--- Gott ist Freiheit.
Er zwingt uns zu nichts.
Deshalb sollten auch wir Menschen auf unsere Mitmenschen keinen Zwang ausüben, weder im Kleinen noch im Großen.
Dies gilt auch, wenn es um den Glauben, um die Religion geht.
Ob äußere oder innere Religion — es darf keinen Zwang geben.
Jeder soll sich frei entscheiden, wie er Gott zustreben möchte und ob er es möchte.
So hält es Gott mit uns.
Er läßt uns frei entscheiden, doch Sein Wille ist, daß wir wieder Seinen Willen erfüllen und wieder bei Ihm sind.
Daran sollten wir öfter einmal denken:
Gott wünscht sich von ganzem Herzen, daß wir uns nicht quälen, daß wir nicht leiden, sondern daß wir bei Ihm sind, im Licht, in der Liebe.
Gott, unser Vater, sandte Seinen Sohn, damit wir den Weg zur Liebe kennen, damit wir zur Liebe hinfinden.
Und wohin wies uns Jesus, der Christus?
Er sprach:
»Das Reich Gottes ist inwendig in euch.«
Daß das Reich Gottes inwendig in uns ist und nicht gebunden ist an äußere Orte, äußere Gegebenheiten und Bedingungen, bedeutet für uns:
Jeder von uns hat die Freiheit, jeden Tag das innere Reich wachsen und werden zu lassen.
Dann brauchen wir keine äußeren Formen, keine Riten, keine äußere Religion — wir brauchen die Gemeinschaft von Brüdern und Schwestern, in der jeder einzelne spricht:
»Ich gehe in mein Herz. Ich erschließe Tag für Tag das Reich Gottes in mir, um nach dem Leibestode wieder bewußt im Reich Gottes als Wesen des Lichtes zu sein.«
Darin liegt die Freiheit.



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