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Thema: Glaubst an Gott aber kein Kreuz bei dir an der Wand?

  1. #1
    Kudrun
    Gast

    Glaubst an Gott aber kein Kreuz bei dir an der Wand?


    Hallo Ahmet


    Wenn ich deinen Antworten hier folgen kann, dann glaubst du an Gott. Bist aber weder Christ, Jude noch Muslim. Machst Dir also keine Vorstellung davon. Nicht einmal als Religion. Aber wer an Gott glaubt, der stellt oder hängt doch etwas sichtbares zu Hause in der Stube auf? Ich muss das tun, damit ich sehe, was ich glaube. Deshalb habe ich mir ein Kreuz aufgehängt.


    Hast du nicht auch einen solchen Drang? Was hängt bei dir in der Stube, was zeigt, dass du an Gott glaubst?


    Schönen Tag

    KuDrun



  2. #2
    Silberfeuer
    Gast

    Re: Glaubst an Gott aber kein Kreuz bei dir an der Wand?


    >Hallo Ahmet

    >Wenn ich deinen Antworten hier folgen kann, dann glaubst du an Gott. Bist aber weder Christ, Jude noch Muslim. Machst Dir also keine Vorstellung davon. Nicht einmal als Religion. Aber wer an Gott glaubt, der stellt oder hängt doch etwas sichtbares zu Hause in der Stube auf? Ich muss das tun, damit ich sehe, was ich glaube. Deshalb habe ich mir ein Kreuz aufgehängt.

    >Hast du nicht auch einen solchen Drang? Was hängt bei dir in der Stube, was zeigt, dass du an Gott glaubst?

    >Schönen Tag

    >KuDrun




    Hallo,

    ich lese lese heute das erste mal her mit... aber zu Deiner Frage würde ich doch gerne etwas antworten.


    Glauben an einem Symbol fest zu machen finde ich persönlich wenig sinnvoll.

    Wie viele Menschen tragen Kreuze und sind keine Christen?

    Macht das Tragen eines Symbols (hier das Kreuz) einen Menschen gleich zu einem Christen?

    Ich persönlich denke nicht.


    Ausserdem, warum sollte man mit einem Symbol zeigen, dass man einem bestimmten Weg/Religion angehört?

    Ich habe kein zwingendes Bedürfnis danach.

    Ein Glaube erzeigt sich durch die Werke die man tut und nicht durch die Symbole die man trägt oder irgendwo hängen hat.




    In Liebe, Wahrheit und Erkenntnis

    Silberfeuer



  3. #3
    Ahmet
    Gast

    Nur die Gebote


    Hallo Kudrun,


    Nein, ich benötige ehrlich gesagt kein Anschauungsobjekt, um meinen Glauben zu erkennen. Ist ein solches Objekt nicht für die Anderen gedacht, damit sie sehen, woran bzw. ob Du glaubst?


    Ich habe nur die Zehn Gebote (eingegossen in Acryl) bei mir zu Hause für Andere sichtbar. Aber das finde ich sinnvoll, da es die Grundregeln zum Leben sind.


    Gruss

    Ahmet

  4. #4
    Ben
    Gast

    Re: Nur die Gebote


    >Hallo Kudrun,

    >Nein, ich benötige ehrlich gesagt kein Anschauungsobjekt, um meinen Glauben zu erkennen. Ist ein solches Objekt nicht für die Anderen gedacht, damit sie sehen, woran bzw. ob Du glaubst?

    >Ich habe nur die Zehn Gebote (eingegossen in Acryl) bei mir zu Hause für Andere sichtbar. Aber das finde ich sinnvoll, da es die Grundregeln zum Leben sind.

    >Gruss

    >Ahmet


    Hallo Ahmet,

    du weisst, dass die (10) Gebote nur an Juden gerichtet sind? (Wie ALLE Gesetze im AT). Wenn Du versuchst die 10 Gebote zu halten, müsstest du dich konsequenterweise auch an alle anderen vorschriften (Reinheit etc) halten.


    Kein Mensch kann durch die Werke des Gesetzes vor Gott gerecht sein. Denn durch das Gesetz kommt _Erkenntnis_ der Sünde. (Römer 3,20). DAS ist der Zweck der Gebote, ein Spiegelbild unserer selbst zu liefern.


    gesegnete Grüße

    ben



  5. #5
    Ahmet
    Gast

    Re: Nur die Gebote


    Hallo ben,


    Ben: du weisst, dass die (10) Gebote nur an Juden gerichtet sind?


    Willkommen. Warum denkst Du, dass die Zehn Gebote nur an Juden gerichtet sind? Könnte es nicht sein, dass Gott die Gebote an die ganze Menschheit gerichtet hat?


    Ben: Wenn Du versuchst die 10 Gebote zu halten, müsstest du dich konsequenterweise auch an alle anderen vorschriften (Reinheit etc) halten.


    Ja, das ist so. Das tue ich auch, sofern diese (anderen) Gebote von Gott stammen. Die zwei Gebote- Tafeln jedoch sind das wichtigste im Gesetz. Die erste Tafel regelt die Beziehung mit Gott, und die zweite Tafel die Beziehung zu den Mitmenschen. Welche anderen Gebote (neben den Reinheitsgeboten) würdest Du auch noch zu denen zählen, die ich zu befolgen hätte?


    Ben: DAS ist der Zweck der Gebote, ein Spiegelbild unserer selbst zu liefern.


    Das schreibst Du auf folgende Bibelstelle, einem Brief von Paulus:


    (Römer) …und den Weg des Friedens haben sie nicht erkannt. (3,18) `Es ist keine Furcht Gottes vor ihren Augen. (3,19) Wir wissen aber, daß alles, was das Gesetz sagt, es denen sagt, die unter dem Gesetz sind, damit jeder Mund verstopft werde und die ganze Welt dem Gericht Gottes verfallen sei. (3,20) Darum: aus Gesetzeswerken wird kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden; denn durch Gesetz [kommt] Erkenntnis der Sünde.


    Könntest Du mir das bitte erklären, was Du da genau verstehst? Heisst das etwa, wer nichts davon (vom Gesetz) weiss, kann nichts dafür, wenn er das Gebot nicht befolgt? Da musst Du mir helfen.


    Besten Dank…


    Gruss

    Ahmet



  6. #6
    ben
    Gast

    Re: Nur die Gebote


    Hallo Ahmet




    >Hallo ben,

    >Ben: du weisst, dass die (10) Gebote nur an Juden gerichtet sind?

    >Willkommen. Warum denkst Du, dass die Zehn Gebote nur an Juden gerichtet sind? Könnte es nicht sein, dass Gott die Gebote an die ganze Menschheit gerichtet hat?

    >Ben: Wenn Du versuchst die 10 Gebote zu halten, müsstest du dich konsequenterweise auch an alle anderen vorschriften (Reinheit etc) halten.

    >Ja, das ist so. Das tue ich auch, sofern diese (anderen) Gebote von Gott stammen. Die zwei Gebote- Tafeln jedoch sind das wichtigste im Gesetz. Die erste Tafel regelt die Beziehung mit Gott, und die zweite Tafel die Beziehung zu den Mitmenschen. Welche anderen Gebote (neben den Reinheitsgeboten) würdest Du auch noch zu denen zählen, die ich zu befolgen hätte?


    Nun, Du müsstest z.B. für Deine Sünden ein (Schlacht)Opfer bringen. "Bringen lassen" um genau zu sein, und zwar vom Hohepriester. Aber nicht irgendwo, sondern im Allerheiligsten. Weitere "Auflagen" findest Du u.a. im 3.Buch Mose Kapitel 1 - Kapitel 7. Dann gäbe es z.B. noch das Sabbat- und Jobeljahr (3Mo 25), das Gesetz des Zehnten (3.Mo 27) usw. Ausserdem ist evtl. 3.Mo 20 noch interessant für Dich.


    Worum es mir geht: man kann meiner Meinung nach nicht einfach aus dem Gesetz, das Gott den Juden gegeben hat, willkürlich ein paar herauspicken und sie für die Menschheit heute einzufordern. Jesus hebt das Gesetz zwar nicht auf, er macht aber die eigentliche Bedeutung davon sichtbar: kein Mensch kann je das Gesetz halten, d.h. alle brauchen Vergebung. Die gibt es nicht irgendwo, sondern einzig und allein bei Jesus Christus!


    >Ben: DAS ist der Zweck der Gebote, ein Spiegelbild unserer selbst zu liefern.

    >Das schreibst Du auf folgende Bibelstelle, einem Brief von Paulus:

    >(Römer) …und den Weg des Friedens haben sie nicht erkannt. (3,18) `Es ist keine Furcht Gottes vor ihren Augen. (3,19) Wir wissen aber, daß alles, was das Gesetz sagt, es denen sagt, die unter dem Gesetz sind, damit jeder Mund verstopft werde und die ganze Welt dem Gericht Gottes verfallen sei. (3,20) Darum: aus Gesetzeswerken wird kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden; denn durch Gesetz [kommt] Erkenntnis der Sünde.

    >Könntest Du mir das bitte erklären, was Du da genau verstehst? Heisst das etwa, wer nichts davon (vom Gesetz) weiss, kann nichts dafür, wenn er das Gebot nicht befolgt? Da musst Du mir helfen.


    "Alle, die ohne Gesetz gesündigt haben, werden auch ohne Gesetz verlorengehen; und alle, die unter dem Gesetz gesündigt haben, werden durchs Gesetz verurteilt werden." Röm 2,12

    "Denn wenn Heiden, die das Gesetz nicht haben, doch von Natur tun, was das Gesetz fordert, so sind sie, obwohl sie das Gesetz nicht haben, sich selbst Gesetz. Sie beweisen damit, daß in ihr Herz geschrieben ist, was das Gesetz fordert, zumal ihr Gewissen es ihnen bezeugt, dazu auch die Gedanken, die einander anklagen oder auch entschuldigen- an dem Tag, an dem Gott das Verborgene der Menschen durch Christus Jesus richten wird, wie es mein Evangelium bezeugt." Röm 2,14-16


    Da ich sehr müde bin, hoffe ich diese Zitate reichen Dir (erstmal) als Antwort, bzw. als "meine" Darlegung. Ich werde aber morgen wieder hier reinschauen und mit dir weiter diskutieren.


    >Besten Dank…

    >Gruss

    >Ahmet


    viele grüße

    ben



  7. #7
    Ahmet
    Gast

    Re: Nur die 10 Gebote


    Hallo Ben,


    Ben: Nun, Du müsstest z.B. für Deine Sünden ein (Schlacht)Opfer bringen. "Bringen lassen" um genau zu sein, und zwar vom Hohepriester.


    Ein Schlachtopfer habe ich auch schon gegeben. Aber das Opfer gibt man nicht für Sünde, sondern als Dank zu Gott, und als Solidarität zu seinen Mitmenschen. Zu Beginn der Menschheit war es üblich, die erste Ernte zu opfern, was aber nicht heisst, sie zu zerstören. Immer dann, wenn ein Ereignis erstmals als Gabe Gottes eintritt, dann war man im Innersten Herzen zum Dank verpflichtet. Abel opferte das erstgeborene Schaf seiner Herde, war aber kein Priester. Das machten alle Menschen selbst.


    Wichtiger erscheint mir, dass man mit Respekt gegenüber dem Tier opfert. Ohne dass das Tier leiden muss. Da die Hohenpriester dieses Handwerk gelernt haben, macht es vielleicht Sinn, sie auch ranzulassen. Aber das möchte ich nicht für alle bestätigen.


    Übrigens ein späteres Menschengebot führte dazu, dass jeweils auch die erstgeborenen Söhne (Menschenopfer) geopfert wurden. Mit Abraham wurde dieses nicht göttliche Gebot beendet.


    Dass ich meine Sünden mit einem Tieropfer, Taufe oder Beichte abbauen kann, daran glaube ich nicht. Man kann sich höchstens jeden Tag reinwaschen, um sich geistig an die Sünden des aktuellen Tages zu erinnern und daraus zu lernen. Das war am Jordan üblich und wird noch heute am Ganges praktiziert. Aber deshalb sind vergangene Sünden vor Gott nicht wegradiert. Gott alleine kann vergeben und ist dabei gütig und barmherzig.


    Ben: Dann gäbe es z.B. noch das Sabbat- und Jobeljahr (3Mo 25), das Gesetz des Zehnten (3.Mo 27) usw. Ausserdem ist evtl. 3.Mo 20 noch interessant für Dich.


    Den Sabbat, was zu deutsch "Tag der Ruhe" heisst, praktiziere ich jeden Siebten Tag, lasse auch keine Mitmenschen bzw. Tiere an einem Ruhetag für mich arbeiten. Das ist ein Tag der den Menschen durch Ruhe stärkt, um die folgende Woche wieder von ganzen Herzen, Seele und mit Verstand für Gott da zu sein.


    Wie ich schon erwähnte, ist für mich das wichtigste im Gesetz die Zwei Gebote (-Tafeln). Was darauf steht, das praktiziere ich alles, weil.... (siehe Link unten). Und von den übrigen Geboten im Gesetz halte ich mich an alles, was heute Sinn macht (z.B. Schweinefleischverzicht, Reinheit). Sinn macht es, wenn es dem Ziel Gottes dient (Überleben der Menschlichen Spezies). Aber nicht zwingend an etwas, was von Menschenhand erstellt wurde.


    Ben: Worum es mir geht: man kann meiner Meinung nach nicht einfach aus dem Gesetz, das Gott den Juden gegeben hat, willkürlich ein paar herauspicken und sie für die Menschheit heute einzufordern.


    Ich glaube daran, dass man beim letzten Gericht über die 10 Gebote abgefragt wird. Hat man diese im Leben befolgt, dann kann man ohne schlechtes Gewissen den höchsten Himmel erreichen. Ob man nun ein Tieropfer gab, das Jobeljahr feierte, einmal Schweinefleisch ass oder einmal bei Rot über die Kreuzung fuhr, das wird kein Kriterium sein. Gott schaut nicht auf kulturelle Werte, aber das Ziel ist überall das Gleiche. Der Mensch hat dafür zu sorgen, dass die Schöpfung mit uns Menschen und Natur weitergeführt wird, bis zum Letzten Gericht. An diesen 10 Geboten hängt also das ganze Gesetzt und die Propheten.


    Ben: Jesus hebt das Gesetz zwar nicht auf, er macht aber die eigentliche Bedeutung davon sichtbar: kein Mensch kann je das Gesetz halten, d.h. alle brauchen Vergebung. Die gibt es nicht irgendwo, sondern einzig und allein bei Jesus Christus!


    Ja, auch Jesus v. Nazareth unterscheidet zwischen Gottes Geboten und den Menschengeboten. Deshalb beschränkt er das Gesetz auf die 10 Gebote, denn nur diese sind von Gott geschrieben.


    Ben: Die gibt es nicht irgendwo, sondern einzig und allein bei Jesus Christus!


    Diesen, deinen letzten Satz würde ich selbst etwas anders schreiben, denn sonst würde ich die 10 Gebote bereits brechen.


    Ich würde schreiben: Die gibt es nicht irgendwo, sondern einzig und allein bei unserem Schöpfer!


    Merkst Du eigentlich, dass Du Paulus zitierst? Wäre es nicht angebracht, die zentrale Person zu zitieren? Ich denke da für Dich an Jesus von Nazareth.


    Besten Dank....


    Gruss

    Ahmet



  8. #8
    ben
    Gast

    Re: Nur die 10 Gebote


    Hallo Ahmet,




    >Ein Schlachtopfer habe ich auch schon gegeben. Aber das Opfer gibt man nicht für Sünde, sondern als Dank zu Gott, und als Solidarität zu seinen Mitmenschen. Zu Beginn der Menschheit war es üblich, die erste Ernte zu opfern, was aber nicht heisst, sie zu zerstören.


    Woher nimmst Du das?




    [...]


    >Dass ich meine Sünden mit einem Tieropfer, Taufe oder Beichte abbauen kann, daran glaube ich nicht. Man kann sich höchstens jeden Tag reinwaschen, um sich geistig an die Sünden des aktuellen Tages zu erinnern und daraus zu lernen. Das war am Jordan üblich und wird noch heute am Ganges praktiziert. Aber deshalb sind vergangene Sünden vor Gott nicht wegradiert. Gott alleine kann vergeben und ist dabei gütig und barmherzig.


    Aus alttestamentlicher Sicht ist das sicher richtig. Ich weiss, Du zählst Dich zu keiner Glaubensgemeinschaft, aber was ich bisher von Dir gelesen habe klingt das alles sehr jüdisch. Würdest Du Dich als Jude bezeichnen (lassen)? Gott schreibt schließlich im Bezug auf viele Gesetze: "den Söhnen Israel sage..."


    Du hast Recht. Man kann weder durch Opfer, durch Taufe, durch Beichte noch durch sonst irgendetwas seine Sünden abbauen. Aber Gott kann die daraus folgende Strafe selbst tragen. So verliert er nichts von seiner Gerechtigkeit.


    [...]


    >Wie ich schon erwähnte, ist für mich das wichtigste im Gesetz die Zwei Gebote (-Tafeln). Was darauf steht, das praktiziere ich alles, weil.... (siehe Link unten). Und von den übrigen Geboten im Gesetz halte ich mich an alles, was heute Sinn macht (z.B. Schweinefleischverzicht, Reinheit). Sinn macht es, wenn es dem Ziel Gottes dient (Überleben der Menschlichen Spezies). Aber nicht zwingend an etwas, was von Menschenhand erstellt wurde.


    Du wagst dich auf dünnes Eis, wenn DU entscheidest, welche Gebote heute noch Sinn machen und welche nicht. Woher nimmst Du diese Erkenntnis? Macht Beschneidung in deinen Augen heute noch "Sinn"?




    >Ben: Worum es mir geht: man kann meiner Meinung nach nicht einfach aus dem Gesetz, das Gott den Juden gegeben hat, willkürlich ein paar herauspicken und sie für die Menschheit heute einzufordern.

    >Ich glaube daran, dass man beim letzten Gericht über die 10 Gebote abgefragt wird. Hat man diese im Leben befolgt, dann kann man ohne schlechtes Gewissen den höchsten Himmel erreichen. Ob man nun ein Tieropfer gab, das Jobeljahr feierte, einmal Schweinefleisch ass oder einmal bei Rot über die Kreuzung fuhr, das wird kein Kriterium sein. Gott schaut nicht auf kulturelle Werte, aber das Ziel ist überall das Gleiche. Der Mensch hat dafür zu sorgen, dass die Schöpfung mit uns Menschen und Natur weitergeführt wird, bis zum Letzten Gericht. An diesen 10 Geboten hängt also das ganze Gesetzt und die Propheten.


    Wenn es so wäre, würde mit ziemlicher Sicherheit niemand in den Himmel kommen. Denn was zählt ist Jesu Interpretation der 10 Gebote, nicht deine. Und dann fängt Mord oder Ehebruch bereits im Kopf an.

    [...]


    >Merkst Du eigentlich, dass Du Paulus zitierst? Wäre es nicht angebracht, die zentrale Person zu zitieren? Ich denke da für Dich an Jesus von Nazareth.


    2Ti 3:16 "Alle Schrift ist von Gott eingegeben"

    Insofern ist es eigentlich egal, ob ich Paulus oder Mathäus zitiere (der wiederum Jesus widergibt).


    >Besten Dank....

    >Gruss

    >Ahmet


    Viele Grüße

    ben



  9. #9
    Ahmet
    Gast

    Re: Nur die 10 Gebote


    Hallo Ben,


    Ben: Ich weiss, Du zählst Dich zu keiner Glaubensgemeinschaft, aber was ich bisher von Dir gelesen habe klingt das alles sehr jüdisch. Würdest Du Dich als Jude bezeichnen (lassen)?


    Das ist eine gute Frage. Was denkst Du, würdest Du Abraham als Jude bezeichnen? Oder vielleicht Mose? Was meinst Du zu Jesus?


    Der Begriff geht auf die abgeleitete lateinische bzw. griechische Übersetzung des Wortes Jehudi (Jude; Plural Jehudim) zurück. Ursprünglich bezeichnete dieser nur einen Einwohner Judäas im Süden Palästinas. Nach dem Babylonischen Exil wurden jedoch alle Anhänger der jüdischen Reformatoren Esra und Nehemia sowie alle Einwohner der Provinzen Israel und Judäa Juden genannt.


    Ben: Gott schreibt schließlich im Bezug auf viele Gesetze: "den Söhnen Israel sage..."


    Genau, denn sie schrieben die überlieferten Gesetze wiederum nieder. Die Juden selbst bezeichneten sich, soweit religiöse Angelegenheiten betroffen waren, als Israeliten oder Bne Israel (Söhne Israels). Auf noch älteren Überlieferungen findet man die gleichen Gesetze, aber dort wird das Wort Hebräer verwendet. Die Herkunft der Bezeichnung Hebräer (ivri) ist nicht sicher zu bestimmen. Sie wird zwar häufig synonym mit Israeliten verwendet, doch scheint ihre ursprüngliche Bedeutung weniger auf eine religiöse oder nationale Gruppe, bzw. Geschlecht, sondern auf eine soziale Schicht landloser Wanderer im Sinn von Nomaden abzuzielen. Abraham ist der Erste, der in der Bibel als Hebräer bezeichnet wird (Genesis 13, 14). Im biblischen Hebräisch existierten die Begriffe Judentum und Religion aber nicht.


    Wenn Du nun die Hebräer (Landlose Nomadenvölker, die Gottergeben waren) meinst, dann kann ich mich damit identifizieren. Auch Abraham und Mose gehören dazu. Selbst Jesus hat die Hebräer als Vorbild genommen, als er von den Lehren der Väter sprach. Man sagt zwar, dass Jesus Jude war. Mit den Juden im heutigen Sinn (den Pharisäern) hatte sich Jesus v. Nazareth aber dauernd gestritten, weil diese Menschengebote lehrten. Worauf die Schriftgelehrten (Vorläufer der heutigen Juden) Jesus loswerden wollten.


    Ich hoffe, damit habe ich Dir die Frage beantworten können. Entschuldige, dass ich so ausholen musste, aber ich wollte Dir Unklarheiten ersparen.


    Ben: Aber Gott kann die daraus folgende Strafe selbst tragen. So verliert er nichts von seiner Gerechtigkeit.


    Ich getraute mich so etwas vor Gott gar nicht zu denken. Ich für mich kann meine Strafe nicht an Gott abschieben. Es gibt Menschen, die das vertreten. Ich aber kann es nicht, schon deshalb, weil es nicht das Wort Gottes bzw. Jesu war, sondern die Theorie des Paulus (1. Korinther 15, 3), die sogar erst im 4. Jhr. ihre Gültigkeit bekam. Das Wort Gottes kann alleine durch die Lippen von wenigen Menschen kommen. Nämlich von Menschen, welche die Fähigkeit besitzen, mit dem Erzengel aus dem Reich der Himmel zu kommunizieren. Jesus von Nazareth war zweifellos ein Solcher. Deshalb bevorzuge ich die Zitate Jesu, auch wenn diese nicht von ihm selbst niedergeschrieben wurden.


    Ben: Du wagst dich auf dünnes Eis, wenn DU entscheidest, welche Gebote heute noch Sinn machen und welche nicht. Woher nimmst Du diese Erkenntnis?


    Nochmals, das wichtigste im Gesetzt ist die Beziehung zu Gott (verankert auf der ersten Tafel) und genauso die Beziehung zu deinen Mitmenschen (verankert auf der zweiten Tafel). Daran hängt das ganze Gesetzt und die Propheten. Also nehme ich die Erkenntnis daraus, und erwarte, dass jedes Gesetzt, welches aus diesen zwei Gebote- Tafeln entspringt, auch wieder auf diese Tafeln zurück zu führen ist. Wenn nicht, dann ist es ein Menschengebot, weil es widerspricht. Das lehrte uns Jesus von Nazareth.


    Ben: Macht Beschneidung in deinen Augen heute noch "Sinn"?


    Hier sprichst Du NICHT von einem Gebot im Gesetz, sondern von einem ewigen Bund mit Gott. Also ein Schwur, der Gott erkennen lässt, wer sich dem Schöpfer hingibt und seinen ewigen Bund hält.


    Das ist die religiöse Erklärung der Beschneidung. Ob das religiös Sinn macht, kann ich nicht beantworten. Auch hier würde ich dem Willen Gottes nie widersprechen. Jesus sagte nie, man soll sich nicht mehr beschneiden. Jesus war selbst beschnitten. Also ändert sich daran auch nichts.


    Aus medizinischer Sicht macht die Beschneidung heute noch immer Sinn. Es wäre nicht jeder zweite US- Bürger beschnitten, wenn es keinen Sinn täte. In meinem Arbeitsumfeld war auch schon „Smegma“ ein Thema, was die Beschneidung nur befürworten würde. Zudem gab es in meinem Forum auch Ärzte, die sich über die Beschneidung äusserten. Bei Interesse hole ich Dir den Beitrag nach vorne. Jedenfalls etwas, dass nichts Schädliches mit sich bringt.


    Ben: Wenn es so wäre, würde mit ziemlicher Sicherheit niemand in den Himmel kommen. Denn was zählt ist Jesu Interpretation der 10 Gebote, nicht deine. Und dann fängt Mord oder Ehebruch bereits im Kopf an.


    Und was, wenn meine Interpretation der 10 Gebote mit denen von Jesus identisch sind? Auch ich denke, dass bereits der Gedanke zählt. Oder anders gefragt, was ist deiner Ansicht nach die Interpretation von Jesus, wenn es um die 10 Gebote geht?


    Ben: 2Ti 3:16 "Alle Schrift ist von Gott eingegeben"

    Insofern ist es eigentlich egal, ob ich Paulus oder Mathäus zitiere (der wiederum Jesus widergibt).



    Du zitierst aus einem Brief, den Paulus an seine Helfer schrieb. Er schrieb da über das Wort Gottes folgendes:


    2Ti 3,15 und weil du von Kind auf die heiligen Schriften kennst, die Kraft haben, dich weise zu machen zur Errettung durch den Glauben, der in Christus Jesus ist. 3,16 Alle (diese) Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, 3,17 damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werk völlig zugerüstet.


    Etwa 250 Jahre später wird dieser Brief zu der „heiligen Schrift“ hinzugefügt. Was denkst Du, was davor als die „heilige Schrift“ bekannt war? Glaubst Du wirklich, Paulus würde das über seine Briefe schreiben?


    Sagte Jesus nicht, man solle auch seinen ganzen Verstand für Gott und seine Mitmenschen gebrauchen?


    Auf deine Antwort warte ich gespannt. Glaube mir, ich akzeptiere, was Du glaubst. Ich möchte aber gerne mit Dir austauschen, weil ich sehen möchte, worauf es bei deinem Glauben ankommt.


    Gruss

    Ahmet



  10. #10
    Ben
    Gast

    Re: Nur die 10 Gebote


    Hallo Ahmet,


    [...]


    >Wenn Du nun die Hebräer (Landlose Nomadenvölker, die Gottergeben waren) meinst, dann kann ich mich damit identifizieren. Auch Abraham und Mose gehören dazu. Selbst Jesus hat die Hebräer als Vorbild genommen, als er von den Lehren der Väter sprach. Man sagt zwar, dass Jesus Jude war. Mit den Juden im heutigen Sinn (den Pharisäern) hatte sich Jesus v. Nazareth aber dauernd gestritten, weil diese Menschengebote lehrten. Worauf die Schriftgelehrten (Vorläufer der heutigen Juden) Jesus loswerden wollten.

    >Ich hoffe, damit habe ich Dir die Frage beantworten können. Entschuldige, dass ich so ausholen musste, aber ich wollte Dir Unklarheiten ersparen.


    Frage ist beantwortet :) Welche Stellung hat für Dich Jesus? Siehst Du ihn als Gottes Sohn? Als Propheten? Als einfachen Wanderprediger? In Deiner Sammlung der hl. Schrift kommt ja z.B. das Lukas-Evangelium vor, worin Jesus ganz klar als der Sohn Gottes geführt wird. In Johannes sowieso. Auch Jesus selbst bezeuiugt dies.

    Wie stehst Du zu anderen ATlichen Büchern (Jesaja, Psalme, Sprüche etc)


    >Ben: Aber Gott kann die daraus folgende Strafe selbst tragen. So verliert er nichts von seiner Gerechtigkeit.

    >Ich getraute mich so etwas vor Gott gar nicht zu denken. Ich für mich kann meine Strafe nicht an Gott abschieben. Es gibt Menschen, die das vertreten. Ich aber kann es nicht, schon deshalb, weil es nicht das Wort Gottes bzw. Jesu war, sondern die Theorie des Paulus (1. Korinther 15, 3), die sogar erst im 4. Jhr. ihre Gültigkeit bekam. Das Wort Gottes kann alleine durch die Lippen von wenigen Menschen kommen. Nämlich von Menschen, welche die Fähigkeit besitzen, mit dem Erzengel aus dem Reich der Himmel zu kommunizieren. Jesus von Nazareth war zweifellos ein Solcher. Deshalb bevorzuge ich die Zitate Jesu, auch wenn diese nicht von ihm selbst niedergeschrieben wurden.


    Glaubst Du an Jesu Kreuzigung? Und an die Berichte, wie dies stattgefunden hat? Falls ja, warum ging Deiner Meinung nach Jesus ans Kreuz?


    >Ben: Du wagst dich auf dünnes Eis, wenn DU entscheidest, welche Gebote heute noch Sinn machen und welche nicht. Woher nimmst Du diese Erkenntnis?

    >Nochmals, das wichtigste im Gesetzt ist die Beziehung zu Gott (verankert auf der ersten Tafel) und genauso die Beziehung zu deinen Mitmenschen (verankert auf der zweiten Tafel).


    //kurzer Einschub - das 5. Gebot (1.Tafel) regelt doch die zwischenmenschl. Beziehung (Kind-Eltern), nicht die Bez. Mensch und Gott !?


    >Daran hängt das ganze Gesetzt und die Propheten. Also nehme ich die Erkenntnis daraus, und erwarte, dass jedes Gesetzt, welches aus diesen zwei Gebote- Tafeln entspringt, auch wieder auf diese Tafeln zurück zu führen ist. Wenn nicht, dann ist es ein Menschengebot, weil es widerspricht. Das lehrte uns Jesus von Nazareth.


    Da stimme ich Dir überein. Das erinnert mich an eine Begebenheit, von der uns in Mathäus 19 ab Vers 16 berichtet wird. Ein Mann kommt zu Jesus und will wissen, was er tun muss um in den Himmel zu kommen. Jesus sagt: halte die Gebote. Der Mann bezeugt von sich, dass er dies von Kleinauf tun würde. Als letzte Bedingung lehrt in Jesu die kompromisslose Nachfolge! Ohne Jesus bleibt jedem der Eintritt ins Himmelreich versperrt. Das lehrt er auch an anderen Stellen (z.B. Joh 14,6)




    >Ben: Macht Beschneidung in deinen Augen heute noch "Sinn"?

    >Hier sprichst Du NICHT von einem Gebot im Gesetz, sondern von einem ewigen Bund mit Gott.


    Es ist sehr wohl ein Gesetz! Nicht eines der 10, aber es ist eindeutig eine Vorschrift an alle Söhne Israels! (1Mo 17,14)


    >Also ein Schwur, der Gott erkennen lässt, wer sich dem Schöpfer hingibt und seinen ewigen Bund hält.

    >Das ist die religiöse Erklärung der Beschneidung. Ob das religiös Sinn macht, kann ich nicht beantworten.


    Ich fragte nach dem "Sinn", da Du weiter oben schriebst, du würdest alle Gebote halten, die heute noch Sinn machen.

    Zitat: "Und von den übrigen Geboten im Gesetz halte ich mich an alles, was heute Sinn macht"

    Hast Du dich auch daran gehalten? Bei Dir und Deinen Söhnen (falls vorhanden)?


    [...]


    >Ben: Wenn es so wäre, würde mit ziemlicher Sicherheit niemand in den Himmel kommen. Denn was zählt ist Jesu Interpretation der 10 Gebote, nicht deine. Und dann fängt Mord oder Ehebruch bereits im Kopf an.

    >Und was, wenn meine Interpretation der 10 Gebote mit denen von Jesus identisch sind? Auch ich denke, dass bereits der Gedanke zählt. Oder anders gefragt, was ist deiner Ansicht nach die Interpretation von Jesus, wenn es um die 10 Gebote geht?


    Die Frage ist, warum gab Gott uns die 10 Gebote? Damit wir bessere menschen werden? Ich glaube nicht, denn nach Jesu (und auch Deiner) Interpretation fängt jede Sünde bereits im Kopf an. Man kann versuchen weniger zu sündigen, aber es ist aus menschl. Sicht unmöglich, ein sündloses Leben zu führen. Was ist die Folge? "Der Lohn der Sünde ist der Tod" Hesekiel 18,20

    Da bringen Dich Deine 10 Gebote leider auch nicht weiter.


    >Ben: 2Ti 3:16 "Alle Schrift ist von Gott eingegeben"

    >Insofern ist es eigentlich egal, ob ich Paulus oder Mathäus zitiere (der wiederum Jesus widergibt).


    >Du zitierst aus einem Brief, den Paulus an seine Helfer schrieb. Er schrieb da über das Wort Gottes folgendes:

    >2Ti 3,15 und weil du von Kind auf die heiligen Schriften kennst, die Kraft haben, dich weise zu machen zur Errettung durch den Glauben, der in Christus Jesus ist. 3,16 Alle (diese) Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, 3,17 damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werk völlig zugerüstet.

    >Etwa 250 Jahre später wird dieser Brief zu der „heiligen Schrift“ hinzugefügt. Was denkst Du, was davor als die „heilige Schrift“ bekannt war? Glaubst Du wirklich, Paulus würde das über seine Briefe schreiben?


    Paulus vielleicht nicht, aber der Hl. Geist bestimmt.


    >Sagte Jesus nicht, man solle auch seinen ganzen Verstand für Gott und seine Mitmenschen gebrauchen?

    >Auf deine Antwort warte ich gespannt. Glaube mir, ich akzeptiere, was Du glaubst. Ich möchte aber gerne mit Dir austauschen, weil ich sehen möchte, worauf es bei deinem Glauben ankommt.


    So geht es mir auch. Daher die vielen Fragen. Ich tue mich (noch) etwas schwer, Deinen Glauben einzuordnen, denn mir fehlt noch etwas eine greifbare Grundlage bei Dir (nicht negativ gemeint).


    >Gruss

    >Ahmet


    viele grüße - ben



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