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>1. Gebot: Du sollst an einen Gott glauben!
>Na ja, ein gutes Gebot, aber an welchen? Man will von uns, dass wir uns aus
>dem immer groesser werdenden Angebot an Goettern einen einzigen aussuchen.
>An welchen sollen wir nun glauben: an den heiligen MAMMON, der uns Wein, Weib
>und Gesang verschafft, oder an den Gott der zuegellosen Vermehrung: SEX.
>Und dann gibt es da natuerlich noch den Gott des blubbernden Hopfens: BIER.
>Nicht zu vernachlaessigen ist da noch der Gott der in allem enthaltenen
>Kalorien: VOELLEREI. Das sind aber nur die wichtigsten.
>Viele weitere wollen von uns beachtet werden: Der Gott der HABGIER, der Gott
>des LACHENS (auch ZERKUGELNS genannt), des MUELLTRENNENS, des NASENBOHRENS,
>des RAHMNASCHENS und der MODE, sowie die Halbgoetter in Weiss.
>Daher sollte das erste Gebot lauten:
>DU SOLLST NUR SERIELL AN DIE GOETTER GLAUBEN UND NICHT PARALLEL
>(z.B. nicht gleichzeitig Saufen und Mueltrennen, oder Sex und Nasenbohren...)
>2. Gebot: Du sollst den Namen des Herrn nicht achtlos aussprechen!
>Wie oft sagen wir: "Oh, mein Gott!" , "Gott sei Dank" oder "Guter Gott",
>"Mein Gott" oder gar "Grosser Gott", ohne dass wir ihn unmittelbar ansprechen
>oder mit ihm kommunizieren wollen. Das will man uns also verbieten, obwohl es
>nicht einmal persoenlich gemeint ist. "Oh, mein" oder "Guter" klingt doch
>wirklich bescheuert, oder? Auch andere Namen einzufuegen hat sich als nicht
>sehr zweckmaessig erwiesen. Beispiel: "Oh, mein Leopold", "Kurt sei Dank!",
>"Mein Alfons", oder "Guter Manfred". Niemand weiss, was man damit ausdruecken
>will.
>Also sollte das 2. Gebot heissen:
>DU SOLLST DEN NAMEN DES HERRN NICHT ACHTLOS AUSSPRECHEN, WENN DU IHN DAMIT
>MEINST.
>3. Gebot: Du sollst den Tag des Herrn heiligen!
>Ein Spitzengebot!! Allerdings nicht erwaehnenswert, da der Tag des Herrn
>Sonntag ist, daher ARBEITSFREI, und von uns sowieso geheiligt wird.
>Daher waere es gescheiter, einen anderen, wenig beachteten Tag zu heiligen,
>damit dieser die verdiente Huldigung erhaelt.
>Montag ist fuer uns sowieso wichtig, weil wir nach versoffenen Wochenenden
>an diesem Tag unsere Gesundheit staerken und ihn immer preisen, wenn wir ihn
>ueberstanden haben.
>Dienstag ist ebenfalls sehr wichtig, da an diesem Tag der ueberstandene
>Montag gefeiert wird, was uns den Mittwoch dem Montag gleich macht.
>Freitag ist Arbeitsschluss, ein Tag der sich praktisch selber heiligt.
>Samstag ist der Tag an dem wir anfangen, den Sonntag zu heiligen, mit Bier
>und Spirituosen.
>Bleibt der DONNERSTAG: Ein Tag den niemand wuerdigt, niemand richtig zur
>Kenntnis nimmt.
>Daher sollte das 3. Gebot lauten:
>DU SOLLST DEN DONNERSTAG HEILIGEN, SOFERN DIESER NICHT EIN FEIERTAG IST.
>4. Gebot: Du sollst Vater und Mutter ehren.
>Ist das gerecht: Wir ehren sie, aber ehren sie UNS? Dafuer gibts kein Gebot,
>also wird es auch nicht beachtet. Ausserdem: Was ist mit all den anderen Ver-
>wandten, die fuer uns ach so wichtig sind: der kleine Bruder, an dem wir uns
>abreagieren koennen, der reiche Erbonkel aus den USA, der Grossvater mit
>seinen schmutzigen Witzen und die kleine Schwester mit ihren niedlichen,
>vorstellenswerten Freundinnen.
>Das 4. Gebot sollte daher lauten:
>DU SOLLST DEINE ELTERN EHREN, WENN SIE DICH EHREN, UND ALLE VERWANDTEN
>EHREN, DEREN VORTEIL DU DICH BEDIENEN KANNST.
>5. Gebot: Du sollst nicht toeten!
>Wie oft haben wir nachts wach gelegen, weil die boesartigen Moskitos unser
>Blut verlangten. Koennen wir mit ihnen reden, ihnen klarmachen, dass sie uns
>in Ruhe lassen sollen? Ja, indem wir sie ausloeschen. Und was ist mit
>Nahrung: Wie stirbt unser Schnitzel, wenn wir es nicht toeten? An Alters-
>schwaeche gestorbenes Nutzvieh ist selten und schmeckt nach Schuhsohle.
>UND: Auch die geliebte Gerste, des Bieres Seele ist LEBEN, ausgeloescht
>von unglaeubigen Braumeistern. Auch der Virus ist LEBEN, wenn er uns den
>Krebs beschert, der auch LEBEN ist. Und die Bakterie, die uns den Keuch-
>husten und das Fleckfieber beschert, ist auch LEBEN. Wir duerfen ihnen nichts
>tun, sie nicht morden, also sterben wir selber, was wiederum Selbstmord ist,
>daher dem 5. Gebot klar widerspricht.
>Das 5. Gebot muss daher lauten:
>DU SOLLST NICHT TOETEN, WAS DICH NICHT DIREKT ODER INDIREKT TOETET.
>6. Gebot: Du sollst nicht Ehebrechen!
>Wieso nicht? Wenn ich so bescheuert bin, zu heiraten, bin ich sowieso
>unzurechnungsfaehig! Was kann man mir also ankreiden? Ausserdem:
>Es heisst: DRUM PRUEFE, WER SICH EWIG SCHINDET! Wie kann ich pruefen, wenn
>ich nicht pruefen darf? Wenn das Angebot groesser ist als die Nachfrage,
>dann entsteht Inflation und Ueberbestand, was in der EU sich negativ aus-
>wirkt. So wuerde zum Butterberg und zum Milchsee noch der
>UNBEFRIEDIGTE-HAUSFRAUEN-HAUFEN und der SCHARFE-BUCHHALTER-BERG kommen.
>Das koennen und wollen wir nicht verantworten.
>Daher sollte das 6. Gebot lauten:
>DU SOLLST NICHT EHEBRECHEN MIT EINEM EHEBRECHER, NUR MIT UNBEFRIEDIGTEN
>HAUSFRAUEN UND SCHARFEN BUCHHALTERN.
>7. Gebot: Du sollst nicht stehlen!
>Das erscheint uns auf den ersten Blick eindeutig und logisch. Aber mal
>ehrlich: Haben wir nicht alle schon mal gestohlen? Wer verwendet nicht in
>oeffentlichen Beduerfnisanstalten das Papier, ohne zu bezahlen, haben wir
>nicht alle schon einmal eingeatmet, Luft gestohlen? Wer stiehlt nicht seiner
>Liebsten Kuesse oder die Fleischkloesse der Grossmutter, die Ideen der Denker.
>Haben wir nicht schon alle die Zeit eines Beschaeftigten gestohlen, oder
>den letzten Nerv eines Cholerikers? Stehlen wir nicht Compu-Serve die Bytes,
>dem Alter Ego die Identitaet, dem Furz den Geruch und dem Schatten das Licht?
>Das 7. Gebot sollte daher lauten:
>DU SOLLST NICHT STEHLEN, WAS EINES ANDEREN AUFMERKSAMKEIT ERREGT.
>8. Gebot: Du sollst nicht luegen!
>Also ehrlich, wer von uns hat noch nie gelogen? Wenn einen die Omi fragt, ob
>einem der Schweinebraten geschmeckt hat, dann sagen wir: "MMMMMMMMMMMMHHHH",
>obwohl der Geschmack uns an schimmlige Maulbeeren erinnert. Und oft fragt man
>uns: "Was haeltst du von mir?" und wir sagen "Du bist ein toller Kerl." aber
>die Wahrheit ist, das er/sie ein Arsch erster Klasse ist. Und was luegen uns
>die Schauspieler vor: Ist Stallone wirklich Rambo, und wenn ja, wie kann er
>gleichzeitig Rocky Balboa heissen? Sie luegen uns taeglich an, weil sie
>davon leben und wir luegen, weil wir somit das 5. Gebot umgehen koennen.
>Das 8. Gebot muesste daher heissen:
>DU SOLLST DEM DIE UNWAHRHEIT KUND TUN, DER SIE HOEREN WILL.
>9. Gebot: Du sollst nicht begehren deines Naechsten Weib!
>Fuer Frauen mag dieses Gebot ja leicht durchfuehrbar sein, sofern sie wissen,
>wo sie hingehoeren. Aber was ist mit uns Maennern? Von der Natur mit
>gehaessigen Hormonen ausgestattet, die uns die Frauen lieben lassen, sind wir
>staendig irgendwo hingezogen, wo es weibt. Wie kann ich wissen, ob eben dieses
>Weib nicht schon meinem Naechsten gehoert, denn Schilder mit dem Namen des
>Eigentuemers tragen sie ja nicht. Darf ich also niemand begehren? Muessen wir
>aussterben, nur weil wir Maenner die Eigentumsverhaeltnisse unserer Naechsten
>nicht durchschauen? Oder steckt die Zukunft der Menschheit in der kuenstlichen
>Befruchtung? Ich weiss es nicht. Um unsere Population zu retten, sollte das
>9. Gebot heissen:
>DU SOLLST DEINES NAECHSTEN WEIB NICHT BEGEHREN, WENN DU ERKENNEN KANNST,
>DASS ES DEINES NAECHSTEN WEIB IST UND SIE DICH NICHT BEGEHRT.
>10. Gebot: Du sollst nicht begehren deines Naechsten Hab und Gut!
>Ein ganz normaler Fall: Sie gehen in ein Geschaeft und wollen Wurst kaufen!
>Um diese Wurst zu kaufen, muessen wir sie zuerst begehren, sonst steckt wenig
>Sinn hinter einem Wurstkauf. Aber diese Wurst gehoert dem Fleischhauer, bis
>wir sie bezahlen. Wir koennen uns also nicht mehr ernaehren, ausser wir jagen
>selbst ein Wild das an Altersschwaeche stirbt in einem Wald, der niemand
>gehoert. ABSOLUT ALLES gehoert irgendjemand, wir duerfen also nur besitzlose
>Dinge in Besitz nehmen, die wir nicht begehren duerfen, wenn sie der Naechste
>vor uns begehrt hat, also besitzt. Und so sterben wir und verstossen gegen das
>5. Gebot.
>Das 10. Gebot sollte daher lauten:
>DU SOLLST NICHT BEGEHREN DEINES NAECHSTEN HAB UND GUT, DAS DIESER NICHT ZUR
>BEGEHR FREIGEGEBEN HAT!
>Und hier die 10 Gebote noch einmal in Zusammenfassung:
>DU SOLLST NUR SERIELL AN DIE GOETTER GLAUBEN UND NICHT PARALLEL
>DU SOLLST DEN NAMEN DES HERRN NICHT ACHTLOS AUSSPRECHEN, WENN DU IHN DAMIT
>MEINST.
>DU SOLLST DEN DONNERSTAG HEILIGEN, SOFERN DIESER NICHT EIN FEIERTAG IST.
>DU SOLLST DEINE ELTERN EHREN, WENN SIE DICH EHREN, UND ALLE VERWANDTEN
>EHREN, DEREN VORTEIL DU DICH BEDIENEN KANNST.
>DU SOLLST NICHT TOETEN, WAS DICH NICHT DIREKT ODER INDIREKT TOETET.
>DU SOLLST NICHT EHEBRECHEN MIT EINEM EHEBRECHER, NUR MIT UNBEFIEDIGTEN
>HAUSFRAUEN UND SCHARFEN BUCHHALTERN.
>DU SOLLST NICHT STEHLEN, WAS EINES ANDEREN AUFMERKSAMKEIT ERREGT.
>DU SOLLST DEM DIE UNWAHRHEIT KUNDTUN, DER SIE HOEREN WILL.
>DU SOLLST DEINES NAECHSTEN WEIB NICHT BEGEHREN, WENN DU ERKENNEN KANNST,
>DASS ES DEINES NAECHSTEN WEIB IST UND SIE DICH NICHT BEGEHRT.
>DU SOLLST NICHT BEGEHREN DEINES NAECHSTEN HAB UND GUT, DAS DIESER NICHT ZUR
>BEGEHR FREIGEGEBEN HAT!



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