Ergebnis 1 bis 4 von 4

Thema: Frage an Paul Allen

  1. #1
    Werner
    Gast

    Frage an Paul Allen

    >Lieber Paul,

    >dafür, dass du dir die Mühe gemacht hast, ein solches Forum einzurichten muss dir hier natürlich jeder dankbar sein.

    >Erlaube mir, der ich hier ja recht neu bin, eine Frage:

    >Da ist kürlich ein Text "Es gibt Grenzen" gelöscht worden. Dem folgte der Hinweis: Satanisten unerwünscht.

    >Du sagtest, wer darüber nachdenkt, der wird verstehen warum.

    >Die einzige Antwort, die mir einfällt ist, dass der Begriff "Satanist" in der Ö f f e n t l i c h k e i t zumeist Gänsehäute hervorruft, woran sich dann das Urteil anschließt: "Die spinnen ja, die trinken Blut, huren rum, saufen und verbrennen kleine Kinder... Sie sind böse". Das sind Moralurteile, die die Christen schon vor Jahrhunderten über die Juden fällten, bevor sie diese totschlugen, um sich endlich an ihnen bereichern zu können.

    >Darus folgt, dass man sagt, "solche Leute wollen wir hier nicht haben." Schon allein im Intersse der Seriösität.

    >Ist es aber nicht einmal die Frage wert, ob man diese Leute, die sich "Satanisten" nennen, eben halt DOCH zu Wort kommen zu lassen, um zu hören, was in deren Köfen so alles s t e c k t oder vielleicht auch ..... f e h l t?

    >Ich meine, wenn die Blödsinn reden, dann ist es sicher eine Leichtigkeit, diesen als solchen zu erkennen und sie dann gründlich zu zersägen.

    >Ich denke wirklich, einer argumentativen Auseinandersetzung mit außerordentlichen Denkrichtungen sollte man nicht aus dem Wege gehen. (Ich scheue mich z. B. nicht davor, einem "van Helsing", der zwar kein "Satanist", aber dafür wirklich gefährlich ist, völlig zu zerlegen und zu widerlegen...)

    >Es stört mich noch etwas, wenn hierzulande das Thema "Satan" angesprochen wird: Es gibt hier eine Vergessenheit dessen, was im Namen "Gottes" der "Liebe" usw. alles an Verbrechen angerichtet wurde. In der Schule habe ich darüber nichts gehört. Die Verbrechen der Christen muss man heimlich bei Karl-Heinz-Deschner nachlesen. Der nämlich schreibt darüber eine Bibliothek voll, und noch das ist unzurechend.

    >Ich denke, dass "Satanisten" mitunter harmlosere Leute sind als so manche Christen. Anders gesagt: wer wirklich die Absicht hat, ein Vernichtungswerk in die Tat umzusetzen, der wird sich wohl kaum das Wort "Satan" auf die Stirn schreiben...

    >Kurzum: trotz Nachdenken, habe ich keine Antwort gefunden, warum "Satanisten" hier ausgeschlossen sind. Ich bitte um Aufklärung!

    >P.S. Ich habe etliche Satanisten kennen gelernt. Das waren zumeist Intellektuelle, die aus einem fanatsch katholischen Elternhaus stammen, und an sich nette Leute sind (Beispiel "Antichrist" Nietzsche: was hat unser "Antichrist" nicht so alles von sich gegeben. "Die Kranken und Schwachen sollen zugrunde gehen, das ist u n s e r e Nächstenliebe" usw... Privat war das aber ein äußerst feinsinniger und lieber Kerl, der sich um allesmögliche sorgte.... Aber der war gnadenlos frustriert...)

    >Selbst im Alten Ägypten gab es Pharaonen namens "Sethos"....

    >Herzliche Grüße

    >Werner


  2. #2
    Paul Allen
    Gast

    Re: Frage an Paul Allen

    >Hallo Werner,

    >sorry, daß ich hier nicht gleich geantwortet habe, in letzter Zeit wars ziemlich turbulent hier ...

    >>Lieber Paul,

    >>dafür, dass du dir die Mühe gemacht hast, ein solches Forum einzurichten muss dir hier natürlich jeder dankbar sein.

    >Das FBForum machte eigentlich die wenigste Mühe; in der englischen FB Res steckt dagegen wirklich sehr viel Arbeit.

    >>Erlaube mir, der ich hier ja recht neu bin, eine Frage:

    >>Da ist kürlich ein Text "Es gibt Grenzen" gelöscht worden. Dem folgte der Hinweis: Satanisten unerwünscht.

    >>Du sagtest, wer darüber nachdenkt, der wird verstehen warum.

    >>Die einzige Antwort, die mir einfällt ist, dass der Begriff "Satanist" in der Ö f f e n t l i c h k e i t zumeist Gänsehäute hervorruft, woran sich dann das Urteil anschließt: "Die spinnen ja, die trinken Blut, huren rum, saufen und verbrennen kleine Kinder... Sie sind böse". Das sind Moralurteile, die die Christen schon vor Jahrhunderten über die Juden fällten, bevor sie diese totschlugen, um sich endlich an ihnen bereichern zu können.

    >Es ist leider ein allgemeines Merkmal der Menschen, daß sie gegen Minderheiten (=schwächere) mit anderen Ansichten teilweise auch gewalttätig vorgehen. Das ist überall auf der Welt so und der Christen/Juden Fall ist nur ein Beispiel von vielen. Daß sich der Gedanke des Minderheitenschutzes nicht so leicht durchsetzt, ist auch heute noch in vielen Ländern der Welt traurige Gewißheit.

    >>Darus folgt, dass man sagt, "solche Leute wollen wir hier nicht haben." Schon allein im Intersse der Seriösität.

    >Sehr richtig.

    >>Ist es aber nicht einmal die Frage wert, ob man diese Leute, die sich "Satanisten" nennen, eben halt DOCH zu Wort kommen zu lassen, um zu hören, was in deren Köfen so alles s t e c k t oder vielleicht auch ..... f e h l t?

    >Auf ihrer homepage und ihrem Forum geben sie ja kräftig Nachricht davon was so in ihren Köpfen drinne-steckt und was fehlt.

    >>Ich meine, wenn die Blödsinn reden, dann ist es sicher eine Leichtigkeit, diesen als solchen zu erkennen und sie dann gründlich zu zersägen.

    >Das geht mit Argumenten leider nicht. Die Motivation und die Funktion des Hasses können nur in der eigenen Seele entdeckt werden und dann kann man mit viel Arbeit an sich selbst den Müll aus sich los bekommen. Bei anderen Leuten kannste das nicht bewerkstelligen, wenn man es bei sich selbst schafft, ist das schon ein ziemlich großer Erfolg. Außer jemand ist wirklich ein begnadeter Psychotherapeut. Und auch ein solcher schafft es nicht bei allen Leuten.

    >

    >>Ich denke wirklich, einer argumentativen Auseinandersetzung mit außerordentlichen Denkrichtungen sollte man nicht aus dem Wege gehen. (Ich scheue mich z. B. nicht davor, einem "van Helsing", der zwar kein "Satanist", aber dafür wirklich gefährlich ist, völlig zu zerlegen und zu widerlegen...)

    >Wenn jemand an den Helsing glauben WILL, dann wird er immer genügend Gegenargumente finden.

    >Es gibt mehrere Arten zu diskutieren/argumentieren. Eine davon ist, daß dein Gesprächspartner dich von seiner Ansicht überzeugen WILL. Weil er selbst (aus irgendwelchen Gründen) daran glauben MUSS. Solche Diskussionen sind absolute Zeitverschwendung, da es nur mehr oder weniger "Schatten-Kämpfe mit Worten" sind.

    >>Es stört mich noch etwas, wenn hierzulande das Thema "Satan" angesprochen wird: Es gibt hier eine Vergessenheit dessen, was im Namen "Gottes" der "Liebe" usw. alles an Verbrechen angerichtet wurde. In der Schule habe ich darüber nichts gehört. Die Verbrechen der Christen muss man heimlich bei Karl-Heinz-Deschner nachlesen. Der nämlich schreibt darüber eine Bibliothek voll, und noch das ist unzurechend.

    >Es hat immer und zu jeder Zeit korrupte und schleimige Menschen gegeben, die unter welchem Deckmantel auch immer, ihren Geschäften nachgegangen sind. Ich weigere mich aber, alle Christen in diesen Topf zu werfen.

    >>Ich denke, dass "Satanisten" mitunter harmlosere Leute sind als so manche Christen.

    >Ein wirklicher Christ hat zumindest als Ausgangsposition die Liebe, Freundschaft, Hilfe usw. Wie weit er es dann schafft, diesen Idealen gerecht zu werden, hängt von seiner geistigen Entwicklung ab. Und man muß den Leuten eben irgend eine Chance geben sich zu entwickeln. Viele kennen ihre Fehler und Schwächen sehr wohl und arbeiten daran (bzw. das Leben besorgt den Feinschliff).

    >Bei Satanisten fehlt diese Ausgangsposition.

    >>Anders gesagt: wer wirklich die Absicht hat, ein Vernichtungswerk in die Tat umzusetzen, der wird sich wohl kaum das Wort "Satan" auf die Stirn schreiben...

    >>Kurzum: trotz Nachdenken, habe ich keine Antwort gefunden, warum "Satanisten" hier ausgeschlossen sind. Ich bitte um Aufklärung!

    >Einiges habe ich bei den Beiträgen zu "Reise nach Opava" geschrieben. Anderes hier.

    >>P.S. Ich habe etliche Satanisten kennen gelernt. Das waren zumeist Intellektuelle, die aus einem fanatsch katholischen Elternhaus stammen, und an sich nette Leute sind (Beispiel "Antichrist" Nietzsche: was hat unser "Antichrist" nicht so alles von sich gegeben. "Die Kranken und Schwachen sollen zugrunde gehen, das ist u n s e r e Nächstenliebe" usw... Privat war das aber ein äußerst feinsinniger und lieber Kerl, der sich um allesmögliche sorgte.... Aber der war gnadenlos frustriert...)

    >Es kommt eben vor, daß auch ein feinsinniger und lieber Kerl, der sehr sehr gut im analytischen Denken ist, in anderen Bereichen, zum Beispiel in seinem sozialen Umgang mit Menschen noch sehr viel zum Dazulernen hat.

    >>Selbst im Alten Ägypten gab es Pharaonen namens "Sethos"....

    >>Herzliche Grüße

    >>Werner

    >Auch ich sende dir meine Grüße,

    >Paul.


  3. #3
    Dr. Werner
    Gast

    Re: Frage an Paul Allen... Sei mir bitte nicht böse...

    >Lieber Paul,

    >bitte sei mir jetzt nicht böse, aber ....

    >die Wiederholung eine Frage ist nun mal keine Antwort auf die tatsächliche Problemstellung...

    >Warum setzt du nicht konsequent die Neo-Nazis vor die Tür???

    >Gruß,

    >Werner


  4. #4
    PA
    Gast

    Re: Frage an Paul Allen... Sei mir bitte nicht böse...

    >>Lieber Paul,

    >>bitte sei mir jetzt nicht böse, aber ....

    >>die Wiederholung eine Frage ist nun mal keine Antwort auf die tatsächliche Problemstellung...

    >Ächz

    >>Warum setzt du nicht konsequent die Neo-Nazis vor die Tür???

    >Ja mach ich ab jetzt.

    >>Gruß,

    >>Werner


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