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Thema: Warum nicht Buddhist?

  1. #1
    Abdin
    Gast

    Warum nicht Buddhist?


    Friede sei Ahmed


    Warum wählst Du gerade diese Religion, wo doch die meisten Kirchenaustritte im Buddhismus den Frieden finden?


    Warum bist Du nicht Buddhist?


    Abdin



  2. #2
    Ahmet
    Gast

    Re: weil ich von Reinkarnation gelöst bin!


    Friede auch Dir, Abdin,


    Abdin: Warum bist Du nicht Buddhist?


    Gute Frage, aber leicht zu beantworten.



    Gott hat den Buddhismus geschaffen, damit Menschen die Möglichkeit haben, sich von der brahmanischen Irrlehre zu befreien. Der Buddha (Siddharta) lehrte also, wie man sich vom Kreislauf



    -- der Reinkarnation (Wieder zu Fleisch Werdung),

    -- des Karmagesetzes

    -- und des Kastensystems


    noch im gleichen Leben befreien kann.


    Da ich weder an Reinkarnation, noch an das brahmanische Karmagesetz glaube, muss ich auch nicht diese Lehre befolgen. Natürlich habe ich mich damit befasst, aber es war nicht mein Weg. Und heute erst recht nicht mehr…..


    Warum Irrlehre?


    Du fragst Dich jetzt sicherlich, warum Reinkarnation eine Irrlehre sein soll. Um das zu verstehen, muss man die indische Geschichte besser kennen. Machen wir doch einen Sprung in die Vergangenheit, in den Ursprung Indiens.

    Heute weiss man, dass 1700 v.Chr. dort die Vedische Kultur herrschte. Die ältesten Schriftbelege aus dieser Gegend, die nicht nur Symbole, sondern auch Gedichte und Lieder enthielten, war die RigVeda (Entstehung: ca. 1500v.Chr.). Heute hat man nur noch einzelne Fragmente dieser Zeitzeugnisse. In dieser RigVeda ist zu erkennen, dass es eine Schöpfung gegeben haben soll und der Schöpfer monotheistischen Charakter hat und in den Himmeln wohnt. Man nannte diesen Gott INDRA, den Himmelsgott oder die Himmelsgöttin.

    Hier ein kleiner Ausschnitt aus der Rigveda:


    RIGVEDA (Rgveda 10.82)

    (5) Was war es, was als ersten Keim das Wasser trug? Worin erschauten sich als Eins die Geister? (6) Ihn, den als ersten Keim das Wasser austrug, in dem als Eins die Geister sich erschauten, in dieses Ungebornen Nabel regt sich der Einzige, das Leben aller Wesen; (7)nicht Ihn sollt ihr finden der diese schuf, einer von Euch Menschen wird den Blick verdunkeln, gehüllt in Nebel und Gefasel, freudlos werden die Sprüche der Herren wandeln.(Rgveda 10.129) (6)Nach der Schöpfung folgten die Geister, wer weiss schon, woraus sie bestehen? Woher die Schöpfung, woraus das Leben entstand, nur Er weiss, wie Er sie gemacht hat. (7) Nur das Auge des ursprünglichen Gottes im höchsten Himmel, Der alleine weiss, nichts gibt es, das Er nicht weiss.



    1000 Jahre später, also ca. 500 v.Chr. passierte dann etwas, das die ganze Vedische Kultur untergehen liess. Die Brahmanen übernahmen die Macht und erklärten eremitische Schriften als heilig, welche ihnen neue Möglichkeiten versprachen. Diese Brahmanen-Priester (heutiger Hinduismus) stellten ein Kastensystem auf, wo sie sich selbst in die höchste Kaste setzten. Sie schufen das Karmasystem, dass die Kasten regeln sollten. D.h. man durfte nicht mehr in fremde Kasten hineinheiraten, man durfte sich nicht einmal mehr zusammen unterhalten. So entstanden Gruppen von Aussätzigen etc. Die Idee der Reinkarnation basierte ebenfalls auf diesen Schriften. Die ältesten Schriften, die von einer Reinkarnation schreiben, sind junge Schriften von ca.500 v.Chr. Es sind die Upanishaden, die von Eremiten geschrieben wurden und nach einem langen Kampf erst religiöse Autorität bekamen. Es waren also Kommentare zu den Veden, die durch die Macht der Priester unter dem Volk verbreitet wurde. Das System wurde dann noch verfeinert und bekam um 300 n.Chr. den neuen Begriff "Vedanta", was zu deutsch "Abschluss der Veden" heisst. Leider vom Ursprung keine Spur mehr.


    Aber schon ca. 500 v.Chr. war das Leiden der Menschen unter den rassistischen Umständen sehr stark verbreitet. In dieser Zeit gab es auch schon viele Bewegungen gegen die brahmanische Priesterschaft. Ein Mann mit Namen Siddharta war nur eine der vielen Bewegungen, die für bessere Zeiten kämpften. Er war der Begründer des Buddhismus und wurde Buddha (der Erleuchtete) genannt. Denn er hatte sich nach langem Suchen vom Kreislauf der Wiedergeburten gelöst. Er bat seinen Schülern seine Lehre an, die dann im Dreikorb (Tipitaka), einer Schrift im Pali-Dialekt niedergeschrieben wurde. Der heutige Theravada- Buddhismus (kleines Fahrzeug) ist die einzige buddhistische Religion, welche die Lehre Buddhas noch bewahren konnte. Der Allgemeine Buddhismus (Grosses Fahrzeug) wurde schon bald rückfällig, und hat sich mit hinduistischen Lehren vermischt. Diese sind noch immer im Kreislauf der Wiedergeburten (Samsara) gefangen. Auch hier, mit dem Ursprung nichts mehr zu tun.


    Ich hoffe, ich konnte die historische Ereignisse etwas näher bringen.


    Gruss


    Ahmet



  3. #3
    Cemil Kaya
    Gast

    Re: weil ich von Reinkarnation gelöst bin!


    Hallo Ahmet,


    >Da ich weder an Reinkarnation, noch an das brahmanische Karmagesetz glaube, muss ich auch nicht diese Lehre befolgen.


    Mich würde es interessieren, welche Gründe es (für Dich) gibt, die Reinkarnation abzulehnen. Lieben Dank im voraus.


    Gruß

    Cemil






  4. #4
    zodiak
    Gast

    Re: weil ich von Reinkarnation gelöst bin!


    >Hallo Ahmet,

    >>Da ich weder an Reinkarnation, noch an das brahmanische Karmagesetz glaube, muss ich auch nicht diese Lehre befolgen.

    >Mich würde es interessieren, welche Gründe es (für Dich) gibt, die Reinkarnation abzulehnen. Lieben Dank im voraus.

    >Gruß

    >Cemil


    ...weil er an das Reich Gottes glaubt.



  5. #5
    zodiak
    Gast

    Re: weil ich von Reinkarnation gelöst bin!


    >Friede auch Dir, Abdin,

    >Abdin: Warum bist Du nicht Buddhist?

    >Gute Frage, aber leicht zu beantworten.

    >

    >Gott hat den Buddhismus geschaffen, damit Menschen die Möglichkeit haben, sich von der brahmanischen Irrlehre zu befreien. Der Buddha (Siddharta) lehrte also, wie man sich vom Kreislauf

    >

    >-- der Reinkarnation (Wieder zu Fleisch Werdung),

    >-- des Karmagesetzes

    >-- und des Kastensystems

    >noch im gleichen Leben befreien kann.

    >Da ich weder an Reinkarnation, noch an das brahmanische Karmagesetz glaube, muss ich auch nicht diese Lehre befolgen. Natürlich habe ich mich damit befasst, aber es war nicht mein Weg. Und heute erst recht nicht mehr…..

    >Warum Irrlehre?

    >Du fragst Dich jetzt sicherlich, warum Reinkarnation eine Irrlehre sein soll. Um das zu verstehen, muss man die indische Geschichte besser kennen. Machen wir doch einen Sprung in die Vergangenheit, in den Ursprung Indiens.

    >Heute weiss man, dass 1700 v.Chr. dort die Vedische Kultur herrschte. Die ältesten Schriftbelege aus dieser Gegend, die nicht nur Symbole, sondern auch Gedichte und Lieder enthielten, war die RigVeda (Entstehung: ca. 1500v.Chr.). Heute hat man nur noch einzelne Fragmente dieser Zeitzeugnisse. In dieser RigVeda ist zu erkennen, dass es eine Schöpfung gegeben haben soll und der Schöpfer monotheistischen Charakter hat und in den Himmeln wohnt. Man nannte diesen Gott INDRA, den Himmelsgott oder die Himmelsgöttin.

    >Hier ein kleiner Ausschnitt aus der Rigveda:

    >RIGVEDA (Rgveda 10.82)

    >(5) Was war es, was als ersten Keim das Wasser trug? Worin erschauten sich als Eins die Geister? (6) Ihn, den als ersten Keim das Wasser austrug, in dem als Eins die Geister sich erschauten, in dieses Ungebornen Nabel regt sich der Einzige, das Leben aller Wesen; (7)nicht Ihn sollt ihr finden der diese schuf, einer von Euch Menschen wird den Blick verdunkeln, gehüllt in Nebel und Gefasel, freudlos werden die Sprüche der Herren wandeln.(Rgveda 10.129) (6)Nach der Schöpfung folgten die Geister, wer weiss schon, woraus sie bestehen? Woher die Schöpfung, woraus das Leben entstand, nur Er weiss, wie Er sie gemacht hat. (7) Nur das Auge des ursprünglichen Gottes im höchsten Himmel, Der alleine weiss, nichts gibt es, das Er nicht weiss.


    >1000 Jahre später, also ca. 500 v.Chr. passierte dann etwas, das die ganze Vedische Kultur untergehen liess. Die Brahmanen übernahmen die Macht und erklärten eremitische Schriften als heilig, welche ihnen neue Möglichkeiten versprachen. Diese Brahmanen-Priester (heutiger Hinduismus) stellten ein Kastensystem auf, wo sie sich selbst in die höchste Kaste setzten. Sie schufen das Karmasystem, dass die Kasten regeln sollten. D.h. man durfte nicht mehr in fremde Kasten hineinheiraten, man durfte sich nicht einmal mehr zusammen unterhalten. So entstanden Gruppen von Aussätzigen etc. Die Idee der Reinkarnation basierte ebenfalls auf diesen Schriften. Die ältesten Schriften, die von einer Reinkarnation schreiben, sind junge Schriften von ca.500 v.Chr. Es sind die Upanishaden, die von Eremiten geschrieben wurden und nach einem langen Kampf erst religiöse Autorität bekamen. Es waren also Kommentare zu den Veden, die durch die Macht der Priester unter dem Volk verbreitet wurde. Das System wurde dann noch verfeinert und bekam um 300 n.Chr. den neuen Begriff "Vedanta", was zu deutsch "Abschluss der Veden" heisst. Leider vom Ursprung keine Spur mehr.

    >Aber schon ca. 500 v.Chr. war das Leiden der Menschen unter den rassistischen Umständen sehr stark verbreitet. In dieser Zeit gab es auch schon viele Bewegungen gegen die brahmanische Priesterschaft. Ein Mann mit Namen Siddharta war nur eine der vielen Bewegungen, die für bessere Zeiten kämpften. Er war der Begründer des Buddhismus und wurde Buddha (der Erleuchtete) genannt. Denn er hatte sich nach langem Suchen vom Kreislauf der Wiedergeburten gelöst. Er bat seinen Schülern seine Lehre an, die dann im Dreikorb (Tipitaka), einer Schrift im Pali-Dialekt niedergeschrieben wurde. Der heutige Theravada- Buddhismus (kleines Fahrzeug) ist die einzige buddhistische Religion, welche die Lehre Buddhas noch bewahren konnte. Der Allgemeine Buddhismus (Grosses Fahrzeug) wurde schon bald rückfällig, und hat sich mit hinduistischen Lehren vermischt. Diese sind noch immer im Kreislauf der Wiedergeburten (Samsara) gefangen. Auch hier, mit dem Ursprung nichts mehr zu tun.

    >Ich hoffe, ich konnte die historische Ereignisse etwas näher bringen.

    >Gruss

    >Ahmet


    Das Reinkarnation eine Irrlehre sein soll, kann man nicht automatisch

    mit der indischen Geschichte pauschalisieren.

    Die R. war bereits schon Bestandteil der Naturreligionen, als an Rigveda.

    oder die Brahmanen noch lange nicht zu denken war.

    R. ist keine Erfindung vedischer Urkultur.

    Insofern es aber auch kein empirischen Gegenbeweis für Reinkarnation gibt,

    kann sie dennoch möglch sein. Unabhängig davon, ob Irrlehre oder Religion.


    mfg.



  6. #6
    Ahmet
    Gast

    Re: lieber in den Siebten Himmel


    Hallo Zodiak, Hallo Cemil,


    Ich möchte nicht behaupten, dass es die Reinkarnation nicht gibt. Aber mein Weg ist der unseres Schöpfer- Gottes und auf diesem Weg wird die Reinkarnation nicht als Ziel angeboten.



    Wie es Buddha schon erkannte, brachte dieser Reinkarnationsglaube nur Leiden auf diese Welt. Im Osten kann man noch heute beobachten, wie behinderte Menschen als Schlechte Menschen angesehen und behandelt werden, da dieser Glaube zu sagen meint, er hatte ein schlechtes Karma. Der behinderte Mensch hatte also im früheren Leben etwas Böses getan und deshalb ist er im jetzigen Leben behindert.


    So etwas kann ich nicht unterstützen. Das konnte auch Buddha nicht und versuchte den leidenden Menschen den Weg zu zeigen, sich vom Samsara (Kreislauf der Wiedergeburten) zu lösen, um dann im Nirvana einzugehen (Karmalöschung) und einen Neubeginn zu erfahren.



    Über die Bedeutung des Nirvanas wird natürlich verschieden spekuliert. Beim Wort Nirvana denke ich an die mehrere Himmel (Gericht), die schon von der Vedischen Kultur 1500 v.Chr. (vor dem Hinduismus) als Ort nach dem Tod beschrieben wurde. Vielleicht wollte auch Buddha nichts Neues erfinden, sondern die alte vedische Lehre wieder lebendig machen?


    Für mich ist die Seelenwanderung sympathischer als die Reinkarnation. Auch die Sumerer und die alten Ägypter glaubten an die Seelenwanderung, indem sie nach dem Tod sieben Richter durchlaufen mussten, um dann in den siebten und höchsten Himmel zu gelangen. So kann ich es mir eher vorstellen, als nach dem Reinkarnationsprinzip, wo ich für etwas von Gott bestraft werde, und nicht einmal weiss wofür.


    Was ich glaube: Wer daran glaubt, der wird auch darin gefangen bleiben. Wer sich davon löst, wird sich fühlen wie im siebten Himmel. Vorausgesetzt, man war artig zu seinen Mitmenschen.


    Gruss

    Ahmet



  7. #7
    alex
    Gast

    Re: lieber in den Siebten Himmel


    Lieber Ahmet,

    beim Stöbern auf Deiner Seite war ich höchst erfreut, folgendes zu lesen:


    >Was ich glaube: Wer daran glaubt, der wird auch darin gefangen bleiben. Wer sich davon löst, wird sich fühlen wie im siebten Himmel. Vorausgesetzt, man war artig zu seinen Mitmenschen.>


    Das entspricht dem, was ich intuitiv auch so sehe und glaube:

    Der Mensch schafft sich durch seine Gedanken, Wünsche und durch seinen Glauben sein eigenes Gefängnis oder die eigene Hölle, oder eben den Himmel.


    Oft beschäftigt mich dann die Frage:

    Gibt es überhaupt eine Wirklichkeit, die für alle Wesen gleichermaßen zutrifft? Oder gibt es nur für jeden eine individuelle Realität, eben in Verbindung zum eigenen Denken und Handeln?

    Bitte um ein paar inspirierende Gedanken Deinerseits.

    Und: Ist der Rig-Ved eigentlich noch schriftlich überliefert?

    Würde ich gerne mal lesen. Habe bisher nur Upanishaden und andere Vedanta-Texte von den Krishnas gelesen, ist aber alles leider sehr katholisch.

    Vielen Dank für Deine Bemühungen.

    Tolle Seite,

    Alex



  8. #8
    Ahmet
    Gast

    Re: Die Unterscheidung von Göttlich und Menschlich


    Hallo Alex,


    Alex: Gibt es überhaupt eine Wirklichkeit, die für alle Wesen gleichermaßen zutrifft? Oder gibt es nur für jeden eine individuelle Realität, eben in Verbindung zum eigenen Denken und Handeln?


    Ich habe mich lange mit den Ursprüngen der Weltreligionen beschäftigt. Nachdem ich erkannt habe, dass jede Religion in seinen Ursprüngen mit den gleichen Glaubesinhalten begonnen hatte, fing ich an zu unterscheiden, was göttlicher Natur ist, und was menschlicher Natur zu sein scheint. Folgende Elemente sind fast in allen Religionen, zumindest in der Ursprungsform zu finden:


    - Einen Anfang aus dem Nichts

    - Eine Macht, die ewig besteht und bestehen wird

    - Eine Macht, die ewig vollkommen und unvorstellbar sein wird

    - Engel bzw. Geister, die mit Menschen (Propheten) kommunizieren

    - Opfergedanke (besonders Tieropfer)

    - Eine Art Sintflut

    - Beschneidung

    - Glaube an Sieben Himmel und Welten

    - Regeln, die das Leben sichern

    - Eine Anstrengung, dieses Göttliche Wissen zu bewahren


    Erst als die philosophische Seite des Menschen zu wirken begann, gab es schon früh die ersten Unterschiede, und somit ersten Spaltung innerhalb einer ewigen Religion. Philosophisch wurde der Mensch wahrscheinlich, nachdem er den Respekt zum Schöpfergott verloren hatte. Denn es kam gerade in jener Zeit die Idee, sich selbst als Gott zu verstehen. Und als Gott hat man niemandem zu gehorchen. Also war das Ziel, der mächtigste Gott zu sein. Was dann geschah, kennst Du sicher aus dem Geschichtsunterricht.


    Das ist aber kein Wunder, denn der Mensch ist schwach. Auch wenn er göttliche Eigenschaften besitzt, hat er nicht die vollkommene Macht wie Gott. Und das führt dann eben zu abweichenden Philosophien. So entstanden ja auch die Upanishaden und darauf folgenden philosophischen Schriften. Heute spricht man diese mit vedischen Schriften an. In Wirklichkeit aber sind sie alles andere als vedisch.


    Alex: Ist der Rig-Ved eigentlich noch schriftlich überliefert?


    Nein, es gibt nur noch einzelne Fragmente, die in die Zeit 1500 v. Chr. gehören. Aber gerade diese Fragmente zeigen, dass die oben gelisteten Eigenschaften von dieser sehr religiösen Vedischen Kultur geglaubt und gelebt wurden.


    Reinkarnation, neue Karmatheorie, Kastensystem, Mehrere Götter, etc. sind alles nur philosophische, also menschliche Erfindungen, die 1000 Jahre nach der Rigveda niedergeschrieben wurden. Hätte man es nicht schon damals geschrieben, wenn es die Wahrheit gewesen wäre? Es musste ja einen Grund geben, dass Buddha (Siddartha) den Weg zur Erlösung brachte (Buddhismus).


    Alex: Würde ich gerne mal lesen. Habe bisher nur Upanishaden und andere Vedanta-Texte von den Krishnas gelesen, ist aber alles leider sehr katholisch.


    Katholisch? Eben nicht! Oder, was meinst Du mit dem Wort Katholisch?


    Alex: Vielen Dank für Deine Bemühungen. Tolle Seite,


    Danke, gern geschehen. Es ist der Wille Gottes, das Evangelium der Schöpfung weiter zu geben (Mk 16,15).


    Gruss

    Ahmet



  9. #9
    Alex
    Gast

    Re: Die Unterscheidung von Göttlich und Menschlich


    Hallo Ahmnet,

    es gibt zwei wesentliche Gemeinsamkeiten zwischen der Hare Krishna Bewegung und der Katholischen Kirche:

    1)der Papst und der Gründer der Krishna-Bewegung werden beide für unfehlbar gehalten.

    2)Vermeidung von Sexualität wird höchste Priorität gegeben, Sexualität wird nur zur Zeugung von Kindern zugelassen (...und kaum einer hält sich daran -Doppelmoral ist die Folge).

    Das meinte ich damit, als ich sagte, dass mir die Krishna-Bewegung zu katholisch sei. Es gibt aber innerhalb dieser Bewegung einige sehr bemühte Leute, die ich sehr schätze.


    Zu Deiner Antwort zum Thema "Taufe":

    Da hast Du mich echt zum Nachdenken gebracht und zumindest mich davon überzeugt, dass Verschwörungstheorien gerade in diesem Zusammenhang Unsinn sind.

    Du schreibst:


    "Ich hoffe nicht, dass diese Verschwörungstheoretiker das Ziel verfolgen, den Menschen zu blenden bzw. von anderen Wahrheiten abzulenken, damit evtl. wahre Tatsachen vertuscht werden können."


    Genau das geschieht zur Zeit, ob das die Verschwörungstheoretiker nun bewusst oder unbewusst tun. Durch meine Arbeit habe ich viel mit Jugendlichen zu tun und da glauben viele an die verrücktesten Theorien, über die sie zufällig im Internet gestolpert sind, oft mit antisemitischen Inhalten. Ich gebe da immer zu bedenken:


    1)Verschwörungstheorien kann man weder beweisen, noch widerlegen.

    2)Sie lenken vom Wesentlichen ab, von dem, was im eigenen Leben wirklich von Bedeutung ist.

    3)Wenn es tatsächlich eine "Verschwörung" gibt, dann ist das, was man angeblich darüber weiß, Teil der selben.


    Es macht somit keinen Sinn, seine kostbare Lebenszeit mit Verschwörungs-Spekulationen zu verschwenden. Außerdem müssen sich die angeblichen Verschwörer genauso vor Gott verantworten, wie alle anderen Menschen auch.

    Gott hat die Macht, sonst niemand.


    Liebe Grüße,

    alex






  10. #10
    Ahmet
    Gast

    Re: Die Unterscheidung von Göttlich und Menschlich


    Hallo Alex,


    Genau so sehe ich das auch. Schön geschrieben.....


    Gruss

    Ahmet

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