Ergebnis 1 bis 4 von 4

Thema: Gedanken, Erkenntnisse und Bekenntnisse...

  1. #1
    John R.
    Gast

    Gedanken, Erkenntnisse und Bekenntnisse...

    >So wie es aussieht, hat das neue Jahr den Humor in die Hermetik zurückgebracht. Freut mich außerordentlich. Also, wenn wir es schaffen, nicht alles so bierernst zu nehmen und die richtigen Dinge weiterhin ernst zu nehmen oder noch mehr als bisher, dann wird das ein tolles Jahr für alle.

    >Die besten Wünsche an alle, die sich diesem Weg verschrieben haben !!

    >Ich hatte neulich ein interessantes Erlebniss. Ich habe in der Weihnachtszeit aus familiären Gründen sehr viel Zeit im Krankenhaus verbracht sowie in einem Altenheim. Abteilung für die, die bald nicht mehr hier sein werden.....

    >Ich habe Menschen gesehen, die nur noch da sitzen und auf den Tod warten. Körper, denen der letzte Rest an Vitalität fast komplett abhanden gekommen ist und traurige Menschen, denen unausweichlich klar geworden ist, daß dies vielleicht oder wahrscheinlich das letzte Weihnachten in ihrem Leben gewesen ist. Einige von ihnen haten im Leben nicht viel zu lachen. Andere waren vielleicht von Reichtum umgeben. Nun, da die letzte Stunde naht, sind sie alle gleich und nichts von dem Glanz vergangener Tage ist mehr geblieben.

    >Mir wurde in diesen Momenten klar, wie richtig ich mich entschieden habe in meinem Leben. All die Dinge denen wir so oft hinterherjagen und die Jagd danach zum Lebensinhalt machen, was bleibt von ihnen? Wir können sie nicht mitnehmen.

    >All dies wird in der Stunde des Todes so sinn- und bedeutungslos....

    >Der Reichtum wird im nächsten Leben nicht wieder automatisch vor der Türe stehen und der Mercedes auch nicht. Aber andere Dinge, die wir uns so hart erkämpfen und erarbeiten werden für alle Zeit unsere treuen Begleiter sein und uns eines Tages den Weg aus dieser Welt voll Kummer, Haß und Neid ermöglichen.

    >Ich habe vor langer Zeit meine Entscheidung getroffen und bereue sie nicht. In diesen schweren Stunden wurde mir wieder klar, wie richtig sie war und wie schade es ist, daß nur so wenige die Zusammenhänge hinter dem Schleier der Maya sehen können...

    >Ich bin dankbar für alles und werde meinen Weg fortsetzen in der Hoffnung, daß es immer mehr werden, die dies ebenfalls für sich entdecken und sich von keinem Hindernis, sei es klein oder scheinbar unüberwindbar aufhalten lassen werden.

    >Euch allen nur das Beste. Euch und der gesamten Menschheit.

    >JohnR

    >PS: Damit soll jetzt übrigens nicht gesagt sein, daß ich etwas gegen Geld hätte. Ganz im Gegenteil, je mehr man davon hat, desto ruhiger kann man schlafen :-) aber man sollte es doch nicht zum Mittelpunkt des Lebens machen. Es ist u.a. eine Möglichkeit, mit der man sich ein stabiles Fundament im Leben schafffen kann, von dem aus man dann wachsen kann. Ich gehöre zwar auch nicht zu denen, die soviel haben, daß sie ständig ruhig schlafen könnten aber man kann ja daran arbeiten. Was wäre das Leben ohne Träume? :-)


  2. #2
    -
    Gast

    frage...

    >>In diesen schweren Stunden wurde mir wieder klar, wie richtig sie war und wie >schade es ist, daß nur so wenige die Zusammenhänge hinter dem Schleier der >Maya sehen können...

    >Ist es eigentlich in unserem Interesse, die Menschen auf diesen Weg hinzuFÜHREN, oder muß da eigentlich jeder selber drauf kommen???

    >Würd mich interessieren......


  3. #3
    John R.
    Gast

    Re: frage...

    >>>In diesen schweren Stunden wurde mir wieder klar, wie richtig sie war und wie >schade es ist, daß nur so wenige die Zusammenhänge hinter dem Schleier der >Maya sehen können...

    >>Ist es eigentlich in unserem Interesse, die Menschen auf diesen Weg hinzuFÜHREN, oder muß da eigentlich jeder selber drauf kommen???

    >>Würd mich interessieren......

    >Hallo

    >Das ist eine gute Frage.

    >Ich vertrete die Ansicht, daß man niemanden dazu zwingen kann.

    >Beispielweise würden einen gewisse Menschen nur schief ansehen wegen solcher Gedanken ( "Du solltest mal wieder ins Kino gehen. Was soll der Unfug, so über Sinn des Lebens und so?") oder einen auslachen.

    >So lebt und arbeitet man halt im Verborgenen. Zwingen kann man keinen und sollte es auch gar nicht aber man kann denen helfen, die von sich aus soweit kommen. Denjenigen hinter Dir die helfende Hand reichen während derjenige vor dir widerum dir die Hand entgegen streckt um dir zu helfen.

    >Für alle anderen kann man nur durch die Art und Weise, wie man sein Leben lebt, wie man mit anderen umgeht etc. vielleicht einen positiven Einfluß ausüben. Das funktioniert bei vielen und bei vielen anderen widerum nicht. Es ist als würde man eine Sprache sprechen, die nicht jeder versteht.

    >Also versuchen wir mal, es zusammen zu fassen:

    >Helfen: Denen, die soweit sind und es verdient haben ( so hart oder arrogant dies nun auch klingen mag, dem ist nicht so) und sich gegenüber jenen, bei denen es nichts bringen würde in Schweigen hüllen und verbergen, wer man wirklich ist.

    >Hinführen: Wer es wirklich will, der wird suchen und vielleicht findet er uns eines Tages oder jemanden anderen, der ihn dann führen wird. So wie wir ab einem gewissen Zeitpunkt jemanden finden, der uns führt oder weiterhilft.

    >Man kann und sollte vielleicht auch nicht danach suchen sondern einfach abwarten, ob so jemand kommt. Im Endeffekt haben wir ja mit unserer eigenen Entwicklung auch noch etwas Arbeit zu leisten :-)

    >Hinführen2: Eben durch das eigene Handeln und Tun ein Vorbild sein, wenn in der Regel auch unbewußt aber wenn es z.B. Leute gibt, die durch einen selbst sehen und begreifen, daß man dieses Leben auch meistern kann ohne dabei über Leichen zu gehen etc.. dann wird das vielleicht auch einen ermutigenden Effekt haben.

    >Ich habe z.B. einen beruflichen Weg eingeschlagen, der etwas mit Kunst aber auch unterrichten zu tun hat. Die ganze Welt hat sich den Bauch gehalten vor Lachen über die verrückte Idee, von so etwas leben zu wollen. Ich habe es geschafft und damit vielleicht auch andere Leute darin bestärkt, daß es keine Zeitverschwendung ist, Träume zu haben und daran zu arbeiten, diese zu verwirklichen. Daß man auch das TUN KANN WAS MAN WILL und damit über die Runden kommt. Vielleicht haben ein paar andere dadurch auch den Mut gefasst, entgegen der UntergangsProphezeiungen ihrer Freunde, Eltern etc. diesen Schritt zu wagen. So viele Leute sind doch unglücklich, weil sie nicht wirklich das tun können, was sie wollen. Da sitzt der begnadetete Maler am Schalter und stempelt Briefmarken, ein großartiger Schriftsteller trägt Briefe aus und die Frau, die so gerne beruflich mit Tieren arbeiten würde, schneidet Leuten die Haare und ist ihr Leben lang unglücklich, weil sie nicht wirklich das tut, was sie möchte, was sie am besten könnte und was sie erfüllen würde.

    >Wenn man durch sein eigenes Tun den Leuten vorlebt, daß es funktionieren kann und jederzeit wert ist, gewagt zu werden kann das einen positiven Effekt haben.

    >Nebenbei: Der begnadete Schriffsteller wird wahrscheinlich ein lausiger Briefträger sein, alleine schon deshalb, weil es ihm keinen Spaß macht und unserere Tierpflegering wird auch nicht gerade Lust dazu empfinden, ihre Fähigkeiten im Haare schneiden zu perfektionieren.

    >So haben wir lausige Briefträger, Friseusen, Beamte, Handwerker etc..

    >Würde jeder das tun, was seinem eigenen Naturell, seinem wahren Willen entspricht, wären alle viel glücklicher und es würde nicht soviele lausige Friseusen geben :-)

    >(Kleiner Scherz am Rande aber ich hoffe daß der Sinn angekommen ist)

    >Und auch das hat sehr wohl etwas mit der Entwicklung des/der einzelnen zu tun..

    >Es ist sehr schwer, Kraft für den Fortschritt zu schöpfen und innerlich ausgeglichen zu werden ( siehe mag. Gleichgewicht ) wenn einem im Alltag das Fundament dazu fehlt.

    >Was nun den wahren Willen betrifft: Sicherlich gibt es viele Leute die sagen: Ich möchte Pop Star werden, weil ich dann die voll fette Kohle habe oder Anwalt, weil ich dann Mercedes fahre oder..

    >Solche Dinge sind jedoch nicht immer als wahrer Wille zu betrachten, sondern als Ziele, die eigentlich keine wahren Ziele sind sondern immer nur Mittel zum Zweck um irgend etwas ganz anderes zu erreichen ( the Girls, the Cars, the Money..)

    >Hier muß man differenzieren.

    >Mein Gott, ich habe eine ganze Litanei auf eine Frage von zwei Zeilen geschrieben !! Ist das mein wahrer Wille oder nur Schreibwut oder bin ich unfähig, mich mal kompakter zu fassen ? *ggg*

    >Grüße

    >J.R.

    >(Jetzt mit zwei Punkten, hähä)


  4. #4
    -
    Gast

    Danke für deine ausführliche Antwort (ohne Text)


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