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Thema: Lurianische Kabbalah

  1. #1
    Reinhard
    Gast

    Lurianische Kabbalah

    >Hallo, an Alle. Ich wollte nochmal nachfragen ob jemand etwas über die von Hr.Allen erwähnte lurianische Kabbalah (Rabbi Luria)weiss.


  2. #2
    Musa
    Gast

    Re: Lurianische Kabbalah

    >>Hallo, an Alle. Ich wollte nochmal nachfragen ob jemand etwas über die von Hr.Allen erwähnte lurianische Kabbalah (Rabbi Luria)weiss.

    >Hallo Reinhard,

    >Schaue mal hier nach: Lurianic Kabbalah

    >Gruss

    >Musa


  3. #3
    PA
    Gast

    Danke Musa, sehr interessant. (ohne Text)


  4. #4
    Reinhard
    Gast

    Re: Lurianische Kabbalah

    >>>Hallo, an Alle. Ich wollte nochmal nachfragen ob jemand etwas über die von Hr.Allen erwähnte lurianische Kabbalah (Rabbi Luria)weiss.

    >>Hallo Reinhard,

    >>Schaue mal hier nach: Lurianic Kabbalah

    >>Gruss

    >>Musa

    >Hallo Musa,

    >vielen Dank!!! für den Link. Du hast mir sehr geholfen-ehrlich Gruß R.


  5. #5
    Paul Allen
    Gast

    Maaseh Merkabah.

    >Hallo nochmal,

    >da ich schon mal dabei bin, möchte ich euch einen der interessantesten Teile aus Yudeloves Buch übersetzen.

    >Und zwar geht es hier nicht um die Lurianische Kabbalah, sondern um eine andere Form der jüdischen Mystik, nämlich um die

    Maaseh Merkabah

    >Der Gotteswagen - Thron Gottes



    >Zuerst wieder Yudeloves Text auf englisch, dann meine deutsche Übersetzung:

    >


    >Mysteries within mysteries. This is the best explanation I can give of the true nature of the Hebrew Kabbalah. You can spend years studying the books and be a devout disciple of the Torah and you will still never get beyond the mysteries within mysteries.

    >These mysteries account for both the allure of and the fear of Kabbalah. There is no question that delving too deeply into the Kabbalah can be a shattering experience even for the initiated. Ah, but the rewards!

    >One of the most famous stories in Kabbalistic lore concerns the four great scholars: Ben Azai, Ben Zoma, Ben Yehuda and Rabbi Akiva. These Torah scholars lived in Jerusalem in the First Century A.D. after the destruction of the Second Temple by Romans. Rabbi Akiva was the leader of this small group and he would guide them into mystical trances to explore the early Kabbalistic universe. According to historic accounts, after one such journey in which the group apparently delved deeper than ever before, Ben Azai's spirit entered the Light and never returned and his physical body died. Ben Yehuda saw two Gods, one good and one evil, returned and immedately renounced the Jewish faith. Ben Zoma went insane. Only the saintly Rabbi Akiva left and returned unchanged.

    >For most of its history, the Kabbalah was reserved for the few. A balanced mind and holy way of life were usually prerequisites to receive the secret, oral teachings. For the masses, it was generally considered too dangerous by both the Kabbalists and the orthodox religious leaders, who feared that rampant mysticism would lead the Jewish nation into idolatry and assimilation.

    >The Kabbalah allegedly grew out of, and for a time coexisted with, another form of mysticism known as the Maaseh Merkabah, or Workings of the Chariot. These mysteries were derived from the prophet Ezekiel's vision of the Divine Throne:

    >


    >And above the firmament was the likeness of a throne, as the appearance of a sapphire stone and upon the likeness of the throne was the likeness as the appearance of a man above it. (Ezekiel 1, 26-28)


    >The Merkabah mystic would ride a chariot through the Seven Heavens and Seven Heavinly Mansions in his attempt to reach the divine throne of God. The route was immensely compex and fraught with danger. The chariot rider would be equipped with words of power and talisman and magical spells to gain entry to the heavenly abodes. He would prepare himself by fasting and chanting hymns and prayers. The traveler went on a shamanic journey first to the Lower and then the Upper World. The chariot was reached in a trance by means of a descent into the Lower World, and once reached, would be ridden to the Upper Worlds. These Seven Heavens and Mansions were inhabited by angels as well as demons who would wreack havoc upon the unprepared. In effect, the Merkabah mystic would unleash all the forces in his unconscious mind and, if he had not previously tamed his internal demons and paid proper homage to his angels, his trip through Heaven could quickly change to a nightmare in Hell.

    >The Merkabah mysteries were practiced from approximately 100 B.C. until 1000 A.D. They were considered so dangerous that, by the First Century A.D., the Jewish leadership decreed: "The discipline of the chariot may be taught only to individual students (one at a time), and they must be wise, understanding with their own knowledge."

    >Of course, there were those who did succeed in their quest and received the vision of the Throne of God. Often these visions were written down as guides for future travelers. The Throne vision was the aim of the Merkabah rider. He did not attempt to see beyond the Throne or question its nature or origin. This is basically what separated the Merkabah mystics from early Kabbalists. The mysteries of creation and the true nature of the creator lay at the heart of the Kabbalah.

    >


    >Hier kommt die deutsche Übersetzung:

    >


    >Mysterien über Mysterien. Das ist die beste Erklärung die ich über die wirkliche Natur der jüdischen Kabbalah geben kann. Man kann die Torah jahrelang studieren und ein hingebungsvoller Schüler sein und man kann die Mysterien über Mysterien nicht ausloten. (Etwas freie Übersetzung)

    >Diese Mysterien sind für die Verlockung der Kabbalah aber auch für die Angst vor ihr verantwortlich. Es steht außer Frage, daß es sogar für den Eingeweihten eine zerschmetternde? Erfahrung sein kann, zu tief in die Kabbalah einzutauchen. Aber der Lohn !

    >Eine der berühmtesten Erzählungen der kabbalistischen Lehre handelt von den 4 großen Schülern: Ben Azai, Ben Zoma, Ben Yehuda und Rabbi Akiva. Diese Schüler der Torah lebten in Jerusalem im ersten Jahrhundert nach Christus nach der Zerstörung des Zweiten Tempels durch die Römer. Rabbi Akiva war der Führer dieser kleinen Gruppe und er führte sie in mystische Trancen um das frühe kabbalistische Universum zu erkunden. Nachdem während einer solchen Reise die Gruppe anscheinend tiefer als jemals zuvor eintauchte, sagen die historischen Quellen, verschmolz Ben Azai's Geist mit dem Licht und kehrte niemals in seinen physischen Körper zurück worauf sein physischer Körper starb. Ben Yehuda sah zwei Götter, einen guten und einen dämonischen, kehrte zurück und entsagte augenblicklich dem jüdischen Glauben. Ben Zoma wurde verrückt. Nur der fromme (heiligmäßige) Rabbi Akiva kam unverändert zurück.

    >Während des größten Teils seiner Geschichte blieb die Kabbalah wenigen vorbehalten. Ein ausgeglichener Geist und ein heiligmäßiger Lebenswandel waren normalerweise Vorbedingunen um die geheime und nur mündlich weitergegebene Unterweisung zu erhalten. Für die Masse wurde es sowohl von den Kabbalisten als auch von den orthodoxen religiösen Führern gewöhnlich als zu gefährlich erachtet, da befürchtet wurde, daß ein zügelloser Mystizismus die jüdische Nation zum Götzendienst und Assimilation führen könnte.

    >Die Kabbalah entwickelte sich anscheinend aus und koexistierte mit einer anderen Form des Mystizismus, die als Maaseh Merkabah oder als die Lehre vom Wagen Gottes bekannt ist. Dieses Mysterium wurde von der Vision des göttlichen Thrones des Propheten Ezekiel abgeleitet:

    >


    >And above the firmament was the likeness of a throne, as the appearance of a sapphire stone and upon the likeness of the throne was the likeness as the appearance of a man above it. (Ezekiel 1, 26-28)
    (deutscher Orginaltext kommt noch, muß erst in der Bibel nachschauen.)

    >Der Merkabah Mystiker fährt auf einem Wagen durch die 7 Himmel und 7 Paläste bei seinem Versuch den göttlichen Thron zu erreichen. Die Route war unglaublich komplex und außerordentlich gefährlich. Der Lenker des Wagens besaß Wörter der Kraft, Talismane und Zauberformeln um Einlaß in die himmlischen Bereiche zu erlangen. Er bereitete sich durch Fasten, durch das Singen von Hymnen und Gebeten (auf seine Reise) vor. Der Reisende ging auf eine "schamanische Reise" zuerst in die Unterwelt und dann in die oberen Bereiche. Der Wagen wurde in einer Trance in der Unterwelt bestiegen und einmal erreicht fuhr man mit seiner Hilfe in die oberen Welten. Diese 7 Himmel und 7 Paläste waren von von Engeln aber auch von Dämonen bewohnt, die den Unvorbereiteten übel zurichten konnten. In Wirklichkeit wurden alle Kräfte des Unbewußten freigesetzt und wer seine inneren Dämonen nicht bezwungen und den Engeln nicht Ehre erwiesen hatte, dessen Reise gen Himmel konnte sehr schnell zu einem Alptraum in die Hölle werden.

    >Die Mysterien der Merkabah wurden vom 1 Jahrhundert vor Christus bis ca 1000 nach Christus praktiziert. Sie wurden als so gefährlich eingestuft, daß die jüdischen Führung im 1. Jahrhundert nach Christus verordnete, daß: "Die Disziplin des Wagens darf nur Einzelpersonen (eine Person pro Schulung) gelehrt werden, die weise und verständig im eigenen Wissen sind."

    >Natürlich gab es solche die erfolgreich waren und die Vision des Throns Gottes erlangten. Oft wurden diese Visionen niedergeschrieben zur Führung für andere Reisende. Die Vision des Throns war das Ziel des Merkabah Reisenden. Er versuchte nicht die Bereiche jenseits des Throns zu erkunden oder dessen Natur bzw. Quelle zu ergründen. Das unterscheidet Merkabah Mystiker hauptsächlich von den frühen Kabbalisten. Die Mysterien der Schöpfung und die wirkliche Natur des Schöpfers waren das zentrale Anliegen der Kabbalah.

    >


    >Zum Schluß möchte ich noch Yudeloves Empfehlung zum Einstieg in das Studium der hochkomplizierten jüdischen Mystik/Kabbalah weitergeben:

    >1. Aryeh Kaplan: Meditation and Kabbalah (Samuel Weiser, 1982)

    >2. Aryeh Kaplan: Sepher Yetzirah (Samuel Weiser, 1990)

    >3. Gershom Sholem: Major Trends in Jewish Mysticism (Schocken Books, 1961)

    >=====================

    >deutscher link zum Thema:

    >http://www.pythagoras-institut.de/Index/merkabah.html man beachte die Literaturangabe des Aryeh Kaplan mit dem Titel Meditation and Kabbalah (1982), in dem eine praktische Anleitung mit allen Schlüsseln gegeben wird.

    >Zusatz: "Die Lichtarbeiter" arbeiten auch nach einer "Merkabah" Technik, diese scheint aber von der jüdischen Tradition nach Aryeh Kaplan abzuweichen (bin mir nicht sicher).

    >Zusatz2: man suche auf www.google.com nach "Merkabah", Sprachoption "Deutsch", danach Sprachoption "Alle Sprachen".


  6. #6
    John R.
    Gast

    Re: Maaseh Merkabah.

    >Hallo Paul

    >Ich habe vor einigen Jahren mal etwas mitbekommen von einem esoterischen Schulungscenter, daß an verschiedenen Orten Kurse anbot. Einer davon war die sogenannte "Merkabah-Meditation".

    >Jemand, den ich kannte hat diesen Kurs besucht und ich durfte auch einen Tag als Tag mitanwesend sein. Weiteres erfuhr ich anschließend von dieser Person.

    >Es ging in diesem Kurs übrigens auch um Außerirdische, Verschwörungstheorien etc. Das ganze Programm halt....

    >Die Merkabah Meditation wurde nun als ein Weg betrachtet, ähnlich wie beim Astralreisen, den ganzen Planeten bereisen zu können. Zwischen Astralwanderungen und eben dieser Merkabah bestand hauptsächlich der Unterschied, daß man dies alles bei der Merkabah im grobstofflichen Körper vollbingen sollte !!!!!!!

    >Ich muß hinzufügen, daß die genannte Person es fleißig ausprobierte aber den letzten Schritt nicht schaffte. Dieser wurde im Kurs übrigens auch verschwiegen.

    >Das Ganze war nun, soweit ich es mitbekommen habe, stark christlich eingefärbt.

    >So war oft von Christus die Rede. Auch davon, daß er sich angeblich durch Merkabah eine Menge "Weg gespart hatte".

    >Etwas befremdlich erschien mir die Behauptung, daß man mittels dieser Technik auch die Erdgürtelzone im materiellen Körper besuchen könnte. Es wurde auch gesagt, daß dies der endgültige Schritt zur Erlösung wäre: Diese Welt mitsamt des fleischlichen Körpers zu verlassen, um dann anschließend "drüben" zu bleiben bis ans Ende aller Tage. Im fleischlichen Körper wohlgemerkt !!!

    >Wenn man das Ganze von allen wirren Vorstellungen und Verschwörungsgeschichten befreit ( "die Marsmenschen werden wieder kommen und uns zu unterwerfen versuchen usw.." bleibt übrig, daß die Merkabah als ein Energiefeld betrachtet wurde, in dem der Körper eben innerhalb von Augenblicken die ganze Erdoberfläche "überfliegen" kann.

    >Ob das nun die wahre, ursprüngliche Merkabah ist oder da etwas falsch verstanden wurde, kann ich nicht sagen.

    >Witzig ist jedoch, daß die Leute da wirklich ordentlich Kohle abgedrückt haben um dann anschließend ziemlich dumm aus der Wäsche zu gucken, als ihnen gesagt wurde: "Den letzen Schritt können wir euch leider nicht mitteilen. Den wird euch der Vater sagen, wenn es Zeit für euch ist, daß ihr sterben müßt und dann diese Welt verlassen werdet" Watt hamma jelacht, ne?

    >Zusammenfassend: Sterben müßt ihr aber dank der Merkabah dürft ihr euren Körper dann mitnehmen und in dem drüben leben. Da kann man dann nur hoffen, daß man jung stirbt und nicht mit 95 :-)

    >Trotz allem bleibt aber eben diese Ansicht, daß Merkabah bedeuten soll, in materiellen Körper jeden Ort dieser Welt innerhalb von Augenblicken bereisen zu können. Nun stellt sich die Frage, ob DAS nun die wahre Merkabah ist, oder da etwas falsch verstanden wurde.

    >Tja, mal sehen ob da jemand was darüber berichten kann.........

    >Grüße

    >JohnR


  7. #7
    PA
    Gast

    Re: Maaseh Merkabah + Seminar-Szene.

    >Hallo John,

    >>Nun stellt sich die Frage, ob DAS nun die wahre Merkabah ist ...

    >Ich glaube das ist die "andere" Merkabah, die ich vorher schon erwähnt habe.

    >Wenn man mit Google nach dem Begriff "Merkabah" sucht, dann findet man nur sehr wenige links zur "echten", also der jüdischen Mystik, wie sie zwischen 100 vor Christus bis 1100 nach Christus betrieben wurde.

    >Man findet allerdings ziemlich viele andere links mit "exotisch" anmutenden esoterischen Inhalten und Praktiken, unter anderem die sog. "Lichtarbeiter" usw.

    >Über die "Abzocker" im eso Geschäft haben wir ja schon diskutiert. Wenn etwas geboten wird, was den Menschen wirklich was bringt (es braucht nicht mal die "wahre Hermetik" zu sein), dann ist das ja noch ok. Sonst aber ists wirklich eine Frechheit.

    >Das bezieht sich allerdings nicht nur auf das eso Geschäft, sondern auf die ganze Workshop/Seminar Szene. Eine Ausbildung zum Gestalttherapeut kostet pro Jahr über 10 000 DM, wobei 5 Jahre Ausbildung "normal" sind. Das gilt auch für fast alle Therapie-Ausbildungen. (Gesprächstherapie, NLP, Gruppentherapie, und und und). Eine hübsche Geldmach-Maschine, oder? Stell dir vor die Ausbildung zum Schlosser müßte vom Azubi selbst bezahlt werden ... Wir müßten alle noch das Wasser kübelweise selbst am Brunnen vor dem Tore holen.

    >Die Qualität dieser Ausbildungen ist genauso schlecht, wie in der eso Szene. Diese Behauptung würde in der entsprechenden Psychotherapeuten Szene zwar einen Sturm der Entrüstung auslösen, aber so isses nun mal. Ich weiß das aus eigener Erfahrung, von befreundeten Psychologen die die entsprechende Ausbildung gemacht haben, usw.

    >Aber lieber ein schlechtes System, als gar keins. Es funktioniert hauptsächlich deshalb, weil die Ausbildner der Psychotherapeuten Geld verdienen, weil die zukünftigen Psytherapeuten dafür Geld bezahlen, weil sie wissen, daß sie dann später Geld von ihren Klienten bekommen und weil der Klient in einer Notlage ist und alles tut, um wenigstens ein bischen Hilfe zu bekommen.

    >Richard Bandler (einer der Gründer des NLP) hat einen interessanten Vorschlag in dieser Hinsicht gemacht: eine Rückgabegarantie bei nicht Gelingen der Therapie. Auch wenn es sicherlich nicht immer leicht ist, die Effektivität einer Therapie zu beurteilen, wäre das eine gute Sache. Daß die Psychotherapieszene auf sowas nicht eingeht kann ich gut verstehen ...

    >In diesem Sinn, lassen wir uns nicht von solchen Leuten ablenken und konzentrieren wir uns auf Dinge, die wirklich Sinn machen.

    >Freundliche Grüße,

    >Paul Allen.


  8. #8
    John R.
    Gast

    Re: Maaseh Merkabah + Seminar-Szene.

    >>Hallo John,

    >>>Nun stellt sich die Frage, ob DAS nun die wahre Merkabah ist ...

    >>Ich glaube das ist die "andere" Merkabah, die ich vorher schon erwähnt habe.

    >>Wenn man mit Google nach dem Begriff "Merkabah" sucht, dann findet man nur sehr wenige links zur "echten", also der jüdischen Mystik, wie sie zwischen 100 vor Christus bis 1100 nach Christus betrieben wurde.

    >>Man findet allerdings ziemlich viele andere links mit "exotisch" anmutenden esoterischen Inhalten und Praktiken, unter anderem die sog. "Lichtarbeiter" usw.

    >>Über die "Abzocker" im eso Geschäft haben wir ja schon diskutiert. Wenn etwas geboten wird, was den Menschen wirklich was bringt (es braucht nicht mal die "wahre Hermetik" zu sein), dann ist das ja noch ok. Sonst aber ists wirklich eine Frechheit.

    >>Das bezieht sich allerdings nicht nur auf das eso Geschäft, sondern auf die ganze Workshop/Seminar Szene. Eine Ausbildung zum Gestalttherapeut kostet pro Jahr über 10 000 DM, wobei 5 Jahre Ausbildung "normal" sind. Das gilt auch für fast alle Therapie-Ausbildungen. (Gesprächstherapie, NLP, Gruppentherapie, und und und). Eine hübsche Geldmach-Maschine, oder? Stell dir vor die Ausbildung zum Schlosser müßte vom Azubi selbst bezahlt werden ... Wir müßten alle noch das Wasser kübelweise selbst am Brunnen vor dem Tore holen.

    >>Die Qualität dieser Ausbildungen ist genauso schlecht, wie in der eso Szene. Diese Behauptung würde in der entsprechenden Psychotherapeuten Szene zwar einen Sturm der Entrüstung auslösen, aber so isses nun mal. Ich weiß das aus eigener Erfahrung, von befreundeten Psychologen die die entsprechende Ausbildung gemacht haben, usw.

    >>Aber lieber ein schlechtes System, als gar keins. Es funktioniert hauptsächlich deshalb, weil die Ausbildner der Psychotherapeuten Geld verdienen, weil die zukünftigen Psytherapeuten dafür Geld bezahlen, weil sie wissen, daß sie dann später Geld von ihren Klienten bekommen und weil der Klient in einer Notlage ist und alles tut, um wenigstens ein bischen Hilfe zu bekommen.

    >>Richard Bandler (einer der Gründer des NLP) hat einen interessanten Vorschlag in dieser Hinsicht gemacht: eine Rückgabegarantie bei nicht Gelingen der Therapie. Auch wenn es sicherlich nicht immer leicht ist, die Effektivität einer Therapie zu beurteilen, wäre das eine gute Sache. Daß die Psychotherapieszene auf sowas nicht eingeht kann ich gut verstehen ...

    >>In diesem Sinn, lassen wir uns nicht von solchen Leuten ablenken und konzentrieren wir uns auf Dinge, die wirklich Sinn machen.

    >>Freundliche Grüße,

    >>Paul Allen.

    >Hallo Paul

    >Vollste Zustimmung. Ich wollte da eigentlich auch nur "ganz neutral" über eben diese Ansichten zur Merkabah berichten. Ist halt so eine Achillesferse bei mir:

    >Das mit dem Abzocken......

    >Was die Sache mit den Psychotherapheuten betrifft, so habe ich davon zu wenig Ahnung bzw. Erfahrung mit der Materie, um da wirklich mitreden zu können.

    >Grundsätzlich sehe ich es immer bedenklich, wenn jemand das Monopol auf eine bestimmte Ausbildung hat, da dann wirklich "alles möglich" ist.

    >Ein bißchen Konkurrenz würde da oft nicht schaden und eine positive Auswirkung auf die Preise bzw. die darin enthaltenen Leistungen sowie die Qualität der Ausbildung haben, da sonst bald Schnitzel gegen Butterbrot eingetauscht werden müßte. So gibt es halt keinen Wettbewerb und die Leute können tun und lassen und dafür verlangen was sie wollen. Das ist jetzt, wie gesagt, allgemein zu betrachten. Von der Situation im psychotherapeutischen Bereich habe ich wirklich keine Ahnung aber es ist interessant, darüber auch mal ein paar Anstöße zu erhalten.

    >PS: Ist Dir schon mal aufgefallen, daß der "kriegerische Aspekt" im Forum in letzer Zeit ziemlich nachgelassen hat? Wenn die Zeit des sinnlosen Beleidigens und der Erbsenzählerei vorbei ist, dann wird das die Qualität bzw. den Nutzen des Forums gewaltig steigern. Gut so !!!

    >(ich gebe es ja zu, ich haue auch manchmal gerne rauf aber diese eeelende Sch... Abzockerei, also wirklich.... :-)

    >Mit freundlichen Grüßen:

    >JohnR


  9. #9
    Paul Allen
    Gast

    Ezechiels archetypische Gotteserfahrung.

    >Wie versprochen kommt hier jetzt der fehlende Text, der in meinem vorigen Beitrag nur auf englisch enthalten war (die Vision Ezechiels).

    >Man beachte bitte auch die Symbolik des Erlebnisses.

    >(Viererschlüssel, der mächtige Om-Laut, ...)

    >Der Text ist meiner Meinung nach von unglaublicher Schönheit und von gewaltiger Tiefe. Aber lest bitte selbst:

    >Ezechiel 1,1 bis 1,28 (altes Testament).

    >===================

    >Am fünften Tag des vierten Monats im dreißigsten Jahr, als ich unter den Verschleppten am Fluß Kebar lebte, öffnete sich der Himmel, und ich sah eine Erscheinung Gottes. Am fünften Tag des Monats - es war im fünften Jahr nach der Verschleppung des Königs Jojachin - erging das Wort des Herrn an Ezechiel, den Sohn Busis, den Priester, im Land der Chaldäer, am Fluß Kebar. Dort kam die Hand Gottes über ihn.

    >

    Die Erscheinung Gottes



    >Ich sah: Ein Sturmwind kam von Norden, eine große Wolke mit flackerndem Feuer, umgeben von einem hellen Schein. Aus dem Feuer strahlte es wie glänzendes Gold. Mitten darin erschien etwas wie vier Lebewesen. Und das war ihre Gestalt: Sie sahen aus wie Menschen. Jedes der Lebewesen hatte vier Gesichter und vier Flügel. Ihre Beine waren gerade und ihre Füße wie die Füße eines Stieres; sie glänzten wie glatte und blinkende Bronze. Unter den Flügeln an ihren vier Seiten hatten sie Menschenhände. [Auch Gesichter und Flügel hatten die vier.]

    >Ihre Flügel berührten einander. Die Lebewesen änderten beim Gehen ihre Richtung nicht: Jedes ging in die Richtung, in die eines seiner Gesichter wies. Und ihre Gesichter sah so aus: Ein Menschengesicht (blickte bei allen vieren nach vorn), ein Löwengesicht bei allen vieren nach rechts, ein Stiergesicht bei allen vieren nach links und ein Adlergesicht, bei allen vier (nach hinten). Ihre Flügel waren nach oben ausgespannt. Mit zwei Flügeln berührten sie einander, und mit zwei bedeckten sie ihren Leib. Jedes Lebewesen ging in die Richtung, in die eines seiner Gesichter wies. Sie gingen, wohin der Geist sie trieb, und änderten beim Gehen ihre Richtung nicht. Zwischen den Lebewesen war etwas zu sehen wie glühende Kohlen, etwas wie Fackeln, die zwischen den Lebewesen hin und her zuckten. Das Feuer gab einen hellen Schein, und aus dem Feuer zuckten Blitze.

    >Ich schaute auf die Lebewesen: Neben jedem der vier sah ich ein Rad auf dem Boden. Die Räder sahen so aus, als seien sie aus Chrysolith gemacht. Alle vier Räder hatten die gleiche Gestalt. Sie waren so gemacht, daß es aussah, als laufe ein Rad mitten im anderen. Sie konnten nach allen viel Seiten laufen und änderten beim Laufen ihre Richtung nicht. Ihre Felgen waren so hoch, daß ich erschrak; sie waren voll Augen, ringsum bei allen vier Rädern. Gingen die Lebewesen, dann liefen die Räder an ihrer Seite mit. Hoben sich die Lebewesen vom Boden, dann hoben sich auch die Räder. Sie liefen, wohin der Geist sie trieb. Die Räder hoben sich zugleich mit ihnen; denn der Geist der Lebewesen war in den Rädern. Gingen die Lebewesen, dann liefen auch die Räder; blieben jene stehen, dann standen auch sie still. Hoben sich jene vom Boden, dann hoben sich auch die Räder zugleich mit ihnen; denn der Geist der Lebewesen war in den Rädern.

    >Über den Köpfen der Lebewesen war etwas wie eine gehämmerte Platte befestigt, furchtbar anzusehen, wie ein strahlender Kristall, oben über ihren Köpfen. Unter der Platte waren ihre Flügel ausgespannt, einer zum anderen hin. Mit zwei Flügeln bedechte jedes Lebewesen seinen Leib. Ich höhrte das Rauschen ihrer Flügel; es war wie das Rauschen gewaltiger Wassermassen, wie die Stimme des Allmächtigen. Wenn sie gingen, glich das tosende Rauschen dem Lärm eines Heereslagers. Wenn sie standen, ließen sie ihre Flügel herabhängen. Ein Rauschen war auch oberhalb der Platte, die über ihren Köpfen war. Wenn sie standen ließen sie ihre Flügel herabhängen.

    >Oberhalb der Platte über ihren Köpfen, war etwas, das wie Saphir aussah und einem Thron glich. Auf dem, was einem Thron glich, saß eine Gestalt, die wie ein Mensch aussah. Oberhalb von dem, was wie seine Hüften aussah, sah ich etwas wie glänzendes Gold in einem Feuerkranz. Unterhalb von dem, was wie sein Hüften aussah, sah ich etwas wie Feuer und ringsum einen hellen Schein. Wie der Anblick des Regenbogens, der sich an einem Regentag in den Wolken zeigt, so war der helle Schein ringsum. So etwa sah die Herrlichkeit des Herrn aus.

    >===================


  10. #10
    PA
    Gast

    Harte Diskussionen.

    >Hallo John,

    >>PS: Ist Dir schon mal aufgefallen, daß der "kriegerische Aspekt" im Forum in letzer Zeit ziemlich nachgelassen hat ...

    >Keine Angst, die kommen schon wieder, wenn sich vielleicht auch der Schwerpunkt etwas verschieben wird.

    >Diskussionen, wenn sie etwas bringen sollen, müssen immer hart geführt werden. Wenn alle immer nur zustimmen und gleicher Meinung sind, dann kann ich mich ja gleich mit mir selbst unterhalten.

    >Hart aber fair.

    >Freundlicht Grüße von Paul.


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