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Thema: Frage zu vorislamischen Kulturen

  1. #1
    Emilia
    Gast

    Frage zu vorislamischen Kulturen


    Hallo Ahmet!

    In Deiner Antwort v.28.2, erwähntest Du die schlechte Tradition der

    vorislamische Kulturen, bezügl.Umgang mit Frauen etc.

    Gibt es eine zeitliche Epoche, wann sich diese Entwicklung in vorislamischen

    Kulturen manifestiert hat? Ich frage auch deshalb, weil gerade im vor-

    islamischen Raum, vor d. stammesrechtlichen patriachalen K.,die mutterrechtlichen Kulturen das Weltu.Gottbild bestimmten. Danke.

    Grüße Emilia




  2. #2
    Ahmet
    Gast

    Re: Frage zu vorislamischen Kulturen


    Hallo Emilia,


    Emilia: Gibt es eine zeitliche Epoche, wann sich diese Entwicklung in vorislamischen

    Kulturen manifestiert hat?



    Steinzeit: In grauer Vorzeit gab es das Matriarchat, das später durch das Patriarchat abgelöst worden ist. Wir wissen aus dieser Epoche nicht sehr viel, da es keine schriftlichen Aufzeichnungen in unserem Sinne gibt. Wir sind auf das Lesen und Verstehen von Ausgrabungen angewiesen. Die ältesten Funde sind meist Frauenfiguren, nur um die 10 cm gross, handlich und drall: die sog. Ur-Mütter. Das berühmteste und wohl auch älteste altsteinzeitliche Kunstwerk dieser Gattung ist die „Venus von Willendorf“ (Österreich), ca. 30.000 Jahre alt.



    In diesen Figurinen wurde das ewig weibliche Prinzip verehrt, Fruchtbarkeit für Menschen, Tiere und Felder sowie der Fortbestand des Lebens beschworen. Die „Grosse Mutter“ war weltweit und in allen Kulturen gleichermassen die höchste Instanz.


    Aus späterer Zeit ist uns das Volk der Amazonen bekannt. Lange Zeit galt das kriegerische Frauenvolk als lediglich in Legenden lebendig. Neuere Forschungen und Ausgrabungsfunde belegen inzwischen jedoch deren tatsächliche Existenz (z.B. ein Grab an der Wolga). Zeitlich datiert werden die Amazonen ca. ab 1200 v.Chr. Sie lebten an der Nordküste Anatoliens oder östlicher im Kaukasus und verehrten die Grosse Göttin. Noch im 5. Jahrhundert n. Chr. war das Schwarze Meer als Amazonenmeer bekannt. Kriegerische Frauen waren allerdings nicht nur in Kleinasien bekannt, sondern auch in anderen Gegenden, so z.B. im keltischen Kulturraum, bei den Wikingern und auch in Nordafrika. Vielleicht wehrten sich diese Frauen gegen den Untergang des Matriarchates?


    Vielleicht hilft es, wenn wir die einzelnen Kulturen etwas näher betrachten.


    Im Alten Ägypten waren die Frauen besonders im Alten und Mittleren Reich gleichberechtigte Partnerinnen ihrer Männer. Bei der Eheschliessung übernahm der Ehemann zwar vom Vater das „Schutz- und Sorgerecht“, er wurde damit aber, im Gegensatz zu anderen zeitgleichen Kulturen, nicht zum gesetzlichen Vormund (wie bei Griechen und Römern). Dies änderte sich vor allem im Neuen Reich als die Frauen mit den Sitten der Griechen und Römer konfrontiert wurden, die als "gutes Beispiel" galten. Um nicht als provinziell zu gelten nahmen sie diese Sitten gerne an, wozu auch die Stellung der Frau gehörte.


    Betrachten wir nun einmal die Stellung der Frau in der Antike, d.h. in Griechenland und Rom, so ist die Situation hier eine grundlegend andere.


    Die geschichtliche Entwicklung des Mittleren Osten sowie Vorderasiens in vorislamischer Zeit war vorwiegend geprägt von der Vorstellung, dass Frauen minderwertig seien. Die Männer hatten die absolute (Herrschaft und) Dominanz, die Frauen waren wirtschaftlich abhängig:


    „Die Antike entwickelt einen ersten Höhepunkt in der Entwicklung patriarchaler Gesellschaften. Die Frauen werden rechtlich unter die Vorherrschaft ihrer Väter und Männer gestellt. Lediglich Hetären nehmen Einfluss auf Politik, Philosophie, Kultur und Kunst. Die Frau wird als schwaches und minderwertiges Geschöpf angesehen, das passiv die männliche Form aufzunehmen hat. Der Mann als Schöpfer löst die Leben spendende Göttin in Kultur, Religion und Wissenschaft ab.


    Eine vollkommene Verdrängung der ehemals mächtigen Göttinnen erfolgt jedoch erst im Judentum und im Christentum, in dem mit der jungfräulichen Mutter Maria nur ein schwacher Abglanz der alten Muttergöttinnen erhalten bleibt.“


    Griechenland: Gesetze und Sitten verurteilten die Frauen hier zu dauerhafter und erstickend enger Isolation. Angesehene griechische Frauen, die faktisch vom öffentlichen Leben ausgeschlossen waren, besassen kaum gesetzlich verankerte Rechte, wenn sie ohne Zustimmung ihres Familienvorstands oder ihres rechtmässigen männlichen Vormunds handelten. Sie fristeten ein Schattendasein, verbrachten Tage am Webstuhl oder mit Haushaltsführung. Nur in Sparta durften die Mädchen Sport treiben. Nach dem strengen Athener Recht gehörten Frauen faktisch ihrem Vater oder dem für sie ausgewählten Ehemann, der auch allein über die Mitgift verfügte. Frauen konnten nicht über ihr Erbe bestimmen, keine Verträge abschliessen, Kinder gingen in den Besitz des Mannes und seiner Familie über.


    Rom: Hier lebten die Frauen nicht ganz so zurückgedrängt (gezogen), doch wurde ein sittsames bescheidenes Benehmen von ihnen erwartet. Sie durften allerdings mit Gästen dinieren, Geschäfte und Tempel besuchen, und in Grenzen die Karriere ihres Mannes fördern. Aber auch sie blieb bis zur Hochzeit in der rechtlichen Gewalt ihres Vaters. Sie brauchte die Einwilligung ihres Vormundes und konnte nicht selbst die Vormundschaft ihrer Kinder übernehmen.



    Auch das Erbe spielt bei der Unterdrückung der Frau eine grosse Rolle, denn bekäme sie Söhne von einem anderen Mann, würden diese die legitimen Nachkommen um ihr Erbe bringen. Männern war daher sexuelle Freiheit gestattet, den Frauen aber nicht. Eine Verzettelung des Erbes konnte so verhindert werden.


    Aus religiöser Sicht:


    Im östlichen Mittelmeerraum war die vorherrschende Religion (noch vor Christentum und Islam) das Judentum. Auch hier unterstand die Frau oder Tochter der religiösen Verantwortung des Mannes oder Vaters. Sie leitete zwar ehrenhaft den Sabbat und die Festtage ein, indem sie die Lichter entzündete und segnete, der Mann genoss dennoch eine Vorrangstellung, trotz der Ehrenhaftigkeit der Frau.


    Eine Scheidung war für die Frau nur dann möglich, wenn der Ehemann damit einverstanden war. Andererseits konnte die Frau vom Mann verlassen werden und hatte dann noch nicht einmal das Recht, sich wieder zu verheiraten. Im Falle einer kinderlosen Witwe galt die Frau als Eigentum der Familie. Wollte sie wieder heiraten, musste der Schwager zustimmen.


    Auch im Christentum (ab 325 n.Chr.) kommt die Stellung der Frau nicht besser weg. Im 5. Jahrhundert beriet ein Konzil über „die Wahrheit der Frau“ und stellte allen Ernstes die Frage: besitzt die Frau eine Seele wie der Mann? Die damalige Sicht der Dinge war klar und einfach: ausser der Mutter Jesu hätten alle Frauen eine verdorbene Seele und seien dazu bestimmt „in ewiger Verdammnis in der Hölle“ zu schmoren. Scheidungen standen im Christentum ebenfalls nicht zur Debatte. Die Ehe war - und ist es für die Kirche auch heute noch - unauflösbar. Heisst es doch: „Was Gott zusammen gefügt hat, darf der Mensch nicht trennen“.


    Männer mussten angeblich vor den Frauen „beschützt“ werden, die immer versuchten, sie zu verführen. Als Alibigeschichte dient/e die Geschichte Evas, die Adam im Paradies verführte um vom verbotenen Apfel (der Erkenntnis!) zu essen. Die Frau sollte also schon aus „sittlichen“ Gründen reglementiert werden, sie hatte nicht das Recht öffentliche Ämter zu bekleiden und auch freie Meinungsäusserung wurde ihr untersagt. Frauen, die sich Wissen aneigneten – ob nun wissenschaftliches oder medizinisches – wurden mit Argwohn betrachtet und im Mittelalter schliesslich im grossen Stil der Hexerei beschuldigt und verbrannt.


    Hier ist vielleicht auch die römische Kultur der Träger, die ja das Christentum formte.


    In der vorislamischen Zeit im nahen Osten: Was das häusliche Leben der Frauen aus den niederen Schichten in arabischen Ländern angeht, existiert wenig Material aus frühester Zeit. Vieles, was heute erforscht werden kann, stammt aus den Texten von Dichtern und Richtern bzw. anderen Schriften. Meist ging es bei den erwähnten Geschehnissen um nicht alltägliche Lebensumstände.


    Die Beduinen der Wüste überlebten nur dank ihrer Stammessolidarität. Sie hatten eine „absolute Handlungsfreiheit gegen alle, mit denen der Einzelne weder durch Blutsverwandtschaft noch durch Heirat verbunden war.“ Um das Überleben zu sichern, musste Stärke gezeigt und unter Umständen einem Angriff zuvorgekommen werden. Wie wichtig die Blutsverwandtschaft war, ist in der Namensgebung zu erkennen. Ibn, Abu ....Vater von, Sohn von ... in langer Familienreihe.


    Bei Hungersnöten wurden die Söhne behalten, sie konnten den Stamm schützen. Die Mädchen wurden ausgesetzt. Jeder erwachsene Mann war verantwortlich für den Besitz und das Blut eines jeden Stammesgenossen. So war der Gemeinschaftsgeist sehr hoch, und so ist es auch zu erklären, dass die Ehre einer Frau sowie deren Schutz auch nach der Heirat noch immer in den Händen ihrer Brüder lag. Daher wurde auch das Erbe nicht unter den Frauen sondern ihren Onkeln und Brüdern aufgeteilt.


    Der Islam wurde zu einer Zeit propagiert (ca. 600 n.Chr.), in der die Welt östlich des Mittelmeers einen Umbruch erlebte. Die Gesellschaftsstruktur begann sich zu verändern. Die ursprünglich nomadische Struktur wandelte sich in eine eher bäuerliche. Kaufleute wurden immer machtvoller, und Mekka, die bereits vorislamische, heidnisch- heilige Pilgerstätte, wurde zu einem Handelszentrum. Karawanen zogen durch das Land, der Handel blühte, Städte und städtische Lebensstrukturen entwickelten sich.


    In diese Zeit wurde Mohammed geboren. Er wollte eine Reformierung der Ehe und der Lebensumstände der Frauen verwirklichen. Die Gleichstellung von Mann und Frau sollte wieder gesetzlich verankert werden. Jedoch von heute auf morgen war es nicht möglich, alles Bisherige einfach zu ignorieren. Er lebte in seinen Ehen das vor, was er auch von seinen Mitstreitern erwartete. Doch seine Absichten stiessen schon zu seinen Lebzeiten auf Widerstand. Und nach seinem Tod konnten spitzfindige Nachfolger seine Worte so drehen, wie sie sie verstanden haben wollten.


    Die Frauen in den westlichen Ländern haben es mit viel Mühe und über Jahrzehnte hinweg geschafft, das Frauenbild in der Gesellschaft zu verändern. Einige islamische Länder sind oder waren ab Mitte des 20.Jh. auch Vorreiter bezüglich der Stellung der Frau. So ist hier vor allem Tunesien zu nennen, das als eines der ersten Länder die Polygamie abschaffte. Es verankerte noch vor Deutschland die Gleichberechtigung der Frau gesetzlich. Und die Türkei setzte lange vor dem restlichen Europa Frauen ins Parlament.


    Ich hoffe, ich konnte Dir hier einige interessante Infos darüber geben. Morgen werde ich noch etwas über die Brahmanen schreiben. Ich möchte aber noch etwas in einem Buch nachschlagen. Das Buch habe ich gerade nicht zur Hand.


    Gruss

    Ahmet



  3. #3
    Ahmet
    Gast

    Indoeuropäer die ersten Frauendiskriminierer?


    Hallo Emilia,


    Nochmals auf das Thema zu kommen, ab wann überhaupt das Matriarchat vom späteren Patriarchat abgelöst wurde, kann man annehmen, dass es zwischen 2000 v.Chr. bis 500 v.Chr. durch die indoeuropäischen Völker langsam auch im nahen Osten verbreitet wurde.


    Denn die Ursprünge der Völker Griechenlands und Roms gehen auf die indoeuropäische Wanderung zurück. Auch das Volk der Brahmanen (heutige Hinduisten seit ca. 700 v.Chr.), waren grosse Patriarchen. Sie verdrängten die zuvor in Pakistan bzw. Indien bestehende matriarchalische "Vedische Kultur", die Indra als den höchsten und einzigen Gott verehrten, diesen aber als weiblich verstanden.


    Erst durch die Idee von Herrschaft (Kastensystem, Karmalehre, Kaiser, Könige) wurde das langsame kommen des Patriarchats ermöglicht. Denn ich gehe davon aus, dass von der Altsteinzeit an bis zum Ende der Jungsteinzeit (einschliesslich der Bronzezeit, etwa 100.000 bis 2000 v. Chr.) galten die natürlichen Prinzipien von Gleichheit unter den Menschen, Egalität zwischen den Geschlechtern, großer sexueller Freiheit und Gemeinschaftsehe als Wechselheirat zwischen zwei Sippen, und sie gelten in den Rückzugsgebieten noch heute.


    Also sehe ich die Indoeuropäer als den Ursprung der Männerherrschaft. Dieses Volk diskriminierte die Frauen als erstes. Leider findet man diese Diskriminierung noch heute bei allen Völkern. Auch bei einzelnen Muslimen ist es noch heute nicht selten, dass die Frau diskriminiert wird.


    Alle diese Muslime handeln aus Unwissenheit über ihre eigene Religion und konnten den Islam nie annehmen, weil sie von der vorislamischen Kultur, also von der indoeuropäischen Kultur, geprägt sind.


    Ich hoffe, ich habe damit eine Antwort geben können.


    Gruss

    Ahmet




  4. #4
    Emilia
    Gast

    Re: Indoeuropäer die ersten Frauendiskriminierer?


    Hallo Ahmet!


    Danke für Deine ausführlichen Infos, war interessant nachzulesen.

    Ich habe mich (abseits von:Frauen sind die besseren Menschen/Gesellschaftsf.)

    etwas mit der Matriachatsforschung beschäftigt.


    Sie bezieht sich neben der Skulpturenfunde auch auf die Gräberkultur, die

    sich stark von der patriachalen Gräberk. unterscheidet.

    Interessant ist,daß alle matr. Symbole, die vorher als heilig galten bzw.eine gew. Wichtigkeit hatten, in patriachalen Gesellschaften als unrein oder böse

    (d.Schlange, Geburt u.ähnliche Vorgänge) bewertet wurden.


    Der Übergang v.Matriachat zu Patriachat ging nicht nur mit der Minder-

    bewertung von Frauen einher, sondern wurde auch mit einer gewalttätigen

    Konsiquenz alles Weibliche zu untergraben, wie z.B die Genitalverstümmelung

    an Frauen, die ja eine uralte Tradition hat, durchgeführt.

    Man fragt sich welche Motive oder Ängste die damaligen Gesellschaften trieben,

    daß sich so eine Unkultur gegen Frauen etablieren konnte, und ob der Kult der

    großen Mutter für die Männer der damaligen Zeit eine Art Bedrohung darstellte,

    die diese Verachtung zumindest Ansatzweise erklären könnte.


    Auch in den monoth. Religionen wird Gott immer männlich definiert:

    Gott Vater ,Herr ,oder er;

    Das finde ich grundsätzl. legitim, es gibt eben ein männliches u. weibliches

    Prinzip(auf Gott nicht personifiziert gemeint), aber das weibliche P.

    wird irgendwie als schwach definiert. Das kommt mir in Anbetracht dessen,das Frauen Kinder zu Welt bringen können, also eine kraftvoll-weibliche Eigensschaft, fast unglaublich vor.

    Man könnte sich fragen, wo dieses eigenständige, kraftvoll weibliche Prinzip

    in den Religionen hinverschwunden ist.


    Grüße Emilia









  5. #5
    Ahmet
    Gast

    Re: Der Mann konnte Städte bauen!


    Hallo Emilia,


    Emilia: Man fragt sich welche Motive oder Ängste die damaligen Gesellschaften trieben, daß sich so eine Unkultur gegen Frauen etablieren konnte, und ob der Kult der großen Mutter für die Männer der damaligen Zeit eine Art Bedrohung darstellte, die diese Verachtung zumindest Ansatzweise erklären könnte.


    In der Steinzeit denke ich, war die Frau für den Mann etwas besonderes, denn es war die Frau, die das überleben sicherte. Sie war Sammlerin, während das Einkommen des Mannes bei der Jagt keine Überlebensgarantie bot. Da war der Mann meist der Erfolglose und die Frau ermöglichte es, eine Familie weiter zu führen, indem sie in der Lage war Menschen zu gebären.


    Deshalb könnte es psychologisch gesehen durchaus sein, dass das weibliche Geschlecht an manchen Orten (vielleicht gegen Ende der Steinzeit) diese Macht ausnutzte und den Mann zu verachten begann. Ich meine es so, dass vielleicht der Mann unter den Frauen als nutzlose Sache gesehen wurde, und als Schwach galt. In jener Kultur stand sogar die Frau beim Ackerbau auf dem Feld.



    Dann aber, wendete sich das Blatt, als der Mann herausfand, dass er genauso als Spender des Lebens beteiligt war. Dazu kam die Wichtigkeit des Mannes, bei der Neuorganisation vom einfachen Ackerbau zum Stadtleben. Der Mann übernahm dank seiner körperlichen Kraft die Macht und führte die Frau mit psychologischem Einfluss auf das heutige falsche Bild. Durch die Völkerwanderungen vom Norden Indiens (Entstehungsort der Indoeuropäer) in alle Richtungen kann man noch heute verfolgen, wohin es diese Un-Kultur weitertrug.


    Emilia: Auch in den monoth. Religionen wird Gott immer männlich definiert: Gott Vater ,Herr ,oder er;


    Das ist aber erst ca. seit 500 v.Chr. endgültig in den Monotheismus eingeflossen. Denn die monotheistischen Semiten (Religionen vor dem Judentum) kannten keine Personifizierung von Gott. Viel mehr war die Rede von einer Macht in mehreren Himmeln bzw. einem Himmelsheer (Gott in Mehrzahl). Ich denke, es waren die damaligen Schriftgelehrten (Pharisäer), die das männliche Bild in die Bibel führten. Später hatte dann Jesus genau diese frauenfeindlichen Ansichten der Pharisäer kritisiert, wie man in den Evangelien nachlesen kann.



    Da es aber wiederum die Römer in der Hand hatten, wie Jesus Gott hätte angesprochen haben sollen, hat man das damals geschlechtneutrale, bildnislose aramäische Wort "Aloho" (deutsch: Gott) als Herr bzw. Vater in die Bibel gesetzt.


    Damals war es in der römischen und griechischen Kultur, des Entstehungsortes unserer Bibel, patriarchalisch beherrscht.


    Gruss

    Ahmet

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