Hallo zusammen,
gibt es irgendwelche wirksamen Techniken, mit denen man sein Unterbewußtsein quasi "kennenlernen" kann?
Der Hintergrund hierzu ist meine Erfahrung, daß ich mit der Übung des Seelenspiegels nicht allzu tief in mich
hineinforschen kann (ein paar oberflächliche, dennoch arg beschämende, peinliche Fehler sind aufgedeckt,
aber tiefere Ursachen oder Fehler kann ich beim besten Willen nicht erkennen).
Da muß aber noch eine ganze Menge mehr dahinterstecken; hierfür zwei Beispiele: Vor kurzem bin ich, nach
einem kurzem "Nickerchen", aufgewacht und die ersten Minuten noch ziemlich schlaftrunken in der Wohnung
herumgetapst; das Erschreckende dabei war das (mit zunehmendem Wachbewußtsein verschwindende)
starke Angstgefühl, das Grauen davor, daß ich mir in meinem (bewußt empfundenen) halbwachen Zustand
aufeinmal selbst begegnen könnte. Schwierig zu erklären. Mit anderen Worten: eine Zeitlang nach dem Er-
wachen hatte ich das Gefühl mit dem einen Bein "drüben" und dem anderen Bein "hier" zu stehen. Eigentlich
eine nette Erfahrung, aber woher verdammt nochmal kam diese tödliche Angst, daß ich in meiner Wohnung auf
einmal vor einer weiteren Person stehen könnte, von der ich feststellen müsste, daß ich es bin (und an dieser
Vorahnung gab es für mich in diesen Minuten keinen Zweifel; hätte ich mich weiter in diesen Zustand hinein-
fallen lassen, wäre ich mir mit Sicherheit selbst begegnet). Stattdessen hielt mich diese Angst davon ab, mit
der Zeit wurde ich immer wacher und das "normale" Leben kehrte zurück.
Die einzige Erklärung, die ich dafür hatte, war die Vermutung über eines oder mehrere ungelöste Probleme im
Unterbewußtsein. Wahrscheinlich muß ich da noch eine Menge Müll entsorgen, bloß, mit den mir bekannten
Methoden der Introspektion komme ich da nicht dran.
Ich vergaß das zweite Beispiel: Vor einigen Jahren las ich Muldoon's Schilderungen über Astralreisen und
entdeckte, daß ich die Anzeichen für eine Lockerung des Ätherkörpers sehr leicht herbeiführen konnte.
Meist blieb es lediglich bei diesen Anzeichen, einige wenige Male jedoch sah ich in einer schwarzen
leeren Umgebung ein tiefschwarzes Rechteck auf mich zukommen. In diesen Momenten überkam mich
eine tiefe Angst, daß ich zwar durch dieses schwarze Ding hindurch gehen könne, ich aber gleichzeitig
gewissermaßen "sterben" würde bei diesem Versuch.
Sehr unbefriedigend, sich im nachhinein von seinem Verstand sagen lassen zu müssen, na du Schwach-
kopf, hattest ja ne tolle Gelegenheit was Neues zu erfahren, und bloß wegen einer im Unterbewußtsein
verankerten unbeherrschten Todesangst vergibst du die Gelegenheit einfach so.
Das Dumme ist bloß, mit den normalen Übungen Bardon's komme ich nicht voran; mir scheint, daß ich
vorher noch etwas anderes (nämlich mein Unterbewußtsein, wie ich vermute) in's Reine bringen muß,
bevor ich Bardon's Weg folgen kann.
Was also kann man da machen? Hat irgendjemand eine Idee?
Welche Möglichkeiten gibt es denn, seinem Unterbewußtsein "die Hand zu reichen", es zu bitten,
gemeinsam mit dem Wachbewußtsein das ICH BIN zu tragen?
Würde mich freuen, von Euch zu hören.
Viele Grüsse und alles erdenklich Gute wünscht Euch
CSW



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