document.write('
Das Forum wurde geschlossen
');
Zurück   Hermetik Forum » Exoterik » Gesundheit

vergessen?
//-->

Gesundheit Alles Wissenswerte rund um die Welt der Gesundheit, Heil- und Kräuterkunde

Stichworte:

Neues Thema erstellen Antwort
Alt 31.03.08   #1 (permalink)
Thomas
 
Merckwürdige Resultate beim Cholesterin
Quelle: Statistik Austria
http://www.diabetes-austria.com

International News
31.03.2008
Merckwürdige Resultate beim Cholesterin

Eine Studie stellt den Cholesterinsenker Ezetimib in Frage. Haben die Hersteller die Resultate absichtlich zurück gehalten? Merck bestreitet.

Mit diesem Ergebnis hatte niemand gerechnet. Je weniger Cholesterin im Blut, umso weniger Cholesterinablagerungen, vermuteten die Ärzte. Und je weniger solche Ablagerungen in den Blutgefässen, desto geringer das Risiko für plötzliche Verschlüsse, die zum Herzinfarkt oder zum Schlaganfall führen. Das dachten auch die Forscher von der Uni Amsterdam unter Leitung von John Kastelein - bis sie ihre Studienresultate sahen. Heute präsentierten sie diese nun am Kongress des American College of Cardiology in Chicago auch dem Fachpublikum im Detail.

Zwei Jahre lang hatte das Team den Effekt von Cholesterinsenkern auf Blutgefässe untersucht. Eine Hälfte von rund 640 Versuchsteilnehmern bekam einen Cholesterinsenker aus der Gruppe der Statine (Simvastatin). Er mindert die körpereigene Cholesterinbildung. Die andere erhielt zusätzlich den Wirkstoff Ezetimib (unter den Markennamen Ezetrol und Inegy im Handel). Er hemmt im Darm die Aufnahme von Cholesterin aus der Nahrung. Zwei Wirkstoffe, die an verschiedenen Punkten ansetzen, senken das schlechte LDL-Cholesterin stärker als einer, so die Überlegung der Forscher.

Damit lagen sie richtig: Die Kombinationstherapie verminderte das Cholesterin wirkungsvoller als ein Medikament allein. Von 8,22 (Millimol pro Liter Blutserum) auf 4,98 senkte das Statin das LDL-Cholesterin. Bis auf 3,65 fiel der Wert in der Gruppe, die zusätzlich Ezetimib bekam.

Typischerweise lagert sich ein Zuviel an Cholesterin vor allem in den inneren beiden Schichten von Arterien ab. Die Dicke dieser Schichten gilt darum als Mass für die Gefahr plötzlicher Gefässverschlüsse. Mit Ultraschall vermassen die Forscher deshalb regelmässig die Wand der Halsschlagader bei den Versuchsteilnehmern. Für das Experiment hatten Kastelein und seine Kollegen extra Patienten mit erblich bedingtem, stark erhöhtem Cholesterin ausgewählt. Gerade bei diesen Herzinfarkt-Hochrisikokandidaten hätten sie einen sichtbaren Effekt erwartet.

Mit oder ohne - kein Unterschied
Als die Mediziner jedoch die Ultraschallbilder auswerteten, machten sie grosse Augen: Es war völlig egal, ob die Probanden einen oder zwei Wirkstoffe geschluckt hatten - die Arterienwände waren gleich dick. Im Lauf des zweijährigen Versuchs verdickte sich die Gefässwand bei den Patienten in beiden Gruppen minim; mit Ezetimib gar etwas stärker. Der Wirkstoff, der in über 60 Ländern weltweit zugelassen und auch in der Schweiz gebräuchlich ist, bringt punkto Gefässverkalkungen also keinen zusätzlichen Nutzen, so das Fazit der Studie.

Nicht nur das gibt zu denken. Bemerkenswert ist auch, wie und wann das Ergebnis an die Öffentlichkeit kam. Die Studie wurde im April 2006 abgeschlossen. Über zwei Jahre brauchten die Verantwortlichen danach für die Auswertung - ein langer Zeitraum für eine pharmagesponserte Studie, deren Resultate mit Spannung erwartet wurden. Das fanden sowohl namhafte amerikanische Kardiologen als auch einige US-Abgeordnete. Diese erzwangen im Januar die Offenlegung der Hauptergebnisse von den Herstellern Merck und Schering-Plough.

In der Folge wurden weitere Details bekannt: So hatten beispielsweise die Firmen Ende 2007 versucht, das vorab festgelegte, primäre Ziel der Studie abzuändern - ein Vorgehen, das unüblich ist und auch wieder fallen gelassen wurde.

Heute nun, endlich, wurden die Resultate umfassend bekannt. Zeitgleich veröffentlichte das «New England Journal of Medicine» eine Schätzung der Gesundheitsausgaben, die auf das Konto des stark beworbenen Ezetimib gehen. Sie sind allein in den USA von rund 1 Million Dollar im Monat nach der Zulassung (Oktober 2002) auf über 110 Millionen pro Monat im Dezember 2006 gestiegen. Die Konzerne verneinen, dass sie die Bekanntgabe der für sie negativen Ergebnisse absichtlich verzögert hätten. «Die Messmethode war hochkomplex. Entsprechend anspruchsvoll war die Auswertung», erläutert Stefan Wild von der Schweizer Merck-Tochter MSD. Auch Thomas Lüscher, Leiter der Klinik für Kardiologie am Zürcher Uni-Spital, glaubt nicht an eine «bösartige Verzögerung». Er kenne Kastelein und wisse um die Schwierigkeiten, die sich bei der Studie aufgetan hätten, etwa die Patientenrekrutierung.

«Anspruchsvolle Auswertung»
Stefan Wild von MSD weist ausserdem darauf hin, dass die jetzige Studie lediglich die Verdickung von Gefässwänden untersucht habe. Ob Ezetimib die Herzinfarktrate senke, lasse sich daran nicht ablesen. Diese Frage würden Studien beantworten, die derzeit laufen. Mit den Ergebnissen ist frühestens im Jahr 2011 zu rechnen. Dies, obwohl Ezetimib bereits vor sechs Jahren erstmals zugelassen worden ist.

Genau diesen Punkt kritisieren viele Mediziner seit der Einführung des Wirkstoffs. Es fehle der Beweis, dass Ezetimib nicht nur das Cholesterin senke, sondern wirklich jene Leiden vermindere, welche die Patienten interessieren: Herzinfarkte und Schlaganfälle. «Man kann nicht von der Cholesterinsenkung eins zu eins auf den Nutzen schliessen», sagt der Internist Peter Ritzmann.
  Mit Zitat antworten nach obennach unten
Antwort



Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
 
Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge anzufügen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

vB Code ist An.
Smileys sind An.
[IMG] Code ist An.
HTML-Code ist Aus.
Trackbacks sind Aus
Pingbacks sind An
Refbacks sind An
Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Ostereier und Cholesterin Viola Gesundheit 0 19.03.08 12:41
Erfahrungen beim Erstellen des Seelenspiegels rot-lila Stufe 1 0 30.07.06 22:12

Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 17:16 Uhr.
Seitenansichten seit 5.10.2007: 1.727.206 · Heute: 501
© Forum für Hermetik - Alle Rechte vorbehalten
Buttonnetzwerk für ein freies Internet