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Thema: Devotion

  1. #1
    WB
    Gast

    Devotion

    >Liebe Forumsteilnehmer,

    >

    >der Begriff „Devotion“ kommt, meist negativ belegt, in einigen Postings vor. Ich finde es angebracht, wenn man sich mit ihm näher befassen würde.

    >Zunächst einmal: „Devotion“ wird übersetzt mit Unterwürfigkeit, Andacht, Ehrfurcht, hingebende Verehrung Gottes und der Heiligen, „devot“ mit ergeben, demütig, unterwürfig, andächtig, fromm.

    >R. Steiner hält die Aufnahme der Devotion in das Gedankenleben des „Geheimschülers“ gleich am Anfang für sehr wichtig: „Zunächst überstrahlt das ganze Gemütsleben des Menschen die eine Grundstimmung der Devotion gegenüber allem wahrhaft Ehrwürdigen. In diesem einen Grundgefühle findet sein ganzes Seelenleben den Mittelpunkt. Wie die Sonne durch ihre Strahlen alles Lebendige belebt, so belebt beim Geheimschüler die Verehrung alle Empfindungen der Seele.

    >Es wird dem Menschen anfangs nicht leicht, zu glauben, daß Gefühle wie Ehrerbietung, Achtung und so weiter etwas mit seiner Erkenntnis zu tun haben. ... Für sie (die Seele) sind Verehrung, Achtung, Devotion nährende Stoffe, die sie gesund, kräftig machen; vor allem kräftig zur Tätigkeit des Erkennens. ... Die Verehrung weckt eine sympathische Kraft der Seele, und durch diese werden Eigenschaften der uns umgebenden Wesen von uns angezogen, die sonst verborgen bleiben.“ (Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten, Taschenbuch S.25)

    >Höchste Verehrung zollt der Magier nach Bardon seiner Gottheit.

    >Daskalos schreibt: „Die Menschheit sollte ernsthaft und sorgfältig nach dem Urquell des Lebens forschen. Wir sollten immer wieder zu unserem Ursprung zurückkehren und mit vernünftigem Denken jeden Schritt unseres Weges prüfen.“

    >Soweit Zitate, die meine Auffassung über „Devotion“ widerspiegeln. Das Bild des Magiers im „Adepten“ zeigt klar, dass devotionale Zuwendung nur dem Höchsten gelten kann. Da ist nichts dazwischen.

    >Über weiterführende Beiträge zum Thema „Devotion“ wäre ich dankbar.

    >Mit freundlichen Grüßen

    >WB


  2. #2
    Azatoth
    Gast

    Re: Wert und Sinn

    >Lieber WB,

    >der Begriff der Devotion ist in der Bedeutung, wie er von Steiner - über den ich ja schon in anderen Postings gesprochen habe, vollkommen falsch. Auch gerade die zitierte Passage führt nur in die Irre. Bei einer solchen Haltung wird ein Mensch nämlich niemals das Gleichgewicht "zwischen den Elementen" herstellen können. Er öffnet sich lediglich rezeptiv und passiv irgendwelchen "Objekten" der Devotion, ohne gewiß sein zu können, daß sie es wert sind, verehrt zu werden. Und meistens sind ja gerade die religiösen und "spirituellen" Bezugsobjekte der Verehrung, die wir traditionell kennen, qualitativ deutlich weniger wert, als große Gedankensysteme in Wissenschaft und Philosophie, große Kunstwerke, große ethische Leistungen (aber nicht an Leute wie Mutter Theresa denken - wer da nachrecherchiert wird nur Unerträgliches zu Tage fördern)und last but not least große praktische und organisatorische Leistungen, die nicht mit den anderen Idealen in Konflikt geraten (leider sehr selten - so ist die Ökonomie letztlich in unserer Welt fast ausschließlich der Tummelplatz partikularer und primitiver Interessen)Solche Errungenschaften kann man achten und bewundern, aber das geschieht mit Einsicht in die objektive Relevanz. Bei echten spirituellen Idealen geht es darum, den universalen S i n n, der sie ausmacht, in allen Elementen gleichgewichtet zu realisieren. Das ist etwas völlig anderes und ungleich Höheres als Devotion - die kranke und falsche Ergebenheit der neurotischen und unentwickelten Religiösen.

    >Ich hoffe,diese kurzen Anhaltspunkte tragen etwas zur Klärung bei - an sich müßte man natürlich viel grundlegender und thematisch weiter ausholen, um Licht in diese Probleme zu bringen - auf einem Forum nicht möglich.

    >Gute Grüße

    >Azatot


  3. #3
    Micra
    Gast

    Re: Devotion

    >Hallo,

    >Geht es denn nicht in erster Linie um Harmonie? Zu einem Yin gehört doch ein Yang, zum Morgen auch der Abend? Sollten nicht beide Seiten auch den selben Respekt verdienen?


  4. #4
    Werner
    Gast

    Re: Devotion -- Sklavenmoral muss sein!!!

    >>Liebe Forumsteilnehmer,

    >>

    >>der Begriff „Devotion“ kommt, meist negativ belegt, in einigen Postings vor.

    >Nein, er kommt nicht in "einigen Postings", sondern de facto in den ALLERWENIGSTEN, also den eigenlich WICHTIGEN und somit ERNSTZUNEHMENDEN unter den "Postings" (was auch immer dieses neudeutsche Wort bedeuten mag) vor.

    >Und weil just solche Postings nicht der Masse zugehörig sind, haben sie ihren tieferen Sinn!

    >>Ich finde es angebracht, wenn man sich mit ihm näher befassen würde.

    >>Zunächst einmal: „Devotion“ wird übersetzt mit Unterwürfigkeit, Andacht, Ehrfurcht, hingebende Verehrung Gottes und der Heiligen, „devot“ mit ergeben, demütig, unterwürfig, andächtig, fromm.

    >Schlecht übersetzt. Die deutsche Sprache hat dafür ein einziges Wort: ...SCHWÄCHE!

    >Schwäche des Geistes, Schwäche, des Herzens, Schwäche des Gemütes, des Denkens, der Zuverlässigkeit... Mängel, nichts als Mängel...

    >Im Klartext: Man sucht, man wünscht, man verehrt, man fürchtet und zittert, man hofft und bangt...

    >Kurzum: Man HAT nichts, IST nichts und KANN nichts, also ist man aus überlebens-strategischen Gründen .... d e v o t ... die einzige Chance, am großen Kuchen abzubeißen. Die Wahrheit in vier Wörtern: Man ist ein Sklave.

    >

    >Das weiss doch die ganze SM-Szene und spielt damit ihre geilen Spielchen (die sind natürlich nichts für Anthroposophen... nur für Erwachsene...) Deswegen herrscht ja auch in den SM-Chats grundsätzlich ein höhers Niveau als in etlichen magischen Zirkeln, Foren, Orden und sonstigen Haufen...

    >

    >>R. Steiner hält die Aufnahme der Devotion in das Gedankenleben des „Geheimschülers“ gleich am Anfang für sehr wichtig:

    >Das glaube ich gerne!!!!! Azatoth hat sich getäuscht!!! Der Steiner war DOCH ein KLUGER KOPF!!!!

    >Der muss doch seine Anhänger bestärken. Motto: "Ihr seid dumme Äffchen und ich der Boss... Nicht, dass ihr zweifelt, nein, nein, das ist KARMA!!! Das MUSS so sein... Insgeheim: Ich brauche euch ... Narren..., eure Kleinheit lässt mich groß erscheinen"

    >„Zunächst überstrahlt das ganze Gemütsleben des Menschen die eine Grundstimmung der Devotion gegenüber allem wahrhaft Ehrwürdigen. In diesem einen Grundgefühle findet sein ganzes Seelenleben den Mittelpunkt. Wie die Sonne durch ihre Strahlen alles Lebendige belebt, so belebt beim Geheimschüler die Verehrung alle Empfindungen der Seele.

    >

    >Um Dinge zu schätzen und für wahr und heilig zu erachten, die auch wahr und heilig sind, bracht niemand "Geheim...---Scheiss", sondern Urteilskraft, und die hat mit Devotion aber auch gar nichts zu tun!!! Zig Menschen (und keine Äffchen) schätzen etwas, das wirklich die Masse bei Weitem überragt... und sie sind dennoch keine Geheim(en)... Narren.

    >

    >>Es wird dem Menschen anfangs nicht leicht, zu glauben, daß Gefühle wie Ehrerbietung, Achtung und so weiter etwas mit seiner Erkenntnis zu tun haben. ...

    >Anfangs... nicht leicht..., ist doch klar! Dazu bedarf es erstmal einer gründlichen Behandlung durch einen geschicken "Meister" --- Ungläubige nennen das Verblödung!

    >Die ewige und ganz und gar nicht geheime Formel der Tyrannei:

    >Ehrerbietung = Erkenntnis... Devotion = Wissen... Halleluja!!

    >Dazu hätte der selbsternannte "Führer" aus Österreich aber feste Beifall geklatscht...

    >Genau solche Leute brachte er... und natürlich auch die Kirchen...., die Kommunisten, die Mullahs, die.... was da noch so alles kommen wird....

    >

    >>Für sie (die Seele) sind Verehrung, Achtung, Devotion nährende Stoffe, die sie gesund, kräftig machen; vor allem kräftig zur Tätigkeit des Erkennens.

    >Davon hat die Kirche lange gelebt! Und sie hat gut gelebt!!! Verehrt eure Führer! Sagte sowas Ähnliches nicht schon..... Apostel Paulus???? Der Führer-Kult als seelische Nahrung! Das hat nicht mal Goebbels hinbekomen. Er hat den Steiner nicht gelesen!

    > ... Die Verehrung weckt eine sympathische Kraft der Seele, und durch diese werden Eigenschaften der uns umgebenden Wesen von uns angezogen, die sonst verborgen bleiben.“

    >Da kann mal einmal sehen, was zig Millionen Deutsche so alles angezogen haben, als sie ihren Führer brav verehrten.... Ya Allah! Das halbe Himmelreich war da versammelt.... bis '45....

    >

    >(Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten, Taschenbuch S.25)

    >NICHT SO, denn das ist was für's Altpapier....

    >>Höchste Verehrung zollt der Magier nach Bardon seiner Gottheit.

    >Das habe ich aber anders gelesen. Der Magier ist EINS MIT DER GOTTHEIT...

    >Studiert doch mal Advaita-Vedanta!!!!

    >

    >>Daskalos schreibt: „Die Menschheit sollte ernsthaft und sorgfältig nach dem Urquell des Lebens forschen. Wir sollten immer wieder zu unserem Ursprung zurückkehren und mit vernünftigem Denken jeden Schritt unseres Weges prüfen.“

    >Eben! ...und das heißt, seinen Kopf zum Denken zu benutzen, nicht aber zur devoten Sklaven-Haltung.

    >"Oh, ihr Sklaven! Lobet euren Herrn, denn IHR seid die Arschlöcher! Er aber ist größer als ihr! Sein Wille ist euer Gesetz! Also schleimt feste und kriecht! Halleluja!!!!"

    >

    >>Soweit Zitate, die meine Auffassung über „Devotion“ widerspiegeln.

    >Auffassung???? Was denn für eine Auffassung??? Da war doch gar keine Aufassung zu lesen!!!

    >Das Bild des Magiers im „Adepten“ zeigt klar, dass devotionale Zuwendung nur dem Höchsten gelten kann.

    >Gelobt sei das Höchste!!! Ja, ihr Narren, lobet und schmeichelt ohne Ende dem, was für euch das Höchte ist!!! Im ganzen Kosmos... nur Schmeichelei: "Heil dem Höchsten!"

    >Kosmos??? Höhe??? Ja, aber wo sind denn da "oben" und "unten"?

    >Ja, wo sind denn da "Höhe" und "Tiefe"??

    >Dumme Fragen! Jeder wahre A-Depp weiss es: "was oben ist, ist wie das was unten ist", gel???

    >Also, ihr Devoten... Betet .....die Füße .....der Größeren an!

    >Es geschehe zu eurem Heil!

    >>Da ist nichts dazwischen.

    >Welch eine tiefe Weisheit! Nein... ganz und gar nichts ist "dazwischen".

    >Es lebe das Höchste! Verehrt es, ihre Devoten... aber um des Himmels Willen, versucht bloß nicht, es zu d e f i n i e r e n .... Das nämlich haben bereits all die aufgegeben, die ihr Devoten zu verehren versucht!!!

    >>Über weiterführende Beiträge zum Thema „Devotion“ wäre ich dankbar.

    >Na, ja, ein "weiterführender Beitrag" soll natürlich bestärken, das nämlich ist hier die Bedeutung von "weiterführen". Man achte auf das Wort: "Weiter" und "FÜHREN".

    >Da will wer geführt werden! Von einer Richtung in die andere. Er ist unterwegs... sieht nichts und ist sich daher seiner Sache ...nicht ganz so sicher.

    >Leider kann ich da nun gar nicht weiter-führen, da ich nämlich gar nicht weiss, WOHIN denn überhaut geführt werden soll. (Es soll schließlich nicht wehtun)

    >Ich weiss ja auch gar nicht WOHER bisher geführt wurde... Vielleicht aus der richtigen Richtung dummerweise genau in die Falsche...

    >Da führt doch ein verantwortungsbewußter Geist nicht NOCH WEITER, nein, er BEENDET die FÜHRUNG.

    >Das tiefe, innige und erhoffte Bedürfnis an FÜHRUNG durch FÜHRER, das ist schon deutlich geworden, aber WELCHE RICHTUNG IST DENN GERADE MAL HIPP?

    >>Mit freundlichen Grüßen

    >>WB

    >Werner, der Böse...


  5. #5
    Werner
    Gast

    Re: Wert und Sinn-- Azatoth, du sprichst die falsche Sprache!

    >Azatoth, (mal ganz unter uns) ich denke, du sprichst hier die völlig falsche Sprache!!!

    >Zum Spaß: ich werde dich mal versuchen zu übersetzen!! (Sei mir für diesen bitter-bösen Spaß nicht ... böse!)

    >>Lieber WB,

    >>der Begriff der Devotion ist in der Bedeutung, wie er von Steiner - über den ich ja schon in anderen Postings gesprochen habe, vollkommen falsch.

    >Das heißt auf Deutsch: Steiner hat Blödsinn gefaselt und weil er Anhänger brauchte, natürlich erklärt, dass eine verweichlichte und verdummte Geisteshaltung eine Eintrittskarte zum Paradies ist!

    >>Auch gerade die zitierte Passage führt nur in die Irre. Bei einer solchen Haltung wird ein Mensch nämlich niemals das Gleichgewicht "zwischen den Elementen" herstellen können. Er öffnet sich lediglich rezeptiv und passiv irgendwelchen "Objekten" der Devotion, ohne gewiß sein zu können, daß sie es wert sind, verehrt zu werden.

    >Zu Deutsch: Auch Adolf Hitler und Jussuv Stalin haben natürlich Arschlöcher gebracht, die ihen Beifall klatschen... die braucht noch heute ein Saddam Hussein... Die großen Füher sind nur "groß" weil es so unendlche viele "kleine Arschlöcher" gibt!

    >Und meistens sind ja gerade die religiösen und "spirituellen" Bezugsobjekte der Verehrung, die wir traditionell kennen, qualitativ deutlich weniger wert, als große Gedankensysteme in Wissenschaft und Philosophie, große Kunstwerke, große ethische Leistungen (aber nicht an Leute wie Mutter Theresa denken - wer da nachrecherchiert wird nur Unerträgliches zu Tage fördern)und last but not least große praktische und organisatorische Leistungen, die nicht mit den anderen Idealen in Konflikt geraten (leider sehr selten - so ist die Ökonomie letztlich in unserer Welt fast ausschließlich der Tummelplatz partikularer und primitiver Interessen)Solche Errungenschaften kann man achten und bewundern, aber das geschieht mit Einsicht in die objektive Relevanz.

    >Übersetzt: Dei Massen Europas haben den Pfaffen fast 2000 Jahre lang Beifall geklatscht und müssen sich nun von ungläubigen Geistern, die aber des Denkes fähig sind, sagen lassen, dass sie voll auf dem Holzweg waren. Ätsch,. ihr Gläubigen, ihr seid reingefällen... Bäääähhhh!!!

    >

    >>Bei echten spirituellen Idealen geht es darum, den universalen S i n n, der sie ausmacht, in allen Elementen gleichgewichtet zu realisieren. Das ist etwas völlig anderes und ungleich Höheres als Devotion - die kranke und falsche Ergebenheit der neurotischen und unentwickelten Religiösen.

    >Also: Wer nicht weis, was er macht, ist ein Idiot! Brennstoff für Christuns... so to speak...

    >

    >>Ich hoffe,diese kurzen Anhaltspunkte tragen etwas zur Klärung bei - an sich müßte man natürlich viel grundlegender und thematisch weiter ausholen, um Licht in diese Probleme zu bringen - auf einem Forum nicht möglich.

    >Im Klartext: ich habe mal wieder gegen die Wand geredet......

    >>Gute Grüße

    >>Azatot

    >

    >Wie sehr bewundere ich deine Geduld und deine Ernsthaftigkeit!!!!

    >Ciao,

    >Werner


  6. #6
    johndee
    Gast

    Danke für diesen wertvollen Beitrag. o.T.

    >************************


  7. #7
    WB
    Gast

    Re: Devotion - Danke - Gedanken

    >Liebe DZHS, Azatoth, Micra, Werner und alle andern,

    >Danke für eure so rasch erstellten wertvollen Beiträge (DZHS hat ja bereits eine dreiviertel Stunde vorher „geantwortet“!), für mich sind sie „weiterführend“!

    >Nicht „weiter FÜHREND“, denn den Weg aus der Passivität der Devotion hin zur Selbstständigkeit, vom Sklaven zum Herren muss man schon selbst wollen und selbst gehen. Hierfür ist keine Hilfe die beste Hilfe. Heraus aus der Passivität der Devotion bedeutet auch das Ende der auf Furcht gegründeten Loyalität und Verehrung: Denken, Sprechen und Handeln als der Gott, der man ist.

    >Die Furcht vor Gott lähmt. Wir müssen furchtlos sein, damit wir es wagen können, in unsere eigenen Erfahrungen mit Gott zu treten. Wir entwickeln uns nicht weiter, wenn wir nur die Regeln der anderen befolgen. Wir lernen so nur das Gehorchen. Gehorsam ist aber nicht Wachstum.

    >Wenn ein grausamer, egoistischer, unbarmherziger, rachsüchtiger, zorniger Gott gelehrt wird, der gefürchtet werden muss, so ist es der Versuch, mit Hilfe von Angst Kontrolle und Macht auszuüben. Neben diesen Schattenseiten hat die Religion auch ihre guten Seiten: „Das Beste wird er (der angehende Magier) für sich behalten und die Schwächen nicht beachten.“ schreibt Bardon. Denn „Jede Religionswahrheit ist relativ und das Begreifen derselben hängt von der Reife des Einzelnen ab. Deshalb läßt der Eingeweihte in dieser Hinsicht jedem sein Recht, versucht auch nicht, ihn von seiner Wahrheit abzubringen, ihn zu kritisieren oder gar zu verurteilen.“

    >Eine Synthese von Christentum und Hermetik zeigt(e) uns Daskalos auf. Er ist ja hier im Forum kein Unbekannter.

    >In meinem persönlichen Umfeld ist eher „devot“ negativ besetzt, „Devotion“ weniger. Vermutlich deswegen, weil die Seelen diesbezüglich nur belastet und vielleicht auch gequält wurden, nicht aber verletzt. Ich kann mir vorstellen, dass zu „Devotion“ durchaus Positives gesagt werden kann, etwa in dem Sinne: Ich verehre, achte Gott in meinem Nächsten. Potentielle Beitragsschreiber dazu hatten vielleicht Angst, dass ihre Darlegungen auseinandergenommen und zerfetzt würden. Das brauchen sie nicht, denn Azatoth und Werner meinen es gut - auch wenn es beim ersten Hinsehen anders aussieht.

    >„Höchste Verehrung zollt der Magier nach Bardon seiner Gottheit“ - habe ich nicht Bardon untergeschoben. Er hat es, in einem Nebensatz versteckt, selbst im „Adepten“ im Kapitel „Gott“ geschrieben: „Nicht nur, daß er (der Magier) seiner Gottheit die höchste Verehrung zollt, da er weiß, daß er nach ihrem Ebenbilde erschaffen wurde, also ein Teil Gottes ist, sieht er sein höchstes Ideal, seine höchste Pflicht und sein heiligstes Ziel darin, einszuwerden mit der Gottheit, Gottmensch zu werden.“

    >Obige Gedanken habe ich zum Teil übernommen (auch in der Formulierung) aus:

    >„Gespräche mit Gott“ Bd. I, II und III von N.D. Walsch, Arkana Goldmann

    >Mi freundlichen Grüßen

    >WB


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