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Thema: Gästebucheintrag vom 01.07.01

  1. #11
    Thomm
    Gast

    Re: Beweise für was?


    Als Antwort auf: Re: Beweise für was? geschrieben von Voltaire am 20. Juli 2001 14:21:11:


    Hi Voltaire,


    du schreibst:

    >Klar, die Natur kann man beobachten und untersuchen, Gott allerdings nicht.


    Jetzt würde ich dich gerne mal fragen, ob du dich mit der Möglichkeit schon mal auseinandergesetzt hast, daß vielleicht die gesamte Natur, das ganze Weltall, das ganze LEBEN Gott ist?


    Albert Einstein soll mal gesagt haben: "Wir alle sind Leben inmitten von Leben das leben will."


    Viele Grüße,


    Thomm










  2. #12
    Voltaire
    Gast

    Re: Beweise für was?


    Als Antwort auf: Re: Beweise für was? geschrieben von Thomm am 22. Juli 2001 18:52:22:


    Nun ja, wenn die ganze Natur (= alles existierende) Gott ist, hat dieser Gott natürlich nichts mehr mit dem Gott der monotheistischen Religionen gemein; es ist vielmehr der Gott Spinozas, der nicht denkt und keinen Willen hat.


    Dies ist dann natürlich nur eine Wortspielerei; "Das Universum ist Gott" sagt nicht mehr als "Gott ist Gott" oder "Das Universum ist das Universum".


    Könnte man auf einen solchen Gott nicht auch verzichten?










  3. #13
    Thomm
    Gast

    Gott ( = alles existierende)


    Als Antwort auf: Re: Beweise für was? geschrieben von Voltaire am 23. Juli 2001 09:28:46:


    Daß Gott (= alles existierende) nicht denkt und keine Willen hat, ist aber nur eine Unterstellung.


    Und ob man auf so einen Gott nicht verzichten könnte? Kann man denn auf die Naturgesetze verzichten?













  4. #14
    Voltaire
    Gast

    Re: Gott ( = alles existierende)


    Als Antwort auf: Gott ( = alles existierende) geschrieben von Thomm am 23. Juli 2001 11:51:37:


    Denken, Sprache, Willen sind Fähigkeiten von Menschen. Der Gott der Theisten ist ein allmächtig gedachter Mensch, weiter nichts.


    Das die Naturgesetze Gott wären, ist wieder eine neue Hypothese, allerdings eine noch weniger hilfreiche als die, Das Universum seie Gott. Die Naturgesetze haben nun wirklich nichts mehr mit dem Gott des Monotheismus gemein; sie sind lediglich gewisse gesetzmäßige Eigenschaften der Realität. Die Naturgesetze denken ganz bestimmt nicht.










  5. #15
    Ahmet
    Gast

    Re: Beweise für was?


    Als Antwort auf: Re: Beweise für was? geschrieben von Voltaire am 20. Juli 2001 14:21:11:


    Hallo Voltaire


    >> Mein Problem beginnt da, wo die vertreter der Religionen anfangen, eine Moral auf ihren Glauben zu gründen, und von anderen zu verlangen, sich an diese Moral zu halten.



    Das finde ich auch absoluten Schwachsinn. Ich hoffe nur, dass jeder einzelne Mensch sich selbst erkennt und sich nicht von solchen Religionsvertretern beeinflussen lässt. Das zweite Gebot zeigt uns den Weg, ohne sich an einen Vertreter wenden zu müssen.



    >> Wer dergleichen Ansprüche stellt, soll sie gefälligst mit etwas anderem als seinen Gefühlen begründen.



    Religionsvertreter benutzen leider Anderes. Deshalb kommen eben die göttlichen Gefühle zu kurz!



    >> 220'000'000 Atheisten.> Woher stammt diese Zahl?



    Die Zahl stammt aus dem RGG3, einem Nachschlagewerk, dass für Religionswissenschaftler entwickelt wurde. Aber auch im grossen Meyers Lexikon habe ich diese Zahl schon nachgeschlagen.



    >> Ich habe ernsthafte Zweifel, ob die "Gottergebenen" wirklich an die Macht des Guten glauben, dazu sind ihre Vorstellungen doch zu unterschiedlich.



    Natürlich hast Du recht, wenn Du das sagst. Die heutigen Religionen sind von menschenhand (um)geformt. Aber der Ursprung aller Religionen hatte den gleichen Ansatz und Grund-Gedanken.



    >> Außerdem haben besonders die Anhänger der monotheistischen Religionen durch Jahrtausende die Welt mit Kriegen und Terror überzogen. Offenbar ist die religion keine gute basis für ein friedliches Zusammenleben der Menschen.



    Auch da bin ich deiner Meinung. Die Religion im heutigen Sinne hat mehr zerstört als zusammengefügt. Das geschah nur, weil das zweite Gebot nicht gehalten wurde. Der Mensch hat sich selbst sozusagen von anderen leiten lassen und damit eine grosse Verantwortung abgegeben. Das finde ich falsch.


    >> Nun ja, Problem ist doch: Was kann man glauben, und was nicht? Wonach soll man sich richten? Ich denke das bestehen auf nachvollzihbaren, wissenschaftlichen Beweisen hat etwas für sich. es gibt einfach zu viele Phantasten und Betrüger.



    Ich sehe, Du bist sehr skeptisch gegenüber religiösen Aussagen. Das finde ich ja grundsätzlich sehr gut. An deiner Stelle würde ich mich etwas mehr der Religionswissenschaft widmen. Denn da erhälst Du auch diese Antworten, die Du hören möchtest. Da wird nicht nach Wahrheit gesucht, sondern nach Tatsachen. Diese Tatsachen werden dann verwendet um zu vergleichen.



    >> Klar, die Natur kann man beobachten und untersuchen, Gott allerdings nicht.



    Doch, an fast jeder Universität findet das statt. Gott kann man also auch studieren. Man nennt es jedoch Religionswissenschaft.


    >> Nun ja, aber erstmal muss doch die Frage geklärt werden, ob es den Schöpfer überhaupt gibt, bevor man an ihn glauben kann. Die religiösen Bücher behaupten lediglich seine Existenz, ohne sie zu beweisen, oder auch nur plausibel zu machen.



    Nun ja, ob es ihn gibt oder nicht, das kann man nicht beweisen. Für mich gibt es den einen Gott, wie er sich in den Zehn Geboten vorstellt. Andere Ansichten und Bildnisse gibt es für mich auch nicht. Nur weil jemand Gott als Person dargestellt hat, heisst dies für mich nicht, dass ich nicht mehr an ihn glauben soll.


    Liebe Grüsse



    Ahmet


    >> Voltaire












  6. #16
    Thomm
    Gast

    Re: Gott ( = alles existierende)


    Als Antwort auf: Re: Gott ( = alles existierende) geschrieben von Voltaire am 23. Juli 2001 16:29:59:


    Nein, nein. Die Naturgesetze sollen ja gar nicht Gott sein. Das sollte nur heißen, daß es ja ganz unmöglich ist auf sie zu verzichten. Ich würde also schon dabei bleiben und sagen das Universum bzw. das Leben ist Gott. Allerdings könnte es doch auch möglich sein, daß das Universum ein Lebewesen mit Willen und Intelligenz ist, oder warum nicht?










  7. #17
    Voltaire
    Gast

    Re: Gott ( = alles existierende)


    Als Antwort auf: Re: Gott ( = alles existierende) geschrieben von Thomm am 23. Juli 2001 21:32:33:


    >Allerdings könnte es doch auch möglich sein, daß das Universum ein Lebewesen mit Willen und Intelligenz ist, oder warum nicht?<


    Ich denke nicht. Was verstehst du unter Lebewesen? Wir kennen nur die Lebewesen die wir um uns herum auf der Erde finden; sie alle haben einen Körper. Außerdem ein Gehirn, das ihr Bewußtsein hervorbringt. Kann man dergleichen vom Universum als Ganzes behaupten? Wohl kaum.


    Für mich ist es nur Wortspielerei, solche allgemeinen Behauptungen wie "Die Welt ist Gott" oder "Das Universum ist ein lebendiges Wesen" aufzustellen. Soöche Sätze sind nicht verifizierbar, es hat daher wenig Sinn sich mit ihnen zu beschäftigen.










  8. #18
    muktidasa
    Gast

    Re: Gott ( = alles existierende)


    Als Antwort auf: Re: Gott ( = alles existierende) geschrieben von Voltaire am 24. Juli 2001 16:03:30:


    Wenn das Gehirn die Ursache des Bewusstseins ist, was ist dann die Ursache des Gehirns? Urknall, Evolution und Zufall sind keine Erschöpfenden Antworten.

    Dass hinter Allem Geist, Intelligenz und Absicht steht, scheint mir die vernünf-

    tigste und glaubwürdigste Ansicht zu sein. Dass materielle Elemente zufällig ab

    einem gewissen Grad an Organisation Leben und Bewusstsein entwickeln, erscheint

    mir absurd, umgekehrt macht das mehr Sinn, sowie die Annahme eines ursachlosen

    ewigen Gottes, von dem wir herkommen.















  9. #19
    Thomm
    Gast

    Re: Gott ( = alles existierende)


    Als Antwort auf: Re: Gott ( = alles existierende) geschrieben von Voltaire am 24. Juli 2001 16:03:30:


    Der Körper (incl. Gehirn) eines irdischen Lebewesens besteht aus Zellen, welche wiederum aus Atomen zusammengesetzt sind. Auch die Luft in der sich der Körper aufhält, sowie alle "unbelebte" Materie besteht aus Atomen. Nun habe ich gehört, daß der Abstand eines Atoms zu seinem Nachbarn im Verhältnis zur Größe seines Kernes mit dem Abstand eines Planeten zu seinem Nachbar-Planeten verglichen werden kann. Könnte es denn nicht sein, daß vielleicht jeder Planet oder jede Galaxie oder jeder Galaxiehaufen tatsächlich ein Molekül oder ein Atom oder ein Quarks ist? Alles ist Leben - Leben ist Gott!?



    Könnte der Sinn, sich mit derlei nicht verifizierberem Unsinn zu beschäftigen nicht darin liegen, die Annahme eines göttlichen Willens wahrscheinlicher zu machen?










  10. #20
    Profeet Ämmäli
    Gast

    Scheiss Gayseite


    >Hallo Rena

    >>> in Deiner Page steckt ja unglaublich viel Arbeit und Energie und die hat

    >>> sich ausgezahlt, denn die Sites sind wirklich toll geworden. Die Frage: "Was

    >>> ist Dir wichtier Gott oder Religion?" - ist m.E. einer der zentralsten und

    >>> wichtigsten Fragen überhaupt. Meine Antwortet, das für mich allein Jesus

    >>> Christus zählt. Was wissenschaftlich belegt werden kann oder auch nicht,

    >>> interessiert mich hingegen nicht im geringsten, weil ich weiß, das Jesus

    >>> lebt!

    >>> Zu Dir:

    >>> Bei all der Mühe die Du Dir gegeben hast, kann ich mich nicht des Eindrucks

    >>> erwehren, als hättest Du Dich selbst zu einem Propheten erhoben, das finde

    >>> ich bedenklich - und schade. Möchtest Du gern angebetet werden?

    >Vielen Dank erst einmal für dein Kompliment. Zu deinem Eindruck, ob ich mich als Propheten sehe, kann ich nur sagen, nein. Was Du in meiner Page siehst, ist nichts anderes als die Erkenntnis, die ich hatte, nachdem ich mich mit den heiligen Schriften befasste und dann auch noch die Religionswissenschaft zur Hilfe nahm. Gottergeben zu sein ist alles, was für mich stimmt. Ich würde es als falsch empfinden, wenn mich jemand anbeten würde. Das wäre gegen Gott gehandelt. Das zweite Gebot verbietet das ganz klar.

    >Liebe Grüsse

    >Ahmet



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