten verkündet haben, möchte ich ohne zu verändern leben. Massgebend in dieser ewigen Religion sind die Taten des Menschen gegenüber seinen Mitmenschen, nicht die Rituale bzw. die Angehörigkeit an Gruppen, wie es in den heutigen Welt-Religionen üblich ist.
Gruss
Ahmet
Hallo Ahmet erstmal vielen Dank, das du antwortest. Also du bist ein Muslim, aber nicht ein Muslim wie man es im heutigem Sinne versteht. Dabei anerkennst du alle 3 Schriften an Thora -> Evangelien -> Koran. Wie ich auch sehe, erkennst du die natürliche Nachfolge aller Propheten an. Angefangen bei Adam und endent mit Mohammed. Im Koran steht, das die Thora und das Evangelium verändert worden sind. Abaraham also Ibrahim, war auch Muslim, so steht es im Koran, den Muslime gibt nicht erst seit Mohammed, sondern seit es die Propheten gibt. Demnach müßte man sich doch ausschließlich an die Offenbarungen des Quran halten. Was meinst du dazu?
MFG
Malik
>Verkünden tue ich keinen anderen Islam, auch keine neue Religion. Ich lebe für mich die ewige Religion, die bereits Abraham kannte und lebte. Auch Moses, Jesus und Mohammed versuchten in ihren Wirkzeiten die Menschen an unseren einzigen Schöpfer zu erinnern (an das Land der Väter), nachdem unser einziger Gott, der Adam, Eva und die ganze Welt schuf, von den Menschen immer mehr verdrängt, und unter anderen Göttern unbedeutend wurde.
>Das, was unsere Propheten verkündet haben, möchte ich ohne zu verändern leben. Massgebend in dieser ewigen Religion sind die Taten des Menschen gegenüber seinen Mitmenschen, nicht die Rituale bzw. die Angehörigkeit an Gruppen, wie es in den heutigen Welt-Religionen üblich ist.
>Gruss
>Ahmet
Lieber Ahmed,
Die Glaubenslehre der Ahl-i Sunna (Sunniten) ist die des Propheten. Die Informationen vom Propheten und der Kuran sind über die Gefährten und danach von Tabbin und so weiter bis zu uns überliefert worden.
Der Begriff "Ahl-i sunna wel Dschemaat" rührt aus den zahlreichen Hadithen her, worin der hochgeehrte Prophet (Friede und Segen Allahs mit ihm) die Muslime auffordert seiner Sunna festzuhalten und seiner Gefährten (Sahabi) folgezuleisten. Diese erste muslimische Gemeinschaft waren die Gemeinschaft der Gefährten des Propheten. Jene Muslime die an die Glaubenslehren und Taten des Propheten und der Gefährten festhalten sind Sunniten. Die Glaubenslehren ergeben sich aus Hadithen und den Konsens der Muslime (und natürlich Koran al karim). Die Glaubenssätze wurden sicher ,vielfach und übereinstimmend über viele Kanäle überliefert ohne Veränderung und ohne spekulative Deutungen. Die überwiegende Mehrheit der Muslime waren und sind stets die Sunniten.
Imam Ghazali (gest.1111) schreibt nachdem er die islamischen Glaubenssätze formulierte :
"All das wird von den Alten [selef : die Altvorderen, die Gefährten (Sahaba) und deren Schüler (Tabiin)] überliefert und durch ihre Ausprüche bezeugt. Wer es unverbrüchlich festhält, der gehört zu den Leuten des rechten Glaubens und der Sunna ( Leute der Sunna : Ahl-i sunna auch Sunniten genannt) und hat nichts gemein mit der Rotte der Irrlehrer und Neuerer (Ahl-i Bidah: die die den Islam mit etwas anderem vermischen verfälschen). So wollen wir denn Allah bitten um rechte Überzeugung und Festigkeit im Glauben für uns und alle Gläubigen, Er ist ja der Allbarmherzige. Der Segen Allahs sei über unsern Herrn Muhammed, seiner Familie und jedem auserwählten ! "
Genauso die vielen anderen Gelehrten in ihren Werken. Das was sie schrieben stehen sowieso im Kuran und Hadithen.
Die Ahl-i sunna besitzt die Ausgeglichenheit, den mittleren Weg fern von Extremitäten, fern von Übertreibungen und Untertreibungen. Nicht um so zu sein sondern weil Lehren aus dem Koran al karim und Sunna so gegeben sind. Im Gegensatz zu der Sekte der Haridschiyya die den Gefährten Unglaube vorwerfen und gegen die Schiiten werden die Gefährten alle gelobt und gehrt gemäss Koran und zahlreichen Hadithen. Die Uneinstimmigkeiten der Gefährten untereinander geht auf verschiedene Idschtihade Urteilsbildungen im islamischen Recht zurück, die ein Segen sind laut Hadithe und zum Vorteil der Muslime. Weiterhin lehrt die grosse Mehrheit der Muslime – die Ahl-i sunna / Sunniten – dass der sündige Muslim im Jenseits nicht definitiv bestraft wird sondern Allah der Erhabene kann ihm verzeihen oder die Verdienste können die Sünden übertreffen. Die Sekte der Murdschiyya sagten dass die Sünden keinerlei Nachteile für die Muslime hätten. Die Mutaziliyya meinten der Sündige sei weder Muslim noch Nicht-muslim. Wir Sunniten glauben an die zahlreichen Hadithen und Koranstellen die über jenseitige Dinge wie Sirat-Brücke, oder Mizan (Waage) berichten und leugnen dies nicht nur weil wir es nicht von hier nicht sehen können und nicht verstandlich erfassen können (im Gegensatz zu Mutaziliyya). Die Mutaziliyya übertreibt den Verstand , da es als Richtmass über Wahiy und Sunna nimmt, was schief geht da der Verstand z.B nicht über jenseitige Dinge urteilen kann, da es ausser seinem Bereich liegt. Die Muteschebbichiyya (Antropomorphisten) und Hischwiyya untertreiben den Verstand da sie alles wortwörtlich nehmen im Koran und Hadithen und jene Stellen die metaphorische Deutung zwingen oder wo schweigen und das Fernhalten von Vergleichen mit Geschöpfen vorliegt dort beharren sie auf die äussere Bedeutung welches dazu treibt Allah Ort, Zeit und Materiegebunden zu glauben, also Antropomorphismus.
Itikadda Iktisad, Imam Ghazali (gest.1111) , Istanbul ,1971 ins Türkische übersetzt v. Osman Zeki Soyyigit :
Dank (Hamd) sei Allah, Er hat uns die Leute der Sunna (Sunniten; Ahl-i sunna) und Wirklichkeit aus Seinen auserwählten Dienern auserwählt. Aus allen Gruppierungen hat Er nur denen Minnet und Iltifat gegeben. Er hat deren Herzen mit göttlichen Licht erleuchtet als Hilfsmittel um die Wirklichkeiten der Religion offenzulegen. Er hat deren Zungen starke Beweise gegeben, womit sie die Religionslosen und Sektierier zum Schweigen bringen. Er hat deren Inneres vom Vesvese ( Einflüssterungen des Teufels ) und deren Vicdan (Unterscheidungsvermögen im Herz) vom heva und heves (Begierden und Wünschen des Nefs) der Sektirier sauber gehalten. Er hat deren Herzen mit dem „Licht der Nähe“ (Yakin Nur) erbaut. So wurden sie Besitzer der göttlichen Wahrheiten, welches mit der Worten des Propheten (salallahü aleyhi vesselem) berichtet wurden. Die Iktiza (Notwendigkeiten) der Schariah (Islam, islamisches Recht) und die Notwendigkeiten der Verstand konnten sie verbinden. Sie sind zur Wirklichkeit der Widerspruchsfreiheit zwischen berichtetem Schariah und Hak (Wirklichkeit) gelangt. Im Nachahmen erstarrt zu beharren, wie einer der Haschwiyya es meint, haben sie (Sunniten) es erkannt , dass dies aus der Schwäche des Verstandes herrührt. Ein Teil der Extremen der Philosophen und Mutazila stellten Schariah und Verstand als Widersprüchliches dar. Die Haschwiyya extreme Untertreibung , Philosophen und Mutazila extreme Übertreibung. Beide Gruppierung blieben dem Vorsicht und Gleichgewicht fern. Obwohl in den Regeln, Prinzipien des Itikad (Glaubensinhalte) ist es absolut Pflicht (Vacib) Iktisad (Maß, Gleichgewicht) und den Vertrauen auf den rechten Weg nicht zu verlieren...
Wie soll derjenige, der die Methodiken der Forschung und Müzakere (Diyalektik) ablehnt und sich nur mit dem Nachahmen des Nachrichts und Werks begnügt den wahren Weg (Rettung,Hidayet) finden ? Weiss er denn nicht, dass der einzige Stütze, der Anführer aller ,der Prophet´s (salallahü aleyhi vesselem) Worte sind ? Der Richtigkeit dieser Worte ist durch den Beweis des Verstandes fest.
Derjenige der nur dem Verstand sich unterordnet ohne gelichtet zu sein mit dem Licht der Schariah (Islam) kann auch nicht den richtigen Weg finden. Es gibt Stellen , wo der Verstand ermüdet und steckenbleibt. (auf seine Grenzen stösst). Dort weiterhin an dem Verstand zu stützen - weiss nicht wie das möglich sein soll. Dass der Verstand kurz und schwach (begrenzt, unvollkommen) ist, dessen Gebiet eng und münhasir (einzig, speziell) ist ,sollte man doch wissen. Jemand der nicht mit Schariah dem Verstand erläuternd (telif) diese Tatsachen nicht versteht, nicht zusammentragen kann, fällt in die Netze der Irrwege, in einem wirklichen schlimmen Unglück.
Der Koran ist wie ein Sonne , welches Licht auf die Dinge wirft. Mit beiden Lichtern (Koran und sonne) versuchen Nutzen zu ziehen ist eine vernünftige Tat. Wer sich nur mit einer begibt ist dumm und unwissend. Wer nur mit dem Licht des Korans auskommen will (wie die Haschwiyya) und sich vom Verstand abwendet, ist wie jemand der seine Augen verschliesst. Er hat keinen Unterschied mit dem Blinden. Wenn Schariah und Verstand zusammenwirken hat man Licht über Licht. Wer einem davon mit einem verzerrtem Blick anschaut ist, genauso dumm wie einer der mit einem instabilem Seil in ein Abhang (Brunnen) sich hinunter seilt
Die Sache ist die , dass wenn wir die Welt der Existenzen betrachten, dann betrachten wir nicht nur das zusammenwirken von Materie, Himmel, Erde sondern auch als muhkem (geordnete) Schöpfung. Wenn wir den Propheten (salallahü aleyhi vesselem) anschauen dann sehen wir ihn nicht nur einen ehrenvollen weisen und gelehrten Menschen sondern auch als den Botschafter (Gesandten) Allahs dem erhabenen. Ferner die Worte des Propheten (salallahü aleyhi vesselem) nicht als irgendwelche Worte und Erzählungen sondern als von Allah stammende mittels unseren Propheten gekommene Nachrichten. In diesem sinne ist unser Thema nur Allah, der Erhabene, und unser matlub (das Gewollte) ist nur Er...
(Zitat Ende)
Die Mutaziliten lehren Allah sei gezwungen Dinge zu erschaffen und der alleinige oder ausschliessliche Maß über gut und schlecht sei die Vernunft. Sie glauben nicht an Kadar (islamische Schicksalslehre). Ferner sie leugnen Dinge die sie mit Verstand nicht erfassen so z.B die Existenz von Schaitan oder Dschinn usw. Begründer dieser Gruppe war Wasil bin Ata im 8.Jh. Mutaziliten gibt es heute nicht mehr. Vereinzelt sind sie schon anzutreffen.
Die Haschwiyya sind Anthropomorphisten, denn sie glauben dass Allah eine Gestalt habe, die sich bildlich vorstellen lässt. Für Allah sei Bewegung, Herabsteigen und Hinaufsteigen möglich. Also es gebe Dinge worauf Allah abhängig sei. Damit trennen sie sich von den überwiegendlich mehrheitlichen Sunniten die lehren dass Allah unabhängig ist und ohnegleichen ist. Alles ausser Allah ist erschaffen.
Wie die Haschwiyya zu ihren Ansichten kann man z.B am folgenden Beispiel darstellen: „Das Herz (Qalb) ist ein Haus für die Engel. Die schlechten Eigenschaften Zorn, Begierde, Neid und Hochmut sind wie bellende Hunde. In Orten wo Hunde sind kommen keine Engel. Im ehrwürdigen Hadith wird berichtet „In Häusern wo Hunde und Bilder (von Tieren oder Menschen) sind kommt kein Engel.“ Ich will nicht sagen dass der Hadith nur besagt, dass das Haus das Herz ist und die Hunde schlechte Charaktereigenschaften sind. Die äusseren offenbaren Bedeutungen füge ich die obige hinzu. Dieser Satz von mir trennt die Ahl-i sunna (Sunnitentum) von der irregegangenen Batiniyya. Die Batiniyya-Anhänger nehmen nicht die äusseren Bedeutungen und unterstellen irreführende Bedeutungen. Falls die äussere offenbare Bedeutung einer Ayat anderen äusseren offenbaren Ayats nicht passt, so muss tawil gemacht werden, von verschiedenen Bedeutungen die passende gewählt werden. In solchen Fällen der Notwendigkeit auf äussere Bedeutungen beharrende nennte man „Hischwi“ (eine weitere irregegangene Gruppe; Haschwiyya). Daher wurde gesagt der ehrwürdige Koran hat zahir (äussere) und batin (innere) Bedeutungen. Die nur Batin-Bedeutung geben sind die Batiniyya. Die die nur Zahir-Bedeutungen geben Hischwi. Je nach Fall beide Bedeutungen vereinende ist der vollkommene Muslim.´“ Dieses Beispiel und Erläuterung wird in der „Mischkat ul anwar“ des Imam Ghazali behandelt.
Die Haschwiyya und Batiniyya gibt es seit langem nicht mehr unter den Muslimen aber es gibt Psydo-sufis die der Batiniyya zuzurechnen sind.
Wie kamen die Gruppen in islamischen Glaubenslehren zustande ?
Prof.Dr.Ramazan Ayvalli ,Türkiye, 28.02.03
(Übersetzer :In runden Klammern schrieb ich Erläuterungen zum besseren verständnis)
Die ersten Trennungen in Glaubenslehren (itikad) im Islam fing nach dem Märtyrium des (dritten Kalifen) Hazreti Osman an verursacht durch Abdullah Ibn-i Sebe einem Scheinmuslim, der zuvor jüdischer Glaubens war. Mit der Absicht den Glauben der Muslime zu deformieren und die Einheit und Zusammensein Im Glauben zu trennen kam diese Zwietracht, Trennung zustande. Abdullah Ibni Sebe nahm die Kalifatsfrage des Hazreti Ali als Vorwand um die Muslime zu spalten. Er behauptete Hazreti Ali sei Prophet und Inkarnation Allahs,des Erhabenen. Unter den Handvoll Leuten die sich um Abdullah Ibni Sebe sich sammelten gaben welche die sich aus politischen Gründen teilnahmen.( da sie z.B meinten es müsse eine Erbmonarchie im Islam geben). Mit der Behauptung sie sein für Hazreti Ali gründeten sie eine Lehre gemischt aus Islam und sonstigen Einflüssen. (Fragt sich ob Ibni Sebe wirklich an eine solche Lehre glaubte oder nur Zwietracht sähen wollte wie hier geschrieben)
Die Begenbenheit dass Hazreti Ali durch Schiedrichterbeschluss das Kalifenamt an Hazreti Muawiya überliess gefiel manchen (Beduinen) nicht und opponierten gegen beide Kalifen uns sonderten sich von den Muslimen ab. Sie wurden Hariji genannt.Ein Teil von ihnen glauben an Teile des Koran al karims nicht und ein weiterer Teil von ihnen glauben dass ein Prophet noch auftauchen wird.
Eine weitere nicht-sunnitische Gruppe ist die Mutazila von Wasil bin Ata gegründet, der eine Zeit bei Hasen-i Basri studierte. Über Wasil bin Ata der behauptete „der Sündige ist weder Muslim nocht Nicht-Muslim“ sagte der grosse islamische Gelehrte Hasen-i Basri „Wasil hat sich von uns getrennt.“ Jahre später begingen den Weg von Wasil bin Ata jene die von den griechischen Philosophien beeinflusst waren und lehnten sich weit aus dem Fenster in ihren Glaubenslehren.
Darüber hinaus tauchten mit der Zeit Gruppen auf wie Murjie, Kadariyya, Ibahiyya, Mujessima und Jebriyya auf und zersplitterten sich in viele kleinere Gruppen. Mit der Zeit hatten die meisten keine Anhänger mehr.
Die überwiegende Mehrheit die „Ahl-i Sunna wel Jemaat“ blieben stets die überwiegende Mehrheit durch die Jahrhunderte hindurch. Und behielten die Glaubenslehren, Handlungen und Ethik so wie seit dem Anfang des Islams es war. Im Koran al karim und in Hadithen wird berichtet dass Abweichungen im Glauben eine Katastrophe ist. In einem berühmten Hadith in Hadithsammlung des Tirmuzi steht „Die Söhne Israels (Juden) trennten sich in 71 Gruppen. Davon gehen 70 in die Hölle und nur eine wird gerettet. Die Nazarener (Christen) trennetn sich in 72 Gruppen. Davon gehen 71 in die Hölle. In meinem Zeit die Muslime werden sich in 73 Gruppen teilen wovon 72 in die Hölle gehen werden. Nur eine wird gerettet..“ Als die Gefährten fragten wer diese eine Gruppe ist „Die die von der Hölle gerettet sind sind die mein und die meinem Gefährten Weg folgen.“ Im „Milal we Nihal“ steht der Hadith „meine Ummah (Prophetengemeinde, Muslime) wird sich in 73 Gruppen teilen. Davon wird eine gerettet sein andere werden Zugrunde gehen.“ Als die Gefährten fragten wer diese Gruppe sei antwortete der Prophet (Friede Allahs sei mit ihm) „Ahl-i sunna wel jemaat“ Wer ist Ahl-i sunna wel jemaat ? Fragten die Gefährten . Die Antwort des Propheten lautete „Diejenigen die den Weg von mir und meinen Gefährten befolgen.“ Die zwei grossen Gelehrten (Imame) der Glaubenslehre der Ahl-i Sunna Imam Ashari und Imam Maturidi haben die von den grossen Gefährten , deren Nachfolgern (Tabiin) und der vier grossen Imamen und von weiteren die vielfach übereinstimmend-überlieferten Glaubenslehren benannt, systematisiert und sehr verbreitet. Imam Ashari war unter der Schülerschaft der Schüler von Imam Schafii und Imam Maturidi die der Imam Azam Abu Hanifa. Von den Gelehrten die die Glaubenslehren berichteten wurden diese beide sehr berühmt. Gegenüber Verirrungen die durch Einflüsse griechischer Philosophien entstanden haben sie die islamische Glaubenslehre die Glaubenssätze der Ahl-i Sunna verteidigt. Dabei haben sie unterschiedliche Methodiken angewandt. Die späteren Ahl-i Sunna Gelehrten haben gemäss dieser Methodiken die islamische Glaubenslehren weiter überliefert.
(Artikel Ende)
Imam Ebu´l Hasen-i Eschari (Ashari)
Einer der grossen Imame der Glaubenslehre der Ahl-i Sunna („Leute der Sunna“, Sunniten). Sein Name lautet Ali bin Ismail. Berühmt wurde mit „Ebul´l Hasen“. 260 oder 266 (879 n.Chr.) geboren in Basra und 324 oder 330 (941 n.Chr.) in Bagdad gestorben. Sein Grab liegt zwischen der Basra-Tor und dem Ort Kerch. Er stammt von dem berühmten Gefährten (Sahabi) Ebu´l Musel Eschari ab.
Da Imam Eschari´s Vater Stiefvater einer der Schüler von Ebu Ali Dschübbai war, wuchs er als Mutazilit auf. (Mutaziliten: einer der nicht-sunnitischen Gruppen). Bis zu seinem 40 ten Lebensjahr blieb er in dieser Lehre und war bekannt als einer ihrer Gelehrten. Danach verlies er diese Irrlehre und wurde Sunnit, wie die meisten Muslime. Es wird überliefert , wie er Sunnit wurde : Eines Tages am Anfang des Ramadans erschien der Prophet (Friede und Segen Allahs mit ihm) und weiter in der Mitte und am Ende, worin der Prophet ihn befahl den Weg der Ahl-i Sunna zu unterstützen. Nach dem dritten Traum ging er eine Zeitlang nicht an die Öffentlichkeit. Er entschloss sich Sunnit zu werden. In zahlreichen und heftigen Debatten mit den Mutaziliten ging er stets als Sieger hervor und verbreitete die Ahl-i Sunna sehr.
Imam Eschari lernte Tafsir, Hadith und Fiqh von berühmten Gelehrten wie Zekeriyya bin Yachya es Sadschi, Ebu Halife el Dschumhi, Sehl bin Serch und vielen mehr. Von Ebu Ishak Merwezi lernte er Hadithe , welchem er Kalam beibrachte. Ferner war Imam Eschari Gelehrter in Tasawwuf (Sufitum). Der Imam schrieb viele Werke über die islamischen Glaubenslehren und verfasste zahlreiche Widerlegungen der verschiedenen Sekten und Sondergruppen. Seine vielen Debatten, Werke und Schüler bewirkten in allen islamischen Gebieten sein Name und Werke bekannt wurden. Die Sunniten hatten neben einen grossen Verteidiger der Glaubenslehren gefunden der vom Propheten (Friede und Segen Allahs mit ihm) über die Gefährten (Allahs Wohlgefallen mit ihnen alle) überliefert war. Zwar hatte der grosse Imam Abu Hanifa Werke hinterlassen über die muslimische Glaubenslehre , die er von den Gefährten und deren Schülern hatte aber der Imam war wie auch Imam Schafii, Imam Malik und Imam Achmed ibn Hanbal ihren Schwerpunkt in ihren Tätigkeiten auf das Fiqh (Islamisches Recht) gesetzt, da dies zu ihren Zeiten dringlicher war. Imam Eschari und Imam Maturidi gehörten zu Schülerkreisen des Imam Abu Hanifa und Schafii. Da in ihren Zeiten verschiedene Gruppen an manchen orten Verbreitung fanden war es aktuell die Glaubenslehren des Islam ausführlich und intensiv dem Volk beizubringen und Antworten dem Behauptungen der Irrlehren zu geben. Vorreiter waren in Wort und Schrift Imam Eschari in arabischen Gebieten und in Afrika und Imam Maturidi in Zentralasien. Die Glaubenslehren des Islam, welches aus Koran und Hadithen herrührt und über eine grosse Menge über die Gefährten und deren Nachfolgern überliefert wurde, werden in ihren Werken ausführlich erläutert. Die grosse Liste seiner Werke kann man hier lesen : http://www.sunnah.org/aqida/alashaira6.htm
Zitat : „Unser Bekenntnis , die wir lehren, und unsere Religionsrichtung, der wir folgen, besteht darin, dass wir uns dem Buch Allahs fest anschliessen, den Gepflogenheiten Seines Propheten und den Überlieferungen, die von dessen Gefährten überkommen sind, von deren unmittelbaren Nachfolgern und von den Imamen. In Verbindung damit suchen wir Hilfe bei dem und lehren wir das , was Ahmad Ibn Hanbal (780-855) befolgte - möge Allah sein Angesicht erleuchten, seinen Rang hoch erheben und seinen Lohn steigern.“ (vgl MacDonald, The Development of Muslim Theology, Premier Bookhouse, Lahore 1964, p.294 ff.) (Artikel Ende)
Die Glaubenssätze , die vom Propheten (Friede sei mit ihm) und den Allgemeinheit der Gefährten überliefert wurden, welche die Bedeutungen der im Koran al karim und in Hadithen vorkommenden Aussagen über Glaubensinhalte sind, wurden vom nachfolgenden Generation nach den Gefährten aufgeschrieben. Diese Glaubenssätze wurden später gegen andere Religionen und Sekten (Firka) verteidigt durch verschiedene Methodiken. Die unterschiedlichen Methodiken so darstellen als sei jede Methodik eine andere Glaubenslehre ist eine Verdrehung und Irreführung. Die Glaubenslehre der Ahl-i Sunna kann man durch "naql", d.h Schriftbelege (aus Kuran und Hadithen) beweisen. Und ferner bestimmte Gebiete auch "Aql" Vernunftbelege oder durch Kombination beider. In den ersten Zeiten gab es keine Spaltungen in der Muslimischen Gemeinde aber in den Generationen nach den Gefährten tauchten Gruppen auf - wenn auch sie in Minderheit waren- und auf ihre Herausforderungen Antworten gegeben werden mussten. Somit kam die Kalam-Wissenschaft verstärkt in Erscheinung. In vielen modernen Werken stehen verwirrende Ausdrücke und Aussagen als hätten die späteren Sunniten eine andere Glaubenslehre als die früheren, weil diese modernen Autoren die verschiedenen Argumentionsmethodiken und Ausdrucksweisen als unterschiedliche Glaubenssätze suggerierten oder den Leser im Unklaren liessen. Die "Selef-i salihin", "Ashariten" , "Maturidis", "Hanbaliten" haben die selben Glaubenssätze ! Sie sind alle Sunniten, Ahl-i Sunna. Es gibt Autoren die die "Selef-i salihin", womit die ersten Generationen der Muslime die Gefährten und ihre Schüler und Nachfolger die Tabiin und die anschliessende Taba-i Tabiin gemeint sind mit den "Selefiten" oder "Salafiten" - nicht-sunnitische Gruppierungen die ab Ende des 19.Jh entstanden sind- verwechseln. Imam Azam Abu Hanifa, Imam Malik, Imam Ashari und Imam Maturidi berichteten diesselbe sunnitische Glaubensbekenntnis. Nur in Feinheiten gibt es unterschiedliche Formulierungen, die aber nicht grundsätzliche Widersprüche oder Trennung bewirken. In Gebieten wo es Idschtihade möglich waren konnten die Imame unterschiedliche Idschtihade haben aber diese sind nicht in Glaubenssätze sondern in bei Heranziehung der Belege der Fall. Viele die feindlich gegen Ahl-i Sunna gesinnt sind oder aus Unwissenheit oder Missverständnis schrieben sie falsche Formulierungen und sagen es hätten sich verschiedene Glaubenslehren sich entwickelt. Die Muslime wären seit ca. 1200 Jahren irregegangen oder ungläubig geworden. Es folgt ein Beispiel dass die beiden Imame Ashari und Maturidi dieselbe Lehre wiedergeben Imam Ashari sagt in einem seiner Idschtihade "Allahu teala kann Seinen Dienern etwas befehlen wozu sie nicht imstande sind es zu tun." Imam Maturidi sagt in seinem Idschtihad, dass Allah es nicht tut, d.h Er befiehlt Dinge wozu die Menschen imstande sind es zu tun. Nach dem Anschein gibt es grosses Unterschied. Imam Ashari sagt " Allahu teala ist absolut allmächtig ; hätte Er gewollt hätte Er Seinen Dienern Dinge befohlen die sie nicht tun könnten. Niemand hätte dagegen was sagen können. Nur Er hat aber nichts befohlen wozu die Menschen nicht zu tun imstande sind. Er hat auch mitgeteilt dass Er es nicht getan hat." Imam Maturidi lehrt : Da Allahu teala den Menschen nichts befohlen hat wozu sie nicht zu tun imstande sind und dies in ehrwürdigen Ayats (im Koran) mitgeteilt somit ist es nicht möglich dass Er solche Dinge befiehlt. Imam Maturidi und Imam Ashari sagen beide dass Allah absolut allmächtig ist. Ergebnis ist dasselbe der Glaubenssatz hierin ist dasselbe nur die Beweis und Argumentationsweise verschieden. So sind einige weitere Fälle wo die Glaubenssätze diesselben sind aber die Herleitung oder Ausdrucksweise verschieden sind.
Die Stellung des Alim (Gelehrten) in der Religion
Frage: Es gibt welche die sagen “Wozu brauchen wir denn einen Gelehrten wenn wir doch den Kuran in unseren Händen haben ?”
Antwort: In weltlichen Dingen handeln sie aber nicht nach dieser “Logik”. Wessen Kopf schmerzt geht nicht zum Notar sondern geht zum Zuständigen dem Arzt. Hätte jedermann den grossen Kuran leicht verstanden wäre der Prophet entbehrlich und überflüssig gewesen. Die ehrwürdigen Hadithe sind Erläuterungen des glorreichen Kurans. Die echten Gelehrten erläuterten die Hadithe. Nicht jeder der Arabisch kann ist ein Gelehrter. Der echte Gelehrter ist der grosse befugte und fähige Erläuterer des Kurans und Hadithe. Er kennt was Sunna und was Bidah ist. Er ist fähig wahrem vom Falschem zu trennen. Er ist in der Glaubenslehre der selef-i salihin (Altvorderen, die ersten Generationen der Muslime), d.h er hat das Glaubensbekenntnis der Ahl-i sunna.
Wer viel Wissen hat aber nicht das Wahre vom Falschem trennen kann ist kein wahrer Gelehrter. Die Anführer, Begründer der 72 irregegangenen Gruppierungen waren tief gebildet aber sie trennten sich von der Glaubensbekenntnis der Ahl-i Sunna und gingen irre. Beispielsweise Wasil bin Ata (8-9.Jh) hatte sich gegen seinen Lehrer Hasen-i Basri opponiert und widersprochen und gründete aus dem Ahl-i Sunna austretend eine neue Glaubensrichtung : die Mutazila. Auch Ibni Teimiyya´s (14.Jh) Wissen war viel. Er trennte sich vom Konsens (Ijma) der Gelehrten der Ahl-i Sunna. Er wurde der Vorläufer der Wahhabiten und der jetztigen einer Rechtsschule nicht folgenden. Somit ist nicht der viel Wissende ein Gelehrter sondern der der Spezialist ist in der Glaubensbekenntnis der Ahl-i Sunna. Die im Kuran und Hadithen gelobten Gelehrten sind diese. Deren Worte sind Belege und sind Vertreter und Erben der Propheten. Wenn ihre Ijtihade (Rechtsurteile) nicht das beabsichtigte treffen so bekommen sie dennnoch Verdienste. Diejenigen die sie befolgen rettet sich.
Folgende Ayats (Koranstellen) berichten von der Bedeutung der Gelehrten und vom Gebote ihnen zu befolgen :
“Wenn ihr nicht wisst so fragt die Gelehrten.” (Nahl 43)
“Der der sich am meisten vor Allah sich fürchtet ist nur die Gelehrten” (Fatir 28)
“Diese Beispiele verstehen nur die Gelehrten” (Ankebut 43)
“Hätten sie den Urteil dessen dem Propheten oder Ulul emr (Gelehrte) gefragt hätten sie es gelernt.” (Nisa 83) (Dass “Ulul emr” die Gelehrten sind darüber berichten die Tafsire (Exegesen). Aber auch unser Herr der Prophet teilt mit: “Ulul emr sind die Gelehrten” (Darimi)
Hadithe teilen mit :
“Die hohe Stellung des Gelehrten gegenüber einem Nicht-Gelehrten ist wie die Überlegenheit des Propheten gegenüber seinem Prophetengemeinde.” [Hatib]
“Die hohe Stellung des Gelehrten gegenüber einem Frommen ist wie die Glanz des Vollmondes gegenüber die der Sterne.” [Ebu Nuaym]
Der wahre Gelehrter ist der Wissenschaft, Amal (religiöse Handlungen) und Ihlas (reine Absicht, nur für Allah) besitzende salih (Rechtschaffene).
In den Hadithen wird berichtet:
“Wer Wissen erwirb um mit Unwissenden zu streiten/kämpfen und um berühmt seinzu wollen der geht ins Hölle.” (Ibni Maje)
“Wer ausser dem Ziel Allahs Zufriedenheit Wissenschaft studiert der möge sich vorbereiten auf sein Platz in der Hölle.” [Tirmizi]
“Wer für die Dunya (Weltliches,vom Allah entfernende Dinge) Wissen erlernt und zu Güter und Stellungen gelangt dessen Gewinn ist nur das Feuer der Hölle.” [R.Nasýhin]
“Gelehrter ist der auch wenn er wenig Wissen hat der nach mit seinem Wissen danach auch handelt.” [Ebusheyh]
“Wer dem Gelehrten Respekt erweist hat mir Respekt erwiesen, wer ihn besucht der hat mich besucht.” [Ýmam Rafii]
“Sei entweder ein Gelehrter oder Zuhörer oder ein Liebender dieser (beiden) sonst gehst du Zugrunde.” [Beyheki]
“Der Tod eines Gelehrten ist ein grösseres Unglück als das Tod einer Stadtbevölkerung.” [Taberani]
"Allah, der Erhabene nimmt den Ilim (Wissenschaft) welche Er euch gegeben hat nicht zurück. Nur nimmt Er den Ilim durch den Tod der Gelehrten euch weg und sehr Ungebildete bleiben zurück. Und wenn man denen nach Fetwa (religiöses Rechtsgutachten) fragt diese geben dann nach ihren persönlichen Ansichten Fetwa. Somit bringen sie sich selbst in Irrweg und andere." (Hadithsammlung Sahih-i Buhari und des Ibn-i Madsche)
In all den Jahrhunderten haben sich die islamischen Gelehrten einem der vier Rechtsschulen befolgt und gelehrt dass die Muslime einem davon befolgen müssen. Ein Konsens (Ijma) hierüber hat sich gebildet. Von der Ijma sich loslösen ist Unglück.
In den Hadithen wird berichtet :
“Zwei Personen ist besser als ein Person; drei Personen ist besser als zwei Personen. Seit somit mit der Jemaat (Gemeinschaft) ! Allahs Zufriedenheit, Barmherzigkeit und Hilfe ist in der Gemeinschaft. Wer sich von der gemeinschaft trennt fällt in die Hölle.” [Ýbni Asakir]
“Wer sich von der Gemeinschaft trennt fällt kopfüber in die Hölle.” [Taberani]
“Die Gelehrten meiner Ummah (Gemeinde) einigen sich nie über Irrleitung. Wenn Uneinigkeit vorliegt haltet euch fest an siwad-ý a'zama (der Weg wovon die überwiegend mehrheitlichen Gelehrten berichten) ! [Ýbni Maje]
In der Tafsir Medarik des Kuran-ayats Nisa 115 sinngemäss “Wer sich von den Weg der Muslime trennt geht ins Feuer (Hölle).” Wird erklärt : “Genauso wie das Trennen vom Buch (Kuran) und Sunna nicht erlaubt ist so auch im Falle des Ijma.”
[ In der Tafsir des Imam Beydawi steht das selbe mit der Hinzufügung dass das Bleiben auf dem “Wege der Muslime” Pflicht (wajib) ist und das Sich-trennen haram (verboten) ist. Imam Kurtubi schreibt dass das Sich-loslösen vom Weg der Muslime das Trennen vom Idschma der Mudschtehids ist in seinem Tafsir „El Cami li Ahkami´l Kuran“. „Wie bekannt ist das Verleugnen des Idschma ,welches auf sicheres (kat´i) Beleg sich stützt und durch tewatür überliefert ist ,kufr.“ Imam Serahsi in „Temhidul Fusul fi ilmu´l usul“. Ibni Abidin in Reddül muchtar: „Da ab dem vierten Jh. kein Mudschethid-i mutlak ausgebildet ist (oder nicht bekannt war) daher ist unter Idschma der Idschma der Gefährten (Sahabi) Idschma der Nachfolger der Gefährten (Tabiin) und der Idschma deren Nachfolger (Taba-i tabiin) zu verstehen. Wenn kein Idschma der Gefährten vorliegt schaut man auf das Idschma der Tabiin, wenn auch da nicht dann auf dem Idschma der Taba-i tabiin, denn diese Gelehrten (genauer: Mudschtehids) dieser ersten drei Jahrhunderte sind in Hadithen gelobt worden. Diese nennt man „Selef-i salichin“ (die hohen Altvorderen).
Selef-i salihin :
Aus dem Kuran al karim : „Die Allerersten, die ersten der Auswanderer und der Helfer und jene, die ihnen auf die beste Art gefolgt sind - mit ihnen ist Allah wohl zufrieden und sie sind wohl zufrieden mit Ihm; und Er hat ihnen Gärten bereitet, durch welche Bäche fließen. Darin sollen sie verweilen auf ewig und immerdar. Das ist der gewaltige Gewinn.“[9:100]
Hadithe: „Die besten meiner Umma (Gemeinde) sind meine Generation dann die darauffolgende dann die darauffolgende.“ (Imam Buhari)
Kalif der Muslims Omar ( Allahs Wohlgefallen mit ihm) sagte bei seiner Freitagspredigt: ‘O Muslime! So wie ich es euch jetzt mitteile, hatte uns, der heilige Prophet ( Friede sei mit Ihm ) in der Freitagspredigt gesagt, “Die vorzüglichen Menschen sind meine Gefährten. Die nächsten Vorzüglichen sind ihre Nachfolger. Und die nächsten Vorzüglichen sind ihre Nachfolger. Und danach sind deren Nachfolger. Unter denen, die nach diesen letzten kommen, werden Lügner auftauchen.’
"Ein Muslim der mich sah und ein Muslim der diejenigen sahen die mich gesehen haben , den wird das Jehennamfeuer (Höllenfeuer) nicht brennen." Imam Tirmuzi und Imam Munawi
"Wer den Propheten Flüche sagt wird getötet. Wer den Gefährten Flüche sagt wird geschlagen." Imam Tabarani und Imam Munawi
"Meine Gefährten werden Fehler machen. Allah teala wird meinetwegen ihnen verzeihen." Imam Suyuti
"Die Vorzüglichsten aus meiner Glaubensgemeinschaft sind die, welche in meinem Jahrhundert lebten. Die nächsten vorzüglichen sind ihre Nachfolger. Und die nächsten vorzüglichen sind deren Nachfolger. Und danach kommen deren Nachfolger." Imam Buhari, Imam Müslim, Imam Tirmuzi
Imam Beyhaki berichtet in seinem Hadithsammlung "El medhal" das Hadith (sinngemäss) : "Der Koran al karim gehorchen ist euch Pflicht (fard). Es gibt keine Entschuldigung für das Sich-abwenden vom Koran al karim. Falls ihr Angelegenheiten im Koran al karim nicht findet haltet euch an meine Sunna. Falls ihr auch darin nicht findet dann haltet euch an die Worte meiner Gefährten ! Denn meine Gefährten sind wie die Leitsterne am Himmel. Welchen daran ihr auch folgt ihr findet die Rettung. Die Uneinigkeit meiner Gefährten ist ein Segen für euch." (siehe ferner auch Hadithsammlung des Imam Munawi )
"Wenn nach mir Uneinstimmigkeiten auftreten haltet euch an mein Sunnah und meinen rechtgeleiteten Kalifen fest ! Klammert euch an sie wie wenn ihr mit Zähnen etwas festbeisset ! (Hadithsammlung Imam Tirmizi und Ibni Maje)
Die vier Imame der Rechtsschulen waren schon zu ihrer Lebzeiten von der Mehrheit der islamischen Gelehrten anerkannt und ferner gehörten sie diesen im Koran und Hadithen gelobten Selef-i salihin (rechtschaffenen Altvorderen). Nach ihnen folgten zig tausende Gelehrten all die Jahrhunderte einer dieser Rechtsschulen von Marokko bis Indonesien.
Die grossen Gelehrten Ahmed bin Muhammed Tahtawi, Abdulgani Nablusi (in Hadika)und Imam Rabbani (in Mebde we Mead) berichten in ihren Werken dass man unbedingt an einem der vier Rechtsschulen angehören müssen, dass hier Ijma vorliegt. Die Muslime müssen heutzutage gegen die Psydogelehrte und gegen die die unsere Religion verfälschen wollen vorgehen.
Hadithe:
„Wer sich ein Handbreit sich von der Dschemaat (Gemeinschaft) sich trennt und so stirbt stirbt im Tode der Dschahiliyya.“ Hadith (Buchari)
“Will ALLAH, der Erhabene, jemandem gefällig sein, macht ER einen Rechtsgelehrten aus ihm.”
“Wenn jemand Rechtsgelehrter wird, schickt ALLAH, der Erhabene, sein Lebensunterhalt und alles, woran er sich sehnt von ungeahnten Stellen.”
“Der meist geschätzte Mensch bei ALLAH, dem Erhabenen ist der Rechtsgelehrter in der Religion.”
“Gegen den Satan ist ein Rechtsgelehrter stärker als tausend Anbeter.”
“Alles hat eine Säule zum Stützen. Der Grundpfeiler der Religion ist die Rechtswissenschaft.”
“Die beste Art der Anbetung ist das Erlernen und Lehren der Kenntnisse der Rechtswissenschaft.”
]
Hadithe:
“Wenn die Bidahs sich mehren, wenn die späteren mener Ummah dir früheren verfluchen, die Wissenden sollen jeden aufklären! Wer nicht mitteilt und sein Wissen verheimlicht der gilt als Verheimlicher vom Kuran.” [Deylemi] [„Bidah“ heisst Neuerungen, Verfälschungen im Islam einzuführen. Die ,die dies tun und danach praktizieren, heissen „Ahl-i Bidah“ („Leute des Bidah“).]
“Wenn Chaos ausbricht, Lügen geschrieben werden, Sitten in Anbetungen einfliessen und schlecht über meine Gefährten gesprochen werden, der das Richtige weiss soll es den allen mitteilen! Wer das Richtige weiss und obwohl er fähig ist aufzuklären nicht (das Richtige) mitteilt der Fluch Allahs, der Engel und aller Menschen sei über sie ! [Deylemi]
[Seitdem Ende des osmanischen Staates (1922) und dem Rückgang der muslimischen Gelehrsamkeit in vielen Gebieten im Orient wegen des Kolonialismus und den darauf folgenden Diktaturen und anderen Gründen) hat sich viel Unwissen sich sehr verbreitet und parallel dazu zunehmend mehr Sekten und zahllose kleine Gruppierungen sich gebildet von Wahiy (Offenbarung,Koran) ablehnenden Philosophen die sich Muslime nennen bis hin zur gewalttätigen Extremisten. Zwar ist die grosse Mehrheit immer noch sunnitisch aber die Zahl der vom Ahl-i Sunna abweichenden nehmen zu. ]
Der Text oben stammt von Mehmed Ali Demirbas uns ist ursprünglich türkisch. Die Zusätze und Kommentare in den eckigen Klammern wurden hinzugefügt.
Abdülganî Nablüsî erklärt in seinem Buch Hadika : Im heiligen Koran wird sinngemäss gefordert: ‘O Gläubige! Fragt nach Kenntnissen, die ihr nicht besitzt, die Andacht (Zikr) haltenden Gelehrten.’ Andacht bedeutet hier Wissen. Dieser heilige Vers verlangt, dass die Unwissenden nach den Gelehrten suchen und von ihnen erlernen müssen. Der 7. heilige Vers der Sûre Âl-i Imrân lautet sinngemäss: “Doch keiner kennt ihre wahre Deutung als ALLAH, der Erhabene, und diejenigen, welche fest gegründet im Wissen sind” d.h. die verborgenen Bedeutungen der symbolischen heiligen Verse verstehen nur die Gelehrten, die das Wissen besitzen, und der 18. heilige Vers lautet dem Sinn nach; “Die Wissenden verkünden stehend in Gerechtigkeit: es gibt keinen Gott außer IHM, dem Allmächtigen.” Der 81. heilige Vers der Sûre Kasas heisst sinngemäß: “Die aber, denen das Wissen gegeben ward, sprachen: Wehe euch, ALLAHs Lohn ist besser als die irdischen Reichtümer für die, welche glauben und rechtschaffen handeln und niemand gewinnt sie außer den Standhaften.” Der 56. heilige Vers der Sûre Rum autet sinngemäß: Die aber, welche die Erkenntnis und den Glauben gegeben ward, (Diejenigen, aber denen das Wissen und der Glaube gegeben ward) werden sagen: “Ihr habt wie es im Buch ALLAHs aufgezeichnet ist, bis zum Tage der Auferstehung gesäumt, dies ist der Tag der Auferstehung, und ihr wußtet es nicht.” Die 108. und 109. heiligen Verse der Sûre ’Isrâ berichten dem Sinn nach: “Mögt ihr nun daran glauben oder nicht, so fallen die, welchen die Erkenntnis schon zuvor zuteil geworden ist, wenn er ihnen vorgelesen wird, anbetungsvoll auf ihr Angesicht und sagen: ‘Lob und Preis unserem Schöpfer! Siehe, unseres Schöpfers Verheißung wird sich wahrlich erfüllen.’” Der 54. heilige Vers der Sûre Hadsch (Die Pilgerfahrt) lautet sinngemäß: “Die Wissenden begreifen, dass der heilige Koran das ALLAHs Wort ist.” Der 50. heilige Vers der Sûre Ankebût (Die Spinne): “Es ist Zeichen in den Herzen derer, denen das Wissen gegeben ward. Es sind aber nur die Ungerechten, die unsere Zeichen leugnen”. Der 6. heilige Vers der Sûre Sebe (Saba) sinngemäß: “Und die, denen das Wissen gegeben ward, sehen ein, dass das, was zu dir von deinem Schöpfer offenbart worden, die Wahrheit selbst ist und zu dem Pfade des Allmächtigen, des Preiswürdigen leitet.” Der 11. heilige Vers der Sûre Müdschadele (Die Streitende) besagt dem Sinn nach: “ALLAH wird erhöhen diejenigen von euch, die glauben und denen das Wissen gegeben ward, um Stufen. Und ALLAH weiß, was ihr tut.” Der 27. heilige Vers der Sûre Fâtir (Die Engel) berichtet sinngemäß: “Und darum fürchten ALLAH von seinen Dienern nur die Wissenden. Siehe, ALLAH ist mächtig und verzeihend.” Der 14. heilige Vers der Sûre Hudschurat (Die Gemächer) lautet sinngemäß: “Siehe, der am meisten Geehrte von euch vor ALLAH ist der Gottesfürchtigste unter euch; siehe, ALLAH ist wissend und kundig.”
In den heiligen Hadithen, die auf Seite 365. des gleichen Buches erwähnt sind, wird berichtet: “ALLAH, der Erhabene, Engel und jedes Lebewesen beten für diejenigen, die die Menschen Wohltat lehren.” “Am Tage der Auferstehung werden erst Propheten, dann Gelehrten, ferner Märtyrer um das Begnadigungsrecht bitten dürfen.” “O Menschen! Wissenschaft kann nur von Gelehrten erlernt werden. Erlernt Wissenschaft! Wissenschaft erlernen ist Anbetung. Denjenigen, die die Wissenschaft lehren und erlernen, wird das Verdienst eines Glaubenskämpfers gewährt. Wissenschaft lehren ist wie Almosen geben. Von den Gelehrten Wissenschaft erlernen ist wie anbeten gegen Morgendämmerung.” In dem Buch Hulâsa erklärt der Religionsgelehrte Tâchir Buchârî : “Religionsbücher lesen ist besser als in der Nacht freiwilliges Gebet zu verrichten.” Denn die Gebote und Verbote des Erhabenen von den Gelehrten und ihren Büchern erlernen ist unentbehrlich. Zum Lehren und zur Selbstausübung Religionsbücher zu lesen und zu erklären, ist besser als Lobgebet zu verrichten. Durch heilige Hadithe wird berichtet: “Wissenschaft erlernen ist besser als alle freiwilligen Gebete. Denn Wissenschaft nützt sowohl dem Gelehrten als auch seinen Schülern. Denjenigen, die die Wissenschaft erlernen, um andere zu lehren, wird das Verdienst des Treuen gewährt.” Religiöse Kenntnisse können nur von den Gelehrten und aus deren Büchern erlernt werden. Wer behauptet, Religionsbücher und Gelehrte seien nicht nötig, ist ein Lügner und Irrgläubiger. Diese täuschen die Muslime und führen sie zum Unglück. Die Kenntnisse in den Religionsbüchern sind aus dem heiligen Koran und heiligen Hadithen hergeleitet.” Die Übersetzung aus dem Buch Hadîka ist hiermit beendet.
Wen soll man folgen ? (bezüglich Wissenserwerb in islamischen Wissenschaften)
Wenn du sagst, dass du kein Gelehrter (alim ) bist und fragst wie du dein Tun und Worte im Einklang mit Schariah (islamischer Recht, Islam) bringen sollst, so antworten wir . Folge einen gelehrten , der die Jenseitswege ( Religionswissen )besser als du weiss und handle so wie er. Allah , der Erhabene, befiehlt dies in Sura Nahl 43 :
'Wenn ihr es nicht wisst, fragt die Kundigen.'
Das heisst wenn ihr etwas nicht wisst bezogen auf Religionswissen fragt dies den Wissenden in diesem Gebiet. Falls du nicht weißt welcher Gelehrter besser gebildet ist, ist damit du dich an ihn in Religionsangelegenheiten richten kannst, so werde ich dir die Eigenschaften solcher Gelehrter lehren. Dass was er ( dieser Gelehrter ) über den Koran al karim und den Hadith al scharif des Propheten ( salallahü aleyhi vesellem) berichtet ist wahr. Mit solchen Gelehrten die Gesellschaft zu teilen ist erlaubt. Gelehrter ( alim ) nennt man den , der sich vor Allah, dem Erhabenen, sich fürchtet, seine Handlungen nach Koran al karim und Hadith al scharif richtet, sich fernhält von grossen und kleinen Sünden, sich vom zweifelhaften sich distanziert und religiöse Abweichungen (Neuerungen, bidah) nicht macht. Dieser Person kennt Religions und Jenseitswissen. Es ist notwendig, an sie zu glauben was sie über Religion mitteilen , an deren Gesellschaften teilzuhaben und an denen zu orientieren. Solche Gelehrter werden muti, adil, salih, fakih, scheich und murschid genannt. [...] Wenn du mit diesen genannten Eigenschaften keinen Gelehrten findest , dann folge einen anderen NICHT.
(Koran : Kehf ( die Höhle )/ 28 : "Und gedulde dich zusammen mit denjenigen, die ihren Herrn morgens und abends anrufen - im Trachten nach Seinem Wohlgefallen; und laß deine Blicke nicht über sie hinauswandern, indem du nach dem Schmuck des irdischen Lebens trachtest; und gehorche nicht dem, dessen Herz Wir achtlos für die Erinnerung an Uns machten, (und gehorche nicht dem,) der seinen Gelüsten folgt und kein Maß und Ziel kennt.")
Einer der grossen Gelehrten, Scheichül Islam zur Zeit des des Kanuni Sultan Suleyman ( bekannt als Suleyman II., der Prächtige ) Ahmed ibn Kemal Pascha (1468-1534) in seinem Werk „Risale-i münire“ (die türkische Übersetzung unter dem Namen „Vesiletün necat“ in Istanbul 1980 gedruckt )
Der Gelehrter Muhammad Parisa schreibt in seinem Werk Risala-i qudsiyya : „ Die Leute fragten Yusuf al-Hamadani (gest.1141 ) : „ Was sollen wir machen wenn wir keinen perfekten Rehber (grossen Gelehrten ) finden ?“ Er sagte :“ Liest jeden Tag deren Bücher.“
Seitdem Jahr 1911 - drei Jahre nachdem der Kalif Abdulhamid Chan II. gestürzt wurde - werden Bücher über Islam nicht mehr vorher vor dem Druck von einem Gelehrtengruppe überprüft und begutachtet. Es gibt nun auf dem Buchmarkt Bücher von Gelehrten Ungelehrten von Muslimen und Nicht-muslimen , Werke die korrekt sind aber auch Werke die Fehler beinhalten. ferner jene Bücher verschiedener Sekten gibt es auch anzutreffen. Werke grosser anerkannter und berühmter Gelehrten der früheren Zeit (wie Imam Ghazali und viele ähnliche ) zu lesen daraus umfangreiches Kenntnis schöpfen ist einer der besten Wege die noch möglich ist den Islam authentisch zu lernen.
Der große islamische Religionsgelehrte Imâm Ahmed Rabbani, Friede sei mit ihm, kritisiert im 47. Brief seines Werkes “Mektubat” (Briefe), schlechte Geistliche wie folgt an: “Die Worte der angeblichen, hinter weltlichen Gewinn herjagenden Religionsgelehrten zu hören und ihre Bücher zu lesen ist so schädlich, wie Gift einzunehmen. Ihr Schaden ist ansteckend. Sie zersetzen die Gemeinschaft und unterhöhlen die Gesellschaftsordnung. Sie haben Schuld an den Katastrophen, die in der Vergangenheit die islamischen Staaten befallen haben.” Islamische Wissenschaften teilen sich in zwei Teile: Religionswissenschaften und Naturwissenschaften. Es ist für jeden unentbehrlich, die notwendigen Kenntnisse davon zu lernen. Als Beispiel man muß die Gebrauchsanweisung der benötigten Medizin wissen, um es vorschriftsmäßig zu gebrauchen. Ebenfalls muß man die Sicherheitsmaßnahmen einer riskanten Arbeit erlernen. Die Unwissenheit kann einen zum Tod führen, wenn man betreffende Kenntnisse nicht erwirbt...
Was ist zuerst zu erlernen ?
Fiqh ist die Grundlage der Religion.Ohne befriedigende Kenntniss in der Fiqh kann man die Gebote und Verbote der Religion nicht rechtens und gänzlich einhalten. Deswegen Fiqh beiseite lassend Tafsir und Hadithe studieren ist sehr zum Nachteil. Jeder Muslim muss zu erst seinem Kind das Glaubensbekenntnis, das Koranlesen, Gebetsverrichtung und islamische Ethik beibringen. Wissenschaften ist mit dem Ziel und Absicht zu erlernen Allahs Zufriedenheit zu erlangen und den Muslimen und den Menschen zu helfen zu dienen. Wissensererwerb für Hochmut, Ruhm und weltliche Ziele zu erlangen sollte nicht sein. Im Hadith-i sherif heisst es „Wer um weltliches zu erreichen Wissenschaft lernt erreicht weltliche Güter und Stellungen. Der Lohn im Jenseits wird das Höllenfeuer sein.“ Solch Wissen hat kein Nutzen. In einem weiterem Hadith-i sherif lesen wir „O mein Schöpfer ! Schütze mich vor unnützem Wissen ! “ Die islamischen Glaubenslehren und die Verbote (haram) zu lernen ist verdienstvoller als tausende Male die Sure Ihlas zu rezitieren. Fiqh-Studium ist noch wertvoller als hafiz zu sein, d.h den Koran auswendig zulernen. Hafiz sein ist wertvoller als zusätzliche (nafila) Anbetungsweisen.
Bibliographien :
„Geschichte der arabischen Literatur“ von Carl Brokelmann, (deutsch)
„Geschichte der arabischen Schrifttums“ von Prof.Dr. Fuat Sezgin, (deutsch),1967
„Mewdu´at ül ulum“ , Kemaleddin Muhammed, (türkisch),1313 n. hedschra gedruckt
„Miftah-us se´ade“ ,Tasköprüzade Ahmed Efendi , (arabisch)
„Keschf üz zünun“, Katib Celebi (arabisch-lateinisch ,in Leipzig 1835 gedruckt, 1700 ins französisch übersetzt),1941-1947 Istanbul veröff.
„Esma ül müellifin“ Ismail Pascha (arabisch), Istanbul, 1951 und 1955 gedruckt)
In diesen Werken werden zehntausende, hunderttausende Bücher und Gelehrte und die verschiedenen Wissenschaften beschrieben.
mehr dazu :
Hallo Malik
>> Demnach müßte man sich doch ausschließlich an die Offenbarungen des Quran halten. Was meinst du dazu?
Ja, ich sehe mich als einen, der sich an den Koran hält. Aber ich sehe das so, dass ich auch das halten sollte, was vor dem Koran da war. Den Koran verstehe ich nur als Bestätigung zu dem, was vor ihm da war. Denn wenn ich den Koran so lese, ohne den Kontex der vorangegangenen hl. Bücher mit einzubeziehen, dann kann ich den Inhalt des Korans nicht verstehen.
Und mich deshalb einer weiteren Quelle zu bediehnen, die nicht von Gott gesandt ist, das finde ich selbst nicht als den rechten Weg. Denn Gott gab mir Verstand, und den versuche ich zu gebrauchen.
Gott sei mit Dir
Ahmet
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