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Thema: Dalai-Lama glaubt an Reinkarnation

  1. #1
    Hermann
    Gast

    Dalai-Lama glaubt an Reinkarnation


    Bei uns in der Schweiz ist Dalai-Lama zu besuch. Er spricht wiederholt von Wiedergeburten. Er soll ja selbst eine Wiedergeburt sein. In einem deiner Beiträge las ich, dass der Buddhismus die Reinkarnation nicht kenne. Aber warum spricht dann der Oberste der Buddhisten trotdem über Wiedergeburten?


    Bitte antworte!


    Es freut mich

    Hermann



  2. #2
    Ahmet
    Gast

    Re: Dalai-Lama glaubt an Reinkarnation


    Hallo Hermann,


    Hermann: In einem deiner Beiträge las ich, dass der Buddhismus die Reinkarnation nicht kenne.


    Danke für die Nachfrage. Du bist sehr aufmerksam beim lesen meiner Beiträge. Das freut mich sehr. Aber eine kleine Ergänzung habe ich trotzdem anzubringen.


    Als Buddha (Siddharta) seine Lehre weitergab, war das einfache Volk seiner Zeit in grossem Leid, welches in der Ideologie der Brahmanen zu begründen war. Denn die Brahmanen (Hinduisten) führten ca. 600 v. Chr. die Reinkarnation, das Karma und darauf das Kastensystem als Elemente der Hinduistischen Religion ein. An dieser Umstellung begründete Buddha das Leiden und wollte die Leidenden davon erlösen. Das lehrte Buddha so, dass man sich vom Samsara (Kreislauf der Wiedergeburten) lösen solle, und sich einzig dem Dharma (frühere ewige Lehre) widmen und nur diese befolgen solle.


    Wie Du siehst, war es nicht so, dass man die Reinkarnation im Buddhismus nicht kannte, sondern man wollte es wieder loswerden, weil es nicht der ewigen Lehre entsprach.


    Hermann: Er spricht wiederholt von Wiedergeburten. Er soll ja selbst eine Wiedergeburt sein.


    Der heutige Dalai Lama, also Tenzin Gyatso ist ein besonderer Mensch. Für die 14. Reinkarnation des Buddha mit Gottesstatus verhält er sich gegenüber seinen Vorfahren sehr einfach und bescheiden. Die Idee der Reinkarnation existiert im Buddhismus seit ca. 700 n. Chr. Damals trennte sich der heutige Buddhismus (Grosses Fahrzeug) von der wahren Lehre Buddhas (kleines Fahrzeug) und es entstand die neue Form.


    Die ursprünglichen, echten Lehren Buddhas sind im Dreikorb (Tipitaka) in der Pali- Schrift enthalten, während der neue Buddhismus seine Schriften im hinduistischen Sanskrit verfasst hatte. So hatte also die Hinduistische Lehre den Buddhismus beeinflusst.


    Streng gesagt, wird vom Dalai Lama die Lehre Buddhas (Siddharta) missbraucht, um eine weitere Misch- Form vom Hinduismus zu lehren.


    Gruss

    Ahmet



  3. #3
    Alex
    Gast

    Re: Dalai-Lama glaubt an Reinkarnation


    Lieber Ahmet,

    Du schreibst:


    >Streng gesagt, wird vom Dalai Lama die Lehre Buddhas (Siddharta) missbraucht, um eine weitere Misch- Form vom Hinduismus zu lehren.>


    So wie ich den Buddhismus verstanden habe, sind Lehren, wie die der Reinkaranation, Vorstellungsmodelle, die uns Menschen Zusammenhänge plausibel machen könne, die wir sonst nicht in der Lage sind zu begreifen. Es wird andereseits aber auch gewarnt, solche Vorstellungen als absolute Wahrheit zu verstehen. Ich finde es daher sehr gewagt zu behaupten, der Dalei Lama würde die ursprüngliche Lehre missbrauchen. Nein, er lehrt sie nur so, dass sie für uns plausibel ist.


    Zitiere hierzu aus dem buddhanetz.org folgenden Textauszug:


    "14 Übungswege für engagierten Buddhismus

    formuliert von Thich Nhat Hanh







    Erster Übungsweg

    Aus Einsicht in das Leid, das durch Fanatismus und Intoleranz entsteht, will ich üben, keine Lehrmeinungen, Theorien oder Ideologien, einschließlich der buddhistischen, zu vergöttern und diesen nicht anzuhaften. Buddhistische Lehren sind Hilfsmittel, um durch tiefes Schauen Verstehen und Mitgefühl zu entwickeln, und keine Dogmen, für die gekämpft, getötet und gestorben werden sollte.





    Zweiter Übungsweg

    Aus Einsicht in das Leid, das durch falsche Ansichten und falsche Wahrnehmungen entsteht, will ich üben, nicht engstirnig und an meine gegenwärtigen Ansichten gebunden zu sein und Nicht-Anhaften an Meinungen zu praktizieren, um für die Erkenntnisse und Erfahrungen anderer offen zu sein. Ich bin mir bewußt, daß mein derzeitiges Wissen keine unveränderliche, absolute Wahrheit ist. Wirkliche Einsicht entsteht durch achtsames tiefes Schauen und tiefes Zuhören, durch das Erlöschen aller Ansichten und Konzepte und nicht durch die Anhäufung begrifflichen Wissens. Deshalb will ich üben, mich nicht in meinen Ansichten und Konzepten zu verfangen, sondern mein ganzes Leben lernbereit zu sein und die Wirklichkeit in mir und um mich herum in jedem Augenblick achtsam wahrzunehmen."


    Liebe Grüße,


    Alex









  4. #4
    Ahmet
    Gast

    Re: Dalai-Lama glaubt nicht an Urlehre?


    Hallo Alex,


    Wie ich schon schrieb, finde ich den heutigen Dalai Lama einen sehr guten Lehrer, sofern er nicht über den Tod spricht. Ich möchte den Buddhismus auf keinen Fall schlecht machen. Ich akzeptiere auch seine Aussagen, denn sie sind sehr friedlich gemeint. Danke auch für die Zitate.


    Der Glaube ist der Schlüssel zu Gott. Nun aber, wenn man das glaubt, was man selber erfindet, dann hat das für mich nichts mit Gott zu tun. So geschieht es überall auf der Welt, dass man sich auf einen Irrweg begibt und so nie zu Gott zurück findet. Dafür hat uns Gott, der Schöpfer die Menschen gesandt (Buddha, Jesus, Moses, Mohammed etc.), die uns den rechten Weg erneut zeigten. Aber was nützt uns das, wenn wir die Worte dieser Menschen nicht beachten?


    Alex: So wie ich den Buddhismus verstanden habe, sind Lehren, wie die der Reinkaranation, Vorstellungsmodelle, die uns Menschen Zusammenhänge plausibel machen könne, die wir sonst nicht in der Lage sind zu begreifen.


    Was die Reinkarnation angeht, da muss ich mich davon fern halten, denn sie ist eine philosophische Lehre aus dem Jahre 700 v. Chr., die von den Ideen bekannter Eremiten verfasst wurden. Davor gab es kein Zeichen von dieser Lehre, obwohl die Menschen schon im Jahre 3800 v. Chr. schreiben konnten. Warum erwähnte man das zuvor nie schriftlich?


    In der buddhistischen Bibel, dem Tipitaka, auch Dreikorb genannt, sagt Siddhartha (Buddha), dass man sich noch in diesem Leben von der Reinkarnation lösen soll. Das soll sofort im Geiste, wie auch im Handeln geschehen. Und soll für jeden Menschen gelten, also auch in der niedersten Kaste.


    Deshalb finde ich es schade, dass man wenigstens als Vertreter (von Buddha) die Worte Buddhas nicht ernst nimmt und weiterhin Begründungen mit Hilfe der Reinkarnation anstellt. Der Gesellschaft hat das nur geschadet. Das kann man noch heute im Hinduismus beobachten. Die Reinkarnation ist streng genommen eine hinduistische (brahmanische) Lehre, nicht eine Buddhistische!


    Alex: Es wird anderseits aber auch gewarnt, solche Vorstellungen als absolute Wahrheit zu verstehen. Ich finde es daher sehr gewagt zu behaupten, der Dalei Lama würde die ursprüngliche Lehre missbrauchen. Nein, er lehrt sie nur so, dass sie für uns plausibel ist.


    Ok, vielleicht ist es von mir etwas hart ausgedrückt worden. Aber wie würdest es Du nennen? Der echte Buddha (Siddhartha Gautama) spricht davon, sich, weil es schlecht ist, nicht mit Reinkarnation zu befassen, um direkt in das Nirvana zu gelangen, und 2500 Jahre später spricht ein buddhistisch erleuchteter Mensch, der ja Buddha vertreten soll, trotzdem über die Reinkarnation als Begründung von Etwas?


    Kannst Du mir das erklären? Wozu gibt es dann die göttlichen Botschaften, wenn sie doch nicht als wahr angesehen werden sollen?


    Gruss


    Ahmet



  5. #5
    Alex
    Gast

    Re: Dalai-Lama glaubt nicht an Urlehre?


    Ahmet schreibt:

    >Ok, vielleicht ist es von mir etwas hart ausgedrückt worden. Aber wie würdest es Du nennen? Der echte Buddha (Siddhartha Gautama) spricht davon, sich, weil es schlecht ist, nicht mit Reinkarnation zu befassen, um direkt in das Nirvana zu gelangen, und 2500 Jahre später spricht ein buddhistisch erleuchteter Mensch, der ja Buddha vertreten soll, trotzdem über die Reinkarnation als Begründung von Etwas?>


    Bin im Buddhismus auch nicht so bewandert, dass ich die Lehren des echten Buddha wirklich kenne.

    Nach meinem Verständnis wird Reinkarantion weder bestätigt noch eindeutig verneint. kann es sein, dass Buddha es so gemeint hat, dass man sich damit nicht beschäftigen soll, weil es nur ein Umweg auf dem Weg ins Nirwana darstellt? Im Buddhismus geht es doch hauptsächlich darum, sich von allen Vorstellungen und Konzepten nach und nach zu befreien, möglicherweise ist der Glaube an Reinkaranation ein solches Konzept, das einem am Anfang hilft, das aber dann mit tieferer Einsicht ebenfalls aufgegeben werden sollte.




    Liebe Grüße,


    Alex

  6. #6
    Ahmet
    Gast

    Re: Dalai-Lama glaubt nicht an Urlehre?


    Hallo Alex,


    Da ich mich mit den Ursprüngen aller Religionen befasst habe und diese gründlich kennen gelernt habe, kann ich Dir eine genaue Antwort darauf geben.


    Dafür versetzt man sich einfach in der Zeit zurück ins damalige Geschehen. Heute wissen wir von einer Vedischen Kultur, die um ca. 2000 v. Chr. am Punjab (zwischen Pakistan und Indien) existierte. Diese Kultur war soweit zivilisiert, dass sie um ca. 1800 v. Chr. das bis dahin mündlich überlieferte Gesetz (Dharma) mit der vedischen Schrift, einer Vorform des Sanskrit, niederschrieben (Rigveda, Samaveda, Yajurveda).


    Aus diesen schriftlichen Erben ist zu ersehen, dass diese Vedische Kultur einen Tier- Opferkult betrieb, der einen Hochgott genannt "Indra" gnädig stimmen wollte. Dieser Gott im höchsten Himmel (7.Himmel) schuf die Menschen und Geister aus dem "Nichts". Viele in nahöstlichen Religionen enthaltene Elemente waren auch in dieser Vedischen Religion zu beobachten.


    Erst ca. 1000 Jahre später wurde die Vedische Kultur von den Brahmanen erobert. Die brahmanischen Eremiten führten das Sanskrit ein und schrieben ihre Kommentare zum bis dahin bestehenden Gesetz nieder. Die neuen Komentare werden Upanishaden genannt. Erstmals in diesen neuen brahmanischen Schriften wurde die Reinkarnation, und damit die zusammenhängende Karmalehre und das Kastensystem erwähnt und zwangsmässig in die Gesellschaft integriert. Es sollte die Brahmanische oberste Priester- Kaste zur Macht verhelfen und weiterhin festigen. Auch das Mehr- Götterbild (Shiva etc.)und das zirkulare Weltbild werden erst aus den Upanishaden begründet. Das System wurde dann noch verfeinert und bekam um 300 n. Chr. den neuen Begriff "Vedanta", was zu deutsch "Abschluss der Veden" heisst.


    Um 500 v.Chr., bei der Einführung dieser philosophischen Lehren durch die brahmanischen Machthaber, gab es kleinere Gruppierungen, die grossen Widerstand gegen diese brahmanischen Neuregeln leisteten. Eine dieser Bewegungen war die des Gautama Siddharta, den Begründer des Buddhismus. Siddartha (Buddha) lehnte die brahmanischen Neu- Lehren ab und versuchte die beeinflusste Gesellschaft zurück zur alten Lehre des Dharma (ewiges Gesetz) zu führen. Dies sei nur durch die geistige Befreiung von dem Rad des ewigen Kreislaufs (Samsara) möglich, denn er sah das Leiden in der brahmanischen Gesellschaft nur aus diesen Gründen (Neueinführung von Kastensystem, Karmalehre, Reinkarnation). G. Siddartha (Buddha) nannte die im Kreislauf gefangenen "Pratityasamutpada" (vom Entstandenen Abhängige)


    Ich hoffe, ich konnte Dir hier die Erklärung bringen, damit Du mich verstehen kannst, warum ich es schade finde, dass der Dalai Lama das Wort Buddhas nicht ernst nimmt.


    Gruss

    Ahmet

  7. #7
    Buddha
    Gast

    Re: welches ist der echte Buddhismus?


    Hallo Ahmet,


    Du hast sehr übersichtlich die hintergründe für das entstehen des buddhismus erklärt. Es fehlt aber noch die unterscheidung, woran man die lehre des buddha erkennen kann. Deshalb habe ich mir erlaubt, einen deiner alten beiträge in diesen zu kopieren. lg Buddha




    ZUSAMMENHÄNGE UND ENTSTEHUNG DER HAUPTRICHTUNGEN KURZ ERKLÄRT


    Aufs Ganze gesehen, lassen sich der Buddhismus in Hinayana (kleines Fahrzeug), auch Theravada genannt und Mahayana (Große Fahrzeug) als Hauptrichtungen unterschieden, wobei diese Unterscheidung vom Standpunkt des Mahayana aus getroffen wird.


    Letzterer behauptet, möglichst viele Menschen über den Ozean des Leidens fahren und über den Fluss der Werdewelt an das andere Ufer der Erlösung bringen zu können. So wurde die Lehre des kleinen Fahrzeug diskriminierend während 3 Jahrhunderten in einer spottartigen, verbalen Ablehnung als unfähig erklärt und zugemutet, dass nur wenig Menschen, nur Mönche nämlich in dieser Lehre Platz fänden. Die Lehre sei zu schwierig, seine Forderungen zu hoch.


    Das kleine Fahrzeug nahm die verbale Demütigung gelassen und sieht seine Aufgabe alleine in der strikten Einhaltung der alten Lehre des erleuchteten Siddhartha Gautama (Buddha), welche im Pali -Kanon niedergeschrieben steht und die Erlösung von jedem Menschen, egal ob Mönch oder nicht erreicht werden kann. Mit 130 Mio Anhängern ist das kleine Fahrzeug noch immer als der Theravada (Sanskrit: Lehre der Alten) bekannt. Ihre Anhänger heißen entsprechend Theravadins (Befolger der alten Lehre).


    Die Theravada- Lehre verehrt den Buddha als einzigen, mit höchsten Fähigkeiten ausgestatteten, allerdings sterblichen Lehrer, im Unterschied zum Mahayana, der in der Nachfolge Buddhas eine Reihe transzendierender Wesen anerkennt. Das Ziel jedes bei Buddha Zuflucht suchenden (Theravadin) ist der Arhat, der Weise, der das Nirvana erreicht hat und niemals wiedergeboren wird. Im Unterschied zum Bodhisattwa des Mahayana, der aus Mitleid allen Wesen auf das Nirvana verzichtend zur Erlösung verhelfen will, ist der Arhat hauptsächlich um sein eigenes Heil bemüht. Der Theravada- Buddhismus neigt demnach dazu, die Worte Buddhas (Siddhartha Gautama), die in der Volkssprache (Pali- Kanon) verbreitet wurde, genauestens zu befolgen. Sie gehen auch seinem Wunsch nach, keinen Nachfolger für Buddha zu bestimmen, und seine Lehre der Erlösung vom Samsara (Kreislauf der Wiedergeburten) noch im aktuellen Leben zu erreichen und zurück zu finden zum "Dharma" (altes, ewiges Gesetz bzw. Lehre).



  8. #8
    Cemil Kaya
    Gast

    Re: Dalai-Lama glaubt nicht an Urlehre?


    Hallo Ahmet und Alex,


    ein interessantes Thema, die Reinkarnation. Hier habe ich einige Links zum Thema:


    http://www.revo.org/60/deutsch/ausga...karnation.html


    http://en.wikibooks.org/wiki/Reinkarnation_I-V


    ------------------------

    Die Aussagen des Neuen Testaments zur Reinkarnation

    Sie sind spärlich und indirekt und werden nur von Anhängern der Reinkarnation als solche interpretiert. Die einschlägigen Stellen lauten:


    (Jesus über Johannes den Täufer:) Und wenn ihr es gelten lassen wollt: Ja, er ist Elija, der wiederkommen soll. (Mt 11,14)


    (Jesus fragte seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn?) Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten. (Mt 16,14)


    (Über Johannes den Täufer:) Andere sagten: Er ist Elija. Wieder andere: Er ist ein Prophet wie einer von den alten Propheten. (Mk 6,15)


    (Johannes der Täufer über sich selbst:) Sie fragten ihn: Wer bist du dann? Bist du Elija? Und er sagte: Ich bin es nicht. Bist du der Prophet? Er antwortete: Nein. (Joh. 1,21)


    Unterwegs sah Jesus einen Mann, der seit seiner Geburt blind war. Da fragten ihn seine Jünger: Rabbi, wer hat gesündigt? Er selbst oder seine Eltern, so dass er blind geboren wurde? (Joh. 9, 1,2) (Die Frage der Jünger ist nur sinnvoll, wenn man annimmt, dass sie an eine Wiedergeburt und an eine Karmalehre geglaubt haben, die eine Bestrafung der Sünden in einem späteren Leben vorsieht.)


    (Quelle: siehe oben, direkt: http://en.wikibooks.org/wiki/Reinkar...s_auf_der_Erde)

    ------------------------


    Belege für die Reinkarnation:


    (......)


    Siehe obige Quelle.


    -----------------------


    http://www.kreudenstein-online.de/Re...nkarnation.htm


    --------------------------


    http://home.vr-web.de/si.pe/Mensch_und_Kosmos/b.htm


    ---------------------------


    Das sind positiv zur Reinkarnation stehende Seiten. Für mich gibt es an deren Richtigkeit keine Zweifel. Es gibt aber, wie in allen anderen problematischen und schwierigen Fragen, unterschiedliche Auffassungen darüber. Ich persönlich vertrete die Ansicht, daß der Mensch nur als Mensch inkarniert, nicht als Mineral, Pflanze oder Tier. Zudem inkarniert der Mensch nicht hundert-, tausend- oder Millionenfach, sondern lediglich 2 - 3 Dutzend Mal.


    Die Geschichte mit Elija/Johannes dem Täufer, steht eindeutig für die Wiedergeburt, selbst wenn man alle anderen Re-Inkarnationen der übrigen Menschen dementieren sollte.


    Auch im Qur'an (Koran) finden sich hinreichende Hinweise zur Wiedergeburt.


    Zu einigen thematisch relevanten Beiträgen von mir aus dem Jahre 2000 gelangt man durch folgenden Link:


    http://f1.parsimony.net/forum1257/messages/2954.htm


    Gruß

    Cemil




  9. #9
    Ahmet
    Gast

    Re: Reinkarnation oder Seelenwanderung?


    Hallo Cemil,


    Schön, Dich wieder einmal mit einem Beitrag zu begrüssen. Ich persönlich glaube schon, dass es die Reinkarnation (Wieder Fleischwerdung) gibt. Wer daran glaubt, der wird es auch bestimmt so erfahren. Daran zweifle auch ich nicht. Es gibt genügend Erfahrungen und Hinweise dazu.


    Aber hier stellt sich die wichtigere Frage:


    „Ist Reinkarnation der richtige Weg zu Gott?“.


    Diese Frage hat Buddha beantwortet. Hier habe ich den Weg gewählt, den Buddha lehrte. Das heisst, ich glaube, dass ich persönlich nicht reinkarniert werde, denn ich fühle mich geistig und körperlich gelöst von dieser philosophischen Lehre. Wer aber daran glauben möchte, der soll das weiterhin tun.


    Cemil: Für mich gibt es an deren Richtigkeit keine Zweifel.


    Ich sehe, Cemil, Du siehst darin die Richtigkeit. Deiner Meinung ist eine Vielzahl von weiteren Menschen auch.


    Auch Buddha sagte nicht, dass es sie nicht gibt. Aber er führte die Menschen weg von diesem Glauben. Wer ihm folgte, wurde von diesem Kreislauf erlöst. Alle anderen sind noch immer im Kreislauf der Wiedergeburten gefangen. Buddha selbst glaubte an Stelle von der brahmanischen Neuerscheinung „Reinkarnation“ lieber an die frühere Lehre der „Seelenwanderung“, wie sie das Dharma (ewige Gesetz bzw. Vedische Religion) bereits seit Ewigkeit beschrieb. Demnach glaubte man höchstens sieben (Seelen-) Wanderungen machen zu müssen, bis man ins Nirvana gelangte (Lehre der Alten). Oder wie es die Rigveda schreibt, „den höchsten aller Himmel“.


    Beschreiben nicht auch die Thora, die Evangelien und der Koran die Seelenwanderung in Form von mehreren Himmeln? Ist das Paradies vielleicht sogar identisch mit dem Nirvana der Buddhisten, identisch mit dem Dilmon der Sumerer, identisch mit dem Himmelreich der Ägypter (Totengericht)? Ob Nirvana, Dilmon oder Eden, alle haben gemeinsam den Weg über sieben Richter oder sieben Himmel. Dort findet das letzte Gericht statt.


    Cemil: Es gibt aber, wie in allen anderen problematischen und schwierigen Fragen, unterschiedliche Auffassungen darüber.


    Warum soll man etwas anderes glauben, wenn alle Weltreligionen in ihrer Urform das selbe glaubten? Haben wir Menschen keinen Verstand? Das Wissen darüber hätten wir ja alle! Na gut, man möchte ja nicht „wissen“, sondern „glauben“.


    Was Elija, Johannes und all die Bibelstellen angeht, kann man sicherlich so verstehen (interpretieren). Aber nur wenn man ignoriert, dass zu Zeiten Jesu und früher auf diese Weise gesagt wurde, dass die gemeinte Person die Ideen der früheren Person vertritt (Messisasgedanke). Würde man es als Reinkarnation verstehen, dann wäre der heutige Papst die 16e Reinkarnation des Benedict des ersten. Das ist er aber nicht! Er bekam nur den Namen, weil er die Idee des Benedict 15. als angesprochen vertritt.


    Cemil: Ich persönlich vertrete die Ansicht, daß der Mensch nur als Mensch inkarniert, nicht als Mineral, Pflanze oder Tier. Zudem inkarniert der Mensch nicht hundert-, tausend- oder Millionenfach, sondern lediglich 2 - 3 Dutzend Mal.


    Das hört sich interessant an. Auf welcher Grundlage basiert diese Meinung? Wie gesagt, das ist so durchaus erreichbar, wenn man fest daran glaubt. Gott wird keinen Menschen enttäuschen, wenn er gut gelebt hatte. Ich versuche immer gut zu leben und hoffe dadurch als Lohn den direkten Weg zu Gott, den „Siebten Himmel“ zu erreichen, denn wer daran glaubt, kann Berge versetzen!


    Gruss

    Ahmet



  10. #10
    Alex
    Gast

    Re: Reinkarnation oder Seelenwanderung?


    Hallo lieber Ahmet,

    Deiner Antwort an Cemil kann ich nur zustimmen.

    Einen kleinen Widerspruch habe ich aber doch gefunden. Zum Einen schreibst Du:


    >Warum soll man etwas anderes glauben, wenn alle Weltreligionen in ihrer Urform das selbe glaubten? Haben wir Menschen keinen Verstand? Das Wissen darüber hätten wir ja alle! Na gut, man möchte ja nicht „wissen“, sondern „glauben“.<


    Aber dann auch:


    >Ich versuche immer gut zu leben und hoffe dadurch als Lohn den direkten Weg zu Gott, den „Siebten Himmel“ zu erreichen, denn wer daran glaubt, kann Berge versetzen!<


    "Glaubst" Du jetzt, oder "weißt" Du?


    Ich persönlich fände es etwas anmaßend zu behaupten, etwas Genaues zu "wissen" in Bezug darauf, was uns nach dem Tod erwartet. Ich glaube aber ganz fest in Vertrauen auf Gott, dass das, was dann geschieht, genau das Richtige für jeden einzelnen sein wird.


    Liebe Grüße,


    Alex


    P.S.: Bin jetzt bis Ende August in Urlaub, bis dann!

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