„Von Allah zum Terror? : der Djihad und die Deformierung des Westens“ von Hans-Peter Raddatz (Verlag Herbig, 2002). Hier ein Auszug: „4. Das Charisma islamischer Ideologie. Je dominanter und sicherer sich der Islam als neuer Gemeinschaftsgeist etablierte, umso eher konnten Denk- und Verhaltensweisen zu ‚Unrecht’ werden, welche diesem zuwiderliefen – die klassische Ausgangssituation für eine totalitäre Ideologie. Dabei musste eine weitere, wichtige Form der sozialen Auseinandersetzung ... auf Muhammads unbequemen Prüfstand geraten: die Spottdichtung. In zum Teil berühmt gewordenen epischen Dichtungen, den sogenannten Qasiden, versuchten in Fehde liegende Stämme, sich mit Ruhm- und Prahlversen gegenseitig zu überbieten und ins Lächerliche zu ziehen – eine wichtige Funktion in der gesellschaftlichen Neutralisierung von Gewalt. Viele dieser Dichter, die bekanntlich wussten, dass es schon einen vorislamischen Allah gab, hatten nun Muhammad und seine zunächst kurios wirkende Gemeinde aufs Korn genommen und sich damit in akute Lebensgefahr gebracht. Denn diese Gemeinde und vor allem ihr Führer hatten keinerlei Sinn für Humor und Ironie und brachten die Schöpfer unangenehmer, in Gedichtform gekleideter Wahrheiten ebenso um wie jene, die sich dem Islam politisch oder religiös entgegenstellten oder – noch schlimmer – ihm den ‚gerechten Tribut’ vorenthielten. ... Er (Muhammad) etablierte die Institution des AUFTRAGSMORDS, welche diejenigen zu höchsten Ehren führte, die für den ‚Gesandten Allahs’ töteten.“ (S. 31)