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Thema: ab wann darf man die praktische Ausbildung beginnen?

  1. #1
    Träumer
    Gast

    ab wann darf man die praktische Ausbildung beginnen?


    Hallo,


    Ich habe mit Hilfe der Introspektion, aber auch durch Nachdenken viele Fehler

    und ein grobes Elemente-Ungleichgewicht erkannt. Aber ich bekomme sie nicht

    weg, auch durch die Übungen wird es mit der Zeit nur mäßig besser.

    Inwieweit muss man denn charakterlich vollkommen sein, um die Ausbildung

    fortsetzen zu können? Ich habe jedenfalls im Moment das Gefühl daß es so

    nichts bringt.













  2. #2
    John R.
    Gast

    Re: ab wann darf man die praktische Ausbildung beginnen?


    Als Antwort auf: ab wann darf man die praktische Ausbildung beginnen? geschrieben von Träumer am 27. März 2001 19:47:55:


    >Hallo,

    >Ich habe mit Hilfe der Introspektion, aber auch durch Nachdenken viele Fehler

    >und ein grobes Elemente-Ungleichgewicht erkannt. Aber ich bekomme sie nicht

    >weg, auch durch die Übungen wird es mit der Zeit nur mäßig besser.

    >Inwieweit muss man denn charakterlich vollkommen sein, um die Ausbildung

    >fortsetzen zu können? Ich habe jedenfalls im Moment das Gefühl daß es so

    >nichts bringt.


    Hallo


    Um als erstes auf Deine Überschrift zu kommen:

    Die praktische Ausbildung beginnt ab der ersten Übung und nicht erst dann, wenn Du das mag. Gleichgewicht erreicht hast. Man sollte die Übungen der ersten beiden Stufen nicht als "Anfängerzeugs" oder zweitklassige Übungen abstufen. Sieh gehören genauso zur Praxis und sind in vielerlei Hinsicht von fundamentaler Bedeutung. Ohne die Beherrschung dieser Disziplinen geht in der Magie gar nichts !!


    Sei also nicht gefrustet :-) wenn Du Dich noch nicht an die dritte Stufe Bardon wagen darfst. Die ersten beiden enthalten genügend Stoff für praktische magische Arbeit.


    Übrigens mußt Du nicht charakterlich vollkommen sein, um weitermachen zu können. Sicher ist dies das Ziel und muß angestrebt werden aber es hat nur teilweise etwas mit dem mag. Gleichgewicht zu tun. Dort gelten ALLE Eigenschaften und daraus besteht das Verhältniss. Für den Anfang ist es nicht notwendig, gleich ein "Heiliger" zu werden, sondern seine Schwächen und Fehler zu erkennen und ihrer Herr zu werden.

    HERR ZU WERDEN, nicht loswerden !!

    Klar ist es nicht schlimmes, negative Charaktereigenschaften loszuwerden ;-))

    Für den Anfang reicht es aber vollkommen, sie in den Griff zu kriegen. Herr über sie zu werden, anstatt von ihnen beherrscht zu werden !!


    Ein wichtiger Schritt hierzu ist die Distanzierung davon.

    Beispiel: Wenn in Dir nun Gedanken sind wie: "Ich komme da einfach nicht weiter, es bringt so nichts" dann betrachte das nicht im wörtlichen Sinne, sondern als Zeichen dafür, daß Du vielleicht ungeduldig bist oder leicht aufgibst oder pessimistisch bist oder Dir nichts zutraust oder.........


    Also einfach als Äußerung einer negativen Eigenschaft und nicht mehr !!

    Der Trick dabei ist, solche Gedanken/Suggestionen einfach als etwas fremdes zu betrachten und dann einfach der entsprechenden Eigenschaft zuordnen.


    Zwei Beispiele:


    a)

    Gedanke: "Ich komme einfach nicht weiter, das bringt so nichts"

    Folge: Du bist überzeugt, daß das so nichts bringt. Bei stetiger Wiederholung der Formel gibst Du dann auf.


    b)

    Gedanke: "Ich komme einfach nicht weiter, das bringt so nichts"

    Folge: Du betrachtest das ganze völlig neutral und siehst, daß da ein Gedanke ist, der lautet "Ich komme einfach nicht ....." :-)

    Du schließt aus dem Gedanken auf die negative Eigenschaft und trägst sie in den Seelenspiegel ein. Wenn sie schon dort steht, dann betrachte das ganze einfach als Äußerung dieser Eigenschaft, die Du ignorierst. Dadurch verpufft die Sache und hat Dich niemals erreicht......


    Klingt einfach, ist es aber nicht. Um dies zu schaffen, ist eine absolute Neutralität gegenüber den eigenen Gedanken notwendig. Und wo soll man die hernehmen?


    Ganz einfach: Man erreicht sie durch die erste Übung: die Gedankenkontrolle


    Hier beisst sich die Katze wieder in den Schwanz :-))


    Alles Gute


    JohnR


    PS: Natürlich ist das alles mit harter Arbeit und Versagen verbunden, bis es dann endlich klappt. Die Gefahr dabei ist oft, daß man dann hingeht und einfach mit den nächsten Stufen beginnt: "Wird schon klappen".

    DAS TUT ES NICHT !!!

    Man kann vor solchem Verhalten nur auf das eindringlichste warnen !

    Die Schäden, die man dadurch riskiert, nein, DIE MAN SICH MIT SICHERHEIT HOLEN WIRD, sind nicht von schlechten Eltern.


    Damit will ich Dir nicht "unterstellen", daß Du so etwas vorhattest. Nur als Ergänzung zu dem oben genannten. Alles Gute










  3. #3
    Martin
    Gast

    Re: ab wann darf man die praktische Ausbildung beginnen?


    Als Antwort auf: ab wann darf man die praktische Ausbildung beginnen? geschrieben von Träumer am 27. März 2001 19:47:55:


    Hallo !


    Probier mal zum Aufdecken unterbewußter Zusammenhänge :


    "Focusing" von Eugene T Gendlin.

    Dies ist eine große Hilfe bei der Introspektion.


    Viel Erfolg ,

    Martin.












  4. #4
    gabi
    Gast

    Re: ab wann darf man die praktische Ausbildung beginnen?


    Als Antwort auf: ab wann darf man die praktische Ausbildung beginnen? geschrieben von Träumer am 27. März 2001 19:47:55:


    >Hallo,

    >Ich habe mit Hilfe der Introspektion, aber auch durch Nachdenken viele Fehler

    >und ein grobes Elemente-Ungleichgewicht erkannt. Aber ich bekomme sie nicht

    >weg, >auch durch die Übungen wird es mit der Zeit nur mäßig besser.>

    >Inwieweit muss man denn charakterlich vollkommen sein, um die Ausbildung

    >fortsetzen zu können? Ich habe jedenfalls im Moment das Gefühl daß es so

    >nichts bringt.


    Hallo Träumer,

    "viele Fehler" muß nicht automatisch auch "grobes Elementeungleichgewicht" bedeuten. Man kann einen einigermaßen ausgewogenen Elementehaushalt haben und trotzdem viele negative Charaktereigenschaften, dann sind die nagativen Eigenschaften schön gleichmäßig auf alle Elemente verteilt.


    Genausogut kann ein "grobes Elementeungleichgewicht" vorhanden sein, aber das muß nicht bedeuten, dass man deswegen auch viele negative Charaktereigenschaften haben muß.

    Wenn z.B. das Feuerelement schwach ausgebildet ist und das Wasserelement stark, dann wird man evtl. ein kleiner Tagträumer sein, der seine vielen Ideen nicht in die Tat umzusetzen vermag, aber deshalb ist man noch lange kein schlechter Mensch.

    Wenn man "von Haus aus" ein starkes Feuerelement hat wird man sehr aktiv sein, leidenschaftlich für seine Ziele kämpfen, sich durchsetzen können. Das bedeutet aber nicht gleichzeitig, dass man egoistisch und rücksichtslos über Leichen geht.


    Mit den "Fehlern" ist das auch so eine Sache...

    Was man bei sich selbst als Fehler bewertet hat könnte bei anderer Betrachtungsweise sogar eine Tugend darstellen oder umgekehrt.


    Z.B. die gern als Beispiel aufgeführte "Geduld". Geduld ist eine Tugend, aber zu viel Geduld kann manchmal auch zu wenig Durchsetzungsvermögen bedeuten, dann kommt man nicht von der Stelle oder man wird ausgenutzt.


    Oder "Wut". Wut wird gemeinhin als Fehler betrachtet. Manchmal bedarf es aber einer entsprechenden Portion Wut und Ärger um Dinge in die Tat umzusetzen und das zu ändern, was einen schon lange stört.


    Also, überlege nochmal, ob deine vielen Fehler auch wirklich Fehler, ob die augenscheinlichen Charakterschwächen auch wirklich Schwächen sind.


    Der Überblick über die eigene "Elementeverteilung" ist deshalb wichtig, um nicht die falschen Übungen zu machen.

    Wer schon viel Feuerelement hat würde es duch visuelle Übungen noch verstärken und dann z.B. total unruhig und überaktiv , bei negativen Feuereigenschaften vielleicht agressiv und gewalttätig werden.

    Wer schon viel Wasserelement hat und das durch entsprechende Übungen noch verstärkt wird vielleicht melancholisch, depressiv, selbstmitleidig und antriebslos werden.


    Wenn man aber einigermassen weiß, welches Element bei einem selbst vorherrscht, dann kann man die Sache langsam Stück für Stück ausbalancieren.


    Viel Erfolg dir und allen anderen


    wünscht gabi













  5. #5
    PA
    Gast

    Re: ab wann darf man die praktische Ausbildung beginnen?


    Als Antwort auf: Re: ab wann darf man die praktische Ausbildung beginnen? geschrieben von gabi am 29. März 2001 00:25:33:


    Sehr schön geschrieben Gabi, ...


    Bei den NLP'lern kann man sehr gut die positive Intention von sogenannten negativen Eigenschhaften lernen. Besonders in Verbindung zum "reframing".


    Wichtig ist, dass der Magier alle seine Eigenschaften unter Kontrolle hat, gute wie "schlechte". Er muss die jeweils freie Entscheidung haben, welcher Influenz er sich momentan erlauben soll.


    Der magier lernt in seiner Ausbildung eben Kontrolle seines Wesens.


    Schöne Grüsse von Paul.










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