>>In etwas gewählterer und vielleicht sachlich brauchbarerer Form: (wg. "Halbirren") Rudolf Steiner hat nachweislich seine gesamte Kosmologie von den vom ihm in Nachhinein geschmähten Theosophen übernommen, die selbst dieses "System" erfunden haben. Weder im asiatischen noch im westlichen Okkultismus wurden diese Strukturen je benutzt.
>Die Antroposophie nach Rudol Steiner, obwohl sich ihre Entwicklung in der ersten Zeit äusserlich in Verbindung mit Theosophischen Gesellschaft vollzog, in einem tieferen, esoterischen Sinne von allem Anfang an eine selbstständige geistige Strömung war, die ihre Erkenntnisse aus ihren eigenen, von niemanden abhängigen okkulten Quellen schöpfte.
>Rudolf Steiner's Mission, die Mysterien des kosmischen Christus, einer weiten Kreis der Menschheit zu erschliessen, begann mit der Begegnung seiner zwei geistigen Lehrern. Dem einen begegnete er 1879 in Wien, dem anderen etwas später (Quelle: Sergej Prokofieff "R.Steiner und die Grundlegung der neuen Mysterien" und F.Rittelmeyer "Meine Lebensbegegnung mit R. Steiner").
>Über diese zwei Lehrer, bemerkte Steiner folgendes: "Ausserordentliche Geistesmenschen, der Öffentlichkeit völlig unbekannt, waren in der rechten Stunde zur Stelle, halfen ihm in den entscheidenden Jahren zum Erkennen und Entwickeln seiner Fähigkeiten und standen Pate beim Aufleuchten seiner Lebensmission".
>Rudolf Steiners Mitgliedschaft in der Theosophischen Gesellschaft, kam auf anraten seiner zwei geistigen Lehrer zustande. Den diese beiden Meister hatten an der ursprünglichen geistigen Begründung der Tehosophische Gesellschaft teil. Diese wurde auf dem äusseren Plan im Jahre 1875 von H.P. Blavatsky und Olcott in New York begründet. "Diese erste Gründung der T.G", schrieb R. Steiner, "trug einen ausgesprochenen westlichen Charakter. Und auch die erste Schrift, Isis Unveiled (1876), in welcher H.P.Blavatsky eine grosse Summe von okkulten Wahrheiten veröffentlichte, trägt einen solchen westlichen Charakter... Es rührt dies davon her, dass die Wahrheiten selbst inspiriert sind von den grossen Initierten des Westens, die auch die Initiatoren der Rosenkreuzerweisheit sind." Da aber sie anderseits die Inspirationen der Rosenkreuzerlehrer in dem genannten Buch nur in äusserst verzerrter Form von H.P.B wiedergegeben wurden und mitunter auf ganz falsche Weise, hörten diese westlichen Lehrer bald auf, H.P.B weiter zu inspirieren, und verliessen sie. Doch war nun einmal das Tor geöffnet, Blavatskys Seele war so präpariert, dass in sie spirituelle Weisheiten einfliessen konnten. Jetzt konnten sich ihrer östlichen Initiatoren bemächtigen, die dem westlichen Materialismus die uralte östliche Weisheit gegenüberstellen wollten, der westlichen Welt ihre Form von alters her bewahrter spirituelle Erkenntnis einimpfen wollten. Unter dem Einfluss dieser Strömung nahm die T.G einen östlichen Charakter an und wurden Sinnets "Esoterischer Buddhismus" und Blavatskys "Geheimlehre" inspiriert.
>Dieser einseitig östliche, tibetisch-indische Charakter wiedersprach nicht nur der Mission Rudolf Steiners, sonder auch seiner Geistesart.
>Nachdem Rudolf Steiner zum Leiter der Esoterischen Schule inerhalb der T.G für Mitteleuropa ernannt worden war, sprach er auch sogleich von den zwei hinter ihm stehenden westlichen Meistern Christian Rosenkreutz und Meister Jesus, er sprach auch von den zwei östlichen Meistern, Mahatma Morya und Mahatma Kut Humi.
>Dass Rudolf Steiner auch in dieser Zeit ein Repräsentant allein und ausschliesslich der okkulten Strömung der christlichen Esoterik war, davon zeugt, neben anderem, auch die folgende Tatsache. Schon 1904, gleichzeitig mit dem Beginn seiner Tätigkeit als Leiter der mitteleuropäischen sektion der tehosophischen Esoterischen Schule, begann er in der Zeitsdchrift "Lucifer-Gnosis" Aufsätze zu veröffentlichen, die dann 1907 in dem Buch "Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?" zusammengefasst wurden, dem Buch, das seitdem die klassische Beschreibung des christlich-rosenkreuzerischen Einweihungsweges darstellt. Zur gleichen Zeit beschrieb er aber auch in seinen Vorträgen der Jahre 1904-1907 mehrfach und eingehend die drei huptsächlichen Wege der geistigen Erkenntnis: den östlichen Yoga-Weg, den christlich-gnostischen Weg un den christlich-rosenkreuzerischen Weg. Dabei charakterisierte er die okkulten Quellen der zwei letzteren auf die folgende Weise: "Der Meister Jesus und der Meister Christian Rosenkreutz bereiten uns zwei Wege zur Einweihung, den christlich-gnostischen und den christlich-rosenkreutzerischen Weg." Hinter dem östlichen Yogaweg standen jedoch östliche Mahatmas, und dieser Weg war seit der Zeit von Blavatsky in der Theosophischen Gesellschaft der eigentliche Weg. Rudolf Steiner betonte in den oben erwähnten Vorträgen wiederholt, dass der östliche für westliche Menschen (der europäisch-amerikanischen Zivilisation) absolut NICHT GEIGNET SEI. Für sie seien nur die zwei anderen geeignet; und für einen Menschen der heutigen Zvilisation sei der christlich-rosenkreutzerische Weg der wohl passendere.
>Im Vortrag von 20. Oktober 1906 wies er darauf hin, dass der östliche Weg Illusionen mit sich bringt und auch auch seelische Zerstörung für den westlichen Menschen.
>Obwohl die Darstellung des Weges, der später von Steiner in dem Buch "Wie erlangt man Erkenntisse der höheren Welten?" auf Grund eigener geistigen Erfahrungen gegeben wurde (das Buch beschreibt nur in objektiver Form den geistigen Weg, den sein Verfasser selbst durchschritten hat), musste er doch die ERLAUBNIS für die Veröffentlichung der darin enthaltenen Regeln der okkulten Schülerschaft, der einzigen für westliche Menschen geeigneten in unsere Zeit, unmittelbar von den zwei führenden Rosenkreutermeistern erhalten. Mit den Worten Rudolf Steiners, um "einmal ein Bild der Wahrheit zu geben (dem wahren Weg), ...haben die Meister der Wahrheit die Erlaubnis gegeben zur Veröffentlichung solcher Regeln".
>Trotz des prinzipiellen Unterschieds der zwei okkulten Strömungen, der östlichen und der rosenkreutzerischen, blieb Rudolf Steiner im Rahmen der Esoterischen Schule auch mit den zwei Meistern des Ostens während fast dreier Jahre in geistiger Beziehung. Das war bis zum Mai 1907, als etwas ganz Aussergewöhnliches geschah: die bis dahin einheitliche theosophische Esoterische Schule teilte sich in eine östliche und eine westliche, in eine von A.Besant und eine von Rudolf Steiner geleitete.
>Äusserlich vollzog sich das völlig friedlich, gemäss einer Absprache zwischen den beiden Leitern während des Münchner Kongresses dr europäischen Sektion der Theosophischen Gesellschaft, der von der deutschen Sektion unter der Leitung Rudolf Steiners organisiert worden war. Marie von Sievers, die bei dieser Unterredung als Dolmetscherin diente, berichtete: Rudolf Steiner "legte ihr Annie Besant... die für ihn eingetretene Notwendigkeit dar, seine eigne esoterische Arbeit unabhängig von der ihren ganz auf den Boden der abendländlich-christlichen Mystik zu stellen. Sie hörte sich dieses schweigend, mit ziemlich undurchdringlichem Gesichtsausdruck an". Wie jedoch Rudolf Steiner den Mitgliedern der Esoterischen Schule von der vollzogenen Trennung berichtete, lässt erahnen, dass diese nur eine irdische Folge einer anderen, bei weitem bedeutenderen Trennung war.
>So teilte Rudolf Steiner in der esoterischen Stunde vom 1.Juni 1907, noch während des Zyklus von vierzehn Vorträgen, der sich an den Münchner Kongress anschloss und charakteristischerweise "Die Theosophie des Rosenkreuzers" genannt wurde, den Mitgliedern der Schule mit: "Die Meister leben immer in Harmonie. Aber dennoch ist in der letzten Zeit eine tief entscheidende Änderung vor sich gegangen, hinsichtlich der Esoterischen Schule des Ostens und des Westens. Bishr waren beide Schulen vereint in einem grossen Kreise unter gemeinsamer Leitung der Meister. Nun aber hat sich die westliche Schule selbstständig gemacht, und es bestehen nunmehr zwei einander gleichgestellte Schulen: die eine im Osten, die andere im Westen; zwei kleinere Kreise statt des einen grossen. Die östliche Schule wird von Mrs. Annie Besant geleitet, und wer sich in seinem Herzen mehr zu ihr hingezogen fühlt, der kann nciht länger in unserer Schule bleiben. Ein jeder prüfe genau, welchen Weg ihn die Herzenssucht führt. An der Spitze unserer westlichen Schule stehen zwei Meister: der Meister Jesus und der Meister Christian Rosenkreutz. ...Weiter sagte er in derselben Stunde: "Das was im Auftrage der Meister des Westens durch mich gegeben wird, geht UNABHÄNGIG einher neben dem, was Mrs. Beasant im Auftrag der Meister des Ostens lehrt"!
>In diesem Auszügen aus drei verschiedenen Aufzeichnungen zu der genannten esoterischen Stunde, welche die Existenz einer vom östlichen Okkultismus unabhängigen christlich-rosenkreuzerischen Schule begründete, fällt die von Rudolf Steiner so stark betonte Notwendigkeit auf, zwischen den zwei Schulen zu wählen, dass heisst die Unmöglichkeit, gleichzeitig sowohl den westlichen als auch der östlichen Meistern zu folgen, Und das bedeutet, dass die westlichen Meister durch ihren Gesandten Rudolf Steiner die Möglichkeit für ihre Schüler ausschlossen, der Schule der letzteren anzugehören. Und dieses Verbot kann im Kontext der gesammten esoterischen Stunde, die die erste nach der offizielen Trennung der zwei okkulten Schulen war, nicht anders verstanden werden als ein direktes Zeugnis der Teilung innerhalb des Kreises der Meister selbst, so dass das Entstehen zweier unabhängiger esoterischer Schulen und- fünf Jahre später- zweier unabhängiger Gesellschaften- der Theosophischen und der Antroposophischen- nur ein irdisches Abbild dieser Teilung darstellt.
>- Quelle: Sergej Prokieff "Der Osten im Lichte des Westens" Teil III
>
>>Etliche mit historischem Anspruch getätigte und von Steiner auf der genannten "Grundlage" angeblich hellsichtig erschaute Tatsachenaussagen haben sich als eindeutig falsch erwiesen (gravierendes Beispiel: Schloß Tintagel).
>Zu den Vorwürfen, angeblich hellsichtig falsch erschaute Tatsachenaussagen kann ich mich an Deine Aussage: Errare humanum est, sed etiam: Sapienti sat! (Deutsch: Irren ist Menschlich, aber auch: Weisheit ist Glück!) anschliessen, ich muss aber auch an eine von Rudolf Steiner in einem Vortrag von 13.1.1923 gegebene (hellsichtige) Aussage auf die falscher Tiernahrung aufmerksam machen: "Es gibt doch Tiere, die kein Fleisch essen. Sagen wir z.B unsere Kühe, wenn wir das Experiment machen könnten, eine Kuhherde plötzlich mit fleisch zu füttern... die Kühe würden verrückt werden!
>> Auch die in den Vorträgen ausgebreiteten Inhalte haben mehr mit Psychopathologie zu tun, als mit Geisteswissenschaft ("Gautama Buddhas Mission auf dem Mars" ist ein ein glorioses Beispiel für wuchernde Inflation der Phantasie)- das war, in nuce gemeint - obwohl man so kurz natürlich nicht zureichend auf die genauen Sachverhalte eingehen kann.
>Rudolf Steiner beschreibt, wie sich der Buddha in einer dem Christus vergleichbaren Tat in die Sphäre des Mars opfert. Dies datiert er um das 16. Jahrhundert herum. diese Marssphäre soll man nicht als physischen
>Planeten, sondern als eine Sphäre von Aggressions- und Kriegskräften, die durch die Buddha-Tat geläutert wurde: "Der Gott des Krieges trifft auf den Gott des Friedens und des Mitleides, der sich in dessen Sphäre hineinopfert. Dieses Opfer hat eine komplementäre Bedeutung zu dem, was der Christus für die Erdensphäre getan hat. Die Tat des Buddhas, sagt Steiner im selben Vortrag, ermöglicht uns seitdem, die geläuterten Marskräfte ins moderne Leben zu stellen. Konkret heißt dies nach Rudolf Steiner: wir können nur deshalb heute außerhalb der geschützten Klöster meditieren, weil sich der Buddha damals
>geopfert hat. Wenn Menschen den Schulungsweg aufnehmen können, dann nur deshalb, weil es Buddha gibt. Seine Worte und seine Tat fliessen in unsere spirituelle Schulung". Damit sei der Christus jedoch nicht zur Seite geschoben. Es zeige vielmehr, wie beide Strömungen engstens miteinander verknüpft sind. Behaupte man der Christus oder der Buddha sei größer oder bedeutender, trenne man sich in der Tat von den spirituellen Grundlagen ab. Doch er will auch auf einen wichtigen Unterschied aufmerksam machen. Der Christus, bereits ein kosmisches Wesen, inkarnierte sich ein einziges Mal in einen physischen Leib; Buddha erlangte durch viele Inkarnationen hindurch schließlich die Buddhaschaft.
>>Die strittigen Verschwörungstheorien bezüglich der "maurerischen" Logenaktivitäten sind von ähnlicher Qualität - besonders wenn man bedenkt, wie sehr Steiner sich früher darum bemüht hat, durch Theodor Reuß bestimmte "Maurerpatente" zu bekommen, die er als notwendig für seine Arbeit ansah (aus welchem obskuren Grund auch immer)
>Zu diesem Punkt, kann ich nur auf die sehr gute Arbei von P.R König bezüglich dieses Thema Aufmerksam machen:
>"Aufgrund jahrzehntelanger Medienberichte über Steiners angebliche Zugehörigkeit zum Reuss'schen Ordo Templi Orientis (O.T.O.) sei hiermit auf die faktische Lage hingewiesen. Es gibt keinen einzigen Beweis dafür, dass Rudolf Steiner irgendetwas anderes von Theodor Reuss (dem Gründer des O.T.O.) akzeptiert hätte, als dessen Bewilligung, den parafreimaurerischen Begriff "Misraim" verwenden zu dürfen. Es gibt keinen einzigen schriftlichen Beweis dafür, dass Reuss den Steiner zum O.T.O.- Mitglied, geschweige denn zum Leiter eines O.T.O.-Zweiges, gemacht hätte."
>Amerkung: Hier der Link zur P.R Königs Seite: http://www.cyberlink.ch/~koenig/steiner_.htm
>
>>Die Sache mit Tibet und den Nazis nun läßt sich ja historisch erforschen und ist durch Quellen unterlegbar. Aber selbst hier kann man ja nicht von einer umfassenden Verschwörung sprechen in dem Sinne, daß eine völlig unfaßbare Machtelite tatsächlich über lange Zeiträume hinweg die politischen und sozialen Abläufe durchgängig beherrscht. Auch die mehr oder weniger okkulte Einflußnahme auf Geschichte in diesem Zusammenhang hat eine partikulare Qualität und ist nicht vergleichbar mit Vorstellungen über die durchgängige Determination sozialen Geschehens durch solche Aktivitäten, wie sie in den "Protokollen" auf dazu noch primitive und absurde Weise unterstellt werden.
>Ich habe in dem erwähnten "Tibet" Beitrag keine Äusserungen über eine Verschwörung gemacht, nur auf die Tatsache, des Einflusses von gewissen Religiösen Systemen auf die Politischen Geschehnisse im "Dritten Reich" hingewiesen.
>Lieber Azatoth, bevor Du nächstes mal irgendwer wieder beschuldigst, wie in diesem Beitrag Rudolf Steiner, solltest Du besser Rechrchieren und Deine Quellen sorgsam prüfen.
>Und das Ende meines Beitrages, will ich mit einem Spruch von Yunus Emre abschliessen:
>"Unser Name ist Bescheidenheit
>Unser Feind ist der Hass
>Wir hassen niemanden
>Die ganze Welt ist für uns eins"
>Mit Segenreichen Grüssen
>Musa



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