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Thema: Unterschiedliche Zuornung der Element-Symbole

  1. #1
    Ein Reisender
    Gast

    Unterschiedliche Zuornung der Element-Symbole

    >Ich bin ein bischen verwirrt was die Zuordnung der

    >der 4 Elemente(naja 5 )zu ihren Symbolen angeht.

    >Bardon ordnet dem Feuer das Schwert zu und der Luft den Stab.

    >Bei Crowley zum Beispiel ist das genau anders herum.Auch

    >bei den Himmelsrichtungen gibt unterschiede bei unterschiedlichen

    >" Meistern".

    >Kann irgendjemand mir das Erklären ?


  2. #2
    Agrippa
    Gast

    Re: Unterschiedliche Zuornung der Element-Symbole

    >Hallo Reisender!

    >Ich bin auch ein Reisender, im Lande der Erdenwanderer!

    >Die Analogien der Elemente sind eigentlich unumstößlich da sie dem Ur-Element, dem Akasha, dem sagenumwobenden 5. Element entsprechen, zumindest, was unsere kosmische Polarität angeht.

    >Dementsprechend weiß ich nicht so recht, was dein Belang ist.

    >Natürlich sind nach Bardon verschiedene Metalle, so auch Gerätschaften einbezogen in die "Evokationslehre".

    >Das heißt sehr weit in der magisch/mystischen Entwicklung vorangeschritten.

    >Wenn jemand soweit wäre, dies zu erfahren, müßte er die Introspektion schon lange abgeschlossen haben und sich diesen Dingen widmen.

    >Warum nur muß man Dinge schon im Vorhinein ergründen, wo man noch nicht einmal die Grundprinzipien einfacher Gedankenbeherrschung versteht.

    >Dies ist nicht persönlich gemeint, doch werden hier diverse Fragen, wie z.B. wie erstellt man fluidische Kondensatoren??" Ja wie nur???

    >Genauso könnt ich fragen: Wie kommt Dunk aufs Dach???

    >Habt doch geduld mit eurer Entwicklung.

    >Sie wird fruchten, aber ihr dürft nicht zehn Seiten weiter lesen, als euch zusteht.

    >Mir ergeht es da nicht anders.

    >Bardons Werke haben eine fast unbegrenzte Vielzahl an Erkenntnissen, doch werdet ihr diese nicht erkennen, solange ihr nicht bereit dafür seit. Die Bereitschaft dazu erklärt ein Anderer euch noch Unbekannter, Euer Gewissen.

    >Es kann wirklich schwarz auf weiß vor euch geschrieben stehen, und ihr erkennt es nicht, ih könnt es nicht lesen, ihr überseht es, obwohl ihr diese Zeilen zum x-ten Male durchexerziert habt.

    >Maya, die Hüterin der Schwelle, oder das Akasha offenbart nur dem reifen Menschen seine Geheimnisse!

    >Du kannst es tausend male lesen, aber erst nach dem 1001 male verstehen lernen.

    >Deshalb birgen Bardons Werke einen unermeßlichen Schatz für die Ohren der Vernunft und die Augen der Offenheit!

    >Gruß

    >Agrippa


  3. #3
    Ein Reisender
    Gast

    Re: Unterschiedliche Zuornung der Element-Symbole

    >>Hallo Agrippa.

    >Danke für deine Antwort .Wie ich sehe beschäftigst Du Dich intensiver

    >mit Bardon bzw. seinem Weg .Ich dagegen gehe einen anderen im moment obwohl mir Bardon viele Dinge auf eine andere Art verständlich gemacht hat.Wie du aber schon sagtest sind die Analogien unumstößlich(wobei alle unsere Erklärungen nur Karten der Realität sind und somit nichts so ist wie auch immer wir es uns

    >vorstellen können )

    >Da ich mich ein bischen mit Tarot beschäftigt habe und daher wohl oder übel

    >direkt mit den Elementen und ihren Symbolen sind mir nur diese unstimmigkeiten

    >aufgefallen .Warscheinlich kommt es letzten Endes gar nicht darauf an und dies sind alles nur Hilfsmittel .

    >Ich wünsche Dir Kraft,Geduld und Ausdauer für Deinen Weg

    >Ein Reisender


  4. #4
    Ein Reisender
    Gast

    Re: Unterschiedliche Zuornung der Element-Symbole

    >>Hallo Agrippa .

    >Danke für deine Antwort.Wie ich sehe beschäftigst Du Dich

    >Intesiver mit Bardon . Ich gehe einen etwas anderen Weg .

    >Trotzdem habe ich durch Bardon einige Dinge besser verstehen können .

    >Wie Du schon sagtest sind die Analogien unumstößlich (obwohl nichts so ist

    >wie wir es wahrnehmen können und jede Erklärung der Welt nur eine Karte ist ) .Da ich mich aber ein bischen mit Tarot und somit auch mit den Elementen und ihren Symbolen beschäftigt habe sind mir diese unstimmigkeiten aufgefallen. Letzten Endes kommt es warscheinlich gar nicht darauf an und alles dies ist nur ein Hilfsmittel oder Werkzeug.

    >Ich wünsche Dir Kraft , Geduld und Ausdauer für Deinen Weg

    >Ein Reisender


  5. #5
    Einer
    Gast

    Re: Unterschiedliche Zuornung der Element-Symbole

    >>Ich bin ein bischen verwirrt was die Zuordnung der

    >>der 4 Elemente(naja 5 )zu ihren Symbolen angeht.

    >>Bardon ordnet dem Feuer das Schwert zu und der Luft den Stab.

    >>Bei Crowley zum Beispiel ist das genau anders herum.Auch

    >>bei den Himmelsrichtungen gibt unterschiede bei unterschiedlichen

    >>" Meistern".

    >>Kann irgendjemand mir das Erklären ?

    >Also, ehrlich gestanden wurdert es mich ein bisschen, das es bei Crowley anders herum sein soll (sind Sie ganz sicher ?). Die Zuordnung vom Schwert zum Feuer und vom Stab zu der Luft kommt mir ganz standard vor.

    >Was die unterschiedlichen Auffassungen verschiedener Meister angeht, haben Sie recht, "Meister" zwischen Klammern zu setzen, denn es gibt Meister und Meister.


  6. #6
    Alberich
    Gast

    Re: Unterschiedliche Zuornung der Element-Symbole

    >>Ich bin ein bischen verwirrt was die Zuordnung der

    >>der 4 Elemente(naja 5 )zu ihren Symbolen angeht.

    >>Bardon ordnet dem Feuer das Schwert zu und der Luft den Stab.

    >>Bei Crowley zum Beispiel ist das genau anders herum.Auch

    >>bei den Himmelsrichtungen gibt unterschiede bei unterschiedlichen

    >>" Meistern".

    >>Kann irgendjemand mir das Erklären ?

    >Was schmiedet das Schwert?Das Feuer!Was stösst aktiv nach vorne wie das Feuer?

    >Das Schwert!

    >Was wiegt sich in der Luft?Der Stab(bzw Baum)und findet ganz "interlektuell" in seine alte Position zurück.Meditiere mal über den Tarot,kleine Arkarnas,lasse die verwirrenden Erklärungen des Verlages mal beiseite und meditiere über die Zusammenhänge der einzelnen Elementekarten.Da wirst du sehen,dass Hermes Trismegistos durchaus Bardons Meinung vertrat.(oder umgekehrt)

    >Alberich


  7. #7
    Prometheus
    Gast

    Gedankenexperiment

    >Hi Reisender,

    >im Forum "Astron" hatte ich mich schon mal mit Astarno über dieses Thema unterhalten.

    >Ich werde unsere Unterhaltung hier reinkopieren. Die mit Ecken > versehenen Beiträge sind von Astarno, die Antworten darauf meine Ansichten dazu.

    >Na ich hoffe daß ich für`s reinkopieren nicht ein paar über den Kopf bekomme, wo ich doch auch ein Reisender bin ;-))

    >>Mich würden die einzelnen Meinungen und begründete Anschauungen in Bezug auf die vier Elemente und ihre Zuordnungen interessieren, die in den magischen Systemen durchaus verschiedentlich auftreten.

    >Ich denke die Frage die du da stellst ist eine enorm knifflige, eine, die mich jahrelang beschäftigt hat und mitunter noch immer beschäftigt.

    >Ich denke grundsätzlich ist klar, daß man jede Assoziation bezüglich Zuordnungen irgendwie begründen und empfinden oder gar leben kann, aber deine Frage beinhaltet den viel schwierigeren Punkt ob manche Zuordnungen allgemein für alle besser passen als andere !

    >Dies meine ich in Bezug auf zugeordnete Farben, Symbolismen, Kräfte, etc. Mir ist natürlich klar das jene Analogie bzw. Kausalität die aus der eigenen inneren Intuition heraus gestellt wird für das Individuum die einzig wahre sein kann.

    >Das hängt davon ab, was man unter Wahrheit versteht. Ich denke die gängigste Definition ist daß es sich um ein Abbild der Umgebung handelt mit dem man viel anfangen kann.

    >Und die klassischen Symbolismen z.B. kann man vielleicht nur dann verstehen, wenn man überlegt welche Erfahrungen die Leute machten um auf ihre Assoziationen zu kommen.

    >Ich bin aber sehr an differenten Sichtweisen interessiert und würde mich freuen hiermit eine für alle bereicherernde und konstruktive Diskussion zu eröffnen.

    >Hoffentlich diskutieren nicht nur wir beiden ;-)) Bin auch gespannt !

    >>So ist in der Hermetik, dem Osten das Element Luft, dem Süden das Element Feuer, im Westen das Element Erde und dem Norden das Element Wasser zugeschrieben.

    >>In der Naturreligion Wicca, in der ritualistischen Ausprägung finden sich jedoch im Norden das Element der Erde (der Sitz der großen Göttin oder Boreas der Hüter des nördlichen Portales) und im Westen das Element des Wassers.

    >Hier sind wir schon beim Punkt : Die Hermetik stammt möglicherweise aus Ägypten, Wicca aus Europa.

    >Der Osten ist der Ort des Sonnenaufgangs, und alle asiatischen Philosophien haben für mich eine Luft-Artige, leichte, schwebende Qualität. Das Klima wird feuchter, für Europäer auch heißer. Geographisch ist sowohl für Ägypten als auch Europa im Osten Asien. Heiß und feucht sind die Eigenschaften des Luft-Elements.

    >In Richtung Süden (oder, wieder in beiden Fällen, Äquator) wird`s immer heißer und trockener (von beiden Orten aus) Heiß und Trocken sind die Eigenschaften des Feuer-Elements.

    >In Richtung Westen haben wir den ersten Unterschied. Die Hermetik (Ägypten ?) setzt hier die Erde ein (westlich von Ägypten liegt felsige Wüste), Wicca (Europa) setzt hier das Wasser ein (westlich von Europa liegt der Atlantik)

    >Außerdem wirds nach Norden von Europa aus kühler und trockener (wegen der Kälte sinkt auch die Luftfeuchtigkeit) und Kälte & Trockenheit = Erdelement. Von Ägypten aus wirds nach Westen zumindest trockener, ob auch kühler, weiß ich nicht, aber ich find`s noch plausibel, da das Erdelement einzusetzen.

    >Nach Norden - ich hab`s schon oben geschrieben - hat`s in Europa (Wicca ?) dann das Erdelement. In der Hermetik (Ägypten ?) ist im Norden Wasser/Das Mittelmeer.

    >Diese Dinge mögen sich in die kollektive Psyche eingegraben haben.

    >>Auch im TAROT finden sich teilweise unterschiedliche Entsprechungen, so ist beispielsweise im Aleister Crowley Tarot dem Osten (Luft) das Schwert zugeschrieben und dem Süden (Feuer) der Stab.

    >>Für mich persönlich ist das Schwert jedoch eindeutig ein feuriges Prinzip, welches die stählerne Willenskraft des Erzengels Michael präsentiert (siehe das Kleine Pentagramm-Ritual), das Schwert welches im Feuer geschmiedet wird und in der Glut seine Form erhält, ein Prinzip des Tubalkain, des alten Meisters und Schmied.

    >Wenn man sich die fünf Elementarwaffen ansieht, so ist deutlich erkennbar daß es sich um Gebrauchsgegenstände von nomadisierenden Leuten gehandelt hat, deren alltägliche Assoziationen in ihre magische Symbolik eingegangen ist.

    >Die Scheibe (Erde) war wohl ursprünglich die Münze (also die materiellste Form sich selbst und die Welt zu beeinflussen, Geld) und vielleicht daher das dichteste Element.

    >Das Schwert (Luft) diente wohl dazu, zu unter-scheiden im wahrsten Sinne des Wortes. Jahr x vor bis 1600 nach Christus, freie Wildbahn, war wohl eine logische Differenzierung zwischen "wird das Schwert gezogen oder nicht" alltäglich, und wurde es (als Dolch oder Messer) verwendet um Wild zu zerlegen (= analysieren, in seine Teile zerlegen) so kommen wir auch in diesen merkurischen Bereich. Also Schwert = Differenzen bilden = Verstand = Merkur = Luft.

    >Außer Münzen und Schwert hatten die Leute wohl auch ein Trinkgefäß bei sich, dessen aufnehmende Form, die Tatsache daß es mit Wasser gefüllt wurde sowie offensichtliche Assoziationen dazu führten, diesen als weiblich (was damals als passiv-aufnehmend, wohl auch wegen der Art und Form des weiblichen Genital und der sozialen Rolle der Frau so gesehen wurde) und Wasser-artig zu benutzen.

    >Der Wanderstab hatte im Gebirge vielleicht sogar überlebensdienliche Funktionen. Er war das, auf das man sich stützte, ein dritter, intelligent zu gebrauchender Arm, und wie der Trinkkelch an Frauen assoziierte, so wird vielleicht der Stab als offensichtliches Phallussymbol an das männliche Prinzip (oder zumindest wie es damals gesehen wurde) anknüpfen, also Feuer, auch Sexualität im allgemeinen, eine feurige Kraft (man sagt ja heute noch, "der oder die ist heiß", oder "mir wird heiß", Homosexuelle wurden als "Warme" bezeichnet - eine sehr männliche Form der Sexualität etc.) Auch Freud sah in der Libido (= sexueller Lebenskraft) etwas feuriges.

    >Nun, die Lampe, die auch dabei war, um in der Nacht nicht aufgeschmissen zu sein, stand dafür, seinen Weg durch die Dunkelheit zu finden und damit für den Geist.

    >Deswegen ist für mich auch das Schwert nicht Feuer - es wird IM FEUER geschmiedet, aber repräsentiert es für mich nicht. (Interessante Assoziation : Das Feuer/Esse - Sexualität, ES, Unbewußtes - schmiedet - formt - Die Luft/Schwert - Verstand, ICH --) Freud würd` sich freuen)

    >>In der Farbsymbolik gibt es ebenso besonders in Bezug auf Wasser und Luft differente Entsprechungen. So wird der Luft einerseits Grün und dem Wasser Blau zugeordnet, mir entspricht jedoch mehr der Luft Blau und dem Wasser Grün zu geben, denn die blaue Färbung des Wassers erhält es vom blauen Himmelszelt.

    >Würde auch eher sagen, Wasser grün, Luft blau. Zu der Zuordnung Luft/Grün und Wasser/Blau habe ich keinen Schimmer.

    >Oder sind wir beide farbenblind ;-)) ?

    >Andrerseits sagte glaub ich Homer, das Meer wäre weinrot (so sind wir in guter Gesellschaft)

    >Natürlich ist Wasser farblos und nicht grün, es erhält aber seine grüne Färbung durch seine Unzahl an Wasserpflanzen. Der Himmel ist über der Wolkendecke in ein wunderschönes Blau getaucht und somit für mich eindeutig die Farbe der Luft.

    >>Ich wäre sehr an Euren Meinungen interessiert.

    >Ich denke, daß eine für die meisten passende Symbolik allgemein schon machbar ist und das nicht nur rein persönliche Ansichtssache ist, aber daß drei Bedingungen für eine intersubjektive Sicht erfüllt sein müssen :

    >1.) Sie muß aus alltäglichen Erfahrungen heraus, die für die meisten Leute ähnlich sind, intuitiv nach-assoziierbar sein

    >2.) Sie muß den kulturellen und geographischen Assoziationen wenigstens einpassbar sein

    >3.) Sie sollte möglichst keine unauflösbaren Innenwidersprüche enthalten (konsistent sein)

    >Grüße,

    >P


  8. #8
    Einer
    Gast

    Re: Gedankenexperiment

    >(...)

    >>>In der Naturreligion Wicca, in der ritualistischen Ausprägung finden sich jedoch im Norden das Element der Erde (der Sitz der großen Göttin oder Boreas der Hüter des nördlichen Portales) und im Westen das Element des Wassers.

    >>Hier sind wir schon beim Punkt : Die Hermetik stammt möglicherweise aus Ägypten, Wicca aus Europa.

    >

    >Die Idee, dass Wicca eine lange Tradition hat, wie Magie z.b. ist weitverbreitet. Ihr Ursprung liegt aber in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, und es bestehen hauptsächlich zwei Schulen : die eine fing an mit Gerald Gardner (seine Folger sind als "Gardnerians" bekannt), dia andere mit Alex Saunders (der in einer Autobiographie behauptet, er sei durch seine Grossmutter, die eine natürliche "witch" (Hexe) gewesen sein soll, eingeweiht als junger Knabe).

    >Auch glaube ich nicht, dass Wicca und Magie vergleichbar sind : Wicca stammt von "witchcraft" (Hexerei) und könnte eine "Naturreligion" genannt werden, und ist, in meiner Ansicht, dem Satanismus nicht fremd. Magie oder Hermetismus haben einen ganz anderen Ursprung : Hermes war ein grosser Eingeweihter, der einen sehr hohen Grad der Initiation erlangt hatte. Die "Tabula Smaragdina" (Smaragdtafel) wird ihm zugeschrieben.

    >Wenn in Wicca von z.B. Elementen die Sprache ist, bin ich jedoch überzeugt, dass diese aus der Hermetik übernommen wurden.

    >Grüsse

    >Einer


  9. #9
    Ein Reisender
    Gast

    Re: Gedankenexperiment

    >>Hi Reisender,

    >>im Forum "Astron" hatte ich mich schon mal mit Astarno über dieses Thema unterhalten.

    >>Ich werde unsere Unterhaltung hier reinkopieren. Die mit Ecken > versehenen Beiträge sind von Astarno, die Antworten darauf meine Ansichten dazu.

    >>Na ich hoffe daß ich für`s reinkopieren nicht ein paar über den Kopf bekomme, wo ich doch auch ein Reisender bin ;-))

    >>>Mich würden die einzelnen Meinungen und begründete Anschauungen in Bezug auf die vier Elemente und ihre Zuordnungen interessieren, die in den magischen Systemen durchaus verschiedentlich auftreten.

    >>Ich denke die Frage die du da stellst ist eine enorm knifflige, eine, die mich jahrelang beschäftigt hat und mitunter noch immer beschäftigt.

    >>Ich denke grundsätzlich ist klar, daß man jede Assoziation bezüglich Zuordnungen irgendwie begründen und empfinden oder gar leben kann, aber deine Frage beinhaltet den viel schwierigeren Punkt ob manche Zuordnungen allgemein für alle besser passen als andere !

    >>Dies meine ich in Bezug auf zugeordnete Farben, Symbolismen, Kräfte, etc. Mir ist natürlich klar das jene Analogie bzw. Kausalität die aus der eigenen inneren Intuition heraus gestellt wird für das Individuum die einzig wahre sein kann.

    >>Das hängt davon ab, was man unter Wahrheit versteht. Ich denke die gängigste Definition ist daß es sich um ein Abbild der Umgebung handelt mit dem man viel anfangen kann.

    >>Und die klassischen Symbolismen z.B. kann man vielleicht nur dann verstehen, wenn man überlegt welche Erfahrungen die Leute machten um auf ihre Assoziationen zu kommen.

    >>Ich bin aber sehr an differenten Sichtweisen interessiert und würde mich freuen hiermit eine für alle bereicherernde und konstruktive Diskussion zu eröffnen.

    >>Hoffentlich diskutieren nicht nur wir beiden ;-)) Bin auch gespannt !

    >>>So ist in der Hermetik, dem Osten das Element Luft, dem Süden das Element Feuer, im Westen das Element Erde und dem Norden das Element Wasser zugeschrieben.

    >>>In der Naturreligion Wicca, in der ritualistischen Ausprägung finden sich jedoch im Norden das Element der Erde (der Sitz der großen Göttin oder Boreas der Hüter des nördlichen Portales) und im Westen das Element des Wassers.

    >>Hier sind wir schon beim Punkt : Die Hermetik stammt möglicherweise aus Ägypten, Wicca aus Europa.

    >>Der Osten ist der Ort des Sonnenaufgangs, und alle asiatischen Philosophien haben für mich eine Luft-Artige, leichte, schwebende Qualität. Das Klima wird feuchter, für Europäer auch heißer. Geographisch ist sowohl für Ägypten als auch Europa im Osten Asien. Heiß und feucht sind die Eigenschaften des Luft-Elements.

    >>In Richtung Süden (oder, wieder in beiden Fällen, Äquator) wird`s immer heißer und trockener (von beiden Orten aus) Heiß und Trocken sind die Eigenschaften des Feuer-Elements.

    >>In Richtung Westen haben wir den ersten Unterschied. Die Hermetik (Ägypten ?) setzt hier die Erde ein (westlich von Ägypten liegt felsige Wüste), Wicca (Europa) setzt hier das Wasser ein (westlich von Europa liegt der Atlantik)

    >>Außerdem wirds nach Norden von Europa aus kühler und trockener (wegen der Kälte sinkt auch die Luftfeuchtigkeit) und Kälte & Trockenheit = Erdelement. Von Ägypten aus wirds nach Westen zumindest trockener, ob auch kühler, weiß ich nicht, aber ich find`s noch plausibel, da das Erdelement einzusetzen.

    >>Nach Norden - ich hab`s schon oben geschrieben - hat`s in Europa (Wicca ?) dann das Erdelement. In der Hermetik (Ägypten ?) ist im Norden Wasser/Das Mittelmeer.

    >>Diese Dinge mögen sich in die kollektive Psyche eingegraben haben.

    >>>Auch im TAROT finden sich teilweise unterschiedliche Entsprechungen, so ist beispielsweise im Aleister Crowley Tarot dem Osten (Luft) das Schwert zugeschrieben und dem Süden (Feuer) der Stab.

    >>>Für mich persönlich ist das Schwert jedoch eindeutig ein feuriges Prinzip, welches die stählerne Willenskraft des Erzengels Michael präsentiert (siehe das Kleine Pentagramm-Ritual), das Schwert welches im Feuer geschmiedet wird und in der Glut seine Form erhält, ein Prinzip des Tubalkain, des alten Meisters und Schmied.

    >>Wenn man sich die fünf Elementarwaffen ansieht, so ist deutlich erkennbar daß es sich um Gebrauchsgegenstände von nomadisierenden Leuten gehandelt hat, deren alltägliche Assoziationen in ihre magische Symbolik eingegangen ist.

    >>Die Scheibe (Erde) war wohl ursprünglich die Münze (also die materiellste Form sich selbst und die Welt zu beeinflussen, Geld) und vielleicht daher das dichteste Element.

    >>Das Schwert (Luft) diente wohl dazu, zu unter-scheiden im wahrsten Sinne des Wortes. Jahr x vor bis 1600 nach Christus, freie Wildbahn, war wohl eine logische Differenzierung zwischen "wird das Schwert gezogen oder nicht" alltäglich, und wurde es (als Dolch oder Messer) verwendet um Wild zu zerlegen (= analysieren, in seine Teile zerlegen) so kommen wir auch in diesen merkurischen Bereich. Also Schwert = Differenzen bilden = Verstand = Merkur = Luft.

    >>Außer Münzen und Schwert hatten die Leute wohl auch ein Trinkgefäß bei sich, dessen aufnehmende Form, die Tatsache daß es mit Wasser gefüllt wurde sowie offensichtliche Assoziationen dazu führten, diesen als weiblich (was damals als passiv-aufnehmend, wohl auch wegen der Art und Form des weiblichen Genital und der sozialen Rolle der Frau so gesehen wurde) und Wasser-artig zu benutzen.

    >>Der Wanderstab hatte im Gebirge vielleicht sogar überlebensdienliche Funktionen. Er war das, auf das man sich stützte, ein dritter, intelligent zu gebrauchender Arm, und wie der Trinkkelch an Frauen assoziierte, so wird vielleicht der Stab als offensichtliches Phallussymbol an das männliche Prinzip (oder zumindest wie es damals gesehen wurde) anknüpfen, also Feuer, auch Sexualität im allgemeinen, eine feurige Kraft (man sagt ja heute noch, "der oder die ist heiß", oder "mir wird heiß", Homosexuelle wurden als "Warme" bezeichnet - eine sehr männliche Form der Sexualität etc.) Auch Freud sah in der Libido (= sexueller Lebenskraft) etwas feuriges.

    >>Nun, die Lampe, die auch dabei war, um in der Nacht nicht aufgeschmissen zu sein, stand dafür, seinen Weg durch die Dunkelheit zu finden und damit für den Geist.

    >>Deswegen ist für mich auch das Schwert nicht Feuer - es wird IM FEUER geschmiedet, aber repräsentiert es für mich nicht. (Interessante Assoziation : Das Feuer/Esse - Sexualität, ES, Unbewußtes - schmiedet - formt - Die Luft/Schwert - Verstand, ICH --) Freud würd` sich freuen)

    >>>In der Farbsymbolik gibt es ebenso besonders in Bezug auf Wasser und Luft differente Entsprechungen. So wird der Luft einerseits Grün und dem Wasser Blau zugeordnet, mir entspricht jedoch mehr der Luft Blau und dem Wasser Grün zu geben, denn die blaue Färbung des Wassers erhält es vom blauen Himmelszelt.

    >>Würde auch eher sagen, Wasser grün, Luft blau. Zu der Zuordnung Luft/Grün und Wasser/Blau habe ich keinen Schimmer.

    >>Oder sind wir beide farbenblind ;-)) ?

    >>Andrerseits sagte glaub ich Homer, das Meer wäre weinrot (so sind wir in guter Gesellschaft)

    >>Natürlich ist Wasser farblos und nicht grün, es erhält aber seine grüne Färbung durch seine Unzahl an Wasserpflanzen. Der Himmel ist über der Wolkendecke in ein wunderschönes Blau getaucht und somit für mich eindeutig die Farbe der Luft.

    >>>Ich wäre sehr an Euren Meinungen interessiert.

    >>Ich denke, daß eine für die meisten passende Symbolik allgemein schon machbar ist und das nicht nur rein persönliche Ansichtssache ist, aber daß drei Bedingungen für eine intersubjektive Sicht erfüllt sein müssen :

    >>1.) Sie muß aus alltäglichen Erfahrungen heraus, die für die meisten Leute ähnlich sind, intuitiv nach-assoziierbar sein

    >>2.) Sie muß den kulturellen und geographischen Assoziationen wenigstens einpassbar sein

    >>3.) Sie sollte möglichst keine unauflösbaren Innenwidersprüche enthalten (konsistent sein)

    >>Grüße,

    >>P

    >Danke Prometheus,

    >das hat meine Vermutungen bestätigt .

    >Grüße

    >Ein Reisender


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