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Thema: Wozu ist eine Botschaft Gottes?

  1. #1
    Ahmet
    Gast

    Re: Wozu ist eine Botschaft Gottes?


    Hallo Don Pedro,


    Don Pedro: dem historischen Jesus zu folgen, ist ziemlich schwierig, weil er eine ziemlich schleierhafte Gestalt ist. Es gibt ihn nur durch Filter unterschiedlicher Schriftsteller.


    Ja, das ist schon so. Aber es gibt viele Evangelien, die Jesus als den Gesandten Gottes, einen Lehrer und Propheten beschreiben, mit Ausnahme des Johannes Evangeliums und die Paulus-Briefe.


    Die Wissenschaft sagt, zuerst waren viele Evangelien, dann viel später kam das Johannes-Evangelium. Die Briefe waren kein Bestandteil der heiligen Schriften. Der Verstand sagt dazu, was zuerst existierte war der Ursprung, dann kam die Veränderung. Ist dann die Wahrheit nicht im Ursprung?


    Don Pedro: Da spielt Paulus eine wichtige Rolle, weil er das Christum aus der Ecke einer jüdischen Religion geholt hat und zu einer Religion werden lies, die in der römischen Welt eine echte Chance bekam.


    Dann findest Du also auch, dass der Mensch sich nicht Gott zu unterwerfen hat, sondern Gott den Menschen. Denn es wurde der ewige Bund Gottes von Menschen abgeschafft und der Neue Bund entstand durch Menschengerede.


    Don Pedro: Allein die ürsprüngliche Verpflichtung zu Beschneidung (für Erwachsene ein ziemlich schmerzhafter Vorgang) und zur Übernahme der jüdischen Lebenweise (mit den vielen Geboten ein schwieriges Geschäft)


    Wie kannst Du das beurteilen, dass es schmerzhaft sein soll? Die männliche Beschneidung ist seit tausenden von Jahren auch bei Erwachsenen ein schmerzloser Eingriff. Und zudem praktiziert man das schon als Kind. Warum scheuen sich heute die 55% der Amerikaner nicht von der Beschneidung, aber die Heiden-Römer von damals wollten also den ewigen Bund mit Gott nicht eingehen? Warum haben es dann die Urchristen bis 300 n.Chr. praktiziert?


    Don Pedro: Paulus hat zwar von Waffen des Lichts gesprochen, aber er rief nie zu Gewalt auf oder verbreitete Terror. Er stritt sich leidenschaftlich gerne mit den anderen Apostel oder mit seinen Gegner. Aber Paulus wählte nie den Weg der Gewalt.


    Paulus und keine Gewalt? Wo hast Du das gelesen? Sogar die Bibel bestätigt die Gewalt ausgehend von Paulus. Paulus vertrat bis zu seiner Bekehrung eine strenge jüdische Haltung, welche verlangte, dass auch zum Judentum übergetretene Nichtjuden zu beschneiden seien. Er verstand sich als "Eiferer für das Gesetz" (Gal 1,14), der dessen Vorschriften auch gegenüber Mitjuden vorbildlich erfüllt habe (Phil 3,6). In diesem Streben wurde er ein erbitterter Gegner jener hellenistischen Sekten, die für einen römischen Dionysos (Sohn Gottes) missionierten und dabei auch jüdischen Neumitgliedern die Befolgung der Tora erleichterten, indem sie auf deren Beschneidung verzichteten. Er verfolgte und tötete sie. Laut Lukas war Paulus sogar im Auftrag des Sanhedrin an der Aufsicht über die vorschriftsmäßige Steinigung des ersten christlichen Märtyrers Stephanus beteiligt (Apg 7,58; 8,1). Das soll keine Gewalt sein?



    Don Pedro: Ich fühle mich durch solche Vergleiche ziemlich irritiert. Ich bin mir nicht sicher, ob sie nur unwissend oder vielleicht sogar absichtlich verletzend sein sollen.


    Keine Sorge, in diesem Forum wird niemand absichtlich gekränkt. Glaube und Verstand können nun mal nicht alle Menschen unter einen Hut bringen. Dann kann man sich schon mal verletzt fühlen. Es gibt nun mal Tatsachen und diese werden nur durch Verstand wirklich verstanden. Wer sich nur am Glauben, der von einem Menschen definiert wurde, ankrallt und diese nicht mit Verstand hinterfragt, der wird sich immer verletzt fühlen.


    Was lehrte Jesus? Soll man mit Verstand glauben oder ohne Verstand? Hier geht es um das Bewusstsein, sich der übergeordneten Ewigen Religion, die als Ursprung aller Religionen zu verstehen ist anzunehmen und das Volk Gottes, unseres Schöpfers zu tolerieren (Menschen aller Religionen). Jesus, als der Sprecher unseres Schöpfers wollte den Ewigen Gott, also die Ewige Religion in Erinnerung bringen und keine christliche Religion gründen. Wer Verstand hat, wird erkennen....... heisst es in der Bibel.


    Gruss

    Ahmet



  2. #2
    Ahmet
    Gast

    Wozu ist eine Botschaft Gottes?


    Liebe Forumbesucher


    Bitte helft mir eine Begründung zu finden.

    Es gibt in allen Religion das Wort Gottes. Und alle Religionen verlangen, dass man nur dem Wort Gottes folgt. Alle Religionen kennen einen eigenen Übermittler des Wortes, das von Gott gekommen sein soll. Im Christentum z.B. ist es Jesus aus Nazareth, der das Wort Gottes offenbarte. Im Judentum ist es Moses und im Islam ist es Mohammed, der das Wort Gottes den Menschen offenbarte.


    Aber warum folgen dann die Menschen heute nicht mehr den Worten dieser Gottes-Mittler? Warum folgen sie anderen Menschen (Aaron, Paulus, Bin Laden) die nicht mehr das gleiche sagen, wie die Mittler der entsprechenden Religion? Was wäre überhaupt das richtige Verhalten? Gibt es richtig oder falsch, wenn man sich entscheiden muss?


    Hier ein klassisches Beispiel: Wir wissen aus der Bibel, dass Gott uns eine Botschaft an Jesus offenbarte, der uns wiederum das Wort und den Willen Gottes lehrte. Aber wir folgen nicht den Worten, die Jesus offenbarte, sondern tun und glauben, was Paulus predigte.


    Wir wissen, dass Paulus nie dem Jesus begegnet ist und dass Paulus sich selbst zum Apostel ernannt hatte. Aber trotzdem folgen die Menschen dieser Figur und glauben seine Worte, die sich den Worten des Jesus aus Nazareth widersprechen. Warum tun wir das?


    Ich habe meine Meinung schon einmal geschrieben, möchte aber eure Begründung hören. Denn bekanntlich ist Gott in allen Religionen die gleiche höchste Macht.

  3. #3
    Udo
    Gast

    Re: Wozu ist eine Botschaft Gottes?





    Hallo Ahmet !


    Ich denke es hat psychologische Gründe, weshalb Paulus so in den Mittelpunkt gedrängt wird.

    Er hat Schriftgut hinterlassen, dass man jedem Zweifler unter die Nase reiben kann.Im Altertum

    war jeder "Schriftbesitzer" fast eine unangreifbare Instanz. Es ist auch kein Zufall, dass so viel mit der Bibel herum gefuchtelt wird,die Welt wird so in Wissende und Unwissende polarisiert.

    Ein Doktorhut heute, erfüllt den selben Zweck. Beim "Unwissenden" wird das Gefühl der Machtlosigkeit erzeugt und er hört bald auf zu fragen, denn andere wissen sowieso alles besser.

    Aus diesem Grund fuchteln die Zeugen Jehovas ständig mit der Bibel und ihren relativ zusammenhanglosen Texten herum, denn der zu Überzeugende ist weit davon entfernt den Innhalt zu verstehen, er weiß aber,die Bibel ist das Buch mit der höchsten Auflage. So vermittelt man dem

    Opfer ein Unterlegenheitsgefühl.


    Es ist für mich unbegreiflich, dass eine Figur wie Jesus, ein Ideal, ja ein GOTT, nichts schriftliches hinterlassen haben soll. Auf die Idee muß man erst einmal kommen, in unserer

    voll indoktrinierten Welt. Der heutige Gedankenkosmos der Menschen ist ein künstlich installierter Gedankenkosmos, der sich dem Obrigkeitswahn unter ordnet.


    mfg. Udo







    >Liebe Forumbesucher

    >Bitte helft mir eine Begründung zu finden.

    >Es gibt in allen Religion das Wort Gottes. Und alle Religionen verlangen, dass man nur dem Wort Gottes folgt. Alle Religionen kennen einen eigenen Übermittler des Wortes, das von Gott gekommen sein soll. Im Christentum z.B. ist es Jesus aus Nazareth, der das Wort Gottes offenbarte. Im Judentum ist es Moses und im Islam ist es Mohammed, der das Wort Gottes den Menschen offenbarte.

    >Aber warum folgen dann die Menschen heute nicht mehr den Worten dieser Gottes-Mittler? Warum folgen sie anderen Menschen (Aaron, Paulus, Bin Laden) die nicht mehr das gleiche sagen, wie die Mittler der entsprechenden Religion? Was wäre überhaupt das richtige Verhalten? Gibt es richtig oder falsch, wenn man sich entscheiden muss?

    >Hier ein klassisches Beispiel: Wir wissen aus der Bibel, dass Gott uns eine Botschaft an Jesus offenbarte, der uns wiederum das Wort und den Willen Gottes lehrte. Aber wir folgen nicht den Worten, die Jesus offenbarte, sondern tun und glauben, was Paulus predigte.

    >Wir wissen, dass Paulus nie dem Jesus begegnet ist und dass Paulus sich selbst zum Apostel ernannt hatte. Aber trotzdem folgen die Menschen dieser Figur und glauben seine Worte, die sich den Worten des Jesus aus Nazareth widersprechen. Warum tun wir das?

    >Ich habe meine Meinung schon einmal geschrieben, möchte aber eure Begründung hören. Denn bekanntlich ist Gott in allen Religionen die gleiche höchste Macht.



  4. #4
    Don Pedro
    Gast

    Re: Wozu ist eine Botschaft Gottes?


    Hi,

    dem historischen Jesus zu folgen, ist ziemlich schwierig, weil er eine ziemlich schleierhafte Gestalt ist. Es gibt ihn nur durch Filter unterschiedlicher Schriftsteller. Da spielt Paulus eine wichtige Rolle, weil er das Christum aus der Ecke einer jüdischen Religion geholt hat und zu einer Religion werden lies, die in der römischen Welt eine echte Chance bekam.

    Allein die ürsprüngliche Verpflichtung zu Beschneidung (für Erwachsene ein ziemlich schmerzhafter Vorgang) und zur Übernahme der jüdischen Lebenweise (mit den vielen Geboten ein schwieriges Geschäft) haben fast alle Heiden von diesem Weg zurück schrecken lassen. Deshalb war es richtig einen Weg der Heiden zu Jesus und zu Gott zu ermöglichen.

    Es geht also nicht um Paulus, sondern um Jesus, auch wenn Paulus sich als Apostel versteht.


    Paulus mit Bin-Laden zu vergleichen halte ich auch für eine sehr gewagte Parallele. Paulus hat zwar von Waffen des Lichts gesprochen, aber er rief nie zu Gewalt auf oder verbreitete Terror. Er stritt sich leidenschaftlich gerne mit den anderen Apostel oder mit seinen Gegner. Aber Paulus wählte nie den Weg der Gewalt.

    Ich fühle mich durch solche Vergleiche ziemlich irritiert. Ich bin mir nicht sicher, ob sie nur unwissend oder vielleicht sogar absichtlich verletzend sein sollen.


    Don Pedro



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