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Thema: Descartes und die Zirbeldrüse.

  1. #1
    Paul Allen
    Gast

    Descartes und die Zirbeldrüse.

    >Hallo,

    >Descartes war der Ansicht, dass die Verbindung zwischen Körper und Geist (Seele) im Menschen in der Zirbeldrüse stattfinde.

    >Ich finde das sehr interessant, da es doch sehr an die hinduistische Tradition erinnert.

    >Hat jemand von euch Informationen darüber, woher die Tradition dieses Wissen von Descartes stammen könnte? Welche Schriftsteller oder Schulen aus der Zeit von Descartes (1596-1649) oder vorher erwähnen die Zirbeldrüse als Sitz der Seele?

    >Anwärter könnten sein: Alchemisten, J. Böhme, Gichtel, Meister Eckhard und ähnliche Mystiker der Renaissance oder früherer Zeitalter, Paracelsus usw., Scholastik, die jüdische Kabbalah, Gnostiker der verschiedenen Traditionen, griechischer Mystizismus (Beispiel Pythagoreer), Agyptische Magie u. Mystik, Persische, Chaldäische Traditionen usw.

    >Freundliche Grüsse von

    >Paul.


  2. #2
    Ktulu
    Gast

    Re: Descartes und die Zirbeldrüse.

    >Hi,

    >Entschuldigung, wo liegt denn bitte die Zirbeldrüse? Kann das mit dem Wahrnehmungspunkt aus den Lehren Castanedas zusammenhängen?

    >cu


  3. #3
    gabi
    Gast

    Re: Descartes und die Zirbeldrüse.

    >

    >>Descartes war der Ansicht, dass die Verbindung zwischen Körper und Geist (Seele) im Menschen in der Zirbeldrüse stattfinde.

    >Ich habe etwas von "Alice Bailey und Djwhal Khul" gefunden die von einer absichtlichen Verwechselung früherer Autoren zwischen 3. Auge und Zirbeldrüse sprechen.

    >Eine eingehende Betrachtung dieser Bezeichnungen wird die dem dritten Auge

    > innewohnenden Fähigkeiten offenbaren. [1009] Wie bereits bekannt, befindet sich

    > das «Shiva-Auge» beim Menschen in der Mitte der Stirn zwischen den beiden

    > physischen Augen [*C303].

    >Es ist nicht mit der Zirbeldrüse zu verwechseln, die ein rein physisches

    > Zentrum ist. Das dritte Auge besteht aus ätherischer Materie und ist ein

    > ätherisches, d.h. aus der Substanz der Äther zusammengesetztes Kraftzentrum,

    > wogegen die Zirbeldrüse aus Materie der drei niederen Unterebenen der physischen

    > Ebene besteht. Immerhin muss die Zirbeldrüse bereits mehr oder weniger in

    > Tätigkeit sein, ehe das «Shiva-Auge» merklich wirksam werden kann; und das hat

    > Autoren okkulter Bücher früher dazu veranlasst, beide miteinander zu

    > verwechseln, um diese Kenntnis vor Unbefugten zu schützen.


  4. #4
    JohnDee
    Gast

    Re: Descartes und die Zirbeldrüse.



    >Hi!

    >Anbei ein Bildchen mit eingezeichneter Zirbeldrüse (Epiphyse)

    >Gruß

    >JphnDee

    >>Hi,

    >>Entschuldigung, wo liegt denn bitte die Zirbeldrüse? Kann das mit dem Wahrnehmungspunkt aus den Lehren Castanedas zusammenhängen?

    >>cu


  5. #5
    JohnDee
    Gast

    Re: Descartes und die Zirbeldrüse.

    >Hallo Paul!

    >Interessante Thema! Wobei ich von der Wirkung des Melatonins wesentlich mehr inspiriert wurde als von der geschichtlichen Erwähnung der Zirbeldrüse.

    >Inwieweit auch schon früher das Ajna Chakra (Stirnchakra, 3.Auge) in Verbindung mit der Epiphyse gebracht wurde konnte ich noch nicht herausfinden.

    >Aber ein wenig

    >geschichtliches zur Zirbeldrüse und zum Melatonin:

    >Herophilus von Chios (309-260 v Chr) und Erasistratus von Chalcedon (344-280 v CHr) waren Anatomen der Schule von Alexandria und gelten (mit Anderen ihrer Zeit) als die ersten Anatomen überhaupt. Erasistratos hat die Idee der Zusammensetzung der Materie aus Atomen entwickelt und sich für das Nervensystem des Menschen interessiert. Herophilos interessierte sich für das Auge sowie ebenfalls für das menschliche Gehirn. Beide glaubten, daß die Zirbeldrüse ein Ventil wäre das den Fluß unserer Erinnerungen kontrolliere.

    >Claudius Galenius "Galen" von Pergamon (130-200), der auch in Alexandria studiert hatte, und dann in Rom praktizierte, erweiterte das Werk des alten Alexandria um eigene anatomische Erkenntnisse berief sich aber immer wieder auf Hippokrates. Von seinen ca 500 Werken sind 83 übriggeblieben. Er beschrieb die Lokalisation der Zirbeldrüse, zapfenförmige Form und ihm war die häufige Verkalkung der Zirbeldrüse bereits bekannt. Er war der Meinung daß die Zirbeldrüse eine Art Ventil sei, das den Gedankenfluß der Seitenventrikel regulieren würde. (Humoralpathologie). Galen hielt die Pinealis für eine Drüse und ihn erinnerte die Pinealisregion an die männliche Genitalregion. Ihm wird auch die Ansicht zugeschrieben, daß melancholische Frauen häufiger an Krebs erkranken würden als "sanguine" Frauen. (1800 Jahre später fragen wir uns erneut, ob es einen Zusammenhang zwischen Pinealisfunktion, affektiven Störungen und der Krebsinzidenz gibt.)

    >Hinduistische Mystiker sehen in der Zirbeldrüse das 6. Chakra (Ajna-Chakra) und 3. Auge, das der Verbindung von Mensch und Kosmos dienen soll.

    >Vesalius (1514-1564) beschrieb die Ähnlichkeit von Pinealis und Pinienzapfen.

    >

    >Renatus Cartesius - Rene Descartes (1596-1650) der Begründer des Rationalismus interessierte sich für die Zirbeldrüse. Er vermutete eine direkte Verbindung zwischen den Augen und der Zirbeldrüse. In der Zirbeldrüse sah er die Hauptinstanz des Sehens. Er glaubte daß dieses Organs die Muskelbewegungen mit dem was wir sehen koordiniert, indem Flüssigkeiten durch Röhren zwischen der Zirbeldrüse und den Muskeln fließen würden.

    >Über die Zirbeldrüse sagte er: "Es gibt eine kleine Drüse im Gehirn, in der die Seele ihre Funktion spezieller ausübt als in jedem anderen Teil des Körpers".

    >Ferner findet die Zirbeldrüse Erwähnung bei dem Franziskaner Mönch Hippolytus (3. Jahrhundert n. Chr.)*:

    >«Die Membranen im Kopf werden sanft vom Geist bewegt, welcher sich der Zirbeldrüse nähert. Dicht bei ihr ist der Eingang zum Kleinhirn, der den Strom des Geistes hereinlässt und ihn in die Wirbelsäule weitergibt. Dieses Kleinhirn [86] zieht die spirituelle und lebensverleihende Substanz durch die Zirbeldrüse durch einen unbeschreibbaren und unerforschbaren Prozess an."

    >*Quelle unbekannt

    >##################

    >##################

    >Melatonin:

    >Melatonin ist ein Sekret der Zirbeldrüse dessen Wirkung auch heute noch nicht voll erschlossen ist.

    >Die folgenden Ausführungen basieren auf verschiedenen wissenschaftlichen Veröffentlichungen, in der Hauptsache jedoch auf der erschienenen deutschen Übersetzung des Buches "Melatonin - Schlüssel zu ewiger Jugend, Gesundheit und Fitness" von Dr. Dr. Walter Pierpaoli (Schweiz/Italien) und Dr. William Regelson (USA), erschienen im Goldmann Verlag, München, April 1996, ISBN 3-442-12710-6.

    >Das Zirbeldrüsenhormon Melatonin erfüllt eine Reihe für unseren Organismus lebenswichtiger Aufgaben. Seine natürliche Produktion wird jedoch zwischen dem vierzigsten und fünfzigsten Altersjahr merklich reduziert. Dies leitet den Alterungsprozess mit allen ihm verhafteten Verfallsvorgängen ein. Der genaue Beginn und Verlauf dieses Prozesses unterscheidet sich von Mensch zu Mensch und ist von unterschiedlichen Gegebenheiten, wie Vererbung und Anlagen, allgemeiner Konstitution, Lebensgewohnheiten, usw., abhängig.

    >Die wesentlichsten Forschungsergebnisse nach der Entdeckung des Melatonins können so zusammengefasst werden:

    >Die Melatoninproduktion der Zirbeldrüse unterliegt dem Einfluss des Lichts. Nachts, bei Dunkelheit, ist der Melatoninspiegel im Blut zehnmal so hoch wie bei Tag. Tagsüber finden sich im Blut nahezu keine Spuren von Melatonin, da es nach der nächtlichen Ausschüttung innert weniger Stunden vollkommen zerlegt und verbraucht wird.

    >Wurde Melatonin Menschen verabreicht, wurden sie schläfrig, woraus man schloss, dass dieses Hormon bei der Kontrolle des Schlaf-Wach-Rhythmus eine wichtige Rolle spielt.

    >Man entdeckte, dass Kinder höhere Melatoninwerte aufwiesen als Erwachsene und dass der Melatoninanteil im Blutspiegel mit zunehmendem Alter drastisch abnimmt. Man nahm deshalb vorerst an, Melatonin sei hauptsächlich für das Wachstum zuständig und verliere nach dessen Abschluss seine Bedeutung.

    >Es wurde zudem festgestellt, dass Krebspatienten, chronisch Kranke und Menschen mit bestimmten "Alterskrankheiten", wie Parkinsonscher Krankheit oder Alzheimer Krankheit, typischerweise tiefste Melatoninwerte aufweisen.

    >Melatonin spielt im sexuellen Reifungsprozess, aber auch bei der Kontrolle der sexuellen Zyklen von Mann und Frau eine massgebliche Rolle. Bei den Tieren bestimmt es zum Beispiel den Beginn und das Ende der Paarungszeit durch An-, bzw. Abschalten der entsprechenden Sexualhormonproduktion. Tierversuche habe eindeutig nachgewiesen, dass das Sexualverhalten von Ratten durch Veränderung des Tag-Nacht-Lichtzyklus beeinflusst werden kann.

    >

    >Die Forschungen des Teams Pierpaoli und Regelson haben in zahlreichen Tierversuchen gezeigt, dass der Verfall der Zirbeldrüse und alle sich daraus ergebenden Folgen für den Organismus kein "unabwendbares Schicksal" darstellen, sondern im Gegenteil nicht nur aufgehalten, sondern sogar umgekehrt werden können. Führte man "alten" Mäusen, bei denen der Rückgang der Zirbeldrüse bereits sehr fortgeschritten war, von aussen Melatonin zu, konnte man bereits nach wenigen Monaten deutliche Veränderungen feststellen:

    >

    >-die Zirbeldrüsenfunktion wurde wiederhergestellt und die körpereigene Melatoninproduktion stieg wieder an,

    >-das "Altersfell" wurde wieder glänzend und dicht,

    >-die Sexualfunktion stellte sich wieder ein,

    >-das Immunsystem normalisierte sich zusehends und beginnende Krebszellen wurden erfolgreich vernichtet, und

    >-die normale Nahrungsaufnahme und Verdauung wurden wiederhergestellt.

    >Die mit Melatonin behandelten Mäuse überlebten ihre unbehandelten Artgenossen deutlich um etwa dreissig Prozent ihrer Gesamtlebensdauer (Standardmäuse mit einer Lebenserwartung von 24 Monaten wurden bis zu 33 Monate alt, was auf den Menschen übertragen etwa 30 zusätzlichen Lebensjahren entspricht). Und trotz dieses methusalemischen Alters erfreuten sich die behandelten Mäuse bis zuletzt einer "strotzenden" Gesundheit.

    >Pierpaoli und Regelson erklären dieses Phänomen so:

    >". . . es hat alles mit Energie zu tun . . ." Eine der Hauptaufgaben der Zirbeldrüse und ihres Hormons Melatonin ist der Schutz des Energiesystems des Organismus. Im Verbund überwachen und steuern sie dieses System, das die Zellen ernährt und alle Körperfunktionen sichert. Bei einer Störung in der Energieversorgung geraten alle anderen Körpersysteme aus dem Gleichgewicht.

    >################

    >################

    >Die lebensverlängernde Wirkung des Melatomins beim Menschen konnte aber bis heute naturwissenschaftlich nicht klar bewiesen werden.

    >Während Melatonin in den USA und in Holland als Ernährungsergänzung allgemein zum Verkauf angeboten wird, ist es in Deutschland aufgrund seiner Einstufung als Hormon verschreibungspflichtig.

    >Ob jetzt aber Melatonin als das Elexier des Lebens (der rote Löwe) betrachtet werden kann halte ich für fraglich ;-))

    >Obwohl, wär ja nett!

    >Gruß

    >JohnDee


  6. #6
    ANtoni
    Gast

    Re: Descartes und die Zirbeldrüse.

    >Danke JohnDee

    >Gibt mir einige erklärungen warum ich ein nacht leben bevorzugt habe und die daraus resultiete erlebnisse

    >interessant wäre experimente konkret aufzustellen und die daraus resultierte resultate in tabellen zustellen

    >bei mir habe ich gemerkt das ich wesentlich besser arbeite( eso)seit ich ein nacht leben habe

    >wenn es gleich gesinnte gibt sollten sich melden

    >MFG

    >ANtoni

    >>Hallo Paul!

    >>Interessante Thema! Wobei ich von der Wirkung des Melatonins wesentlich mehr inspiriert wurde als von der geschichtlichen Erwähnung der Zirbeldrüse.

    >>Inwieweit auch schon früher das Ajna Chakra (Stirnchakra, 3.Auge) in Verbindung mit der Epiphyse gebracht wurde konnte ich noch nicht herausfinden.

    >>Aber ein wenig

    >>geschichtliches zur Zirbeldrüse und zum Melatonin:

    >>Herophilus von Chios (309-260 v Chr) und Erasistratus von Chalcedon (344-280 v CHr) waren Anatomen der Schule von Alexandria und gelten (mit Anderen ihrer Zeit) als die ersten Anatomen überhaupt. Erasistratos hat die Idee der Zusammensetzung der Materie aus Atomen entwickelt und sich für das Nervensystem des Menschen interessiert. Herophilos interessierte sich für das Auge sowie ebenfalls für das menschliche Gehirn. Beide glaubten, daß die Zirbeldrüse ein Ventil wäre das den Fluß unserer Erinnerungen kontrolliere.

    >>Claudius Galenius "Galen" von Pergamon (130-200), der auch in Alexandria studiert hatte, und dann in Rom praktizierte, erweiterte das Werk des alten Alexandria um eigene anatomische Erkenntnisse berief sich aber immer wieder auf Hippokrates. Von seinen ca 500 Werken sind 83 übriggeblieben. Er beschrieb die Lokalisation der Zirbeldrüse, zapfenförmige Form und ihm war die häufige Verkalkung der Zirbeldrüse bereits bekannt. Er war der Meinung daß die Zirbeldrüse eine Art Ventil sei, das den Gedankenfluß der Seitenventrikel regulieren würde. (Humoralpathologie). Galen hielt die Pinealis für eine Drüse und ihn erinnerte die Pinealisregion an die männliche Genitalregion. Ihm wird auch die Ansicht zugeschrieben, daß melancholische Frauen häufiger an Krebs erkranken würden als "sanguine" Frauen. (1800 Jahre später fragen wir uns erneut, ob es einen Zusammenhang zwischen Pinealisfunktion, affektiven Störungen und der Krebsinzidenz gibt.)

    >>Hinduistische Mystiker sehen in der Zirbeldrüse das 6. Chakra (Ajna-Chakra) und 3. Auge, das der Verbindung von Mensch und Kosmos dienen soll.

    >>Vesalius (1514-1564) beschrieb die Ähnlichkeit von Pinealis und Pinienzapfen.

    >>

    >>Renatus Cartesius - Rene Descartes (1596-1650) der Begründer des Rationalismus interessierte sich für die Zirbeldrüse. Er vermutete eine direkte Verbindung zwischen den Augen und der Zirbeldrüse. In der Zirbeldrüse sah er die Hauptinstanz des Sehens. Er glaubte daß dieses Organs die Muskelbewegungen mit dem was wir sehen koordiniert, indem Flüssigkeiten durch Röhren zwischen der Zirbeldrüse und den Muskeln fließen würden.

    >>Über die Zirbeldrüse sagte er: "Es gibt eine kleine Drüse im Gehirn, in der die Seele ihre Funktion spezieller ausübt als in jedem anderen Teil des Körpers".

    >>Ferner findet die Zirbeldrüse Erwähnung bei dem Franziskaner Mönch Hippolytus (3. Jahrhundert n. Chr.)*:

    >>«Die Membranen im Kopf werden sanft vom Geist bewegt, welcher sich der Zirbeldrüse nähert. Dicht bei ihr ist der Eingang zum Kleinhirn, der den Strom des Geistes hereinlässt und ihn in die Wirbelsäule weitergibt. Dieses Kleinhirn [86] zieht die spirituelle und lebensverleihende Substanz durch die Zirbeldrüse durch einen unbeschreibbaren und unerforschbaren Prozess an."

    >>*Quelle unbekannt

    >>##################

    >>##################

    >>Melatonin:

    >>Melatonin ist ein Sekret der Zirbeldrüse dessen Wirkung auch heute noch nicht voll erschlossen ist.

    >>Die folgenden Ausführungen basieren auf verschiedenen wissenschaftlichen Veröffentlichungen, in der Hauptsache jedoch auf der erschienenen deutschen Übersetzung des Buches "Melatonin - Schlüssel zu ewiger Jugend, Gesundheit und Fitness" von Dr. Dr. Walter Pierpaoli (Schweiz/Italien) und Dr. William Regelson (USA), erschienen im Goldmann Verlag, München, April 1996, ISBN 3-442-12710-6.

    >>Das Zirbeldrüsenhormon Melatonin erfüllt eine Reihe für unseren Organismus lebenswichtiger Aufgaben. Seine natürliche Produktion wird jedoch zwischen dem vierzigsten und fünfzigsten Altersjahr merklich reduziert. Dies leitet den Alterungsprozess mit allen ihm verhafteten Verfallsvorgängen ein. Der genaue Beginn und Verlauf dieses Prozesses unterscheidet sich von Mensch zu Mensch und ist von unterschiedlichen Gegebenheiten, wie Vererbung und Anlagen, allgemeiner Konstitution, Lebensgewohnheiten, usw., abhängig.

    >>Die wesentlichsten Forschungsergebnisse nach der Entdeckung des Melatonins können so zusammengefasst werden:

    >>Die Melatoninproduktion der Zirbeldrüse unterliegt dem Einfluss des Lichts. Nachts, bei Dunkelheit, ist der Melatoninspiegel im Blut zehnmal so hoch wie bei Tag. Tagsüber finden sich im Blut nahezu keine Spuren von Melatonin, da es nach der nächtlichen Ausschüttung innert weniger Stunden vollkommen zerlegt und verbraucht wird.

    >>Wurde Melatonin Menschen verabreicht, wurden sie schläfrig, woraus man schloss, dass dieses Hormon bei der Kontrolle des Schlaf-Wach-Rhythmus eine wichtige Rolle spielt.

    >>Man entdeckte, dass Kinder höhere Melatoninwerte aufwiesen als Erwachsene und dass der Melatoninanteil im Blutspiegel mit zunehmendem Alter drastisch abnimmt. Man nahm deshalb vorerst an, Melatonin sei hauptsächlich für das Wachstum zuständig und verliere nach dessen Abschluss seine Bedeutung.

    >>Es wurde zudem festgestellt, dass Krebspatienten, chronisch Kranke und Menschen mit bestimmten "Alterskrankheiten", wie Parkinsonscher Krankheit oder Alzheimer Krankheit, typischerweise tiefste Melatoninwerte aufweisen.

    >>Melatonin spielt im sexuellen Reifungsprozess, aber auch bei der Kontrolle der sexuellen Zyklen von Mann und Frau eine massgebliche Rolle. Bei den Tieren bestimmt es zum Beispiel den Beginn und das Ende der Paarungszeit durch An-, bzw. Abschalten der entsprechenden Sexualhormonproduktion. Tierversuche habe eindeutig nachgewiesen, dass das Sexualverhalten von Ratten durch Veränderung des Tag-Nacht-Lichtzyklus beeinflusst werden kann.

    >>

    >>Die Forschungen des Teams Pierpaoli und Regelson haben in zahlreichen Tierversuchen gezeigt, dass der Verfall der Zirbeldrüse und alle sich daraus ergebenden Folgen für den Organismus kein "unabwendbares Schicksal" darstellen, sondern im Gegenteil nicht nur aufgehalten, sondern sogar umgekehrt werden können. Führte man "alten" Mäusen, bei denen der Rückgang der Zirbeldrüse bereits sehr fortgeschritten war, von aussen Melatonin zu, konnte man bereits nach wenigen Monaten deutliche Veränderungen feststellen:

    >>

    >>-die Zirbeldrüsenfunktion wurde wiederhergestellt und die körpereigene Melatoninproduktion stieg wieder an,

    >>-das "Altersfell" wurde wieder glänzend und dicht,

    >>-die Sexualfunktion stellte sich wieder ein,

    >>-das Immunsystem normalisierte sich zusehends und beginnende Krebszellen wurden erfolgreich vernichtet, und

    >>-die normale Nahrungsaufnahme und Verdauung wurden wiederhergestellt.

    >>Die mit Melatonin behandelten Mäuse überlebten ihre unbehandelten Artgenossen deutlich um etwa dreissig Prozent ihrer Gesamtlebensdauer (Standardmäuse mit einer Lebenserwartung von 24 Monaten wurden bis zu 33 Monate alt, was auf den Menschen übertragen etwa 30 zusätzlichen Lebensjahren entspricht). Und trotz dieses methusalemischen Alters erfreuten sich die behandelten Mäuse bis zuletzt einer "strotzenden" Gesundheit.

    >>Pierpaoli und Regelson erklären dieses Phänomen so:

    >>". . . es hat alles mit Energie zu tun . . ." Eine der Hauptaufgaben der Zirbeldrüse und ihres Hormons Melatonin ist der Schutz des Energiesystems des Organismus. Im Verbund überwachen und steuern sie dieses System, das die Zellen ernährt und alle Körperfunktionen sichert. Bei einer Störung in der Energieversorgung geraten alle anderen Körpersysteme aus dem Gleichgewicht.

    >>################

    >>################

    >>Die lebensverlängernde Wirkung des Melatomins beim Menschen konnte aber bis heute naturwissenschaftlich nicht klar bewiesen werden.

    >>Während Melatonin in den USA und in Holland als Ernährungsergänzung allgemein zum Verkauf angeboten wird, ist es in Deutschland aufgrund seiner Einstufung als Hormon verschreibungspflichtig.

    >>Ob jetzt aber Melatonin als das Elexier des Lebens (der rote Löwe) betrachtet werden kann halte ich für fraglich ;-))

    >>Obwohl, wär ja nett!

    >>Gruß

    >>JohnDee


  7. #7
    Paul Allen
    Gast

    Re: Descartes und die Zirbeldrüse.

    >Hallo John,

    >ein ausgezeichneter Beitrag von dir, vielen Dank dafür. Er enthält mehrere sehr interessante Gedankenlinien, auf die ich hiermit kurz eingehen werde.

    >> Interessante Thema! Wobei ich von der Wirkung des Melatonins wesentlich mehr inspiriert wurde als von der geschichtlichen Erwähnung der Zirbeldrüse.

    >> Inwieweit auch schon früher das Ajna Chakra (Stirnchakra, 3.Auge) in Verbindung mit der Epiphyse gebracht wurde konnte ich noch nicht herausfinden.

    >Mir geht es unter anderem um Folgendes : kann man nachweisen, dass das Konzept Zirbeldrüse-Verbindung-Seele in Europa unabhängig von der hinduistischen Tradition entstanden ist oder gibt es einen (ebenfalls nachweisbaren) Einfluss der hinduistischen Philosophie & Esoterik? Immerhin ist ja Marco Polo bis nach China vorgedrungen und hat sicherlich einiges an Einflüssen aus dem asiatischen Raum mitgebracht. Sicherlich hat es zu allen Zeiten lose Verbindungen zw. Europa und Asien gegeben, teilweise auch über Ägypten, Persien und den arabische Kulturen, die lange Zeit in Spanien sesshaft waren. Ausserdem war schon Leibnitz (1646-1716) ein grosser Bewunderer der chinesischen Philosophie, was bedeutet, dass sie ihm bekannt gewesen sein muss.

    >Georg Gichtel (ein Schüler von J. Böhme) ist aus dem gleichen Grund interessant, da er die Chakren in Zeichnungen festgehalten hat, lange bevor die allgemeine Entdeckung des hinduistischen Okkultismus in Europa stattfand.

    >[Johann Georg Gichtel war ein Schüler von Jakob Böhme. Im Jahre 1638 schrieb er eine Schrift mit dem Titel:

    >"Eine kurze Eröffnung der 3 Prinzipien und Welten im Menschen in unterschiedlichen Figuren dargestellt; wie und wo eigentlich ihre Centra im inneren Menschen stehen; gleich sie der Autor selbst im göttlichen Schauen in sich gefunden und gegenwärtig in sich empfindet, schmeckt und fühlet." zitiert nach Bellabene, Chakren, Gichtel : http://www.paranormal.de/para/ballab...hak/chak1.htm]

    >Es geht um den Wunsch nach Objektivität, nach "Allgemeingültigkeit" : wenn diese esoterischen Konzepte einer objektiven Realität entsprechen, dann sollten sie auch von verschiedenen Kulturen bzw. Menschen unabhängig voneinander entdeckt werden können. Aus dem gleichen Grund hat zum Beispiel auch :

    >- der Theosoph Wood (Privatsekretär von Annie Besant) versucht, die theosophische Lehre, die auf der Zahl 7 basierte, mit den 10 Sephira der hebräischen Kabbalah in Übereinstimmung zu bringen. Sein "Trick" war dann, dass er die obersten 3 Sephira als göttliche Triade abtrennte und die unteren 7 Sephira den 7 "Strahlen" entsprechen sollten.

    >- Swami Yukteswar, der Lehrer von Yogananda, sein kleines Buch "Die göttliche Wissenschaft" im Auftrag des "christusähnlichen Babaji" (Mahavatar = "höchste Inkarnation Gottes") geschrieben, um die Übereinstimmung zwischen Hinduismus und christlich-hebräischer Lehre (Bibel) nachzuweisen.

    >- es gibt sicherlich zahlreiche weitere Beispiele

    >Ob diese Versuche, eine Übereinstimmung nachzuweisen geglückt sind, möge jeder für sich selbst beurteilen. Darum geht es mir auch gar nicht, sondern nur darum, aufzuzeigen, dass der Wunsch "Allgemeingültigkeit" bzw. "Objektivität" nachzuweisen sehr verbreitet ist.

    >Im Grunde geht es um den Begriff der "Wahrheit".

    >Erst in unserem Jahrhundert ist es bekannt geworden, dass es mit dem Begriff der Wahrheit gar nicht so einfach ist : ein "entweder richtig - oder falsch" ist nicht immer möglich; eher schon ein "bezogen auf".

    >Erst in unserer Zeit wurde erkannt, dass z.B. 2 verschiedene Systeme (oder noch mehr Systeme), die sich gegenseitig widersprechen oder ausschliessen, BEIDE wahr sein können (was man von der hinduistisch-buddhistischen Tradition unterscheiden muss, die eher besagt, dass beide NICHT wahr sind.)

    >> Aber ein wenig

    >> geschichtliches zur Zirbeldrüse und zum Melatonin:

    >>

    >> Herophilus von Chios (309-260 v Chr) und Erasistratus von Chalcedon (344-280 v CHr) waren Anatomen der Schule von Alexandria und gelten (mit Anderen ihrer Zeit) als die ersten Anatomen überhaupt. Erasistratos hat die Idee der Zusammensetzung der Materie aus Atomen entwickelt und sich für das Nervensystem des Menschen interessiert. Herophilos interessierte sich für das Auge sowie ebenfalls für das menschliche Gehirn. Beide glaubten, daß die Zirbeldrüse ein Ventil wäre das den Fluß unserer Erinnerungen kontrolliere.

    >>

    >> Claudius Galenius "Galen" von Pergamon (130-200), der auch in Alexandria studiert hatte, und dann in Rom praktizierte, erweiterte das Werk des alten Alexandria um eigene anatomische Erkenntnisse berief sich aber immer wieder auf Hippokrates. Von seinen ca 500 Werken sind 83 übriggeblieben. Er beschrieb die Lokalisation der Zirbeldrüse, zapfenförmige Form und ihm war die häufige Verkalkung der Zirbeldrüse bereits bekannt. Er war der Meinung daß die Zirbeldrüse eine Art Ventil sei, das den Gedankenfluß der Seitenventrikel regulieren würde. (Humoralpathologie). Galen hielt die Pinealis für eine Drüse und ihn erinnerte die Pinealisregion an die männliche Genitalregion. Ihm wird auch die Ansicht zugeschrieben, daß melancholische Frauen häufiger an Krebs erkranken würden als "sanguine" Frauen. (1800 Jahre später fragen wir uns erneut, ob es einen Zusammenhang zwischen Pinealisfunktion, affektiven Störungen und der Krebsinzidenz gibt.)

    >>

    >> Hinduistische Mystiker sehen in der Zirbeldrüse das 6. Chakra (Ajna-Chakra) und 3. Auge, das der Verbindung von Mensch und Kosmos dienen soll.

    >>

    >> Vesalius (1514-1564) beschrieb die Ähnlichkeit von Pinealis und Pinienzapfen.

    >> Renatus Cartesius - Rene Descartes (1596-1650) der Begründer des Rationalismus interessierte sich für die Zirbeldrüse. Er vermutete eine direkte Verbindung zwischen den Augen und der Zirbeldrüse. In der Zirbeldrüse sah er die Hauptinstanz des Sehens. Er glaubte daß dieses Organs die Muskelbewegungen mit dem was wir sehen koordiniert, indem Flüssigkeiten durch Röhren zwischen der Zirbeldrüse und den Muskeln fließen würden.

    >> Über die Zirbeldrüse sagte er: "Es gibt eine kleine Drüse im Gehirn, in der die Seele ihre Funktion spezieller ausübt als in jedem anderen Teil des Körpers".

    >>

    >> Ferner findet die Zirbeldrüse Erwähnung bei dem Franziskaner Mönch Hippolytus (3. Jahrhundert n. Chr.)*:

    >>

    >> «Die Membranen im Kopf werden sanft vom Geist bewegt, welcher sich der Zirbeldrüse nähert. Dicht bei ihr ist der Eingang zum Kleinhirn, der den Strom des Geistes hereinlässt und ihn in die Wirbelsäule weitergibt. Dieses Kleinhirn [86] zieht die spirituelle und lebensverleihende Substanz durch die Zirbeldrüse durch einen unbeschreibbaren und unerforschbaren Prozess an."

    >>

    >> *Quelle unbekannt

    >Vielen Dank für diese historischen Angaben : ich werde diesen Quellen nachgehen, soweit es mir möglich ist ; es freut mich, dass ich jetzt durch deinen Beitrag jede Menge Ansatzpunkte dafür habe. :-)

    >Übrigens was bedeutet das "Quelle unbekannt" beim Hippolytus?

    >> ##################

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    >>

    >> Melatonin:

    >>

    >> Melatonin ist ein Sekret der Zirbeldrüse dessen Wirkung auch heute noch nicht voll erschlossen ist.

    >>

    >> Die folgenden Ausführungen basieren auf verschiedenen wissenschaftlichen Veröffentlichungen, in der Hauptsache jedoch auf der erschienenen deutschen Übersetzung des Buches "Melatonin - Schlüssel zu ewiger Jugend, Gesundheit und Fitness" von Dr. Dr. Walter Pierpaoli (Schweiz/Italien) und Dr. William Regelson (USA), erschienen im Goldmann Verlag, München, April 1996, ISBN 3-442-12710-6.

    >>

    >> Das Zirbeldrüsenhormon Melatonin erfüllt eine Reihe für unseren Organismus lebenswichtiger Aufgaben. Seine natürliche Produktion wird jedoch zwischen dem vierzigsten und fünfzigsten Altersjahr merklich reduziert. Dies leitet den Alterungsprozess mit allen ihm verhafteten Verfallsvorgängen ein. Der genaue Beginn und Verlauf dieses Prozesses unterscheidet sich von Mensch zu Mensch und ist von unterschiedlichen Gegebenheiten, wie Vererbung und Anlagen, allgemeiner Konstitution, Lebensgewohnheiten, usw., abhängig.

    >> Die wesentlichsten Forschungsergebnisse nach der Entdeckung des Melatonins können so zusammengefasst werden:

    >>

    >> Die Melatoninproduktion der Zirbeldrüse unterliegt dem Einfluss des Lichts. Nachts, bei Dunkelheit, ist der Melatoninspiegel im Blut zehnmal so hoch wie bei Tag. Tagsüber finden sich im Blut nahezu keine Spuren von Melatonin, da es nach der nächtlichen Ausschüttung innert weniger Stunden vollkommen zerlegt und verbraucht wird.

    >> Wurde Melatonin Menschen verabreicht, wurden sie schläfrig, woraus man schloss, dass dieses Hormon bei der Kontrolle des Schlaf-Wach-Rhythmus eine wichtige Rolle spielt.

    >> Man entdeckte, dass Kinder höhere Melatoninwerte aufwiesen als Erwachsene und dass der Melatoninanteil im Blutspiegel mit zunehmendem Alter drastisch abnimmt. Man nahm deshalb vorerst an, Melatonin sei hauptsächlich für das Wachstum zuständig und verliere nach dessen Abschluss seine Bedeutung.

    >> Es wurde zudem festgestellt, dass Krebspatienten, chronisch Kranke und Menschen mit bestimmten "Alterskrankheiten", wie Parkinsonscher Krankheit oder Alzheimer Krankheit, typischerweise tiefste Melatoninwerte aufweisen.

    >> Melatonin spielt im sexuellen Reifungsprozess, aber auch bei der Kontrolle der sexuellen Zyklen von Mann und Frau eine massgebliche Rolle. Bei den Tieren bestimmt es zum Beispiel den Beginn und das Ende der Paarungszeit durch An-, bzw. Abschalten der entsprechenden Sexualhormonproduktion. Tierversuche habe eindeutig nachgewiesen, dass das Sexualverhalten von Ratten durch Veränderung des Tag-Nacht-Lichtzyklus beeinflusst werden kann.

    >>

    >>

    >> Die Forschungen des Teams Pierpaoli und Regelson haben in zahlreichen Tierversuchen gezeigt, dass der Verfall der Zirbeldrüse und alle sich daraus ergebenden Folgen für den Organismus kein "unabwendbares Schicksal" darstellen, sondern im Gegenteil nicht nur aufgehalten, sondern sogar umgekehrt werden können. Führte man "alten" Mäusen, bei denen der Rückgang der Zirbeldrüse bereits sehr fortgeschritten war, von aussen Melatonin zu, konnte man bereits nach wenigen Monaten deutliche Veränderungen feststellen:

    >>

    >> -die Zirbeldrüsenfunktion wurde wiederhergestellt und die körpereigene Melatoninproduktion stieg wieder an,

    >> -das "Altersfell" wurde wieder glänzend und dicht,

    >> -die Sexualfunktion stellte sich wieder ein,

    >> -das Immunsystem normalisierte sich zusehends und beginnende Krebszellen wurden erfolgreich vernichtet, und

    >> -die normale Nahrungsaufnahme und Verdauung wurden wiederhergestellt.

    >>

    >> Die mit Melatonin behandelten Mäuse überlebten ihre unbehandelten Artgenossen deutlich um etwa dreissig Prozent ihrer Gesamtlebensdauer (Standardmäuse mit einer Lebenserwartung von 24 Monaten wurden bis zu 33 Monate alt, was auf den Menschen übertragen etwa 30 zusätzlichen Lebensjahren entspricht). Und trotz dieses methusalemischen Alters erfreuten sich die behandelten Mäuse bis zuletzt einer "strotzenden" Gesundheit.

    >>

    >> Pierpaoli und Regelson erklären dieses Phänomen so:

    >>

    >> ". . . es hat alles mit Energie zu tun . . ." Eine der Hauptaufgaben der Zirbeldrüse und ihres Hormons Melatonin ist der Schutz des >Energiesystems des Organismus. Im Verbund überwachen und steuern sie dieses System, das die Zellen ernährt und alle >Körperfunktionen sichert. Bei einer Störung in der Energieversorgung geraten alle anderen Körpersysteme aus dem >Gleichgewicht.

    >Die Melatonin- bzw. ganz allgemein die Altersforschung (könnte auch "ewiges-Leben-Forschung" genannt werden) ist sehr interessant und liegt voll im Trend, es arbeiten tausende von Wissenschaftlern weltweit daran, da man sich enorme Profite von den Ergebnissen erwartet (money makes the world go round ...).

    >Zu dem von dir zitierten Buch: Wie oft bei solchen Publikationen sind die Informationen zum Thema sehr gut, die Interpretation durch den Autor dann aber Blödsinn. Das ist jetzt keineswegs gegen dich gerichtet John ! Ich kenne das Phänomen, dass wenn jemand einen Autor (Buch, Film, Musikstück, Methode, Philosophie) kritisiert, der einem selbst gut gefallen hat, dann macht sich leicht ein Gefühl des Unbehagens oder der "Beleidigung" breit. Das ist von mir aber NICHT beabsichtigt und es würde mir leid tun, sollte dies hier der Fall sein.

    >Meiner Meinung nach ist Pierpaoli's Ansicht über den Zusammenhang Melatonin und "Energie" Quatsch. Das Energiekonzept der Naturwissenschaft unterscheidet sich stark vom esoterisch/okkulten Energiebegriff und es sollten daher nicht gleichzeitig beide für alles verwendet oder ausgetauscht werden, da sonst ein grosses unentwirrbares Kraut und Rüben Durcheinander bzw. Wirrwarr entsteht, das zu ernsthaften Fehlern führt.

    >Um nochmal klarzustellen : Der esoterisch-okkulte Energiebegriff hat genauso seine Berechtigung wie das naturwissenschaftliche Energiekonzept. Jeder der beiden Begriffe bezieht sich auf verschiedene Denkmodelle und man sollte sich darüber im klaren sein, in welchem Denkmodell man sich gerade befindet, wenn man einen der beiden Begriffe verwendet. Dass es Relationen zwischen den beiden Begriffen gibt und geben muss, ist natürlich klar. Dies ist ein sehr umfangreiches Gebiet, auf das ich jetzt nicht näher eingehen kann.

    >> Die lebensverlängernde Wirkung des Melatomins beim Menschen konnte aber bis heute naturwissenschaftlich nicht klar bewiesen werden.

    >Der Mensch ist ein SEHR komplexes Gebilde : Hormone sind nur eine Art von "Steuerungs-Zahnrädchen" aus denen er "besteht" :-)

    >Es gibt hunderte von verschiedenen Schaltstellen - Mechanismen die alle ineinandergreifen. Und dabei sind die "feinstofflichen Einflüsse" von denen die Okkultisten sprechen in die Überlegungen noch gar nicht mit einbezogen !

    >Ein wesentliches Element ist zum Beispiel auch die "Telomerase", ein Enzym das darüber mitbestimmt, nach wieviel Generationen (=Teilungen) eine Zelle im menschlichen Körper abstirbt. Jedesmal wenn sich eine menschliche Zelle teilt, werden die Telomere ein bisschen kürzer. Die Telomere [griechisch = Ende] sind die Endstücke der Chromosomen auf beiden Seiten: bei jeder Zellteilung wird von diesen Chromosmen-Enden beim Verdoppelungsvorgang der Chromosomen ein kleines Stückchen weggeschnitten (rizze razze, voller Tücke ... [Max&Moritz]). Das kann man sich so vorstellen, als ob man von einem langen Band immer wieder auf beiden Seiten ein kleines Stück wegschneidet.

    >Um wieviel die Telomere bzw. die Chromosomen dabei kürzer werden, ist bei jedem Menschen verschieden und wahrscheinlich genetisch fixiert. Sobald die Endabschnitte der Chromosomen zu kurz werden, muss die Zelle absterben bzw. kann sich nicht mehr weiter teilen. Dies hat natürlich einen starken Einfluss auf die Lebensdauer eines Menschen.

    >Es gibt bisher keinen bekannten Zusammenhang zwischen Melatonin und der Verkürzung der Telomere.

    >Diese Verkürzung der Chromosomen kann durch die Telomerase wieder aufgehoben werden kann. Die Telomer-ase ist ein kleines Maschinchen (=Protein/Enzym) in manchen Zellen, das wieder kurze Stückchen an die Enden der Chromosomen anhängt, sodass sich diese Zellen beliebig oft teilen können (z.B. Stammzellen).

    >Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Information für die Telomerase in JEDER Körper-Zelle im Zellkern enthalten ist (Ausnahme: rote Blutkörperchen beim Menschen, die keinen Zellkern besitzen). Aber diese Information wird nicht in jeder Zelle verwertet !!! Das bedeutet, dass der Körper diese Zellen die keine Telomerase herstellen, von sich aus nach einer bestimmten Zeitspanne zum Tode verurteilt.

    >Könnte durch einen Vorgang (okkulte Praktiken z.B.) oder durch einen Stoff (alchemistischer "roter Löwe", siehe die Beschreibung von Andimo, einem Feuerwesen, in Bardons "Praxis der magischen Evokation") das Ablesen der Information für die Telomerase eingeschaltet werden, wäre "Unsterblichkeit" prinzipiell möglich. Man sieht, dass aus naturwissenschaftlicher Betrachtungsweise ein Unsterblichkeits-Elixier für den grobstofflichen Körper, wie von den Alchemisten immer wieder behauptet, in der Tat zumindestens vom Prinzip her möglich ist !!! Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass einige der alten Alchemisten in der Lage waren, den "roten Löwen" = das Unsterblichkeits-Elixier herzustellen.

    >Weitere Einflüsse auf die Lebensdauer sind :

    ># Sex : es gibt Hinweise darauf, dass auch bei niederen Tieren häufiger Sex die Lebensdauer reduziert. [direkte Rückschlüsse auf den Menschen sollten vermieden werden. :-) ]

    ># Nahrung : weniger Nahrung scheint das Leben zu verlängern und zwar bei vielen verschiedenen Lebewesen, von Primaten (=Menschenaffen) bis zu niederen Organismen wie der normalen Bäcker-Hefe. Die molekularen Mechanismen für diesen Effekt konnten zum Teil im Jahr 2000 erkannt werden. [direkte Rückschlüsse auf den Menschen sollten auch hier wieder vermieden werden. ]

    >und dann natürlich die allgemein bekannten Faktoren wie Lebensweise, Lebensfreude, psychische Faktoren ganz allgemein, Ernährung, Umweltgifte, Bewegung, usw, usw.

    >> Während Melatonin in den USA und in Holland als Ernährungsergänzung allgemein zum Verkauf angeboten wird, ist es in Deutschland aufgrund seiner Einstufung als Hormon verschreibungspflichtig.

    >Zu Recht ! Man sollte wirklich sehr vorsichtig sein, wenn man mit Hormonen in den Regelkreislauf im Menschen eingreift : vergleiche Antibabypille, Kortison usw.

    >> Ob jetzt aber Melatonin als das Elexier des Lebens (der rote Löwe) betrachtet werden kann halte ich für fraglich ;-))

    >> Obwohl, wär ja nett!

    >"Melatonin" : das Wort spricht dafür, dass es sich um eine schwarze Substanz handelt : griechisch = schwarz.

    >Also vielleicht der "schwarze Löwe" ? :-)))

    >Hmm, es gibt zwar auch den "grünen Löwen" aber, hmm ..., ich kenne aus der Alchemie eigentlich keinen "schwarzen Löwen", nur den "schwarzen Raben" = Caput mortuum (Totenkopf) = terra nigra (schwarze "Erde") : würde irgendwie zum Einschlafen passen :-) .

    >Ist die schwarze Nacht des Schlafs die Putrefaktion, die "Vergärung" des Wachzustandes, aus der sich der "Pfau der Weisheit" mit der schillernden Farbenpracht seiner Federn der Erkenntnis erhebt, während er mit dem Nektar des "Oberen Reiches" durchtränkt wird?

    >Vielleicht isses ja sowas ? Wer weiss ...

    >Wie auch immer, John, vielen Dank nochmal für deine Infos !!!

    >==========

    >Hallo Gabi, auch dir schönen Dank für dein Info dazu !

    >>Ich habe etwas von "Alice Bailey und Djwhal Khul" gefunden die von einer absichtlichen Verwechselung früherer Autoren zwischen 3. Auge und Zirbeldrüse sprechen.

    >Ja, es gab mal den Versuch gewisser Kreise, die Chakras "grobstofflich" zu deuten, also dass die Chakras bestimmten Drüsen oder Nervengeflechten im grobstofflichen Körper entsprechen sollten. Diese Versuche gelten schon seit längerer Zeit (ca.100 Jahre) als überholt.

    >==========

    >Hallo Ktulu,

    >>Kann das mit dem Wahrnehmungspunkt aus den Lehren Castanedas zusammenhängen?

    >Castanedas "Montagepunkt" liegt auf der Rückseite des Menschen in der Höhe der Schulterblätter ca. 30 cm AUSSERHALB des grobstofflichen Körpers. Es kann also nicht das gleiche gemeint sein.

    >==========

    >Schöne Grüsse an euch alle,

    >Paul.


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