>Einen guten Tag,werte Kolleginnen und Kollegen.
>Die Außführungen von Ramsus finde ich höchst interessant.
>Besonders seine Schilderung betreff seiner ersten Evokations-Versuche
>und seiner Befindlichkeit hierbei.
>Gerne würde ich weitere Berichte hierzu Lesen,
>aber auch Meinungen oder Interpretationen hiervon aus unseren Reihen.
>Jeder hier trägt wohl eine solche Absicht in sich,
>so lasst uns hierüber sprechen...
>Allerhand Fragen oder Ungereimtheiten existieren sicherlich nicht nur in meiner..
>
>Evokationen :
>Nun sagen manche , man könne sie rufen ,jene Wesen
>...in ein Dreieck, das der Kunst ,(auch )ausserhalb des Kreises der Artisten.
>Hierher in die Stofflichkeit.
>Nicht in den Weiten seiner Innerlichkeit , seinen Seelengarten ,denn dort wär`s klar.Auch nicht in deren angestammten Platz darüber oder weiter innen.
>Auch nicht auf die Fläche eines Spiegels projektziert,
>mit Willen oder Kraft der Imagination bzw. Visualisation.
>Jeder, welcher Erfahrungen aus solchen Visualisationstechniken besitzt,
>kennt deren Eigentümlichen Effekte und mag hier nichts für unmöglich halten...
>Und mag dann diese Kunst gelingen,
>das Wesen stünde nun im Dreieck,
>was soll ich von Es wollen ?
>Soll Es Dienste für mich tun ?
>Soll ich Es beherrschen oder zwingen ?
>Oder soll ich Es nur kennen oder können ?
>Soll es mich belehren ?
>Ja, kann ich ES denn glauben oder trauen ...?
>-Wenn Herz und Verstand in feiner Union,
>kann man dann die Wahrheit oder Täuschung spühr`n...?
>Eine wohltemperiert Synthese hieraus ?
>So wird auch hier die Kunst oder Wissenschaft der Waage Ihre Anwendung erfordern wollen...
>Sowohl eines dieser Wesen im Dreieck stünde
>müsst` der Artist wohl trefflichst Waage halten, ob seiner Mitte,
>der Refferenz des Göttlichen an ihm, jener Würde ,erwachsen aus dem Streben
>seiner Introspektion und dem rechten Tun hiernach... Ein Erscheinen setzt wohl seinen Kreis in arge Wallung...
>Doch wie weiss man`s wenn`s an der Zeit ?
>Man wird`s wohl wissen...oder sollte man es schon vorher wagen ?
>-Wer nicht wagt,der nicht gewinnt ?
>So eines dieser Wesen im Dreieck stünde,
>der ganze Raum erfüllt in deren Qualität nach dessen Art,
>der Magus in seinem Kreise aus der Mitte sollt`s wohl im Lote halten
>und muss es tragen...,
>sein eigen wagen...
>
>Doch was wär` wenn`s er nicht kann ?
>Seine Macht oder Kraft schon stark genug jenes zu erwirken,
>doch die Würden zu klein dieses aus der Mitte zu ertragen ?
>So hätte dieser Anteil einer neuen Kraft oder Qualität bzw. Intensität ,
>aber unfähig dieses vernünftig in sein Wesen oder Art zu integrieren ?
>Seine Art in arge Unordnung gebracht...
>Seiner Selbst zwar mehr erkannt, doch dem Ziel jenes auch zu leiten oder balancieren weiter entfernt ?
>Ein Spielball seiner eignen Kräfte...?
>Und was wär` mit Jenem, welcher seine Mitte tragen oder halten kann ?
>Bleibt Er aus jenem eigentümlichen Zustand seiner Mitte hiervon unberührt ?
>Nimmt dieser jene Kräfte zwar wahr, lässt sich aber nicht mit forttragen
>oder reissen ob diesen neuerlichen Qualität oder Intensität ?
>Hierin mag der Unterschied wohl liegen...
>Berichte zu diesem Tun wollt ` ich gerne lesen,
>auch Misslungenes hätt`ich gern dabei, so kann man auch hierraus lernen,
>zunächst einmal, vermutlich ,vornehmlich hieraus...
>Sofern es überhaupt hier jemand betreibt und auch hier dann sagen mag...
>
>Anmerkungen über Reife wird`s wohl geben,
>aber vielleicht auch eine faustische Natur,dem Ramsus gleich ?
>So mag`s er bitte schreiben...
>In freudiger Erwartung,
>Frank
>
> So gleicht diese `Wahrheit ` dem Berg der Kunst,
>um dessen Fusse sich viele Wege schlängeln, hinauf auf dessen Gipfel zu.
>Die Wanderer auf diesen Wegen jeder einen anderen Berg zu erblicken meint,
>so ist es doch der Gleiche...
>Der Wahrheit Antlitz hängt am Standpunkt des Betrachters
>und dieser befindet sich irgendwo auf seinem Weg zu ihr.
>So hat diese Wahrheit viele Gesichter ,solange man nicht völlig in ihr steht ,
>doch wäre ihr Glanz oder Licht wohl kaum zu ertragen,
>wenn man nicht wäre wie sie...
>So verhüllt oder vermindert sie ihr Licht oder Glanz durch diese Wege zu ihr,
>damit ein Jeder nur sieht was er von ihr zu fassen vermag...
>
>Auf jenen Wegen trifft man Wandersleut , so wie man selbst auf Suche,
>hört von Triumph und Niederlagen, geht zusammen ein Stück des Weges ,
>doch wird`s bald einen Richtung Norden ziehen wenn`s den Anderen Richtung Osten treibt.
>Geht er dennoch mit ihm mit, so ist er selber Schuld ob sein Beschluss...
>Ob man sich am Gipfelkreuz wohl treffen mag ? Hier könnt` ein Jeder überblicken, woher der Andere kam...
>
>
>Der Nächste mag nun nicht mehr sehen, was er einst hier schrieb ,
>bittet um Tilgung seiner Schrift als wär´ sie nie gewesen...
>Woher jetzt dieser Wandel ?
>Ein Wechsel des Standpunktes auf dem Weg ?
>Die alte Schau nun zu gering ?
>Geister die man rief und nicht mehr weichen wollen ?
>Eine Art Verantwortung für Fehlinterpretation eig`ner Schriften durch andere und eine Schuld hierfür ?
>Oder gar um ein Geheimnis willen ?
>Sollte man sich so wichtig nehmen ? So bräuchte keiner mehr etwas zu schreiben über diesen Gegenstand und alle müssten schweigen...
>Alle...
>
>Wieder ein Anderer fordert genau dieses schweigen,
>und sieht seine Kunst entstellt und mag`s gerne richten ,
>sieht sich genötigt seines zu brechen ,
>muss nun selber schreiben statt schweigen -
>und wird genauso missverstanden ... Also doch schweigen ?
>Blickt man nun zurück, auf junge Jahre, kann man vieles belächeln
>was früher Fakt und Wahrheit ,des Vaters oder Mutters Anleitung verworfen ,
>die eig`nen Wege gehen ...
>...um dann zu sehen wie Recht sie hatten ,auf ihre Weise,
>so hat man`s eben selbst erfahren durch sein eigen Tun,
>zum Geisteseigentum geworden.
>Erzählt es dann seinen Kindern um dann zu sehen ,
>wie sie ihre eignen Wege gehen...
>Kann sie vor so manchem bewahren ,anderes müssen sie einfach selber sehen...
>Ist das nicht das Wesen einer initiatischen Kunst ? Doch hier zu schweigen wäre schlecht,
>So gib ihnen deinen Senf ruhig hinzu... denn sie rühren eh` daran.
>...Vielleicht gereicht`s jemandem zum Nutzen ?
>Natürlich kann man hier auch vieles zerreden, bei unserem Thema ,
>vielfach sicher schon geschehen, verfälscht, entstellt, verfehlt.
>Doch kann man auch immer wieder interessante Dialoge verfolgen,
>welche sicherlich aus der Praxis geboren und verwertbar sind.
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