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Thema: Blindflug

  1. #1
    formidolosus
    Gast

    Blindflug


    Erstmal ein hallo an alle!

    Bei vielen Übungen von Bardon habe ich folgendes Problem:

    Oft geht es bei den Übungen um die Arbeit mit Visuellen Eindrücken.

    Akasha wird von Bardon zum Beispiel mit Licht verglichen.

    Da ich aber voll blind bin, komme ich bei allen Übungen, wo mit Licht und Farben gearbeitet wird in Schwierigkeiten.

    Mir ist nicht immer klar, ob diese Mängel durch Ersatztechniken ausgeglichen werden können.

    Da ich leider auch keine Vorstellung von Licht und Farben habe und nicht weiß, ob meine Vorstellungen vielleicht doch brauchbar sind, besteht immer eine gewisse Unsicherheit.

    Freue mich auf jede Antwort.

    Gruß, Formidolosus!










  2. #2
    Michi
    Gast

    Farben


    Als Antwort auf: Blindflug geschrieben von formidolosus am 31. Juli 2002 20:08:03:


    Hallo Formidolosus!


    Ich weiss nicht, ob ich dir weiterhelfen kann, ich kann dir nur sagen, wie ich Farben wahrnehme. Allerdings sind die Unterschiede zwischen den Menschen recht gering.

    Alles, was ich sehe wird ausserhalb wahrgenommen, d.h. es kann zwar sein, dass eine Farbe eine Emotion auslöst, aber diese Emotion nehme ich dann als ausserhalb von mir wahr und als an das "Objekt" gehaftet. Nicht umsonst gibt es ja das Sprichwort "Sehen heisst Glauben", d.h. wir glauben, dass das was wir sehen so ist, wie wir es sehen.


    Schwarz: (ist eine sogenannte Nicht-Farbe)

    am dunkelsten, Helligkeit: 0

    "da ist nichts", "ich sehe nichts"

    Allerdings gibt es am Tag selten richtiges Schwarz. Meistens ist es doch nur dunkel-dunkel-grau.

    Ein bisschen Licht kommt schliesslich immer, auch von der schwärzesten Fläche. Eine Ausnahme sind schwarze Strahler, das ist ein Loch, durch das man in einen dunklen Raum sehen kann (oder eher nicht sehen kann) ; z.B. der Spalt zwischen zwei Kastentüren.


    Rot:

    dunkel, aber auffällig

    aggresiv, "Aufmerksamkeit auf sich ziehend"

    In kleinen Mengen kann rot durchaus angenehm sein, aber wenn in einem Raum bsp.weise alle Wände rot angestrichen sind, dann ist das schon recht heftig, einfach weil ich das Gefühl habe jeden Moment kann eine Horde von Reportern kommen und mich niedertrampeln. Naja, kein Mensch streicht ein Zimmer knallrot an.


    Blau:

    nicht hell, nicht dunkel, in der Mitte

    entspannend, nicht fordernd

    Wenn über Flugblätter Werbung für teure Sachen gemacht wird, dann ist blau eine beliebte Hintergrundfarbe. Blau beruhigt und macht auf mich den Eindruck: "Da kann ich meine Energie und mein Geld hinschmeissen, da ist es gut aufgehoben". Der Standard-Bildschirm-Hintergrund von Microsoft Windows ist nicht umsonst Blau. Und trotzdem: Nicht alles was blau ist, ist automatisch positiv in meinen Augen. Ich sagte ja, ich nehme die Emotion als ausserhalb von mir wahr.


    Gelb:

    sehr hell

    (er)leuchtend

    Die Sonne ist gelb, wird auch von Kindern ganz spontan als gelb gezeichnet (weil weiß auf weißem Papier sieht man ja nicht). Eigentlich ist sie nicht wirklich gelb, macht aber so einen Eindruck. Ein Sonnenuntergang ist auch zu einem Großteil gelb. d.h. Die Sonne ist weiß, rundherum gelb, dann rot und wenn man weitgenug wegschaut sieht man den dunkel-blauen Himmel.

    Der Hintergrund dieses FB-Forums ist hellgelb, d.h. eine Mischung aus gelb und weiss, dadurch ist die Intensität der Farbe geringer; ist auch auf Dauer angenehmer, wenn man längere Zeit hier verbringen will.


    Orange:

    in der Mitte, heller als Blau

    ist eine Mischung aus gelb und rot.

    leuchtet nicht so stark, und ist auch nicht so aggresiv oder aktiv wie rot. verbindet gewissermaßen gelb und rot miteinander.


    Grün:

    in der Mitte

    Die Natur ist grün, Gras ist grün, die Blätter der Bäume sind grün, sogar eine Partei ist nach dieser Farbe benannt. Wirkt auf mich neutral und lebendig gleichermaßen. nicht aussagekräftig.


    Violett:

    zwischen rot und blau


    Weiß: (eine Nicht-Farbe)

    Gegenteil von schwarz, sehr hell.

    als weiß nehmen wir eine Fläche wahr wenn sie fast 100% des Lichtes, das auf sie scheint reflektiert. Oder ein Licht ohne Farbe ist immer weiß.


    ----


    Intensität:

    Eine Farbe kann mehr oder weniger intensiv sein. Wenn sie überhaupt nicht intensiv ist, dann kann sie nur weiss oder schwarz oder ein grauton sein. Wenn man aber von einer nicht intensiven Farbe spricht, meint man jedoch eine Farbe mit nur sehr wenig Intensität.

    Je intensiver umso aufdringlicher.

    Ich habe alle Farben in ihrer intensiven Form beschrieben, über eine nicht intensive Farbe ist kaum etwas zu sagen.

    Je weniger intensiv umso zurückhaltender oder diskreter. Daher auch die "Men in Black", falls du von dem Film schon was gehört hast: die sind ja auch völlig farblos (Schwarzer Anzug, weißes Hemd, schwarze Krawatte).


    Liebe Grüße

    Michi smile-orange


    >Erstmal ein hallo an alle!

    >Bei vielen Übungen von Bardon habe ich folgendes Problem:

    >Oft geht es bei den Übungen um die Arbeit mit Visuellen Eindrücken.

    >Akasha wird von Bardon zum Beispiel mit Licht verglichen.

    >Da ich aber voll blind bin, komme ich bei allen Übungen, wo mit Licht und Farben gearbeitet wird in Schwierigkeiten.

    >Mir ist nicht immer klar, ob diese Mängel durch Ersatztechniken ausgeglichen werden können.

    >Da ich leider auch keine Vorstellung von Licht und Farben habe und nicht weiß, ob meine Vorstellungen vielleicht doch brauchbar sind, besteht immer eine gewisse Unsicherheit.

    >Freue mich auf jede Antwort.

    >Gruß, Formidolosus!












  3. #3
    formidolosus
    Gast

    Re: Farben


    Als Antwort auf: Farben geschrieben von Michi am 31. Juli 2002 21:54:20:


    Hallo Michi,

    Also schon mal vielen Dank für die Antwort.

    Es ist halt so, daß ich überhaupt nichts sehe. Wenn Leute meinen, daß man dann schwarz sehen würde, dann muß ich leider sagen, daß ich überhaupt nichts sehe so, als hätte man keine Augen.

    Das ist halt irgendwie schon fast Philosophisch :-).

    Ich frage mich, ob das alleinige Asoziieren von Emotionen an Stelle von Farben für die magische Arbeit ausreicht.

    Ich frage mich halt, ob Gefühle einen angemessenen Ersatz für Visuelle Wahrnehmungen für die magische Arbeit ausreichen.

    Gruß, formidolosus!










  4. #4
    Mistersecret
    Gast

    Re: Blindflug


    Als Antwort auf: Blindflug geschrieben von formidolosus am 31. Juli 2002 20:08:03:


    Hallöchen !


    Ich finde die Frage von Dir sehr interessant.

    Vielleicht kannst Du mit meiner Antwort etwas anfangen ?

    Alles ist stets über alle Wahrnehmungskanäle erfahrbar. Z.B. kann man ein Stück Holz fühlen, riechen, schmecken, sehen und auch vielleicht irgendwie hören.

    Das interessante ist, daß das für alles gilt. Also zB hat die Farbe rot auch einen Klang, einen Geruch, einen Geschmack usw. Das alles gehört immer zusammen.

    Also wo Licht ist, da ist auch Klang, wo Geruch ist, ist Geschmack usw.

    Du kannst die unterschiedlichen (elementaren) Energien sammeln usw, indem Du sie imaginierst oder aber auch einfach wahrnimmst - über einen oder auch mehrere Kanäle gleichzeitig.

    Auch Du siehst Farben, Lichter und Formen, kannst sie aber sprachlich nicht zuordnen. Also nimm an Du lauschst dem Klang des Feuers - entweder imaginiert oder real oder von CDs oder wie auch immer. Wenn Du ganz in dem Klang versinkst und aufgehst wirst Du es vor Deinem geistigen Augen auf jeden Fall sehen können.

    Dabei wird es sich nicht von dem Feuer unterscheiden, was wir `Sehenden` sehen, denn das Feuer ist immer das Feuer.


    Es ist nur eine Frage der Übung. Wenn Du wissen willst, wie etwas aussieht, konzentriere Dich über die Wahrnehmung darauf, die Dir offen steht. Es mag sein, daß es eine Weile dauert, aber irgendwann wird es erfolgreich sein, wenn Du Dich einfach nur oben halten und dabei genug entspannen kannst.


    ich hoffe das war Dir eine Hilfe....

    Grüße










    >Erstmal ein hallo an alle!

    >Bei vielen Übungen von Bardon habe ich folgendes Problem:

    >Oft geht es bei den Übungen um die Arbeit mit Visuellen Eindrücken.

    >Akasha wird von Bardon zum Beispiel mit Licht verglichen.

    >Da ich aber voll blind bin, komme ich bei allen Übungen, wo mit Licht und Farben gearbeitet wird in Schwierigkeiten.

    >Mir ist nicht immer klar, ob diese Mängel durch Ersatztechniken ausgeglichen werden können.

    >Da ich leider auch keine Vorstellung von Licht und Farben habe und nicht weiß, ob meine Vorstellungen vielleicht doch brauchbar sind, besteht immer eine gewisse Unsicherheit.

    >Freue mich auf jede Antwort.

    >Gruß, Formidolosus!












  5. #5
    anjulika
    Gast

    Re: Blindflug


    Als Antwort auf: Blindflug geschrieben von formidolosus am 31. Juli 2002 20:08:03:


    hallo formidolosus,


    ich denke, du musst dir tatsächlich über einen anderen sinn behelfen.

    was aber nicht weiter schlimm sein dürfte, denn die beschriebenen farb-analogien sind ja letztlich auch nur hilfsmittel einen eindruck von etwas zu vermitteln, was direkt nicht vermittelbar ist.so handelt es sich bei den elementen ja nicht um irgendetwas konkretes, wie z.b. erde in form von erde *g*, sondern um die eigenschaften, die essenz ,das prinzip.die wahrnehmung dieser qualitäten kann bei allen menschen unterschiedlich sein.

    nimm z.b. energie.kann man eigentlich nicht sehen.manche nehmen verschiedene energien mittels verschiedener farben wahr, andere spüren unterschiede intuitiv, wieder andere hören innere töne.

    vielleicht beginnst du nicht gleich bei akascha,sondern einem weniger abstrakten prinzip.was wird z.b. dem element erde zugeordnet an eigenschaften, qualitäten.wie fühlt sich das für dich an.als ersatz für das sehen kannst du hier ja konkret erde fühlen,riechen spüren...lass dir zeit und sammle innere eindrücke.wenn du dich dann auf erde konzentrierst wirst du auch ohne farbe wissen, was gemeint ist.und so weiter.

    mit der zeit entwickelst du dann dein eigenes system.

    ach ja und was deine vorstellungen betrifft,ich denke schon dass die brauchbar für dich sind.wenn du eine vage vorstellung von licht hast,ein gefühl,ein ton,egal was, dann ist das licht.ob das für mich oder xy anders aussieht, ist in dem zusammenhang völlig irrelevant.


    liebe grüsse

    anjulika















  6. #6
    Michi
    Gast

    Re: Farben


    Als Antwort auf: Re: Farben geschrieben von formidolosus am 31. Juli 2002 22:15:17:


    >Hallo Michi,

    >Also schon mal vielen Dank für die Antwort.

    >Es ist halt so, daß ich überhaupt nichts sehe. Wenn Leute meinen, daß man dann schwarz sehen würde, dann muß ich leider sagen, daß ich überhaupt nichts sehe so, als hätte man keine Augen.


    Also für mich ist kein Unterschied zwischen schwarz sehen und nichts sehen. Mir fällt es eben stärker auf, wenn ich nichts sehe, weil das ungewohnt ist.


    >Das ist halt irgendwie schon fast Philosophisch :-).

    >Ich frage mich, ob das alleinige Asoziieren von Emotionen an Stelle von Farben für die magische Arbeit ausreicht.

    >Ich frage mich halt, ob Gefühle einen angemessenen Ersatz für Visuelle Wahrnehmungen für die magische Arbeit ausreichen.

    >Gruß, formidolosus!


    Eine Frage hab ich da noch.

    Wie kannst du im Internet surfen, das Franz Bardon Forum besuchen, Beiträge lesen und schreiben, wenn du blind bist?


    Fragend,

    Michi smile-orange










  7. #7
    Tares
    Gast

    Re: Farben


    Als Antwort auf: Re: Farben geschrieben von formidolosus am 31. Juli 2002 22:15:17:


    >Hallo Michi,

    >Also schon mal vielen Dank für die Antwort.

    >Es ist halt so, daß ich überhaupt nichts sehe. Wenn Leute meinen, daß man dann schwarz sehen würde, dann muß ich leider sagen, daß ich überhaupt nichts sehe so, als hätte man keine Augen.

    >Das ist halt irgendwie schon fast Philosophisch :-).

    >Ich frage mich, ob das alleinige Asoziieren von Emotionen an Stelle von Farben für die magische Arbeit ausreicht.

    >Ich frage mich halt, ob Gefühle einen angemessenen Ersatz für Visuelle Wahrnehmungen für die magische Arbeit ausreichen.

    >Gruß, formidolosus!


    Hallo Formidolosus


    Meines Erachtens werden Gefühle in der Magie erstaunlicherweise eher unterschätzt, doch halte ich sie für ausserordentlich wichtig, vorallem falls es um eine Wunschmanifestation geht ( worum sich ja nicht gerade wenig in der Magie dreht *g* ) smile

    Gewiss ist es von grossem Vorteil, falls man auch seine visuellen Sinne sprechen lässt, doch sollten auch die anderen Sinne und Eindrücke dabei nicht vergessen werden.


    Welche Gefühle assozierst Du denn mit Akascha bzw. welche Gefühle traten bisher bei Dir auf wenn Du Dich mit ihr verbunden, Dich auf sie eingestellt hast ?


    Liebe Grüsse

    T.










  8. #8
    formidolosus
    Gast

    Re: Farben


    Als Antwort auf: Re: Farben geschrieben von Michi am 31. Juli 2002 22:38:09:


    *Also ich denke, daß es auch daran liegt, daß ich ja den Unterschied zwischen sehen und nicht sehen nicht kenne. Es fehlt dann also der Vergleich.

    Der Umgang mit dem Computer ist in sofern kein Problem, weil durch Technische Mittel Schrift und manchmal auch Grafiken in Braileschrift übersetzt werden können

    oder das zum Beispiel Grafiken, wenn möglich durch Begriffe synonimisiert werden.

    Hauptsächlich arbeite ich aber mit Sprachausgabe.

    Gruß, formidolosus!












  9. #9
    formidolosus
    Gast

    danke


    Als Antwort auf: Re: Blindflug geschrieben von anjulika am 31. Juli 2002 22:32:59:


    Vielen Dank für die Antwort, sie war sehr hilfreich.

    Ich hatte bis her ja auch nur auf diese Weise gearbeitet, war mmir aber nie richtig sicher gewesen, ob das Prinzip des ersetzens ausreicht.

    Ich bin jetzt aber beruhigt, daß ich nicht nochhmal von vorne anfangen muß :-).

    Gruß, formidolosus!










  10. #10
    formidolosus
    Gast

    Re: Farben


    Als Antwort auf: Re: Farben geschrieben von Tares am 31. Juli 2002 22:41:37:


    Also mit Akascha asoziiere ich meistenz eine Mischung aus verschiedenen Gefühlen.

    Zum einen asoziiere ich damit einen Art Bewußtseinszustand, den man eigentlich auch vor seiner Geburt hat. Auch wenn viele Menschen nur sagen, daß vor ihrer Geburt nichts war, kann ich den Punkt zwischen den jeweiligen Inkarnationen mit einem Bewußtseinszustand vergleichen, den man für einen kleinen Moment manchmal auch bei der Gedankenleere erreicht.

    Zum anderen ist aber auch ein Gefühl vorhanden, daß man oft hat, wenn man eine bestimmte Erkenntnis gewonnen hat, also wenn einem ein Licht aufgeht :-).

    Wenn man sich nach einer Situation voller Ärger wieder beruhigt, hat man ja auch wieder so einen Moment der Klarheit.

    Annähernd auf diese weise könnte man versuchen Akascha zu beschreiben.

    Gruß, formidolosus!










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