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Thema: Sprachliche Mehrdeutigkeiten erlauben logisch fehlerhafte Schlußfolgerungen

  1. #1
    Günter Dantrimont - science.de-forum.de
    Gast

    Sprachliche Mehrdeutigkeiten erlauben logisch fehlerhafte Schlußfolgerungen


    Hallo,


    mir ist aufgefallen, daß Ihr im Forenheader die Begriffe "Wissenschaft"

    und "Logik" führt. Als Betreiber des Forums 'kritische Naturwissenschaft'

    science.de-forum.de




    möchte ich hierzu eine kleine Anmerkung machen:


    Menschliche Sprache ist oft mehrdeutig, so daß man wirklich äußerste Vorsicht

    walten lassen sollte, wenn man alleine aufgrund sprachlicher Schlußfolgerungen

    logische Schlüsse ziehen will - gerade auch in existenziellen Fragen, wie etwa

    der Schöpfung usw.


    Beispiele aus der Geschichte sind allzu bekannt, etwa die sprachliche Schlußfolgerung

    aus dem Bibelzitat "Und Joshua sprach: Sonne steh still über Gibeon und Mond....",

    das vor einigen Jahrhunderten als "Beweis" gegen Galileo Galilei angeführt wurde,

    das angeblich beweisen sollte, daß sich die Sonne um die Erde drehen muß und Galilei

    sich irren muß, wenn er glaubte, daß sich die Erde um die Sonne drehe.


    Heute weiß selbst die Kirche, daß man damals falsch gefolgert hat - aber damit ist die

    Gefahr weiterer falscher "Sprach"-Beweise ja nicht aus der Welt geschafft.


    So fällt mir auch an Eurem Forenheader auf, daß Ihr einige zumindest mißverständliche

    Formulierungen benutzt, aus denen - ich jedenfalls - nicht folgern kann, ohne das

    Risiko, auf logischem Weg unlogische Behauptungen zu ziehen.


    Konkret schreibt Ihr:


    "Jede Weltreligion hatte einen Anfang, egal ob im Hinduismus, Buddhismus, Judentum, Christentum oder Islam."


    --> Ich behaupte, daß das so nicht stimmt, weil etliche Weltreligionen mehrere Anfänge haben,

    also nicht nur einen. Frei nach dem Motto: "Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei".


    Mag ja sein, daß Ihr das nicht so gemeint habt - aber wenn man die Aussage so wie sie nun mal

    formuliert ist als "wahr" akzeptiert, dann könnte man daraus eben falsches folgern.


    Weiter schreibt Ihr:


    "Jede dieser Weltreligion hat auch eine Wahrheit. Für uns ist es ihr Ursprung."


    Auch hier sehe ich die Verwendung von "eine" als problematisch, ohne das jetzt

    weiter auszuführen.


    In meinem Forum 'kritische Naturwissenschaft' tauchen des öfteren Kreationisten auf, die

    die Evolution widerlegen zu können glauben. Deren Beiträge lösche ich prinzipiell nicht weg,

    sondern diskutiere sogar mit denen (es sei denn, die Beiträge sind lediglich geklaut und

    es wird prinzipiell nicht zurück geantwortet, was dann für mich "beweist" daß überhaupt

    keine Diskussion angestrebt war, sondern nur zu-spammen meines Forums).


    Gerne lade ich Euch daher auch zu einem Gegenbesuch ein, bei dem Ihr gerne auch darlegen

    könnt, was an Eurer Ansicht (bzw. Glauben) Ihr für wissenschaftlich haltet.


    Doch Vorsicht:


    Laut Richard Dawkins war "der ungläubige Thomas der Schutzpatron der Wissenschaft".

    Wer in meinem Forum schreibt, der muß daher durchaus damit rechnen, auch Kontrapositionen

    als Antwort zu bekommen. Selbstverständlich akzeptiere auch ich, wenn Ihr mir hier kontra

    geben möchtet.


    Mfg. Günter Dantrimont



    Forum 'kritische Naturwissenschaft'



    science.de-forum.de



    - im Rahmen des Projekts forenzentrum.de -





  2. #2
    Ingar
    Gast

    Re: Sprachliche Mehrdeutigkeiten erlauben logisch fehlerhafte Schlußfolgerungen


    "....Heute weiß selbst die Kirche, daß man damals falsch gefolgert hat ..."


    Bitteschön: wer ist "die Kirche"?

    Widerspricht das nicht Deiner Forderung nach Klarheit der Sprache und des Denkens?


    Lieben Gruss, Ingar.




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