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Thema: Der freie Wille und Karma

  1. #1
    horido
    Gast

    Der freie Wille und Karma

    >Werte Freunde der Magie !

    >Heute möchte ich gerne eine Überlegung und Frage an Euch richten die mich sehr beschäftigt.

    >Es gab in meinem Leben Situationen in welchen ich Entscheidungen traf die große Veränderungen meines weiteren Lebensweges nach sich zogen. Diese Veränderungen waren teilweise so nachhaltig und auch wichtig für meine weitere Entwicklung, so daß ich heute teilweise in Zweifel stelle ob ich diese Entscheidungen tatsächlich frei getroffen habe. In meiner Erinnerung an Entscheidungen und ihre Folgen kann ich einen roten Faden entdecken, der ganz klar das Ziel der Reifung meiner Selbst verfolgte. Diese "Linearität" ist es die mich fragen lässt: Wie weit reicht wirklich der freie Wille und wann setzt Karma ein?

    >Wahrscheinlich, so empfinde ich es oft, sind die Übergänge fließen und abhängig von der magischen Reife der Person.

    >Sehr interessant ist auch ein Zustand den ich schon einige Male erleben konnte den ich für mich mit dem Begriff "Karmaloch" benannt habe. Es ist wenn man aufgrund freier Willensentscheidungen eine "Lebensbahn" verlässt und alle Verknüpfungen mit dieser abreissen, so dass sich hiernach eine Zeit einstellt in der ich immer die Empfindung hatte, dass nichts vorbereitet ist von den Schicksalsmächten für diese neue "Lebensbahn" und eine Zeit der Leere verstreicht die nötig scheint die nötigen karmischen Verknüpfungen an die neue Lebensbahn anzuweben. So lange bis das Leben wieder funktioniert.

    >Hat Jemand von Euch ähnliche Erfahrungen gesammelt oder kann etwas dazu äussern?

    >Sollte die vom Meister erwähnte "eigene Wahrheit" so weit reichend sein ?

    >Über Beiträge von Euch würde ich mich sehr freuen.

    >Kraft und Zuversicht

    >

    >Horido


  2. #2
    Mejnour
    Gast

    Re: Der freie Wille und Karma

    >Ja Horido,

    >diese Phasen kennen wohl sehr viele, die sich darum bemühen Meister ihres Lebens zu werden. Auch mir ist diese Erfahrung nur allzu vertraut. Doch mag

    >ich nicht so recht ein Schicksalsloch annehmen, das einfach so eintritt, weil den Schicksalsmächten mangels Voraussicht die Möglichkeit einer so raschen Entwicklung entgangen sein sollte, und so einfach kein angepaßtes Programm

    >zur Verfügung steht. Es scheint sich meiner Ansicht nach viel eher so zu verhalten, daß wir uns nach dem oft pausenlosen mühseligen Aufstieg auf einen schier unbezwingbar anmutenden Gipfel so an den permanent vorhandenen Widerstand gewöhnt haben, uns an das Widerstehen gebunden haben, daß uns nun das Lösen von eben diesem ungeliebten Kampf zuwider ist. Eine ungewollte Ruhepause in der mal nichts passiert oder besser gesagt nichts reagiert, ein Felsvorsprung an dem wir zwischendurch ausharren könnten, obwohl keines unserer Probleme gelöst und keines unserer Ziele erreicht ist, scheint uns, dem eben noch mit sich im Kampfe befindlichen, in unserem ganzen Betreiben zu verspotten und ist dennoch die Herausforderung des Augenblicks. Denn auch das edelste der Motive vermag in seinem Selbsterhaltungstrieb zu entarten, wenn es nicht dem rechten Maße unterworfen wird.

    >Und wenn die vielzitierten Schicksalsmächte nun meinen es wäre Zeit auszuharren für den Suchenden (nach ihrem Maße) und ihm dieses auch noch zu Bewußtsein bringen, obwohl eben dies seinen eben erst erstarkten Gewohnheiten nun so ganz und gar nicht paßt, was sollte der, dem es erlaubt ist diese Zusammenhänge zu erkennen wohl tun ? - solve et coagula -

    >Gute Gedanken

    >Dein getreuer Mejnour


  3. #3
    MM
    Gast

    Re: Der freie Wille und Karma

    >Hallo Horido!

    >Ich konnte bisher folgende Karma-Wikungen bei mir feststellen:

    >1.)Karmische Bestimmung:Ereignis tritt mit aller Gewalt ein.

    >2.)Karmisch nicht bestimmt: Ich bin völlig frei.

    >3.)Karmischer `Wink`:Ich bin frei in meiner Handlung, werde jedoch auf eine Notwendigkeit aufmerksam gemacht.

    >4.)Karmisch leichter Zwang:Ich kann mich nur innerhalb einer gestellten Aufgabe relativ frei bewegen.

    >und

    >5.)Karmisches `Brett`: Ich bin durch meine Lebensumstände dazu gezwungen mich der Aufgabe zu stellen (Alternative-keine).

    >Ich persönlich glaube, daß man sich vor diesem Leben mit dem Karma auch die Härte der jeweiligen Lektionen ausgesucht hat und in seinem Willen in der Form frei ist, sich gemäß seiner Bestimmung den Weg selbst zu wählen.

    >Lerntempo und Intensität ergibt sich vermutlich bereits aus den Lektionen selbst.

    >Indizien für einen freien Willen nur innerhalb der eigenen Bestimmung sind meiner Meinung nach z.B. die Warnung Bardons nicht in die eigene Zukunft zu sehen um den `freien`Willen nicht zu verlieren (wg.offensichtlich enger karmischer Bestimmtheit) und die Existenz des Wortes `Kosmos`, welches ja Ordnung bedeutet.

    >Ordnung erfordert etwas ordnendes, sprich ein Gesetz nach dem Vorgänge ablaufen.

    >Dieses Gesetz heißt Karma und erfordert wegen der hohen Sensibilität der ineinandergreifenden Geschehnisse in diesem Kosmos hohe Genauigkeit bei der Ausführung, was wiederum eine festere Bestimmung nach sich zieht.

    >Aber warum wollte man größere Freiheit erlangen, wenn doch das höchste Glück in der Einheit und Verbundenheit mit dem göttlichen Werke der Evolution besteht, welches wesentlich perfekter ist als jedes Ziel des Ego?

    >Grüsse - MM.


  4. #4
    horido
    Gast

    Re: Der freie Wille und Karma

    >>Ja Horido,

    >>diese Phasen kennen wohl sehr viele, die sich darum bemühen Meister ihres Lebens zu werden. Auch mir ist diese Erfahrung nur allzu vertraut. Doch mag

    >>ich nicht so recht ein Schicksalsloch annehmen, das einfach so eintritt, weil den Schicksalsmächten mangels Voraussicht die Möglichkeit einer so raschen Entwicklung entgangen sein sollte, und so einfach kein angepaßtes Programm

    >>zur Verfügung steht. Es scheint sich meiner Ansicht nach viel eher so zu verhalten, daß wir uns nach dem oft pausenlosen mühseligen Aufstieg auf einen schier unbezwingbar anmutenden Gipfel so an den permanent vorhandenen Widerstand gewöhnt haben, uns an das Widerstehen gebunden haben, daß uns nun das Lösen von eben diesem ungeliebten Kampf zuwider ist. Eine ungewollte Ruhepause in der mal nichts passiert oder besser gesagt nichts reagiert, ein Felsvorsprung an dem wir zwischendurch ausharren könnten, obwohl keines unserer Probleme gelöst und keines unserer Ziele erreicht ist, scheint uns, dem eben noch mit sich im Kampfe befindlichen, in unserem ganzen Betreiben zu verspotten und ist dennoch die Herausforderung des Augenblicks. Denn auch das edelste der Motive vermag in seinem Selbsterhaltungstrieb zu entarten, wenn es nicht dem rechten Maße unterworfen wird.

    >>Und wenn die vielzitierten Schicksalsmächte nun meinen es wäre Zeit auszuharren für den Suchenden (nach ihrem Maße) und ihm dieses auch noch zu Bewußtsein bringen, obwohl eben dies seinen eben erst erstarkten Gewohnheiten nun so ganz und gar nicht paßt, was sollte der, dem es erlaubt ist diese Zusammenhänge zu erkennen wohl tun ? - solve et coagula -

    >>Gute Gedanken

    >>Dein getreuer Mejnour

    >

    >Danke für Deine hilfreichen Zeilen Mejnour!

    >Selbstverständlich, Recht hast DU, da ist es wieder. Herr über sein Schicksal zu sein, um frei zu sein für die Aufgaben des Lebens, im Einklang mit der göttlichen Vorsehung dem hohen Werke dienen!

    >Das Widerstehen kann zu einer schlechten Gewohnheit werden und sich Nahrung suchen in Lektionen, die vielleicht gar keine sind. Lösen und Binden!

    >Meine wahre Freiheit ist es die Freiheit erlangen zu können.

    >

    >In Verbundenheit

    >Horido


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