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Thema: keine 10 Gebote im Koran und im Neuen Testament!

  1. #1
    Georg
    Gast

    keine 10 Gebote im Koran und im Neuen Testament!


    Du schreibst immer wieder davon, dass alle Religionen vom gleichen Gott predigen. Das kann nicht sein, dann müssten die 10 Gebote z.B. auch im Koran lesbar sein. Jesus hat aus 10 Geboten nur noch zwei gemacht:


    1. Du sollst Gott lieben

    2. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.


    Georg

  2. #2
    Malik
    Gast

    Re: keine 10 Gebote im Koran und im Neuen Testament!


    Ja das kann nicht sein. Ich würde mal gerne eine Stelle im neuen Testament sehen, wo Jesus die Trinität lehrt...

  3. #3
    Jason
    Gast

    Re: keine 10 Gebote im Koran und im Neuen Testament!


    >Ja das kann nicht sein. Ich würde mal gerne eine Stelle im neuen Testament sehen, wo Jesus die Trinität lehrt...


    "So gehen hin aund tauft auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes" Mt 28,19. Das sagte Jesus!



  4. #4
    Weltmanager
    Gast

    Re: historisch: keine Trinität in den Evangelien!


    Es ist keineswegs so, wie viele Christen meinen, dass das Dogma der Dreieinigkeit unter Gläubigen unbestritten ist oder jemals war. Ganz im Gegenteil: Unter den zahlreichen Glaubensstreitigkeiten, die die christliche Welt der ersten Jahrhunderte in Bewegung hielten, war eine der wichtigsten der Kampf um die Frage nach dem Wesen Christi und seinem Verhältnis zu Gott dem Vater. Arius, ein gelehrter Presbyter von Alexandrien (gestorben 336), lehrte, dass der Gottessohn dem Gottvater untergeordnet sei und als Mittler zwischen Gott und den Menschen stehe (Prophet). Mit dieser Kernaussage stand Arius auf der Grundlage der Bibel. Athanasius dagegen, anfänglich bischöflicher Geheimschreiber, dann als Nachfolger des abgesetzten Arius selbst Bischof von Alexandria (gestorben 373), vertrat die irrige Auffassung, dass der Gottessohn genau so groß sei wie Gott der Vater. Auf dem von Kaiser Constantin 325 einberufenen Konzil von Nicäa prallten beide Ansichten aufeinander. Anthanasius siegte, obgleich nur vorläufig. In der östlichen Kirche neigten nach wie vor viele dem Arianismuns zu. Die germanischen Stämme, zuerst die Goten, dann nach ihrem Vorbild alle anderen, mit Ausnahme der Franken, waren Arianer. Athanasius führte weiter einen wechselvollen Kampf, wurde selbst mehrere Male verbannt und zurückgerufen. Erst nach seinem Tode wurde 381 durch die Synode von Konstantinopel das Dogma der Dreieinigkeit (Trinität) endgültig festgelegt. Die germanischen Völker wurden erst im 6. Jahrhundert vom Arianismus zum Katholizismus "bekehrt". Der biblische Grundgedanke des über allen stehenden Gottvaters (Monotheismus) ist aber nicht untergegangen. 1548 - 1574 entstanden in Polen antitrinitarische, arianische Gemeinden, auch Unitarier genannt, die in ganz Europa verfolgt wurden. Im 17. Jh. bildeten sich auch in England und im 19. Jh. in den USA unitarische Gemeinden.


    In der Geschichte der Kirchen ist auch sonst nicht ungewöhnlich, dass zuhauf Unbiblisches ins Dogmensystem der Kirchen übernommen wurde. Wir wissen heute, dass das staatlich geförderte „Christentum“ das Heidentum nicht zerstörte, sondern es in sich aufnahm. Warum sollte eine Staatskirche auch das Interesse haben, die Menschen mit den völlig neuen Inhalten der Bibel abzuschrecken, die so anders waren als die Kulte, die ihnen bisher geläufig waren? Wallfahrten und Pilgerreisen, die damals aufkamen, entsprachen daher herkömmlichen Kulten. Die Lichterprozession zu Mariä Lichtmess geht auf einen römischen Sühneumzug, das "Amburbale", zurück. Der aufblühende Heiligen- oder Märtyrerkult hat seine Wurzeln im heidnischen Heroen- und Totenkult. In einzelnen Formen der Marienverehrung lebte der Kult um die Göttin Isis mit dem Söhnchen Horus fort. Auch im neuen „Christentum“ tauchte als bewährtes Drohmittel die schon bekannte heidnische "Hölle" auf. Zu allen Zeiten hatten also Gläubige gegen enorme heidnische Einflüsse anzukämpfen, die durch Staatsreligionen verbreitet wurden. Paulus schreibt so zu den Korinthern "So ist jedoch für uns nur Einer Gott, der Vater, aus dem das All ist (und wir sind zu Ihm hingewandt), und nur Einer Herr, Jesus Christus, durch den das All geworden ist (und wir sind es durch Ihn). Aber nicht in allen ist diese Erkenntnis. Denn einige, die bis jetzt an Götzen [=Göttern] gewöhnt waren..." (1. Kor. 8:6). Der junge Timotheus hat von Paulus die Anweisung bekommen: "Verharre in Ephesus, damit du gewisse Leute anweist, nichts anderes zu lehren, noch auf Sagen ... acht zu geben, die vielmehr Streitfragen verursachen" (1. Tim. 1:4) "Die unheiligen Sagen aber verbitte dir!" (1. Tim. 4:7). "Denn es wird eine Frist kommen, wenn Menschen die gesunde Lehre nicht mehr ertragen werden, sondern sich selbst nach eigenen Begierden Lehrer anhäufen, weil ihr Gehör gekitzelt wird; und zwar werden sie das Gehör von der Wahrheit abwenden und sich den Sagen zukehren" (2. Tim. 4:4).


    Je mehr nun die Botschaft von Jesus im Römischen Reich Fuß fasste, umso mehr wurde sie mit dem Götzenglauben der Römer konfrontiert (s. 1. Kor. 8:6). Zwar war die Botschaft von einem Gott klar – aber wer war dann Jesus, der Sohn Gottes? Immer mehr entdeckten römische Neuchristen, die innerlich noch römisch gesinnt waren, Parallelen zu ihrem einstigen Glauben, der vor allem in der Verehrung einer Götter-Trias (einer Götter-Dreiheit) zum Ausdruck kam. Für einen Römer war die Dreiheit Jupiter (als Göttervater), Juno (als dessen Gemahlin) und Minerva (als deren Tochter) wichtig, sie galten als die Haupt- und Schutzgottheiten des römischen Staates. Die römischen Christen begrüßten es so natürlich, wenn schon Bekanntes im neuen christlichen Glauben zum Vorschein kam, um so weniger hatten sie von ihrem heidnischen Glauben aufzugeben. Je mehr "Römer" dazu kamen, desto weniger hatten die Urchristen zu sagen. Auch im Gott der babylonischen Religion waren drei Personen und um die Doktrin der Dreieinigkeit darzustellen, gebrauchten sie das gleichseitige Dreieck, das bekanntermaßen in der römischen Kirche bis heute gebraucht wird. Die Ägypter nutzen ebenfalls das Dreieck für ihre "göttliche Trinität". In Japan verehren die Buddhisten ihren großen Gott Buddha mit drei Köpfen. Im Hinduismus wird die Trinität ("Trimurti") aus den Göttern Brahma (dem Schöpfer), Vishnu (dem Bewahrer) und Shiva (dem Zerstörer) angebetet. Die Vorstellung der Dreieinigkeit war und ist also tief in vielen alten Kulturen verwurzelt. Die Gründer der römischen, "christlichen" Staatsreligion übernahmen auch diese Vorstellung der heidnischen Hauptreligionen und transformierten sie in das Dogmensystem der "christlichen" Kirche, wobei sie die völlig abweichenden Aussagen der Bibel und damit ihre Sonderstellung völlig ignorierten.


    Lange auf das Volk eingepredigte Kirchendogmen werden zudem selten korrigiert, weil dadurch die eigene Autorität Schaden nehmen würde. Der Theologiebetrieb meint sich ja auch im Wesentlichen im Besitz der Wahrheit zu sein und müht sich eher darum, diese ans Volk zu bringen und sich selbst am Leben zu erhalten. Somit erlangen auch bibelferne Lehrsätze der Religionsgemeinschaften im Laufe der Zeit den gleichen oder gar höheren Status als die Bibel selbst.



  5. #5
    Ahmet
    Gast

    Re: 10 Gebote in den Evangelien!


    Hallo Georg


    Ich möchte Dir hier etwas über den historischen Jesus aus Nazareth schreiben. Jesus war schon immer ein Jude. Aber ein Jude, der die Göttliche Botschaft richtig verstanden hatte. Als göttliche Schrift verstand Jesus nur die Thora (5 Bücher Mose). Die Evangelien und den Koran gab es damals noch nicht.


    Er hielt sich also an das Gesetz Gottes mit folgendem Inhalt, was den Streit mit den Pharisäern (heutige Juden) auslöste.


    THORA (Devarim oder 5.Mose13,1)

    Das ganze Wort, das ich euch gebiete, das sollt ihr bewahren, um es zu tun. Du sollst zu ihm nichts hinzufügen und nichts von ihm wegnehmen. (2)Wenn in deiner Mitte ein Prophet aufsteht oder einer, der Träume hat, und er gibt dir ein Zeichen oder ein Wunder, (3) und das Zeichen oder das Wunder trifft ein, von dem er zu dir geredet hat, indem er sagte: "Lass uns anderen Göttern - die du nicht gekannt hast - nachlaufen und ihnen dienen!", (4) dann sollst du nicht auf die Worte dieses Propheten hören oder auf den, der die Träume hat. Denn der Herr, euer Gott, prüft euch, um zu erkennen, ob ihr den Herrn, euren Gott, mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele liebt. (5) Dem Herrn, eurem Gott, sollt ihr nachfolgen, und ihn nur sollt ihr fürchten. Seine Gebote sollt ihr halten und seiner Stimme gehorchen; ihm sollt ihr dienen und ihm anhängen.



    Die Parisäer (Schriftgelehrten) haben neue Rituale und Kommentare(Talmud u.s.w.)eingeführt und haben somit das bestehende Gesetz verändert. Jesus predigte, dass man sich an die Lehre der Väter (Lehre der Israeliten), Vorgänger der Pharisäer (Tempel-Priester) halten solle und meinte:


    EVANGELIEN (Mt 7.15)

    Hütet euch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen! Inwendig aber sind sie reißende Wölfe.(16) An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen?(17) So bringt jeder gute Baum gute Früchte, aber der faule Baum bringt schlechte Früchte.(18) Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, noch ein fauler Baum gute Früchte bringen.(19) Jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.(20) Deshalb, an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. (21) Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel hineinkommen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist.(22) Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr! Haben wir nicht durch deinen Namen geweissagt und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan? (23) Und dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt. Weicht von mir, ihr Übeltäter!



    Und das Jesus damit auch die Zehn Gebote als Grundlage seines Glaubens verstand kann man auch in den Evangelien lesen: z.B.:


    (Mt 22:34) Als aber die Pharisäer hörten, daß er die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, versammelten sie sich miteinander. (35) Und es fragte einer von ihnen, ein Gesetzesgelehrter, und versuchte ihn und sprach (36) Lehrer, welches ist das wichtigste Gebot im Gesetz? (37) Er aber sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand (38) Dies ist das größte und erste Gebot (erste Tafel). (39) Das zweite aber ist ihm gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst (40) An diesen *zwei Geboten (zwei Tafeln) hängt das ganze Gesetz und die Propheten


    Das stimmt....

    Die erste Tafel enthält die Gebote von Mensch zu Gott.

    Die zweite Tafel enthällt die Gebote von Mensch zu Mensch.

    Jesus hat diese einfach verkürz ausgesprochen, erwähnt aber, dass daran das ganze Gesetz (Thora) und die Propheten hängen (Grundlage des Glaubens).


    Und was haben nun die Römer (Christen) daraus gemacht? Lies doch einmal (Mt 7.15) von Jesus und denke dabei an die entstehung des Christentums.


    Gruss

    Ahmet

  6. #6
    Ahmet
    Gast

    Re: 10 Gebote auch im Koran!


    Hallo Georg,


    Auch im Koran findet man an mehreren Stellen die 10 Gebote (z.B. Sure 17:22-39). Der Islam ist historisch gesehen keine neue Religion, sondern eine Erinnerung an den seit Abrahams Zeiten bestehenden Glauben an einen Gott (Monotheismus). Zudem gibt es islamische Quellen, wo ein christlicher Mönch das Wirken Mohammed's vorausgesagt haben soll.


    Sure 17

    22. Setze neben Allah nicht einen andern Gott, auf daß du nicht mit Schimpf bedeckt und verlassen dasitzest.

    23. Dein Herr hat geboten: «Verehret keinen denn Ihn, und (erweiset) Güte den Eltern. Wenn eines von ihnen oder beide bei dir ein hohes Alter erreichen, sage nie "Pfui!" zu ihnen, und stoße sie nicht zurück, sondern sprich zu ihnen ein ehrerbietiges Wort.

    24. Und neige gütig gegen sie den Fittich der Demut und sprich: "Mein Herr, erbarme Dich ihrer, so wie sie mich als Kleines betreuten."»

    25. Euer Herr weiß am besten, was in euren Seelen ist: Wenn ihr rechtgesinnt seid, dann ist Er gewiß nachsichtig gegenüber den sich Bekehrenden.

    26. Gib dem Verwandten, was ihm gebührt, und ebenso dem Armen und dem Wanderer, aber vergeude nicht in Verschwendung.

    27. Die Verschwender sind Brüder der Teufel, und der Teufel ist undankbar gegen seinen Herrn.

    28. Und wenn du dich von ihnen abkehrst im Trachten nach Barmherzigkeit von deinem Herrns auf die du hoffst, so sprich zu ihnen ein hilfreich Wort.

    29. Und laß deine Hand nicht an deinen Nacken gefesselt sein, aber strecke sie auch nicht zu weit geöffnet aus, damit du nicht getadelt (und) zerschlagen niedersitzen mußt.

    30. Wahrlich, dein Herr erweitert und beschränkt die Mittel zum Unterhalt, wem Er will, denn Er kennt und sieht Seine Diener wohl.

    31. Tötet eure Kinder nicht aus Furcht vor Armut; Wir sorgen für sie und für euch. Fürwahr, sie zu töten ist eine große Sünde.

    32. Und nahet nicht dem Ehebruch; siehe, das ist eine Schändlichkeit und ein übler Weg.

    33. Und tötet nicht das Leben, das Allah unverletzlich gemacht hat, es sei denn mit Recht. Und wer da freventlich getötet wird, dessen Erben haben Wir gewiß Ermächtigung gegeben (Sühne zu fordern); doch soll er bei der Tötung die (vorgeschriebenen) Grenzen nicht überschreiten, denn er findet Hilfe (im Gesetz).

    34. Und nahet nicht dem Gut der Waise, es sei denn zum Besten, bis sie ihre Reife erreicht hat. Und haltet die Verpflichtung, denn über die Verpflichtung muß Rechenschaft abgelegt werden.

    35. Und gebet volles Maß, wenn ihr messet, und wäget mit richtiger Waage; das ist durchaus vorteilhaft und letzten Endes das Beste.

    36. Und verfolge nicht das, wovon du keine Kenntnis hast. Wahrlich, das Ohr und das Auge und das Herz - sie alle sollen zur Rechenschaft gezogen werden.

    37. Und wandle nicht hochmütig auf Erden, denn du kannst die Erde nicht spalten, noch kannst du die Berge an Höhe erreichen.

    38. Das Üble alles dessen ist hassenswert vor deinem Herrn.

    39. Dies ist ein Teil von der Weisheit, die dir dein Herr offenbart hat. Und setze nicht neben Allah einen anderen Gott, auf daß du nicht in die Hölle geworfen werdest, verdammt und verstoßen.


    Gruss

    Ahmet

  7. #7
    Jason
    Gast

    Re: historisch: Trinität in den Evangelien!


    Sowohl das Alte als auch das Neue Testament bestaetigen die Dreieinigkeit Gottes. Und ausser ein paar Pseudochristen glauben alle an die Dreieinigkeit, so wie sie die Bibel lehrt. Die Bibel uebrigens ist eine historische Quelle wie keine andere in der Antike.





    >Es ist keineswegs so, wie viele Christen meinen, dass das Dogma der Dreieinigkeit unter Gläubigen unbestritten ist oder jemals war. Ganz im Gegenteil: Unter den zahlreichen Glaubensstreitigkeiten, die die christliche Welt der ersten Jahrhunderte in Bewegung hielten, war eine der wichtigsten der Kampf um die Frage nach dem Wesen Christi und seinem Verhältnis zu Gott dem Vater. Arius, ein gelehrter Presbyter von Alexandrien (gestorben 336), lehrte, dass der Gottessohn dem Gottvater untergeordnet sei und als Mittler zwischen Gott und den Menschen stehe (Prophet). Mit dieser Kernaussage stand Arius auf der Grundlage der Bibel. Athanasius dagegen, anfänglich bischöflicher Geheimschreiber, dann als Nachfolger des abgesetzten Arius selbst Bischof von Alexandria (gestorben 373), vertrat die irrige Auffassung, dass der Gottessohn genau so groß sei wie Gott der Vater. Auf dem von Kaiser Constantin 325 einberufenen Konzil von Nicäa prallten beide Ansichten aufeinander. Anthanasius siegte, obgleich nur vorläufig. In der östlichen Kirche neigten nach wie vor viele dem Arianismuns zu. Die germanischen Stämme, zuerst die Goten, dann nach ihrem Vorbild alle anderen, mit Ausnahme der Franken, waren Arianer. Athanasius führte weiter einen wechselvollen Kampf, wurde selbst mehrere Male verbannt und zurückgerufen. Erst nach seinem Tode wurde 381 durch die Synode von Konstantinopel das Dogma der Dreieinigkeit (Trinität) endgültig festgelegt. Die germanischen Völker wurden erst im 6. Jahrhundert vom Arianismus zum Katholizismus "bekehrt". Der biblische Grundgedanke des über allen stehenden Gottvaters (Monotheismus) ist aber nicht untergegangen. 1548 - 1574 entstanden in Polen antitrinitarische, arianische Gemeinden, auch Unitarier genannt, die in ganz Europa verfolgt wurden. Im 17. Jh. bildeten sich auch in England und im 19. Jh. in den USA unitarische Gemeinden.

    >In der Geschichte der Kirchen ist auch sonst nicht ungewöhnlich, dass zuhauf Unbiblisches ins Dogmensystem der Kirchen übernommen wurde. Wir wissen heute, dass das staatlich geförderte „Christentum“ das Heidentum nicht zerstörte, sondern es in sich aufnahm. Warum sollte eine Staatskirche auch das Interesse haben, die Menschen mit den völlig neuen Inhalten der Bibel abzuschrecken, die so anders waren als die Kulte, die ihnen bisher geläufig waren? Wallfahrten und Pilgerreisen, die damals aufkamen, entsprachen daher herkömmlichen Kulten. Die Lichterprozession zu Mariä Lichtmess geht auf einen römischen Sühneumzug, das "Amburbale", zurück. Der aufblühende Heiligen- oder Märtyrerkult hat seine Wurzeln im heidnischen Heroen- und Totenkult. In einzelnen Formen der Marienverehrung lebte der Kult um die Göttin Isis mit dem Söhnchen Horus fort. Auch im neuen „Christentum“ tauchte als bewährtes Drohmittel die schon bekannte heidnische "Hölle" auf. Zu allen Zeiten hatten also Gläubige gegen enorme heidnische Einflüsse anzukämpfen, die durch Staatsreligionen verbreitet wurden. Paulus schreibt so zu den Korinthern "So ist jedoch für uns nur Einer Gott, der Vater, aus dem das All ist (und wir sind zu Ihm hingewandt), und nur Einer Herr, Jesus Christus, durch den das All geworden ist (und wir sind es durch Ihn). Aber nicht in allen ist diese Erkenntnis. Denn einige, die bis jetzt an Götzen [=Göttern] gewöhnt waren..." (1. Kor. 8:6). Der junge Timotheus hat von Paulus die Anweisung bekommen: "Verharre in Ephesus, damit du gewisse Leute anweist, nichts anderes zu lehren, noch auf Sagen ... acht zu geben, die vielmehr Streitfragen verursachen" (1. Tim. 1:4) "Die unheiligen Sagen aber verbitte dir!" (1. Tim. 4:7). "Denn es wird eine Frist kommen, wenn Menschen die gesunde Lehre nicht mehr ertragen werden, sondern sich selbst nach eigenen Begierden Lehrer anhäufen, weil ihr Gehör gekitzelt wird; und zwar werden sie das Gehör von der Wahrheit abwenden und sich den Sagen zukehren" (2. Tim. 4:4).

    >Je mehr nun die Botschaft von Jesus im Römischen Reich Fuß fasste, umso mehr wurde sie mit dem Götzenglauben der Römer konfrontiert (s. 1. Kor. 8:6). Zwar war die Botschaft von einem Gott klar – aber wer war dann Jesus, der Sohn Gottes? Immer mehr entdeckten römische Neuchristen, die innerlich noch römisch gesinnt waren, Parallelen zu ihrem einstigen Glauben, der vor allem in der Verehrung einer Götter-Trias (einer Götter-Dreiheit) zum Ausdruck kam. Für einen Römer war die Dreiheit Jupiter (als Göttervater), Juno (als dessen Gemahlin) und Minerva (als deren Tochter) wichtig, sie galten als die Haupt- und Schutzgottheiten des römischen Staates. Die römischen Christen begrüßten es so natürlich, wenn schon Bekanntes im neuen christlichen Glauben zum Vorschein kam, um so weniger hatten sie von ihrem heidnischen Glauben aufzugeben. Je mehr "Römer" dazu kamen, desto weniger hatten die Urchristen zu sagen. Auch im Gott der babylonischen Religion waren drei Personen und um die Doktrin der Dreieinigkeit darzustellen, gebrauchten sie das gleichseitige Dreieck, das bekanntermaßen in der römischen Kirche bis heute gebraucht wird. Die Ägypter nutzen ebenfalls das Dreieck für ihre "göttliche Trinität". In Japan verehren die Buddhisten ihren großen Gott Buddha mit drei Köpfen. Im Hinduismus wird die Trinität ("Trimurti") aus den Göttern Brahma (dem Schöpfer), Vishnu (dem Bewahrer) und Shiva (dem Zerstörer) angebetet. Die Vorstellung der Dreieinigkeit war und ist also tief in vielen alten Kulturen verwurzelt. Die Gründer der römischen, "christlichen" Staatsreligion übernahmen auch diese Vorstellung der heidnischen Hauptreligionen und transformierten sie in das Dogmensystem der "christlichen" Kirche, wobei sie die völlig abweichenden Aussagen der Bibel und damit ihre Sonderstellung völlig ignorierten.

    >Lange auf das Volk eingepredigte Kirchendogmen werden zudem selten korrigiert, weil dadurch die eigene Autorität Schaden nehmen würde. Der Theologiebetrieb meint sich ja auch im Wesentlichen im Besitz der Wahrheit zu sein und müht sich eher darum, diese ans Volk zu bringen und sich selbst am Leben zu erhalten. Somit erlangen auch bibelferne Lehrsätze der Religionsgemeinschaften im Laufe der Zeit den gleichen oder gar höheren Status als die Bibel selbst.



  8. #8
    Fred
    Gast

    Re: historisch: Trinität in den Evangelien!


    Die Bibel hat so um die 40 Autoren und soll da noch von Gott sein? Wers glaubt...

  9. #9
    Ahmet
    Gast

    Re: historisch: Trinität in den Evangelien!


    Hallo,


    >>Die Bibel hat so um die 40 Autoren und soll da noch von Gott sein? Wers glaubt...


    Meiner Meinung nach sind nicht alle Schriften in der Bibel von Gott. Z.B. die Paulusbriefe sind die Schriften eines Römers. Was hat die Aussage eines Römers mit dem semitischen Gott zu tun?


    Für mich jedenfalls ist ein Paulusbrief nicht Göttlich.....

    Aber es ist die Meinung der heutigen Römer (Christen), die ich akzeptiere, sobald es mich als Semiten nicht betrifft.


    Gruss

    Ahmet






  10. #10
    Ahmet
    Gast

    Re: römisch ist nicht gleich aramäisch (Sprache von Jesus)


    >>Sowohl das Alte als auch das Neue Testament bestaetigen die Dreieinigkeit Gottes. Und ausser ein paar Pseudochristen glauben alle an die Dreieinigkeit, so wie sie die Bibel lehrt. Die Bibel uebrigens ist eine historische Quelle wie keine andere in der Antike.


    Ich sehe die Bibel auch als historische Quelle. Das kommt aber darauf an, ob man die ursprünglich aramäischen Texte in ihrer Art versteht, oder ob man eine griechische Übersetzung als neuen Massstaab nimmt. Jedenfalls waren sich die Christen selbst erst dann nicht mehr einig, nachdem die Römer ihre eigenen Ansichten über das Christ sein verbreiteten.


    Gruss

    Ahmet



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