Ergebnis 1 bis 6 von 6

Thema: Nur die 10 Gebote?

  1. #1
    Winfried
    Gast

    Nur die 10 Gebote?


    Aus dem Matthäusevangelium (Einheitsübersetzung):


    Es kam ein Mann zu Jesus und fragte: Meister, was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu gewinnen?

    (Mt 19,17) Er antwortete: Was fragst du mich nach dem Guten? Nur einer ist «der Gute». Wenn du aber das Leben erlangen willst, halte die Gebote! Darauf fragte er ihn: Welche? Jesus antwortete: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen; ehre Vater und Mutter! Und: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!



    Der junge Mann erwiderte ihm: Alle diese Gebote habe ich befolgt. Was fehlt mir jetzt noch? Jesus antwortete ihm: Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkauf deinen Besitz und gib das Geld den Armen; so wirst du einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach. Als der junge Mann das hörte, ging er traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen. Da sagte Jesus zu seinen Jüngern: Amen, das sage ich euch: Ein Reicher wird nur schwer in das Himmelreich kommen. Nochmals sage ich euch: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.



    Als die Jünger das hörten, erschraken sie sehr und sagten: Wer kann dann noch gerettet werden? Jesus sah sie an und sagte zu ihnen: Für Menschen ist das unmöglich, für Gott aber ist alles möglich.



    Da antwortete Petrus: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was werden wir dafür bekommen? Jesus erwiderte ihnen: Amen, ich sage euch: Wenn die Welt neu geschaffen wird und der Menschensohn sich auf den Thron der Herrlichkeit setzt, werdet ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten. Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird dafür das Hundertfache erhalten und das ewige Leben gewinnen. (Mt 19,30) Viele aber, die jetzt die Ersten sind, werden dann die Letzten sein, und die Letzten werden die Ersten sein.



    Soweit also die Worte Jesu.


    Ich glaube nicht, dass Jesus uns nur an die Zehn Gebote erinnern wollte. In obigem Schriftwort verlangt er zum Beispiel auch die Nächstenliebe und das Verlassen der Güter. In der Bergpredigt verbietet er sogar den lüsternen Blick und er verlangt die Feindesliebe. Das ist also nicht nur Rückführung zum Ursprung. Es ist absolute Überbietung der natürlichen Verhaltensregeln. Es ist mehr als die Zehn Gebote.


    Außerdem erwartet Jesus, dass wir (d. h. die Christen) ihm hinterher gehen, dass wir ihn begleiten und von ihm lernen. Dass wir ihm folgen bis in den Tod hinein ... Gibt es etwas Radikaleres?


    Gruß

    Winfried











  2. #2
    Udo
    Gast

    Re: Nur die 10 Gebote?





    Hi


    Stimmt alles,aber wie sieht die Realität

    im Christentum aus ? Alle Großkirchen

    lechzen nach dem "GOLDENEN Kalb".

    Und der kleine Gläubige wird mit

    hineingezogen in den Sumpf, und

    durch Schuldgefühle daran gehindert,

    die REALITÄT zu durchschauen.

    Das ist der Grund für die Mrd.

    Subvebtionen der Mammonprister.

    Dieser Weg führt in das Amageddon,

    wie wir es in Nah Ost deutlich

    sehen können.


    Gruß Udo.





    >Aus dem Matthäusevangelium (Einheitsübersetzung):

    >Es kam ein Mann zu Jesus und fragte: Meister, was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu gewinnen?

    >(Mt 19,17) Er antwortete: Was fragst du mich nach dem Guten? Nur einer ist «der Gute». Wenn du aber das Leben erlangen willst, halte die Gebote! Darauf fragte er ihn: Welche? Jesus antwortete: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen; ehre Vater und Mutter! Und: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!

    >

    >Der junge Mann erwiderte ihm: Alle diese Gebote habe ich befolgt. Was fehlt mir jetzt noch? Jesus antwortete ihm: Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkauf deinen Besitz und gib das Geld den Armen; so wirst du einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach. Als der junge Mann das hörte, ging er traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen. Da sagte Jesus zu seinen Jüngern: Amen, das sage ich euch: Ein Reicher wird nur schwer in das Himmelreich kommen. Nochmals sage ich euch: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.

    >

    >Als die Jünger das hörten, erschraken sie sehr und sagten: Wer kann dann noch gerettet werden? Jesus sah sie an und sagte zu ihnen: Für Menschen ist das unmöglich, für Gott aber ist alles möglich.

    >

    >Da antwortete Petrus: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was werden wir dafür bekommen? Jesus erwiderte ihnen: Amen, ich sage euch: Wenn die Welt neu geschaffen wird und der Menschensohn sich auf den Thron der Herrlichkeit setzt, werdet ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten. Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird dafür das Hundertfache erhalten und das ewige Leben gewinnen. (Mt 19,30) Viele aber, die jetzt die Ersten sind, werden dann die Letzten sein, und die Letzten werden die Ersten sein.


    >Soweit also die Worte Jesu.

    >Ich glaube nicht, dass Jesus uns nur an die Zehn Gebote erinnern wollte. In obigem Schriftwort verlangt er zum Beispiel auch die Nächstenliebe und das Verlassen der Güter. In der Bergpredigt verbietet er sogar den lüsternen Blick und er verlangt die Feindesliebe. Das ist also nicht nur Rückführung zum Ursprung. Es ist absolute Überbietung der natürlichen Verhaltensregeln. Es ist mehr als die Zehn Gebote.

    >Außerdem erwartet Jesus, dass wir (d. h. die Christen) ihm hinterher gehen, dass wir ihn begleiten und von ihm lernen. Dass wir ihm folgen bis in den Tod hinein ... Gibt es etwas Radikaleres?

    >Gruß

    >Winfried

    >

    >

    >



  3. #3
    Ahmet
    Gast

    Re: ja, nur die 10 Gebote (Urversion)!


    Hallo Winfried,

    Danke für deinen Beitrag.


    Winfried: Ich glaube nicht, dass Jesus uns nur an die Zehn Gebote erinnern wollte.


    Natürlich hat Jesus nicht nur einen Satz gesagt. Sonst hätten wir ja kein Evangelium gebraucht. Es gab damals auch andere Gebote, die den Wahren Glauben an den ewigen Gott trübten. Denn das gelobte Land war ein Reich der Heiden geworden (seit ca. 550 v.Chr.). Bei den Heiden war z.B. der Glauben verbreitet, dass man den Besitz ins Himmelreich mitnehmen könne. Das kennen wir auch von den Ägyptern. Also lauter Menschengebote, die nicht auf die Zehn Gebote zurückführbar waren. Solches und die vergessene Botschaft der Schöpfung musste Jesus immer wieder klären.


    Winfried: In obigem Schriftwort verlangt er zum Beispiel auch die Nächstenliebe.....


    Wie definierst Du Nächstenliebe? Wie kann ich Dir zeigen, dass ich Dich Liebe? Ich definiere es, indem ich die "Zweite Gebots- Tafel" bzw. 2.Gebot, wie es die Leute damals nannten, ausnahmslos befolge und erfülle. Ich bin überzeugt, dass Du dann meine Liebe zu Dir spürst, denn diese Zehn Gebote sind nicht nur lehre Worte. Als Ganzes ist es die Nächstenliebe (Zweite Tafel).


    Winfried:....... und das Verlassen der Güter.


    Ja, da kann ich Jesus nur zustimmen. Denn Besitz (Materielles) lenkt meist vom bewussten Leben mit Gott ab. Was hättest Du lieber, eine Mietwohnung oder ein gekauftes Haus, wenn Du von Heute auf Morgen deine Wohnstätte verlassen müsstest? Welches bringt dir mehr Ärger bzw. Aufwand und Verlust?


    Solche "Sachen" sind es eben, die es dem Menschen schwerer machen, die Gebote immer lückenlos halten zu können. Und wenn Du präventiv Dich darauf vorbereitest, dann ist dein Leben für Gott viel einfacher. Das heisst aber nicht, dass man nicht reich sein darf. Aber man soll sich nicht mit materiellen Gütern binden. Daher sagt Jesus ergänzend zu den Geboten:


    Jesus: Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkauf deinen Besitz und gib das Geld den Besitzlosen; so wirst du einen bleibenden Schatz im Himmel haben


    Auf diese Worte erklärte Jesus auch, dass der Besitz vor Gott keinen Wert hat, denn kein Mensch kann seinen Besitz ins Himmelreich mitnehmen (so glaubten es aber die Heiden). Gott wird also beim Gericht nicht erkennen, ob jemand Besitz hatte oder nicht. Also bringt es auch nichts.


    Jesus: Amen, das sage ich euch: Einer mit Besitz wird nur schwer in das Himmelreich kommen. Nochmals sage ich euch: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass einer mit Besitz in das Reich Gottes gelangt.


    Winfried: In der Bergpredigt verbietet er sogar den lüsternen Blick und er verlangt die Feindesliebe. Das ist also nicht nur Rückführung zum Ursprung. Es ist absolute Überbietung der natürlichen Verhaltensregeln. Es ist mehr als die Zehn Gebote.


    Worauf sonst, als zurück zum Ursprung zielt hier Jesus ab? Jedes Gebot, dass der Mensch aufstellt, soll auf die Zehn Gebote zurückgeführt werden können. So entstand auch unsere Gesetzgebung. Und wenn nur eines der heutigen Gesetze nicht auf die Zehn Gebote bezogen werden kann, dann läuft etwas falsch in der Weltordnung. So einfach ist das zu prüfen. Denn immer dann, wenn ein Mensch Herzschmerzen empfindet, kann man davon ausgehen, dass ein Anderer mindestens eines der Zehn Gebote Gottes gebrochen hat. Daher war es wichtig, dass Jesus die Menschen lehrte, wie man Menschengebote von den Geboten Gottes unterscheiden kann. Und wer den heiligen Geist (Atem Gottes) in sich trägt, hat es auch bereits kapiert und so verstanden.


    Übrigens, dass Jesus nichts neues bzw. überbietendes einführte, sondern nur an das bestehende, ewige Gesetz Gottes erinnerte, kann man am Wort "Amen" erkennen.


    AMEN (hebräisch, arabisch: AMIN) = So steht es geschrieben, so soll es sein


    ..... was so viel heisst wie: "wie es schon immer war, so soll es auch bleiben!"


    Er bezieht sich immer auf etwas geschriebenes (bereits bestehendes). Das Neue Testament kann es ja nicht sein, denn das gab es die nächsten 300 Jahre noch nicht. So gibt es also einen Ursprung wie z.B. auch die erste Gebotstafel, welche die Liebe zu Gott regelt. Wie würdest Du das erste Gebot: Gottliebe definieren, wenn nicht mit der ersten Tafel der 10 Gebote?


    Jesus: Denn es steht geschrieben: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen


    Winfried: Außerdem erwartet Jesus, dass wir (d. h. die Christen) ihm hinterher gehen, dass wir ihn begleiten und von ihm lernen. Dass wir ihm folgen bis in den Tod hinein ... Gibt es etwas Radikaleres?


    Ja, dass man seiner Wahrheit, seiner Erkenntnis folgt, das wäre Gottes Wille. Aber warum folgen dann Christen mehrheitlich nicht den Worten Jesu, sondern den Worten des Paulus? Ich jedenfalls folge lieber den Worten Jesu, denn nur dann kann man von ihm lernen.........


    Gruss

    Ahmet

  4. #4
    Winfried
    Gast

    Re: ja, nur die 10 Gebote (Urversion)!


    Hallo Ahmet!


    Ich möchte jetzt nicht auf jeden einzelnen Punkt eingehen. Denn was Du schreibst, scheint mir grundsätzlich nicht falsch zu sein. Es gibt auch katholische Theologen, die sagen, dass Jesus nichts Neues gebracht hat, sondern er hat das schon immer Bestehende neu beleuchtet, sodass es endlich mal kapiert wird.


    Ich halte es aber nicht für notwendig, deshalb eine neue-alte Religion zu gründen. Es genügt meines Erachtens, dass man das Christentum (und auch andere Religionen) einfach nur reformiert, was allerdings nicht leicht sein dürfte. Aber die vielen Bewegungen und Sondergruppen, die es heutzutage gibt, lassen doch hoffen, oder nicht?


    Was mich aber stört, ist der Absolutheitsanspruch, den die einzelnen Gruppierungen heutzutage stellen. Wer sich über alle anderen stellt, der tut es den Pharisäern gleich. Der wird nicht mehr vom Heiligen Geist getragen.


    Meines Erachtens kann man in jeder Religion heilig werden. Man muss nur den eigenen Weg (z. B. den der Nachfolge Christi) konsequent gehen.


    Gruß

    Winfried

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


    >Hallo Winfried,

    >Danke für deinen Beitrag.

    >Winfried: Ich glaube nicht, dass Jesus uns nur an die Zehn Gebote erinnern wollte.

    >Natürlich hat Jesus nicht nur einen Satz gesagt. Sonst hätten wir ja kein Evangelium gebraucht. Es gab damals auch andere Gebote, die den Wahren Glauben an den ewigen Gott trübten. Denn das gelobte Land war ein Reich der Heiden geworden (seit ca. 550 v.Chr.). Bei den Heiden war z.B. der Glauben verbreitet, dass man den Besitz ins Himmelreich mitnehmen könne. Das kennen wir auch von den Ägyptern. Also lauter Menschengebote, die nicht auf die Zehn Gebote zurückführbar waren. Solches und die vergessene Botschaft der Schöpfung musste Jesus immer wieder klären.

    >Winfried: In obigem Schriftwort verlangt er zum Beispiel auch die Nächstenliebe.....

    >Wie definierst Du Nächstenliebe? Wie kann ich Dir zeigen, dass ich Dich Liebe? Ich definiere es, indem ich die "Zweite Gebots- Tafel" bzw. 2.Gebot, wie es die Leute damals nannten, ausnahmslos befolge und erfülle. Ich bin überzeugt, dass Du dann meine Liebe zu Dir spürst, denn diese Zehn Gebote sind nicht nur lehre Worte. Als Ganzes ist es die Nächstenliebe (Zweite Tafel).

    >Winfried:....... und das Verlassen der Güter.

    >Ja, da kann ich Jesus nur zustimmen. Denn Besitz (Materielles) lenkt meist vom bewussten Leben mit Gott ab. Was hättest Du lieber, eine Mietwohnung oder ein gekauftes Haus, wenn Du von Heute auf Morgen deine Wohnstätte verlassen müsstest? Welches bringt dir mehr Ärger bzw. Aufwand und Verlust?

    >Solche "Sachen" sind es eben, die es dem Menschen schwerer machen, die Gebote immer lückenlos halten zu können. Und wenn Du präventiv Dich darauf vorbereitest, dann ist dein Leben für Gott viel einfacher. Das heisst aber nicht, dass man nicht reich sein darf. Aber man soll sich nicht mit materiellen Gütern binden. Daher sagt Jesus ergänzend zu den Geboten:

    >Jesus: Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkauf deinen Besitz und gib das Geld den Besitzlosen; so wirst du einen bleibenden Schatz im Himmel haben

    >Auf diese Worte erklärte Jesus auch, dass der Besitz vor Gott keinen Wert hat, denn kein Mensch kann seinen Besitz ins Himmelreich mitnehmen (so glaubten es aber die Heiden). Gott wird also beim Gericht nicht erkennen, ob jemand Besitz hatte oder nicht. Also bringt es auch nichts.

    >Jesus: Amen, das sage ich euch: Einer mit Besitz wird nur schwer in das Himmelreich kommen. Nochmals sage ich euch: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass einer mit Besitz in das Reich Gottes gelangt.

    >Winfried: In der Bergpredigt verbietet er sogar den lüsternen Blick und er verlangt die Feindesliebe. Das ist also nicht nur Rückführung zum Ursprung. Es ist absolute Überbietung der natürlichen Verhaltensregeln. Es ist mehr als die Zehn Gebote.

    >Worauf sonst, als zurück zum Ursprung zielt hier Jesus ab? Jedes Gebot, dass der Mensch aufstellt, soll auf die Zehn Gebote zurückgeführt werden können. So entstand auch unsere Gesetzgebung. Und wenn nur eines der heutigen Gesetze nicht auf die Zehn Gebote bezogen werden kann, dann läuft etwas falsch in der Weltordnung. So einfach ist das zu prüfen. Denn immer dann, wenn ein Mensch Herzschmerzen empfindet, kann man davon ausgehen, dass ein Anderer mindestens eines der Zehn Gebote Gottes gebrochen hat. Daher war es wichtig, dass Jesus die Menschen lehrte, wie man Menschengebote von den Geboten Gottes unterscheiden kann. Und wer den heiligen Geist (Atem Gottes) in sich trägt, hat es auch bereits kapiert und so verstanden.

    >Übrigens, dass Jesus nichts neues bzw. überbietendes einführte, sondern nur an das bestehende, ewige Gesetz Gottes erinnerte, kann man am Wort "Amen" erkennen.

    >AMEN (hebräisch, arabisch: AMIN) = So steht es geschrieben, so soll es sein

    >..... was so viel heisst wie: "wie es schon immer war, so soll es auch bleiben!"

    >Er bezieht sich immer auf etwas geschriebenes (bereits bestehendes). Das Neue Testament kann es ja nicht sein, denn das gab es die nächsten 300 Jahre noch nicht. So gibt es also einen Ursprung wie z.B. auch die erste Gebotstafel, welche die Liebe zu Gott regelt. Wie würdest Du das erste Gebot: Gottliebe definieren, wenn nicht mit der ersten Tafel der 10 Gebote?

    >Jesus: Denn es steht geschrieben: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen

    >Winfried: Außerdem erwartet Jesus, dass wir (d. h. die Christen) ihm hinterher gehen, dass wir ihn begleiten und von ihm lernen. Dass wir ihm folgen bis in den Tod hinein ... Gibt es etwas Radikaleres?

    >Ja, dass man seiner Wahrheit, seiner Erkenntnis folgt, das wäre Gottes Wille. Aber warum folgen dann Christen mehrheitlich nicht den Worten Jesu, sondern den Worten des Paulus? Ich jedenfalls folge lieber den Worten Jesu, denn nur dann kann man von ihm lernen.........

    >Gruss

    >Ahmet



  5. #5
    Ahmet
    Gast

    Re: neues Konzil muss her!


    Hallo Winfried,

    Danke für die Antwort.


    Winfried: Ich halte es aber nicht für notwendig, deshalb eine neue-alte Religion zu gründen. Es genügt meines Erachtens, dass man das Christentum (und auch andere Religionen) einfach nur reformiert, was allerdings nicht leicht sein dürfte. Aber die vielen Bewegungen und Sondergruppen, die es heutzutage gibt, lassen doch hoffen, oder nicht?


    Ja, ich wäre auch für eine Reform. Das würde bestimmt etwas bringen. Dazu müsste ein neues Konzil einberufen werden und dann alle bisherigen ökumenischen Konzile seit 325 n. Chr. rückgängig gemacht werden. Dann hätten wir den Jesus aus Nazareth, den Messias gerettet.


    Kannst Du dir das vorstellen?


    Gruss

    Ahmet



  6. #6
    Winfried
    Gast

    Re: neues Konzil muss her!


    >Hallo Winfried,

    >Danke für die Antwort.

    >Winfried: Ich halte es aber nicht für notwendig, deshalb eine neue-alte Religion zu gründen. Es genügt meines Erachtens, dass man das Christentum (und auch andere Religionen) einfach nur reformiert, was allerdings nicht leicht sein dürfte. Aber die vielen Bewegungen und Sondergruppen, die es heutzutage gibt, lassen doch hoffen, oder nicht?

    >Ja, ich wäre auch für eine Reform. Das würde bestimmt etwas bringen. Dazu müsste ein neues Konzil einberufen werden und dann alle bisherigen ökumenischen Konzile seit 325 n. Chr. rückgängig gemacht werden. Dann hätten wir den Jesus aus Nazareth, den Messias gerettet.

    >Kannst Du dir das vorstellen?

    >Gruss

    >Ahmet

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


    Du fragst, ob ich mir das vorstellen kann. Eigentlich nicht.

    Ich habe unter anderem einige Jahre Theologie studiert. Und besonders intensiv musste ich mich mit der Alten Kirchengeschichte beschäftigen. Und da bin ich zu der Auffassung gekommen, dass der Heilige Geist das schon alles richtig inszeniert at. Ich bekenne mich also zu den Konzilsbeschlüssen, obwohl ich nicht alles verstehe. Andererseits baue ich mein Leben nicht auf Dogmen auf, sondern auf der Überzeugung, dass die Liebe alles überwindet, ja alle theologischen Werke in den Schatten stellt.


    Wer aber die Liebe noch nie erlebt hat, der stellt z. B. das Produkzt seiner eigenen Gedanken über alles. Und auf diese Weise sind riesige geisteswissenschaftliche Biliotheken entstanden. Ich halte es da lieber wie Franziskus, der vielen seiner Anhänger das Studieren verboten hat, weil es die Seele verdirbt (aufgeblasen macht).


    "Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder ...", sagt Jesus. Und der große Kirchenlehrer Thomas von Aquin gab kurz vor seinem Tode die Anweisung, alle seine Werke zu vernichten. Warum wohl?


    Im Angesicht der Wahrheit verblasst alles menschliche Bemühen. Gott ist nun einmal mit dem menschlichen Gehirn nicht zu erfassen. Aber demjenigen, der demütig liebt, ist Gott nicht fern.


    Gruß

    Winfried



Stichworte

Lesezeichen

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
Creative Commons Lizenzvertrag
Diese Webseite ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48